MS AMERA: Frühlingszauber im Mittelmeer

Monaco - Valletta - Alexandria - Haifa - Larnaka - Paphos - Alanya - Marmaris - Agios Nikolaos - Giardini-Naxos - Monaco

Wenn Zuhause der Frühling noch auf sich warten lässt hat er sich im Mittelmeerraum bereits entfaltet und schönste Blüten getrieben.

Vom Fürstentum Monaco reisen Sie zunächst in die ehemalige Kreuzritterhochburg Malta. Superlative Ihrer Reise sind die beeindruckenden Pyramiden von Gizeh.

Im Heiligen Land schließlich bieten sich Ausflugsmöglichkeiten vom Bad im Toten Meer bis zum Besuch der Klagemauer. Geschichte und Landschaft beeindrucken gleichermaßen an den sonnenverwöhnten Küsten zwischen Zypern und Sizilien.

  • sz-reisen Plus: 50 € p.P. Ausflugsguthaben an Bord
  • Pyramiden von Gizeh
  • Malta und Türkei

Programm

ReiseverlaufOrtAnkunftAbfahrtGeplante Landausflüge (fak.)

1. Tag:

Monaco  Einschiffung

2. Tag:

Monaco 14:00Rundgang Monte Carlo, Französische Riviera, Nizza, Antibes

3. Tag:

Urlaub auf See

4. Tag:

Insel Gozo08:0016:30Panoramafahrt Gozo, Inselfahrt
Valletta19:00 Abendliche Spaziergänge

5. Tag:

Valletta 18:00Valletta und Mdina, Geschichte Maltas, Panoramafahrt, Marsaxlokk und Weinverkostung, Auf den Spuren malt. Ritter, Hafenrundfahrt

6. Tag:

Urlaub auf See

7. Tag:

Urlaub auf See

8. Tag:

Alexandria07:0023:00Kairo und Pyramiden von Gizeh, Dashur, Memphis und Sakkara, Alexandria, El Alamein

9. Tag:

Urlaub auf See

10. Tag:

Haifa07:0023:00Haifa und Akko, Festung Masada und Totes Meer, Jerusalem, Nazareth und See Genezareth

11. Tag:

Larnaka08:0023:00Larnaka, Nikosia, Limassol und Lefkara

12. Tag:

Paphos08:0017:00Ausgrabungen von Paphos am Abend, Königsgräber und Weingut, Paphos

13. Tag:

Alanya08:0018:00Side und Aspendos, Manavgat- Wasserfall und Flussfahrt, Alanya, Dim Höhle und Bootsfahrt

14. Tag:

Marmaris09:0018:00Marmaris, Bootsfahrt zur Kleopatra-Insel

15. Tag:

Agios Nikolaos08:0018:00Ländliches Kroustas und Kräuterdestillerie, Elounda und Spinalonga, Knossos und Heraklion

16. Tag:

Urlaub auf See

17. Tag:

Giardini-Naxos / Taormina08:0018:00Vulkan Ätna, Taormina, Vulkan Ätna und Weingut, Catania
Straße von Messina

18. Tag:

Urlaub auf See

19. Tag:

Monaco09:00 Ausschiffung
geringfügige Fahrplanänderungen vorbehalten

ab2669 

MS Amera

Mit maximal 835 Gästen bietet das über 39.000 BRZ große und 205m lange Schiff eine zur "Willkommen zu Hause"-Philosophie passenden, familiären Atmosphäre und ist gleichzeitig angenehm geräumig. Dennoch klein genug, um sich auf typische, weltweite Reiserouten begeben und Reiseziele ansteuern zu können, die größeren Schiffe verwehrt bleiben.

Besonders beliebt und an Bord vorhanden: Die Rundum-Promenade, der Ausguck über die Brücke und viele weitere Freiflächen. Hier kann man dem Meer ganz nah sein.

Kabinen

Diverse, großzügig geschnittene Kabinenkategorien und Suiten stehen Ihnen zur Verfügung. Neben Top-Ausstattung erwarten Sie bequeme Betten, viel Schrankraum und schöne Bäder mit diversen kleinen Extras. Einer kleinen Anzahl Innenkabinen stehen über 90% komfortabler Außenkabinen und Balkon-Kabinen bzw. Suiten gegenüber.

Kulinarik

An Bord erwarten Sie kulinarische Highlights zu diversen Veranstaltungen in verschiedenen Restaurants. Sie können diese genießen, bei freier Platzwahl und langen Tischzeiten. Entweder in einem der Hauptrestaurants »Ozean« und »Amera« oder im Lido Buffet-Restaurant. Darüber hinaus haben Sie die Möglichkeit, sich für einen besonderen Abend einen Tisch in Pichler's Spezialitätenrestaurants zu reservieren. Für einen schönen Ausklang des Tages sorgen zahlreiche Bars, Lounges und Cafés auf verschiedenen Decks, innen wie außen.

Bordleben

Ob im Fitness-Center, am Außenpool, beim Jogging auf der Rundum-Promenade an Deck oder im Wellness-/Beauty- und Spa-Bereich – Möglichkeiten gibt es viele. Lassen Sie es sich beim Sport, in der Sauna oder bei einer Massage gut gehen. Tagsüber erwarten Sie zahlreiche Programmangebote sowie Lektorate und abends tolle Show-Unterhaltung und Live-Musik.

Anmerkung

Die Fenster sind generell nicht zu öffnen, es sei denn es ist explizit ausgeschrieben. 

ab2669 

Beförderung

  • Haustürtransfer zum/ab Schiff in ausgewählten Regionen
  • Transfer nach /von Monaco bzw. Flug nach Nizza und zurück in Economy Class (Umsteigeverbindung)
  • Transfer Flughafen - Hafen - Flughafen
  • Einschiffung in Monaco
  • Ausschiffung in Monaco

sz-Reisen Plus

  • 50 € p. P. Ausflugsguthaben an Bord

Kabine & Verpflegung

  • 18 Übernachtungen in gebuchter Kabinenkategorie
  • Vollpension inkl. Tischwein und Säfte des Tages zu den Hauptmahlzeiten#
  • Willkommensdrink
  • Festliches Galadinner im Rahmen der VP
  • 2 Ü/HP auf Hin- und Rückfahrt bei Busan-/ Abreise

Zusätzlich inklusive

  • Gepäckbeförderung vom Anlegeplatz in die Kabine und zurück
  • Nutzung der Bordeinrichtungen
  • Teilnahme Bordveranstaltungen
  • Bademantel
  • Ein- & Ausschiffungsgebühren
  • Deutsch sprech. Bordreiseleitung

ab2669 

Zielland

Deutschland

Landesdaten

Lage

Die Bundesrepublik Deutschland grenzt im Norden an die Nordsee, Dänemark und die Ostsee, im Osten an Polen und die Tschechische Republik, im Südosten an Österreich, im Süden an die Schweiz und im Westen an Frankreich, Luxemburg, Belgien und die Niederlande.

Fläche: 357.027 km².

Einwohner

Bevölkerung: ca. 82,2 Millionen

Die größten Städte (und die Landeshauptstädte):

Berlin (Hauptstadt) ca. 3,5 Millionen

Hamburg ca. 1,79 Millionen

München ca. 1,43 Millionen

Köln ca. 1 Million

Frankfurt/M. ca. 717.700

Stuttgart ca. 612.400

Düsseldorf ca. 604.500

Dortmund ca. 580.500

Essen ca. 573.800

Bremen ca. 551.800

Leipzig ca. 544.500

Dresden ca. 536.300

Hannover ca. 523.700

Nürnberg ca. 501.100

Duisburg ca. 485.500

Bonn 318.900

Wiesbaden ca. 276.200

Kiel ca. 246.300

Magdeburg ca. 235.700

Erfurt ca. 210.100

Mainz ca. 209.800

Saarbrücken ca. 178.200

Potsdam ca. 167.700

Schwerin ca. 98.800

Sprache

Deutsch mit zahlreichen Dialekten. Englisch wird weitgehend verstanden.

Zeitverschiebung

Mitteleuropäische Zeit (MEZ) mit europäischer Sommerzeit.

Stromspannung

230 Volt Wechselstrom, 50 Hertz.

Telefon/Post

Post

Briefmarken können in Postämtern und an deren Automaten gekauft werden; in Ferienregionen sind sie auch in Souvenirläden erhältlich.

Telefon

Die Landesvorwahl nach Deutschland ist 0049, danach ist die Führungsnull der Ortsvorwahl wegzulassen. Von Deutschland nach Österreich wählt man 0043 und in die Schweiz 0041.

Münztelefone sind seltener geworden, die meisten öffentlichen Telefone funktionieren mit Telefonkarten der Deutschen Telekom, die auf jedem Postamt erhältlich sind. Für Auslandsgespräche sind in der Regel internationale Prepaid-Karten günstiger, die verschiedene privater Telefongesellschaften anbieten.

NOTRUFNUMMERN: Polizei 110, Unfallrettung 110, Feuerwehr 112.

Mobilfunk

Netztechnik: GSM 900/1800

Internet

Länderkürzel: .de

Feiertage

1. Januar (Neujahr), 19. April (Karfreitag), 22. April (Ostermontag), 1. Mai (Tag der Arbeit), 30. Mai (Christi Himmelfahrt), 10. Juni (Pfingstmontag), 3. Oktober (Tag der Einheit), 25. und 26. Dezember (Weihnachten).

Folgende regionale Feiertage gibt es zusätzlich:

6. Januar (Erscheinungsfest/Dreikönigstag) in Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen-Anhalt;

20. Juni (Fronleichnam) in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, im Saarland sowie in einigen Gemeinden in Sachsen und Thüringen;

15. August (Mariä Himmelfahrt) in Gemeinden Bayerns mit überwiegend katholischer Bevölkerung und im Saarland;

31. Oktober (Reformationstag) in Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen;

1. November (Allerheiligen) in Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und im Saarland;

20. November Buß- und Bettag) in Sachsen.

Faschingsmontag und -dienstag bzw. Rosenmontag und Fastnachtsdienstag (4. und 5. März 2019) sind keine gesetzlichen Feiertage. Wegen der Feiern, die in einigen Regionen das gesellschaftliche Leben stark dominieren, sollten Geschäftstermine an diesen Tagen zuvor bestätigt werden.

Die Hauptferienzeit geht von Mitte Juni bis Mitte September. Sie ist jedoch von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich.

Öffnungszeiten

Banken: Mo bis Fr 8.30-13, 14.30-16 Uhr, Do bis 17.30 Uhr; einige Banken sind auch über Mittag und bis 18 Uhr geöffnet;

Geschäfte: größere Geschäfte - Mo bis Fr 9/10-20 Uhr, Sa 9/10-16/20 Uhr, kleinere Geschäfte - Mo bis Fr 9/10-18.30 Uhr, Sa 9-14 Uhr; Lebensmittelgeschäfte sind meist schon ab 7/8 Uhr geöffnet; in kleineren Städten sind die Geschäfte oft von 12.30-15 Uhr und am Mittwochnachmittag geschlossen.

Kleidung

Man sollte, den Jahreszeiten entsprechend, normale europäische Kleidung tragen. Auch im Sommer braucht man gegen Abend einen warmen Pullover. Im Winter sind warme Sachen unerlässlich.

Regenschutz sollte man während des ganzen Jahres bei sich haben.

Wirtschaft

Die wichtigsten Branchen der Industrie sind die Chemie, die Automobilbranche, der Maschinenbau und die Elektroindustrie. Deutschland ist eine der führenden Handelsnationen und ein hochentwickeltes Industrieland. Die Wiedervereinigung der beiden deutschen Länder brachte in den ostdeutschen Bundesländern zunächst erhebliche wirtschaftliche Probleme und eine enorme Arbeitslosigkeit mit sich. Obwohl die Industriebetriebe im Osten inzwischen modernisiert und wettbewerbsfähig sind, lässt der wirtschaftliche Aufschwung im Osten weiter auf sich warten. Der Energiebedarf Deutschlands wird zu 12,5 Prozent durch Kernkraft gedeckt. Der Anteil regenerativer Energien soll weiterhin ausgebaut werden.

Religion

Fast ein Drittel der deutschen Bevölkerung gehört der katholischen Kirche an, beinahe genauso viele Mitglieder zählen die evangelischen Landeskirchen. Darüber hinaus gibt es Anhänger einer Reihe weiterer Glaubensgemeinschaften wie z.B. Moslems, Juden und Buddhisten.

Vegetation

Durch die landwirtschaftliche Intensivierung wurde die natürliche Vegetation weitgehend verdrängt. Rund 30 Prozent der Fläche Deutschlands sind von Wäldern bedeckt; die meisten Wälder befinden sich im Süden Deutschlands (Bayern, Baden-Württemberg). Etwa zwei Drittel des Waldes besteht aus Fichten und anderen Nadelbäumen, der Rest aus Laubbäumen wie Buche, Birke und Eiche.

Tierwelt

Der Lebensraum der wild lebenden Tiere ist stark eingegrenzt. Häufige Arten sind Reh, Hirsch, Wildschwein, Hase, Wiesel, Dachs und Fuchs. In den Küstengewässern von Nord- und Ostsee finden sich Hering, Kabeljau und Flunder, in den Flüssen und Strömen des Landes Karpfen, Wels und Forelle. An den Küsten brüten jährlich über eine halbe Million Wasservögel.

Kulinarisches

Deutschland ist bekannt für seine wohl unübertroffene Vielfalt an Brotsorten. Brot und Brötchen werden zum Frühstück und zum Abendessen gegessen. Die Hauptmahlzeit ist das Mittagessen, das üblicherweise aus Fleisch mit Soße, Kartoffeln oder Klößen, Gemüse und Salat besteht. Selbstverständlich ist das Angebot an regionalen Besonderheiten äußerst vielfältig und von Ost nach West, von Nord nach Süd sehr unterschiedlich. Am Nachmittag wird Kaffee oder Tee mit einer reichhaltigen Auswahl an schmackhaften Kuchen und Torten angeboten. Cafes gibt es überall, im Sommer mit Außenterrassen.

Bier ist das Nationalgetränk der Deutschen und wird nach deutschem Reinheitsgebot gebraut. Es gibt extrem unterschiedliche Sorten, vom süddeutschen Weizenbier bis zum bitteren Pils, dem dunklen Bockbier bis hin zu alkoholfreien Sorten, die sich zunehmender Beliebtheit erfreuen. Deutsche Weine, insbesondere die Weißweine gehören zu den besten der Welt. Am bekanntesten sind die Weine von Rhein und Mosel sowie die Fränkischen Weine.

Souvenirs

Es gibt regional sehr spezifische Besonderheiten. So sind die Musikinstrumente Ostdeutschlands berühmt. Im Erzgebirge werden handgeschnitztes Holzspielzeug und Weihnachtsschmuck hergestellt. Die Meißner Porzellanmanufaktur kann sogar besichtigt werden. In Bayern ist besonders die typische Lodenmode begehrt. Darüber hinaus sind optische Geräte (Fotoapparate, Ferngläser), Silber- und Stahlwaren, Messer und Sportartikel von bester Qualität.

Duty Free

Einreise aus EU-Ländern

Bei unmittelbarer Einreise aus den anderen EU-Ländern (innergemeinschaftlicher Reiseverkehr; trifft nicht zu für die Kanarischen Inseln, außerdem nicht für die britischen Kanalinseln und nicht für Grönland) bestehen keine Beschränkungen/Formalitäten abgabenrechtlicher Art für das Reisegepäck und ausschließlich zu privaten Zwecken mitgeführte Waren. Ausgenommen sind verbotene Waren wie Drogen, Waffen usw. (Besonderheiten s.u.; für Waren zu gewerblichen Zwecken s. Abschnitt "Geschäftsreisende").

Im EU-Mitgliedstaat eingekaufte, bereits versteuerte (sog. verbrauchssteuerpflichtige) Waren können von Privatpersonen (ohne nochmalige Besteuerung) problemlos mitgeführt werden, wenn sie ausschließlich für ihren Eigenbedarf, d.h. nicht zu gewerblichen/kommerziellen Zwecken, erworben wurden.

Für folgende Waren gilt als Richtmenge für den Eigenbedarf:

TABAKWAREN: 800 Zigaretten, 400 Zigarillos (Zigarren mit einem Stückgewicht von höchstens 3 g), 200 Zigarren, 1.000 g Rauchtabak;

ALKOHOLISCHE GETRÄNKE: 10 Liter Spirituosen, 20 Liter sog. Zwischenerzeugnisse (z.B. Campari, Port, Madeira, Sherry), 90 Liter Wein (davon höchstens 60 Liter Schaumwein), 110 Liter Bier.

Eine Überschreitung dieser Richtmengen ist im Einzelfall möglich, wenn nachgewiesen wird, dass auch die größere Menge ausschließlich für den privaten Eigenbedarf bestimmt ist.

Bei anderen mitgeführten, verbrauchssteuerpflichtigen Waren kann bei der Einreise nach bestimmten Kriterien (u.a. die Gründe für den Besitz, Beförderungsart, Unterlagen über die Menge der Waren) geprüft werden, ob sie ggf. zu gewerblichen Zwecken bestimmt sind.

KRAFTSTOFFE für Motorfahrzeuge, die nicht im Hauptbehälter des Fahrzeugs oder in einem geeigneten Reservebehälter mitgeführt werden, können ggf. erneut besteuert werden.

REISENDEN UNTER 17 JAHREN wird keine Steuerbefreiung für Spirituosen und Tabakwaren gewährt.

Einreise aus Drittländern

Bei der Einreise aus anderen als EU-Ländern (Drittländern) sind die zum persönlichen Gebrauch während der Reise benötigte und zur Wiederausfuhr bestimmte Reiseausrüstung sowie der Reiseproviant von Eingangsabgaben befreit.

Ferner sind Waren, die Reisende gelegentlich und ausschließlich zum persönlichen Ge- oder Verbrauch oder für ihren Haushalt oder als Geschenk in ihrem persönlichen Reisegepäck einführen, im Rahmen folgender Mengen und Wertgrenzen abgabenfrei:

- 200 Zigaretten oder 100 Zigarillos (Zigarren mit einem Stückgewicht von höchstens 3 g) oder 50 Zigarren oder 250 g Rauchtabak;

- 16 Liter Bier;

- 4 Liter nicht schäumende Weine;

- 1 Liter Spirituosen mit einem Alkoholgehalt von mehr als 22 Volumenprozent oder 2 Liter Spirituosen, Aperitifs aus Wein oder Alkohol, Tafia, Sake oder ähnliche Getränke, mit einem Alkoholgehalt von 22 Volumenprozent oder weniger, oder Schaumwein oder Likörwein;

- eine dem persönlichen Bedarf des Reisenden entsprechende Menge an Arzneimitteln;

- andere Waren bei Einreise auf dem Luft- oder Seeweg bis zu einem Gesamtwert von 430 Euro, bei Einreise auf anderen Verkehrswegen bis zu einem Gesamtwert 300 Euro; für Reisende unter 15 Jahren gilt grundsätzlich die Freimenge von 175 Euro.

DIE ABGABENBEFREIUNG WIRD NICHT GEWÄHRT

- Reisenden unter 17 Jahren für Tabakwaren, Spirituosen, Wein, Schaumwein, Likörwein, Aperitifs und ähnliche alkoholische Getränke.

Klimainformationen

In Deutschland gibt es ausgeprägte Jahreszeiten. Die durchschnittlichen Temperaturen liegen im Sommer bei 25-30°C, im Winter bei 0 bis minus 5°C. Im Norden ist das Klima üblicherweise wechselhafter als im Süden Deutschlands.

Beste Reisezeit

Mai bis Oktober.

Vorgeschriebene Impfungen

Keine.

Empfohlene Impfungen

Saisonal FSME.

Informationen zur Malaria

Malaria

Keine.

Verbreitung

Die Bundesrepublik Deutschland ist malaria-frei.

Währung

Währungseinheit

Währungseinheit: Euro ( EUR)

1 Euro = 100 Cent.

Derzeitiger Kurs:

1 US-$ = ca. 0,87 EUR

Devisenbestimmungen/Umtausch

Einfuhr Fremdwährung: unbeschränkt

Einfuhr Landeswährung: unbeschränkt

Deklaration: Ja - schriftliche Deklaration bei Einreise aus einem Nicht-EU-Land sowie bei Ausreise in ein Nicht-EU-Land ab einem Wert von 10.000 Euro (auch in anderen Währungen, Reiseschecks oder auf Dritte ausgestellte Schecks, Zahlungsanweisungen etc.).

Ausfuhr Fremdwährung: unbeschränkt

Ausfuhr Landeswährung: unbeschränkt

Internationale Kreditkarten: Ja - werden von größeren Hotels, größeren Geschäften, größeren Restaurants und an den meisten Tankstellen akzeptiert.

Geldautomat: Ja - mit Kreditkarten oder Girocard (mit Maestro- oder V-Pay-Zeichen)

Auskunftstellen

In Deutschland

Tourismusverbände der Bundesländer:

Tourismus-Marketing GmbH Baden-Württemberg
Esslinger Straße 8
70182
Stuttgart
( 07 11) 238 58 98/99
(07 11) 23 85 80
www.tourismus-baden-wuerttemberg.de
info@tourismus-bw.de

Bayern Tourismus Marketing GmbH
Arabellastr. 17
81925
München
(0 89) 21 23 97 99
(0 89) 212 39 70
www.bayern.by
tourismus@bayern.info

Berlin Tourismus Kongress GmbH
Am Karlsbad 11
10785
Berlin
(0 30) 25 00 24 24
(030) 264 74 80
www.berlin-tourism.de
information@visitBerlin.de

Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH
Am Neuen Markt 1
14467
Potsdam
(03 31) 298 73 73
(03 31) 29 87 30
www.reiseland-brandenburg.de
tmb@reiseland-brandenburg.de

Bremer Touristik-Zentrale

Gesellschaft für Marketing und Service mbH
Findorffstraße 105
28215
Bremen
(04 21) 308 00 30
(04 21) 308 00 10
www.bremen-tourism.de
btz@bremen-tourism.de

Hamburg Tourismus GmbH
Steinstr. 7
20095
Hamburg
(0 40) 30 05 13 33
(0 40) 30 05 13 00
www.hamburg-tourismus.de
info@hamburg-tourismus.de

HA Hessen Agentur GmbH

Tourismus- und Kongressmarketing
Konradinerallee 9
65189
Wiesbaden
(06 11) 95 017-81 40
(06 11) 95 017-81 91
www.hessen-tourismus.de
info@hessen-tourismus.de

Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern e.V.
Platz der Freundschaft 1
18059
Rostock
(03 81) 403 05 55
(03 81) 403 05 00
www.auf-nach-mv.de
info@auf-nach-mv.de

Tourismus Marketing Niedersachsen GmbH
Essener Str. 1
30173
Hannover
(05 11) 27 04 88 88
(05 11) 270 48 80
www.tourismus-niedersachsen.de
info@tourismusniedersachsen.de

Tourismus NRW e.V.
Völklinger Straße 4
40219
Düsseldorf
(02 11) 91 32 05 55
(02 11) 91 32 05 00
www.nrv-tourismus.de
info@nrw-tourismus.de

Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH
Löhrstraße 103-105
56068
Koblenz
(02 61) 915 20 40
(02 61) 91 52 00
www.rlp-info.de
info@gastlandschaften.de

Tourismus Zentrale Saarland GmbH
Franz-Josef-Röder-Straße 17
66119
Saarbrücken
(06 81) 927 20 40
(06 81) 92 72 00
www.tourismus-saarland.de
info@tz-s.de

Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen mbH
Bautzner Straße 45/47
01099
Dresden
(03 51) 496 93 06
(03 51) 49 17 00
www.sachsen-tour.de
info@sachsen-tour.de

Investitions- und Marketinggesellschaft Sachsen-Anhalt mbH (IMG)
Am Alten Theater 6
39104
Magdeburg
(03 91) 562 83 811
(03 91) 562 83 820
www.sachsen-anhalt.de
tourismus@img-sachsen-anhalt.de

Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein GmbH
Wall 55
24103
Kiel
(04 31) 600 58 44
(04 31) 60 05 83, 600 58 40
www.sh-tourismus.de
info@sh-tourismus.de

Thüringer Tourismus GmbH
Willy-Brandt-Platz 1
99084
Erfurt
Thüringer Tourismus GmbH
Postfach 900 407
99107 Erfurt
(03 61) 374 23 88
(03 61) 374 20
www.thueringen-tourismus.de
service@thueringen-tourismus.de

In Deutschland

Informationen u.a. zur Einreise nach Deutschland erteilt:

Auswärtiges Amt
Werderscher Markt 1
10117
Berlin
Auswärtiges Amt
11013 Berlin
(0 30) 18 17 34 02
(0 30) 181 70
www.auswaertiges-amt.de
buergerservice@diplo.de

In Deutschland

Informationen u.a. über regionale Industrie- und Handelskammern:

Deutscher Industrie- und Handelskammertag (DIHK)
Breite Straße 29
10178
Berlin
Deutscher Industrie- und Handelskammertag (DIHK)
11052 Berlin
(0 30) 203 08 10 00
(0 30) 20 30 80
www.diht.de
info@dihk.de

Deutsche Zentrale für Tourismus e.V. -DZT
Beethovenstraße 69
60325
Frankfurt/M.
(0 69) 75 19 03
(0 69) 97 46 40
www.deutschland-tourismus.de
info@germany.travel

Sehenswertes

Berlin

Berlin ist ein deutsches Bundesland und zugleich Hauptstadt und die größte Stadt Deutschlands.

Berlin wurde 1237 erstmals urkundlich erwähnt und war ab 1486 ständige Residenzstadt des brandenburgischen Kurfürsten. Davon zeugt heute noch das Charlottenburger Schloss mit der Reiterstatue des Großen Kurfürsten Friedrich Wilhelm. Den Grundstein für die kosmopolitische Stadt Berlin legte der Große Kurfürst mit der Einladung von Glaubensflüchtlingen nach Brandenburg und Berlin. Die Hugenotten brachten Küche, Lebensart und Sprache aus Frankreich. Architekten wie Karl Friedrich Schinkel oder Andreas Schlüter belebten die Architektur.

Ende des 19. Jahrhunderts war Berlin die größte Industriestadt des Kontinents. Auf die Zeit des ´Glanz und Gloria´ folgten als Meilensteine der Zusammenbruch 1945, die Teilung der Stadt 1961, der Fall der Mauer und die Wiedervereinigung 1989.

Seitdem hat sich viel verändert - die deutsche Hauptstadt ist wieder zur Drehscheibe zwischen Ost und West geworden. Das deutsche Parlament, der Bundesrat und die Bundesregierung haben ihren Sitz wieder in der Bundeshauptstadt. Das Reichstagsgebäude mit der gläsernen Kuppel von Sir Norman Foster ist über Nacht zu einer Attraktion für Berliner wie für Gäste aus aller Welt geworden. Auch die alte Mitte um die Straße ´Unter den Linden´ wurde kräftig herausgeputzt. Berlins Zentrum, der Potsdamer, Leipziger und Pariser Platz mit dem legendären Brandenburger Tor, wurde nach der Wiedervereinigung zur größten Baustelle Europas. Wohnen und Arbeiten stehen hier an erster Stelle, aber auch Unterhaltungszentren für Einheimische und Besucher sind entstanden. Rund um den Marlene-Dietrich-Platz locken Spielbanken, ein Varieté- und Musical-Theater sowie ein Großkino viele Besucher an.

Die Berliner Kulturlandschaft trägt durch Umfang, Vielfalt und Lebendigkeit zum unverwechselbaren Profil der Stadt entscheidend bei. Allein die 17 staatlichen Museen der Stiftung ´Preußischer Kulturbesitz´ bilden einen der größten Museumskomplexe Europas. Daneben ist Berlin die bedeutendste deutsche Theaterstadt. Zurzeit besitzt Berlin drei Opernhäuser, über 150 Theater und Bühnen sowie rund 170 Museen und Sammlungen, ferner etwa 300 kommunale und private Galerien, 265 Kinos und zahlreiche weitere kulturelle Einrichtungen. Im Sommer werden in den Parks große Open-Air-Veranstaltungen geboten. Festivals, wie der Karneval der Kulturen, die Love Week oder der Christopher Street Day, ziehen ein Millionen-Publikum aus der ganzen Welt an.

Berlin ist also "in" und am Puls der Zeit - nicht von ungefähr hat die Stadt im Jahr 2007 mehr als 17,3 Millionen Übernachtungen von Gästen aus dem In- und Ausland registriert. Im internationalen Vergleich steht Berlin ebenfalls gut da: etwa 140 Millionen Besuchstage konnte die deutsche Hauptstadt auf sich verbuchen - und rangiert nach London und Paris unter den Top 3 der europäischen Städtedestinationen.

Dresden

Wie Paris mit dem Eiffelturm, so ist Dresden mit dem Zwinger verbunden. Das prächtige Barockbauwerk wurde von August dem Starken errichtet. Mit großartigen Bauten und zahlreichen Kunstschätzen machte er Dresden zu einer Perle des deutschen Barocks. Nach dieser goldenen Ära setzte das silberne Zeitalter ein. Carl-Maria von Weber begründete die deutsche Nationaloper, und Caspar David Friedrich entwickelte den Stil der "Dresdner Frühromantik". Heute zeigt die Stadt dem Besucher ein Wechselspiel aus historischen Bauten und moderner Architektur. Das bedeutendste Symbol für den Wiederaufbau im während des Zweiten Weltkriegs stark zerstörten Dresden ist die Frauenkirche. Neben einem reichhaltigen Besichtigungsprogramm hat die Stadt auch ein umfangreiches kulturelles und ein gepflegtes Abendangebot. Durch die Universität mit ihren über 22 000 Studenten gibt es aber auch ein lockeres und entspanntes Unterhaltungsprogramm. Nach dem Stadtbesuch bietet sich Dresden als Ausgangspunkt für Ausflüge in das Osterzgebirge, das Lausitzer Bergland und die Sächsische Schweiz an.

Düsseldorf

Düsseldorf, die Landeshauptstadt Nordrhein-Westfalens, ist eine moderne Metropole mit einer mehr als 700-jährigen Tradition. Kontraste zwischen rheinischem Frohsinn und kosmopolitischem Charme prägen das Bild der lebendigen Stadt. Düsseldorf ist eine Einkaufsstadt - bereits seit dem 17. und 18. Jahrhundert hat die Mode hier ihren Platz. Heute ist Düsseldorf mehrmals im Jahr das Mekka der Modemacher und -einkäufer aus aller Welt. Die Königsallee hat sich einen Namen als erste Adresse in Sachen Mode und Shopping gemacht. Auch als Messe-, Geschäfts- und Kongressstadt hat Düsseldorf einen guten Ruf. Allein 24 der in Düsseldorf jährlich stattfindenden Messen zählen zu den weltweit führenden Branchenveranstaltungen. Für Kongresse, Tagungen und Seminare bietet das Congress Center Düsseldorf (CCD) das richtige Ambiente. Die Stadt hat mit ihren bekannten Museen, Galerien und dem Theater- und Musikprogramm auch viel an Kultur zu bieten. Zahlreiche Bräuche haben sich erhalten, so beispielsweise der Karneval, der im Februar zahlreiche Besucher in die Metropole am Rhein lockt.

Frankfurt/Main

Frankfurt am Main ist eine Stadt der Kontraste. Tradition und Moderne, Handel und Kultur sowie Geschäftigkeit und Beschaulichkeit liegen hier dicht beieinander. Das Messegeschehen, die Finanzgeschäfte und das Kulturleben geben Frankfurt den Charakter einer Weltstadt. Die berühmte Skyline mit ihren Hochhäusern verdankt die Metropole in erster Linie den vielen in- und ausländischen Banken, die sie zum Finanzplatz Nummer eins und zu einem führenden Dienstleistungszentrum in Deutschland gemacht haben. Die verkehrsgünstige Lage mit dem größten deutschen Flughafen trägt zur wirtschaftlichen Attraktivität erheblich bei.

Frankfurt ist auch eine Stadt der Geschichte, trat hier doch 1848 erstmals die deutsche Nationalversammlung in der Paulskirche zusammen. Die Paulskirche ist seitdem das Symbol der deutschen Demokratie. Auch das Kulturleben Frankfurts ist nicht zu verachten. Unter den zahlreichen Museen und dem vielseitigen Kultur- und Veranstaltungsangebot findet jeder der jährlich mehr als 2,5 Millionen Besucher etwas für seinen Geschmack. Nach einem Theater,- Kino- oder Konzertbesuch kann man hessische Gemütlichkeit in einer der vielen Apfelwein-Kneipen oder Livemusik-Lokale erleben.

Auch die unmittelbare Umgebung von Frankfurt hat ihren besonderen Reiz mit kleineren Gemeinden, größeren Städten und herrlichen Landschaften. Von den Ruinen römischer Bauwerke über Kurorte bis hin zu Natur und ausgedehnten Wäldern bietet sich dem Besucher ein breites Spektrum an Aktivitäten.

Hamburg

Hamburg - Das Tor zur Welt. Mit diesem Attribut schmückt sich Deutschlands zweitgrößte Stadt gerne - und das zu Recht. Der umtriebige Handel und die Reisenden aus allen Ländern sowie der Hamburger Hafen - der achtgrößte Containerhafen der Erde - haben die Stadt entscheidend geprägt. Die Freie und Hansestadt zählt zu den Topwirtschaftsstandorten in Europa und ist zugleich Deutschlands Medienmetropole Nummer Eins, in der unter anderem die Deutsche Presse-Agentur (dpa), der Norddeutsche Rundfunk, Großverlage sowie international renommierte Werbeagenturen ihren Sitz haben. Der Tourismus trägt außerdem zum Einkommen der Stadt erheblich bei.

Darüber hinaus ist Hamburg das kulturelle Zentrum in Norddeutschland. Rund 50 Museen, insgesamt über 300 Theater und Kleinkunstbühnen und die Hamburger Staatsoper genießen einen sehr guten Ruf und bieten Kunst und Kultur für Jedermann. Gleichzeitig findet man auf der weltberühmten Reeperbahn auf St. Pauli jede Art der Unterhaltung, von Kneipen, Diskotheken und Live-Musik-Clubs bis hin zu Erotik-Cabarets.

Mit vielen großzügigen Grünanlagen und der wunderbaren Lage an Alster und Elbe bietet Hamburg auch eine hohe Lebensqualität sowie genügend Freizeit- und Erholungsmöglichkeiten von anstrengenden Entdeckungstouren oder dem Nachtleben auf dem Kiez. "Alsterschippern" auf der Binnen- und Außenalster, vorbei an Villen mit Parkanlagen, urwüchsigen Uferpartien und Brücken, ist ein unvergessliches Erlebnis und sollte zum Pflichtprogramm eines jeden Hamburg-Besuches gehören.

Das Gesicht der Stadt selbst bestimmen postmoderne Glas- und Stahlfassaden genauso wie großbürgerliche Villen vergangener Jahrhunderte und zahllose Brücken die die Fleete und Kanäle überspannen. Besucher erleben bei einem Spaziergang eine Zeitreise zwischen Moderne und Geschichte. Bestes Beispiel hierfür ist die historische Speicherstadt im Freihafen, in deren unmittelbarer Nachbarschaft das moderne "Hanseatic Trade Center" entstand.

Hannover

Wer an Hannover denkt, denkt zunächst einmal an eine Messe- und Kongressstadt. Das ist auch durchaus berechtigt, hat sich Hannover doch durch seine zentrale Lage zwischen Nord und Süd sowie Ost und West zu einem anerkannten Messestandort gemausert. Als Messeplatz genießt die niedersächsische Hauptstadt eine hohe Reputation. Jahr für Jahr werden mit der Hannover Messe Industrie und der CeBit zwei internationale Messen veranstaltet. Die EXPO 2000 ´Mensch-Natur-Technik´, die Ende Oktober 2000 ihre Pforten schloss, hat das Ansehen der Stadt in Deutschland und der Welt weiter erhöht. Das Congress Centrum Stadtpark (CCS) und das neue Tagungszentrum Messe bieten beste Voraussetzungen für gut organisierte Kongresse.

Daneben bietet Hannover aber auch hohe Lebens- und Erlebniswerte. Das Stadtzentrum ist klein, überschaubar und besitzt malerische Winkel mit mittelalterlichen Fachwerkhäusern. Die vielen Straßenkunstwerke sind eine Besonderheit Hannovers. Sie werden seit 1970 auf rund 4.200 Metern durch den aufs Pflaster gemalten "Rote Faden" verbunden. Sehenswerte Museen erwarten die Besucher und zahlreiche kulturelle Veranstaltungen sorgen für Abwechslung vom harten Messealltag. Bei einem Bummel durch die Fußgängerzone mit ihren vornehmen Einkaufsgalerien, Warenhäusern, eleganten Boutiquen und Fachgeschäften findet sich sicher auch das ein oder andere Souvenir. Zum Verweilen und Ausruhen bieten sich die Herrenhäuser Gärten sowie ein Spaziergang am oder eine Bootsfahrt auf dem Maschsee an. Niedersachsens Hauptstadt ist auch ein guter Ausgangspunkt für interessante Ausflüge wie beispielsweise auf der "Deutschen Märchenstraße", der "Erikastraße" oder in den sagenumwobenen Harz.

Köln

Köln, die Stadt am Rhein, ist die größte Stadt des bevölkerungsreichsten deutschen Bundeslandes Nordrhein-Westfalen. Die Metropole ist römischen Ursprungs und blickt auf eine über 2000 Jahre alte Geschichte zurück. Als Hansestadt im Mittelalter zog sie Millionen von Händlern und Pilgern an. Das ist noch heute so. Dom, Kölnisch Wasser, Kölsch und Karneval ziehen die Touristen genauso an wie die historischen Bauwerke, die über 30 Museen und 120 Kunstgalerien sowie das kulturelle Angebot.

Der weltberühmte Kölner Dom und die zahlreichen romanischen Kirchen prägen das Stadtbild. Köln besitzt auf engstem Raum innerhalb des Verlaufs der mittelalterlichen Stadtmauern einen Kranz von zwölf großen romanischen Stifts- bzw. Klosterkirchen.

Das moderne Bild der Stadt mit dem Museumskomplex, dem als transparente Schiffsburg gestalteten Schokoladenmuseum und der neben der Messe gelegenen Kölnarena ist eingebettet in das historische Köln.

Neben den architektonischen Sehenswürdigkeiten ist Köln eine Einkaufs-, Vergnügungs-, Sport- und Businessstadt und ein bedeutender Medien- und Messeplatz. Der Freizeitwert der Stadt wird durch die zahlreichen Grünflächen im engeren Stadtgebiet noch erhöht. Der Rheinpark im Rechtsrheinischen, verbunden durch die Seilbahn mit dem Zoo und dem Botanischen Garten, der Flora, der neue Rheingarten in der Altstadt, die zahlreichen historischen Parks und der äußere Grüngürtel laden zum Verweilen und Bummeln im Grünen ein, wenn man von der Hektik der Stadt genug hat. Für einen Ausflug bieten sich auch eine Ausflugsfahrt mit einem Schiff auf dem Rhein oder der Besuch der Umgebung z.B. des Siebengebirges, des Bergischen Landes oder einer der benachbarten Städte wie Bonn oder Düsseldorf an.

Leizig

In Leipzig, dem Mittelpunkt der großräumigen Leipziger Tieflandsbucht und gleichzeitigem Zentrum des Mitteldeutschen Wirtschaftsraumes, pulsiert heute das Leben. Tradition und Fortschritt des 21. Jahrhunderts begegnet man hier auf Schritt und Tritt. Seit den Friedensgebeten in der Nikolaikirche und den friedlichen Massendemonstrationen, im Jahr 1998 ist Leipzig zum Symbol für die Wende und den Weg zur deutschen Einheit geworden. Die Stadt hat die neuen Entwicklungen gut verkraftet. Leipzig ist eine äußerst dynamische Großstadt geworden, in der die Wiedervereinigung besser und schneller verarbeitet und genutzt wurde, als anderswo in den neuen Bundesländern.

Das Stadtrecht und Marktprivileg wurde Leipzig bereits um das Jahr 1165 verliehen. Der Stadtname geht auf die sorbische Siedlung "Lipzk", was soviel wie Ort bei den Linden bedeutet, zurück. Die Nikolaikirche von 1175 ist eines der ältesten Gebäude der Stadt. Im Jahr 1212 folgte die Weihe der Thomaskirche.

Leipzig ist seit Jahrhunderten ein Mittelpunkt im internationalen Handel und seit 500 Jahren Messestadt. Noch heute geben wichtige Fachmessen den Takt im Wirtschaftsleben an. Mittlerweile hat sich die Stadt zum zweitgrößten deutschen Bankenplatz nach Frankfurt/Main heraus gemacht. Zum Ruf Leipzigs trugen Musiker wie Bach, Mendelssohn-Bertholdy und Schumann sowie Verleger wie Baedeker, Brockhaus und Reclam bei. Heute wirken noch zahlreiche Verlage, der Thomanerchor und das Gewandhausorchester. In Kunst, Kultur und Wissenschaft nimmt Leipzig eine wichtige Stellung in Deutschland ein: Die 1409 gegründete Universität Leipzig ist nach der Heidelberger die älteste in Deutschland.

Das historische Stadtzentrum, umgeben von einem grünen Promenadenring, bildet das lebendige historische Herz, in dem sich zahlreiche Sehenswürdigkeiten befinden.

Vor allem die Renaissance, das Barock und die Zeit der Jahrhundertwende verleihen dem "alten" Leipzig sein Gesicht, das heute durch zahlreiche moderne Neubauten erneuten Wandel erfährt. Ein Beispiel dafür ist das traditionelle Industrieviertel Leipzig-Plagwitz, das zu einem modernen Wohn- und Dienstleistungsstandort umgestaltet wurde.

München

München, die bayerische Hauptstadt, ist eine der großen europäischen Wirtschafts- und Medienmetropolen und zugleich kulturelles Zentrum des Bundeslandes Bayerns. Die Stadt wurde 1158 auf dem so genannten "Augsburger Schied" von Kaiser Friedrich Barbarossa zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Der eigentliche Gründer ist Herzog Heinrich der Löwe, der um den einträglichen Salzhandel auf sein Gebiet umzuleiten, die Isarbrücke bei Föhring zerstörte und den Markt einige Kilometer isaraufwärts nach Munichen verlegte. Die Stadtbefestigung mit Isartor, Sendlinger Tor und Karlstor erfolgte im frühen 14. Jahrhundert unter Ludwig dem Bayern. Die älteste Kirche des Stadtzentrums ist St. Peter, deren Renaissanceturm als "Alter Peter" eines der Wahrzeichen der Stadt bildet.

Die Innenstadt ist überschaubar und leicht zu Fuß zu erkunden. Sie wird durch Karlsplatz, Sendlinger Tor, Isartor und Odeonsplatz begrenzt. In ihrem Zentrum liegt der Marienplatz, Münchens "gute Stube", von dem die Shopping-Meilen Richtung Stachus und Sendlinger Tor abgehen. Richtung Norden um den Max-Joseph-Platz und den Odeonsplatz liegen die "herrschaftlichen Bezirke" mit Residenz, Erzbischöflichem Palais und Hofgarten.

Abgesehen von der Innenstadt besteht München, vielleicht noch mehr als andere Großstädte, aus vielen "Dörfern", Stadtteilen mit jeweils eigenem Charakter.

Schwabing beispielsweise wird durch die Schickeria, das entsprechende Nightlife, die Cafés zum "Gesehen-Werden" sowie durch die lockere Atmosphäre um Universität und Englischen Garten geprägt. "Bogenhausen" heißt der angrenzende vornehme Wohnbezirk im Münchner Nordosten. Südlich davon, zwischen Ostbahnhof, Max-Weber-Platz und Rosenheimer Platz, liegt Haidhausen, ein Stadtviertel der "einfachen" Leute und der alternativen Lebensweisen. Entsprechend findet man hier Szene-Kneipen und Läden mit ausgefallenem Angebot.

Die Attraktionen Münchens freilich sind über das ganze Stadtgebiet verstreut. So liegt etwa das Olympiagelände im Norden, das Nymphenburger Schloss im Westen und der Zoo im Süden jeweils ein ganzes Stück von der Innenstadt entfernt.

Die Liegewiesen entlang der Isar, im Englischen Garten und an den Baggerseen unter anderem im Norden Münchens laden immer wieder zur Rast oder zum (Sonnen-)Bad ein.

Da München nicht weit von den Feriengebieten in den bayerischen Alpen am Starnberger See oder am Chiemsee entfernt liegt, lässt sich eine Städtereise im Winter gut mit einer Skiausfahrt oder im Sommer mit einem Aktivurlaub an den bayerischen Seen und in den Bergen verbinden.

Stuttgart

Stuttgart, die Hauptstadt Baden-Württembergs, ist eine Stadt der reizvollen Gegensätze, eine pulsierende lebensfrohe Metropole. Einerseits ist sie mit den Firmensitzen von Daimler Chrysler, Porsche und Bosch und mit den jährlich im November stattfindenden Stuttgarter Buchwochen eine Wirtschaftsmetropole und Verlagsstadt. Andererseits ist Stuttgart eine Großstadt mit einem sehr hohen Grünflächenanteil. Die Lage der Stadt ist einmalig, das Panorama herrlich. Stuttgart schmiegt sich in einen Talkessel. Die sie auf drei Seiten umgebenden grünen Hänge sind bis zu 200 Meter hoch. Hier wurde noch bis in das 19. Jahrhundert hinein Wein angebaut. Die "Stäffele", Treppen, die die Weinberge begehbar machen, tragen viel zur heimeligen Atmosphäre der Stadt bei. Im Grüngürtel, der sich vom Neckar bis in das Herz der Stadt hinein zieht, lässt sich ein ausgedehnter Spaziergang unternehmen. Für kulturinteressierte Besucher gibt es schöne Plätze, prächtige Schlösser und viele historische Bauten unterschiedlicher Architekturstile zu entdecken, und Naturliebhaber finden in der interessanten und vielseitigen Umgebung von Stuttgart ein ausgiebiges Betätigungsfeld.

Stuttgart hat mit seinem Flughafen, den Bahnverbindungen und Autobahnanschlüssen sowie dem ausgebreiteten Netz öffentlicher Verkehrsmittel eine erstklassige Infrastruktur, die sie auch als Messe- und Kongressstadt attraktiv gemacht hat. Seit Herbst 2007 ist die neue Messe auf den Fildern, direkt am Stuttgarter Flughafen, eröffnet.

Auch kulturell hat Stuttgart einiges zu bieten. Fröhliche Feste, wie das Sommerfest, das Stuttgarter Weindorf und das Cannstatter Volksfest, sorgen für Abwechslung. Neben zahlreichen sehenswerten Museen sind die Staatsgalerie Stuttgart und Haus der Geschichte Baden-Württemberg Anziehungspunkte für Einheimische und Touristen. Die Bühnen der Stadt bieten ein breites Spektrum von Klassik und Ballett bis hin zu Kabarett und Varieté. Aber auch die Musicaldarbietungen im SI-Centrum gehören zu den Topattraktionen. Eine regelrechte Unterhaltungskultur mit dem MaxX-Filmpalast und einer anspruchsvollen Gastronomie ist um die Musical-Hallen entstanden.

Weimar

Die Kulturstadt Weimar im Thüringer Becken gelegen, war ein Zentrum der deutschen Klassik. Die Epoche begann mit der Berufung von Christoph Martin Wieland durch Herzogin Anna Amalia im Jahr 1772 als Erzieher für den Sohn. Goethe kam drei Jahre später als Minister an den Weimarer Hof, Herder und Schiller folgten. Auch Luther, Bach und Lucas Cranach d.Ä. lebten zeitweilig in Weimar. Von den vielen bekannten Schriftstellern und Musikern, die im 19. Jahrhundert in Weimar wirkten, seien hier nur Franz Liszt, Hoffmann von Fallersleben und Richard Strauss genannt. Auch ein wichtiges Kapitel für die deutsche Geschichte wurde in Weimar geschrieben, als im Nationaltheater im August 1919 die deutsche Verfassung angenommen wurde, die die Grundlage für die Weimarer Republik wurde und die starke Stellung des Reichspräsidenten festschrieb. Noch heute sind die Auswirkungen der beschriebenen geschichtlichen Begebenheiten im Stadtbild und in den Sehenswürdigkeiten zu erkennen. Die Altstadt steht unter Denkmalschutz.

Im Jahr 1999 war Weimar eine der Kulturhauptstädte Europas. Gleichzeitig wurde dann auch dem 250. Geburtstag Johann Wolfgang von Goethes gedacht. Für diese Festlichkeiten wurden umfassende bauliche Veränderungen vorgenommen. Das Stadtschloß und der Marstall wurden grundlegend saniert und das frühere Landesmuseum zum Museum für zeitgenössische Kunst umgestaltet.

Der Nordwesten

Der Norden Deutschlands ist flach, sanfte Hügel, Seen und Sandstrände beherrschen die Landschaft. Die Hansestadt Hamburg ist die zweitgrößte Stadt des Landes. Hannover ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt. Sehenswert sind im Norden auch Lübeck mit einer bemerkenswerten Altstadt, das Wikingermuseum Haithabu in der Nähe von Kiel und die Hafenstadt Bremen.

Die nord- und ostfriesischen Inseln sind beliebte Ferienziele. Die Inseln mit weiten Sandstränden sind zum Teil autofrei.

Ostfriesland ist das Land der Windmühlen, die überall an der Küste zu sehen sind. Neuerdings haben sich die modernen Windkraftanlagen dazugesellt, die hier ideale Windbedingungen gefunden haben und weit über das Land zu sehen sind. Ein malerisches Fischerdorf ist Greetsiel, wo gleich zwei Windmühlen am Ortseingang stehen. Von den sieben ostfriesischen Inseln ist Borkum ganz im Westen die größte. Das Auto kann auf der Fähre mitgenommen werden, Fahrräder können überall auf der Insel gemietet werden.

Die Nordfriesischen Inseln haben mit Sylt einen mondänen und bekannten Vertreter. Eine gemütlichere Insel mit einer grandiosen Dünenlandschaft ist Amrum. Am romantischsten ist der rote Felsen Helgolands, dessen Badedüne nur mit dem Schiff zu erreichen ist. Haushohe Wellen brechen sich an stürmischen Tagen an den Uferbefestigungen Helgolands - ein unvergessliches Naturschauspiel.

Zu Norddeutschland zählt auch das Erholungsgebiet der Lüneburger Heide sowie die Wandergebiete in Westfalen. Das Ruhrgebiet ist ein Ballungsraum aus mehreren Großstädten, der durch seine kulturelle Vielfalt von sich reden macht.

Der Nordosten

Die am meisten frequentierte Ferienregion Deutschlands erstreckt sich von Travemünde bis nach Flensburg. Überall an der Küste finden sich gepflegte Badeorte und kilometerlange Sandstrände. Die wichtigsten Inseln sind Hiddensee, Usedom und die Halbinsel Rügen. Die Kreidefelsen der Insel Rügen sind nicht erst seit Caspar David Friedrich bekannt. Die weißen Klippen des 47 Meter aufragenden Kap Arcona waren schon vor 100 Jahren ein besonderer Anziehungspunkt.

Kiel liegt am östlichen Ende des Nord-Ostseekanals, der meistbefahrenen künstlichen Wasserstraße der Welt. In Kiel finden alljählich Segelwettbewerbe statt.Greifswald, Schwerin und Rostock sind historische Städte, deren Stadtanlagen und Gebäude größtenteils erhalten geblieben sind. Berlin ist als Hauptstadt das neue Zentrum Deutschlands und nach wie vor eine lebendige Metropole. Potsdam ist mit dem Schloss Sanssouci sehenswert. In Sachsen-Anhalt sind Magdeburg, Quedlinburg und Wernigerode besuchenswert. Der Nationalpark Harz ist ein beliebtes Ausflugsziel.

Thüringen und Sachsen

In Thüringen liegt der berühmte, insgesamt 168 Kilometer lange Wanderweg Rennsteig. In der Luther-Stadt Erfurt sind noch viele Bürgerhäuser erhalten. Eisenach wird von der geschichtsträchtigen Wartburg überragt. Die Goethe-Stadt Weimar ist eine kulturelle Hochburg der Region. Dresden, Leipzig und Meißen sind weitere Städte in Sachsen, die man unbedingt besuchen sollte.

Entlang des Rheines

In Düsseldorf findet man auf der Einkaufsmeile "Kö" alle eleganten Modeadressen der Welt. Viele kulturelle Veranstaltungen finden hier statt. Wahrzeichen der Stadt Köln ist der Dom. In unmittelbarer Bahnhofsnähe befindet sich die neue Gemäldesammlung im Wallraf-Richartz-Museum. Der Karneval im Februar ist in Düsseldorf und Köln ein wichtiger gesellschaftlicher Höhepunkt. Sehenswerte Städte sind die Kaiserstadt Aachen, die Stadt Koblenz am Ende des Moseltales, die alte Römerstadt Trier und der Bischofssitz Mainz am Zusammenfluss von Main und Rhein.

Banken- und Wirtschaftszentrum Deutschlands ist Frankfurt am Main. In der Innenstadt sind die Paulskirche, der sog. Römer und die Oper historische Gebäude. Fulda ist ein Bischofssitz nordlich von Frankfurt, dessen Barockviertel in seiner Gesamtanlage für Deutschland einzigartig ist. Die Universitätsstadt Marburg und der Kurort Wiesbaden sind bedeutende Städte. Im Saarland macht sich der französische Einfluss deutlich bemerkbar.

Auf dem Rhein finden Flusskreuzfahrten statt, die auch die Zubringerflüsse Mosel, Saar, Main einschließen, weiter südlich sogar den Neckar. Besonders die Moselhänge gehören zu den bedeutendsten Weinanbaugebieten Deutschlands.

Der Südwesten

Die Universitätsstadt Heidelberg ist für in- und ausländische Touristen ein großer Anziehungspunkt. Den ganzen Neckar entlang finden sich kleine historische Städte, darunter Bad Wimpfen im Norden Heilbronns. Stuttgart ist die baden-württembergische Hauptstadt, die außerordentlich viele Parks zu bieten hat. In der näheren Umgebung sind Ludwigsburg, Weil der Stadt und Schwäbisch Gmünd sehenswert. Die Universitätsstadt Tübingen lockt mit dem pittoresken Stadtzentrum und vielen bemerkenswerten Ausstellungen in der Kunsthalle.

Der Schwarzwald gehört zu Deutschlands wichtigsten Mittelgebirgen. Die Tannenwälder, Schluchten und Seen und auch die Heilbäder begeistern die Besucher. In Triberg wurde das Wahrzeichen des Schwarzwaldes entwickelt, die Kuckucksuhr. Sie ist nach wie vor ein willkommenes Reiseandenken nicht nur für Amerikaner und Asiaten. Um Tribergs 160 Meter hohen Wasserfall rankt sich eine Sage. Mit der Bahn kann man auf einer romantischen Eisenbahnstrecke über Donaueschingen (Ursprung der Donau) bis nach Konstanz an den Bodensee fahren. Für Autoreisende und auch für Motorradfreunde ist die Schwarzwaldhochstraße eine Traumstrecke, die im eleganten Kurort Baden-Baden beginnt und bis ins Herz des Schwarzwaldes führt. Der Feldberg ist mit seinen 1493 Metern die höchste Erhebung des Schwarzwaldes und ist im Winter ein beliebtes Skirevier. Die Universitätsstadt Freiburg im Breisgau liegt im Südschwarzwald und ist mit ihrem bunten Treiben die heimliche Hauptstadt der Region. In vielen Städten des Schwarzwaldes, so auch in Rottweil, können Besucher in der Fasnachtszeit das Schauspiel einer alemannischen Fasnet erleben. Aus dem 16. Jahrhundert haben sich viele Masken und Gewänder erhalten, und auf einem malerischen Umzug wird mit Schellengerassel frühmorgens der Winter verjagt.

Das Münster in Ulm ist der höchste Kirchturm der Welt. Ein Spaziergang durch die Altstadt mit den historischen Fischergassen lohnt sich.

Der Bodensee befindet sich ganz im Süden Deutschlands und grenzt an die Schweiz und Österreich. Das gesamte Ufer des Sees ist touristisch erschlossen und auf dem See finden Bootsausflüge statt. Ein Besuch auf der Blumeninsel Mainau und der Reichenau mit Benediktinerabtei lohnt sich. Schöne Städte am Bodenseeufer sind Meersburg, Lindau und Konstanz. Der Rheinfall bei Schaffhausen ist ein beliebtes Ausflugsziel in der nahen Schweiz.

Der Südosten

Die Hauptstadt Bayerns ist München, die mit einem vielfältigen kulturellen Angebot aufwartet. Eine reiche Auswahl an Museen und Galerien, viele Theater und Veranstaltungen locken zahlreiche Besucher an. Das jährliche Oktoberfest ist ein Muss für die meisten ausländischen Besucher. Im Osten liegt an der tschechischen Grenze der Nationalpark Bayerischer Wald. Passau, Regensburg und Nürnberg sind beliebte Ausflugsziele. In Nürnberg ist der jährlich stattfindende Weihnachtsmarkt besonders stimmungsvoll. In Augsburg sind noch alte Kaufmannshäuser aus dem 16. Jh. zu sehen. In der Kaiser- und Bischofsstadt Bamberg ist der Dom aus dem 13. Jh. erhalten. Rothenburg ob der Tauber besitzt noch eine vollständig erhaltene Stadtmauer auf der man, wie auch in Nördlingen, die gesamte Stadt umrunden kann.

Der Süden Bayerns wird von den Alpen und dem Alpenvorland mit seinen vielen Seen bestimmt. Die Allgäuer Landschaft ist klimatisch angenehm und sehr stimmungsvoll. In den Bayrischen Alpen befinden sich mit der Zugspitze (2962 m) und dem Watzmann (2713 m) die höchsten Berge Deutschlands.

Nationalparks: Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer

Der größte Nationalpark Mitteleuropas wurde um die größte zusammenhängende Wattlandschaft der Erde gebildet. Diese Landschaft reicht von der niederländischen Nordseeküste bis hinauf nach Dänemark. Das Wattenmeer, ein im Wirkungsbereich der Gezeiten liegender Streifen, der bei Flut vom Meerwasser überflutet wird und bei Ebbe trocken bleibt, ist weltweit einzigartig. Bis zu 3.200 Tierarten bevölkern das Wattenmeer. Am Ufer findet man Seesterne, Krebse, Schnecken, Muscheln und Wattwürmer. Als Nist- und Rastplatz einer großen Anzahl von Zugvögeln ist der Nationalpark alljährlich eine Besucherattraktion, besonders im Herbst. Auf den Salzwiesen gibt es eine vielfältige Pflanzenwelt, so finden sich hier der Strandflieder, Rotschwingel und Strandwegerich.

Von einem erfahrenen Wattführer kann man sich das Schauspiel von Ebbe und Flut zeigen lassen, wenn nach sechs Stunden das Meer zurückkehrt, und die Priele, tiefe Furchen in der Wattlandschaft, sich wieder mit Wasser füllen. Wattwanderungen mit Führung sind für die ganze Familie ein unvergessliches Erlebnis.

Zu den vielen Ausflugsmöglichkeiten gehören auch Aufenthalte in den kleinen Fischerdörfern des Nationalparks sowie eine Schifffahrt zu den Seehundbänken.

In Tönning befindet sich das Nationalparkhaus und das wissenschaftliche Zentrum der Nationalparks des Wattenmeeres. Das Multimar Wattforum Tönning ist außerordentlich sehenswert.

Hamburgisches Wattenmeer

Drei Inseln bestimmen das Landschaftsbild des Nationalparks Hamburgisches Wattenmeer, dem kleinsten der drei Wattenmeer-Nationalparke: Die grünflächige, von 40 Menschen bewohnte Insel Neuwerk, die Düneninsel Scharhörn und die künstlich aufgespülte Insel Nigehörn. Aufatmen ist angesagt auf dieser Inselgruppe, die sich direkt in der Elbmündung vor Cuxhafen befindet und aus ca. 12.000 ha Wattlandschaft besteht. Bei Ausflügen ins Watt kann man Bernstein suchen und große Kolonien von Zwerg-, Brand-, Fluss- und Küstenschwalben beobachten.

Die Geschichte der Insel Neuwerk ist seit 1299 urkundlich belegt. Die Wege auf dieser Insel führen durch begrüntes Eiland und vorbei an Zeugnissen der Geschichte, z.B. dem Wehrturm in der Elbmündung, einem deutlichen Zeichen der Hanse, sowie der Bastion, die Stützpunkt für die Bekämpfung der Seeräuberei war. Die ursprüngliche Sandbank Scharhörn ist vor allem wegen ihrer Seevogelkolonien eine Besucherattraktion. Wie auch die künstlich aufgespülte Vogelinsel Nigehörn, die für Besucher gesperrt ist, erstaunt Scharhörn durch riesige Flächen unberührter Natur.

Niedersächsisches Wattenmeer

An der Nordseeküste Niedersachsens befindet sich der Nationalpark "Niedersächsisches Wattenmeer". Er schützt das zwischen Ems und Elbe liegende Wattenmeer, einschließlich der vorgelagerten ostfriesischen Inseln. Hier gibt es beeindruckende Landschaftsformen, wie zum Beispiel die für die Region typischen Salzwiesen, das Steilufer bei Dangast sowie das "schwimmende Moor" bei Sehestedt, das einzige noch intakte Außendeichsmoor in Deutschland.

Zu einer der ausgefallensten Erscheinungen unter den dort lebenden Tieren gehört die Brandente, einer der schönsten Vögel der Küstenregion. Zwischen August und September bevölkern besonders viele Küstenvögel das Watt.

Zu den Höhepunkten des Parks gehören das Wattenmeerhaus in Wilhelmshaven, die Seehundstation in Norddeich, das Wasserschloss in Dornumsiel sowie das Deutsche Schifffahrtsmuseum in Bremerhaven. Auf der Insel Borkum kann das Feuerschiff und der Walknochenzaun bewundert werden. Auf Norderney steht das Fischerhausmuseum. Und auf Wangerooge ist der alte Leuchtturm sehenswert.

Jasmund

Im Nationalpark Jasmund im Nordosten Deutschlands findet man die unterschiedlichsten Landschaftsformen. Schön ist die Kreidelandschaft mit zahlreichen Mooren, Feuchtwiesen und Trockenrasen, deren bekanntester Punkt die weltberühmten Kreidefelsen um den Königsstuhl sind und die schon von dem berühmten Maler Caspar David Friedrich dargestellt wurden. Zu dem Nationalpark gehören außerdem die seit dem 13. Jh. vorhandenen Rotbuchenwälder auf dem Stubnitzplateau, einer überwiegend aus Kreide aufgebauten, eiszeitlich geprägten Hochfläche.

Neben dem Königsstuhl, dem höchsten Felsen der Kreideküste, beeindruckt die 10 km lange und bis zu 117 m hohe Kreideküste mit ihren aktiven und inaktiven Kliffs, die die Dynamik einer Steilküste veranschaulicht. Hier findet der aufmerksame Strandwanderer neben weißer Schreibkreide eiszeitliche Sedimente und Fossilien.

Die artenreiche Tier- und Pflanzenwelt des Nationalparks beherbergt beispielsweise Mehlschwalben, die in den Kreideriffs brüten oder den seltenen Seeadler.

Das Gebiet der Stubnitz ist nicht nur aufgrund seiner Kreidelandschaft einen Besuch wert. Auf den regelmäßig stattfindenden Führungen des Nationalparkamtes kann man näheres über die Germanengöttin Hertha oder den geheimnisvollen Piraten Störtebecker, der an diesem Ort angeblich einen Schatz vergraben hat, erfahren.

Ein Mehr an Geschichte bedeutet ein Besuch im Jagdschloss Granitz südlich von Binz. Bei einer Fahrt mit der Dampf-Kleinbahn "Rasender Roland" läßt sich die Landschaft besonders gut erschließen.

Höhepunkte des Nationalparks sind das Kap Arkona mit dem kleinen Ort Vitt, der Fischereihafen Saßnitz mit Fischereimuseum, die Piratenschlucht in Saßnitz, das Stadtmuseum in Greifswald mit einer Caspar-David-Friedrich-Ausstellung, die historischen Handwerkerstuben in Gingst und der Grümbke-Aussichtsturm bei Neuenkirchen.

Vorpommersche Boddenlandschaft

Im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft erstreckt sich von der Halbinsel Darß-Zingst bis zur Westküste Rügens eine Landschaft aus Steilküsten und Dünen, Nehrungen und Strandseen. Ihren Namen verdankt die noch weitgehend naturbelassene Landschaft den von der offenen Ostsee abgetrennten Lagunen, die Bodden genannt werden.

Die Vielfalt und Vielzahl der Tier- und Pflanzen dieses Naturraumes ist erstaunlich. Seltene Wildarten wie Rothirsche und Wildschweine können aus geringster Entfernung beobachtet werden.

Besondere internationale Bedeutung genießt der Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft als größter Kranich-Rastplatz Europas. Alljährlich ist hier im Herbst der Anflug von ca. 30.000 Kranichen zu beobachten. Entlang der Reiserouten erreicht man u.a. den größten Sandhaken Rügens: Eine durch Kiefern und Birken gekennzeichnete Landschaft, mit vermoorten Strandseen und Beobachtungspunkten zur See- und Boddenseite mit Blick über Landschaft und Tierwelt.

Die vorgelagerte, autofreie Insel Hiddensee, die größte Insel des Nationalparks, mit sehenswerten Orten wie der Dünenheide mit gut ausgeschilderten Wanderwegen und den Dornbuschhöhen, zieht immer mehr Erholungssuchende an. Das Besucherhaus am Hauptweg informiert über die Besonderheiten des Nationalparks.

Müritz

Östlich des bekannten und größten Sees der Mecklenburgischen Seenplatte im Nordostdeutschen Tiefland liegt der Nationalpark Müritz. Die Wege mit einer Gesamtlänge von 660 km führen durch eine traumhafte Großseenlandschaft, die mehr als 130 Seen, uralte Buchenwälder und zauberhafte Moore umfasst.

Dieses von der Eiszeit geformte Naturgebiet ist insbesondere als Brutstätte für selten gewordene oder an anderen Orten schon ausgestorbene Großvögel von internationaler Bedeutung. Seeadler, Fischadler und Kraniche können auf extra angelegten Beobachtungsständen, die sich im östlichen Teil des Nationalparks, bei Serrahn, befinden, beobachtet werden.

Sehenswert sind das "Heinrich-Schliemann-Museum" in Ankershagen, die Stadt Waren mit ihrer Altstadt und besonders die Fischadlerpaare in Federow.

Neben Erkundungen zu Fuß, mit dem Rad oder dem Kanu sind auch Schiffsfahrten auf der Mecklenburger Groß- und Kleinseenplatte möglich, bei denen Fahrräder kostenlos transportiert werden.

Unteres Odertal

Dieser 60 km lange Auen-Nationalpark aus eindrucksvollen Oderhängen und blühendem Trockenrasen führt am deutschen und polnischen Ufer der Oder entlang.

Neben den besonderen und geschützten Vogelarten wie Seeadler, Schwarzstorch und Seggenrohrsänger, leben hier auch Biber, die ihre Staudämme errichten. Über 40 Fischarten und 50 verschiedene Säugetierarten komplettieren den Tierreichtum. Ein Erlebnis besonderer Art ist der Anflug von über 13.000 Kranichen auf ihre im Odertal gelegenen Rastplätze.

Besuchenswert sind der mittelalterliche Burgfried in Stolpe, die historischen Tabakscheunen bei Friedrichsthal, das Schloss bei Zützen, in Gartz die mittelalterliche Stadtbefestigung und die Stephans-Kirche sowie die spätgotische Dorfkirche in Criewen.

Harz

Der Nationalpark Harz ist eines der beliebtesten Wander- und Skiwandergebiete der deutschen Mittelgebirge.

Diese Landschaft in Granit zeugt von einer besonders vielfältigen Geologie. Entlang dem 700 km langen Wanderwegenetz durchquert man die für das Harzgebirge charakteristischen Bergfichten- und Buchenmischwälder, findet Hoch- und Übergangsmoore sowie Bäche. Es gibt Rothirsche, Rehe und Wildschweine. Während die bunte Vogelwelt mit Arten wie dem Schwarzspecht, der Ringdrossel und dem Zaunkönig ständig präsent bleibt, sieht man mit viel Glück auch Wildkatzen und Füchse.

Die über 20 Besucher- und Erlebnis-Bergwerke machen Ausflüge zu interessanten Höhepunkten. In Clausthal-Zellerfeld steht die größte Holzkirche Deutschlands.

Zu empfehlen sind Besichtigungen der verschiedenen Nationalparkhäuser, zum Beispiel in Altenau-Torfhaus und St. Andreasberg mit den mittelalterlichen Gebäuden und Besucherbergwerken, die einen tieferen Einblick in Geschichte und Kultur der Region gewähren.

Im Hochharz befindet sich der Brocken - der mit 1.142 Metern höchste Berg des Harzes. Der fast kahle Gipfel ist oft nur schemenhaft zu sehen, da er ca. 300 Tage im Jahr zeitweise im Nebel versinkt. Dieser besondere Umstand führte zu der Sage, dass hier die Hexen zu Hause seien und alljährlich wird hier die Walpurgisnacht mit dem Hexentanz gefeiert.

Die Schmalspurbahn mit einem Wegenetz von über 130 km führt zu mittelalterlichen Städten der Umgebung und auch auf den Brocken. Schön sind die Rübeländer Tropfsteinhöhlen, die Felsenschlucht im Bodetal und das Schloss Wernigerode. Die Stadt Quedlinburg ist dank ihrer an historischen Fachwerkhäusern reichen Bausubstanz zum Unesco-Weltkulturerbe erklärt worden.

Hainich

Vor wenigen Jahren noch militärische Sperrzone, wurde das von Rotbuchen dominierte Waldgebiet Hainich im Westen Thüringens zu Deutschlands jüngstem Nationalpark erklärt.

Eine Reise zwischen dem Kurort Bad Langensalza und der Wartburg-Stadt Eisenach führt in das größte zusammenhängende Laubmischwaldgebiet Europas, das auch als "Urwald in der Mitte Deutschlands" bezeichnet wird. Diese einzigartigen Wälder, auch Plenterwälder genannt, sind besonders naturschonend bewirtschaftete Wälder.

Rundwanderwege, vor allem der bekannteste Höhenwanderweg "Rennstieg", führen bis in die malerischen Städte der Region. In der Kurstadt Bad Langensalza steht das Schloss Dryberg und ein Heimatmuseum. In der Thomas-Müntzer-Stadt Mühlhausen stehen Bürgerhäuser aus sieben Jahrhunderten und eine begehbare Stadtmauer. Die Martin-Luther-Stadt Eisenach ist mit der Wartburg nicht nur für Kulturliebhaber einen Besuch wert. Die ca. 1.000-jährige "Betteleiche" und die "Steinernen Kreuze" dürfen auf dem Rennsteig nicht ausgelassen werden. Bei Bickenriede steht das sehenswerte Kloster Anrode.

Kellerwald-Edersee

Die ausgeprägte Waldlandschaft am Edersee in Hessen wurde 2004 als Nationalpark Kellerwald-Edersee ausgewiesen. Der Kellerwald gehört geologisch gesehen zum Rheinischen Schiefergebirge, das Landschaftsbild ist durch den Wechsel von tief eingeschnittene Tälern und Bergkuppen geprägt.

Der Nationalpark zeichnet sich vor allem durch seinen alten Baumbestand mit einem hohen Buchenanteil aus. Die Laub- und Mischwälder werden für westeuropäische Verhältnisse schon seit langer Zeit nicht mehr genutzt und sind daher in einem naturnahen Zustand.

Hier kann man erfahren, welche Bäume und andere Pflanzen sich je nach Gestein, Boden, Wind- und Lichtverhältnissen ansiedeln. So kann zum Beispiel die Rotbuche an sehr trockenen Standorten gedeihen, während Erlen und Weiden mehr Feuchtigkeit benötigen. Anderen Pflanzen wiederum wie die Sommer- und die Winterlinde macht eine steile Hanglage nichts aus.

Entlang der Flüsse gibt es auch Waldwiesen, ein Lebensraum ganz anderer Pflanzen und Tiere.

Zu den Säugetieren, die im Nationalpark Kellerwald-Edersee leben, zählen der Rothirsch, das Schwarzwild und das Muffelschaf, Füchse und Dachse sowie 13 Fledermausarten.

Sächsische Schweiz

Im Osten Deutschlands, Südöstlich von Dresden gelegen, schützt der Nationalpark Sächsische Schweiz, einen über 36.000 ha großen Teil des von der Elbe in 100 Millionen Jahren geschaffenen Elbsandsteingebirges.

Die einzigartige Formenwelt des Sandsteins und der Wechsel von Wald und offenem Land zeigen, daß die ursprüngliche Flusslandschaft keine reine Naturlandschaft mehr ist, sondern eine seit Jahrhunderten vom Menschen genutzte und gestaltete Kulturlandschaft. Selten gewordenen Tierarten wie Uhu, Fischotter und Siebenschläfer kann man beobachten. In der Vegetation sieht man ein durch den kleinräumigen Biotopwechsel entstandenes Umfeld an Farnpflanzen, Flechten und Moosen. Der Weg auf die "Bastei" wird mit einem wundervollen Ausblick über die Elbe belohnt. Auf der Fahrt mit einem gemieteten Ruderboot oder mit einem der zahlreichen Schiffe kann man die beeindruckende Landschaft vom Wasser aus erkunden. Zu empfehlen sind die romantischen Fahrten auf der Elbe mit einem der ältesten Raddampfer der Welt. Zum Lichtenhainer Wasserfall kann man mit der nostalgischen Kirnitzschtalbahn fahren. Weitere Highlights der Region sind die Festung Königstein und die Felsenbühne in Rathen.

Nationalpark Eifel

Der im Jahr 2004 ausgewiesene Nationalpark Eifel ist der erste Nationalpark Nordrhein-Westfalens. Er befindet sich im Mittelgebirge der Eifel und ist 11.000 ha groß. Er wird von dem Bach Rur und seinen Nebenbächen durchzogen, die die Bergrücken tief eingeschnitten haben. Während die kleinen Bäche meist Kerbtäler geschaffen haben, fließen die größeren mäandrierend auf breiten Talsohlen.

Der Nationalpark schützt in erster Linie Buchenwälder, die typische Vegetation für nährstoffarme und saure Böden. Große Areale werden aber von Fichten eingenommen, worin sich die ehemalige wirtschaftliche Nutzung widerspiegelt. In Zukunft sollen sich wieder Naturwälder entwickeln können.

Der Nationalpark Eifel beherbergt rund 240 geschützte Tierarten, darunter sind viele Insektenarten aber auch Uhus, Schwarzstörche, Rothirsche und Wildkatzen.

Nationalpark Bayerischer Wald

Der Nationalpark "Bayerischer Wald" im Südosten Deutschlands repräsentiert zusammen mit dem östlich angrenzenden Böhmerwald das größte zusammenhängende Waldgebiet Europas.

In den eindrucksvollen Urwäldern gibt es zahlreiche Rad- und Wanderwege, die zu Mooren, Bergbächen und Eiszeit-Seen führen.

Das eher rauhe Klima bedingt eine für die Region charakteristische Tierwelt. Neben dem wieder eingebürgerten Schwarzstorch gehören mittlerweile auch Uhu, Habichtskauz und Kohlrabe wieder zu den heimischen Vogelarten. Ebenso interessant zu beobachten sind die Rauhfuß-, Auer- und Haselhühner. Weiter entlang der Wege durch den Nationalpark erreicht man die "Glasstraße", auf der man in mehreren Hütten Glasmacher beobachten kann. In Frauenau befindet sich ein Glasmuseum, in der Glasstadt Zwiesel gibt es ein Bauernhausmuseum. Natürlich gehört die Burgruine Weißenstein zu einem Besuch im Bayerischen Wald dazu.

Touren durch die Urwaldgebiete Mittelsteighütte und Höllbachgespreng, Erlebniswege wie der "Watzlik-Hain" und "Schachten", ehemalige Almen des Bayerischen Waldes sowie ein Besuch der Informationszentren bei Neuschönau und Ludwigsthal sind entspannend und interessant.

Berchtesgaden

Diese Hochgebirgslandschaft in Bayern ist weitgehend vom Eingriff des Menschen verschont geblieben. Zu diesem Schutzgebiet gehört das Gebirgsmassiv des Watzmann, dessen Mittelspitze mit 2.713 m der höchste Punkt des Nationalparks Berchtesgaden ist. Die Landschaft wird vor allem von Felsenregionen, Schuttflächen, alpinen Matten, Latschenkiefern und Grünerlen geprägt. Der berühmte Königsee liegt zwischen Watzmann, Steinernem Meer und dem Hagengebirge. Alpine Arten wie Steinbock, Murmeltier, Adler, Schneehase und Alpensalamander leben hier in freier Wildbahn, auch der in Deutschland selten gewordenen Steinadler, der jedoch nur mit viel Glück zu entdecken ist. Ebenso schön wie vielseitig ist die Flora, zu denen beispielsweise das Pyrenäen-Drachenmaul, Hausmanns-Mannschild und die Zwerg-Alpenrose gehören.

Großer Beliebtheit bei den Besuchern erfreut sich besonders die "Jennerseilbahn", mit der man bis zur Nationalparkgrenze in 1.800 m Höhe gelangen kann. In Marktschellenberg kann eine Eishöhle besichtigt werden, in Berchtesgaden ist das begehbare Salzbergwerk ein Besuchermagnet.

Reisehinweise

Informationen zur Sicherheitssituation in Deutschland sind auf den Internetseiten des Bundesinnenministeriums zu finden: www.bmi.bund.de

Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen

Die auf Reisen allgemein üblichen Vorsichtsmaßnahmen sind ausreichend.

RAUCHVERBOT: In allen öffentlichen Verkehrsmitteln (Bus, Bahn, Straßenbahn, auch Taxi) besteht Rauchverbot. Auf Flughäfen und in Bahnhöfen ist Rauchen auf ausgewiesenen Raucherbereiche beschränkt. Die einzelnen Bundesländer haben darüber hinaus unterschiedliche Rauchverbote erlassen, unter anderem für Gastronomie, Schulen, Sporthallen, Veranstaltungen, öffentliche Behörden. Die Altersgrenze für den Zigarettenerwerb ist auf 18 Jahre angehoben worden.

SPERR-NOTRUF: Deutsche können ihre Girocards, Kreditkarten, Handys und einige andere elektronische Berechtigungen über die Sperr-Notruf-Nummer ++49 116 116 (aus dem Ausland neben ++49 116 116 auch ++49 30 4050 4050 wählbar) rund um die Uhr sperren lassen. Der Anrufer wird mit den Herausgebern der jeweiligen Medien verbunden, sofern diese sich dem Sperr-Notruf angeschlossen haben. Eine Liste der angeschlossenen Herausgeber ist im Internet unter www.sperr-notruf.de zu finden.

Ebenso ist es möglich, die Online-Ausweisfunktion (elektronischer Identitätsnachweis - eID) des neuen Personalausweises unter den oben genannten Nummern sowie unter 0180 1 333 333 (Bürgerservice des Bundesinnenministeriums) sperren zu lassen.

Monaco

Landesdaten

Lage

Monaco ist ein selbstständiges Fürstentum unter der Schutzherrschaft Frankreichs. Es liegt als Enklave im französischen Departement See-Alpen (Alpes Maritime) und grenzt mit seiner ganzen Längsausdehnung im Süden an das Mittelmeer. Im Westen sind es 18 km bis nach Nizza und im Osten 9 km bis Menton und 12 km bis zur italienischen Grenze.

Fläche: 1,95 km².

Verwaltungsstruktur: 4 Quartiers (Fontvieille, La Condamine, Monaco-Ville, Monte-Carlo).

Einwohner

Bevölkerung: ca. 36.400.

Stadtbezirke:

Monaco-Ville (Altstadt) ca. 900

Monte Carlo ca. 16.600

La Condamine ca. 12.000

Fontvieille ca. 4.800

Larvotto (Strand)

Sprache

In Monaco ist Französisch die Amtssprache, ein kleiner Teil der Bevölkerung spricht Monegassisch, ein dem Ligurischen und Provenzalischen verwandter Dialekt. Daneben spricht man auch Italienisch und Englisch.

Zeitverschiebung

Mitteleuropäische Zeit (MEZ) mit europäischer Sommerzeit (kein Zeitunterschied).

Stromspannung

Meist 220 Volt Wechselstrom, 50 Hertz;

Es empfiehlt sich, Zwischenstecker mitzunehmen.

Telefon/Post

Telefon

Die Vorwahl von Deutschland, Österreich und der Schweiz nach Monaco ist 00377, die Rufnummern sind unmittelbar danach zu wählen. Die Vorwahl von Monaco nach Deutschland ist 0049, nach Österreich 0043 und in die Schweiz 0041. Mit Telefonkarten, die man auf der Post und in Geschäften bekommt, telefoniert man erheblich preiswerter als aus den Hotels.

NOTRUFNUMMERN: Europaweite Notrufnummer 112 oder Polizei 17 sowie Unfallrettung und Feuerwehr 18.

Mobilfunk

Netztechnik: GSM 900 und 3G 2100.

Derzeit gibt es Roamingverträge mit Anbietern in Monaco von E-Plus, O2 und Telekom Deutschland.

Internet

Länderkürzel: .mc

Es gibt ein Internetcafé in Monte Carlo.

Feiertage

1. Januar (Neujahr), 27. Januar (Fest der Schutzheiligen Sainte Dévote), 22. April (Ostermontag), 1. Mai (Tag der Arbeit), 30. Mai (Christi Himmelfahrt), 10. Juni (Pfingstmontag), 20. Juni (Fronleichnam), 15. August (Mariä Himmelfahrt), 1. November (Allerheiligen), 19. November (Nationalfeiertag), 8. Dezember (Fest der unbefleckten Empfängnis), 25. Dezember (Weihnachten).

Hauptferienmonat ist der August.

Öffnungszeiten

Banken: Mo bis Fr 9-12, 14-16.30 Uhr;

Geschäfte: Große Geschäfte sind im Allgemeinen werktags von etwa 9-19 Uhr durchgehend geöffnet (einmal wöchentlich auch länger). Kleine Geschäfte öffnen oft schon um 7 Uhr und sind abends oft über 19 Uhr hinaus geöffnet, schließen aber dafür in der Mittagszeit für 2 Stunden und an 1 bis 2 Tagen pro Woche. Kleine Lebensmittelgeschäfte haben auch häufig am Sonntagvormittag geöffnet.

Post: Mo bis Fr 8-19 Uhr, Sa 8-12 Uhr.

Kleidung

Kleidung wie in Westeuropa, der Jahreszeit entsprechend. Es ist untersagt, außerhalb der Strände und Badeanstalten mit freiem Oberkörper oder barfuß durch die Stadt zu gehen.

Geschichte/Politik

Im sechsten vorchristlichen Jahrhundert wurde der große Fels von Monaco von einem Volksstamm bewohnt, der "Monoikus" hieß. Daraus ist vermutlich der Name Monaco entstanden. 122 v. Chr. eroberten die Römer die Provinz, und 1162 sprach Kaiser Barbarossa das Gebiet der Republik Genua zu. Die Gibelinen - eine genuesische Partei - bauten eine Burg auf den Fels, auf dem heute der Fürstenpalast steht.

1489 wurde Monaco als unabhängiger Staat anerkannt, aber 1525 unter spanischen Schutz gestellt. 1641 wurden die Spanier vertrieben, und die Allianz mit Frankreich begann. 1861 erhielt das Fürstentum Monaco seine vollständige Souveränität und Unabhängigkeit - in einer grenzfreien Zollunion mit Frankreich. 1918 wurde der Kontakt noch enger: Frankreich garantierte den Schutz von Monaco. Monaco dagegen sicherte zu, politisch nicht gegen Frankreich zu operieren.

1962 wurde in einer Konstitution festgelegt, wie in der Regierung von Monaco die Rollen des Fürsten und mehrerer Ratsgruppen verteilt sind. 1993 wurde Monaco ein unabhängiger und souveräner Staat und Mitglied der Vereinten Nationen.

Wirtschaft

Das Monaco von den Einnahmen seines Spielkasinos lebt, ist ein Gerücht. Sie machen nur etwas über 4 Prozent des Staatshaushalts aus - nicht einmal doppelt so viel, wie die Einnahmen aus den öffentlichen Parkhäusern. Mehr als die Hälfte der Staatseinnahmen kommt aus der Mehrwertsteuer. Monaco hat rund 100 Industriebetriebe (Chemie, Kosmetik, Papier- und Plastikverarbeitung), vor allem aber befinden sich hier zahlreiche Bankfilialen aus aller Welt. Sehr wichtig für das Wirtschaftsleben sind Freizeit- und Geschäftstourismus.

Religion

90 Prozent der Monegassen sind Katholiken, 6 Prozent Protestanten, daneben gibt es orthodoxe und jüdische Minderheiten.

Vegetation

Monaco hat eine Reihe sehenswerter Garten- und Parkanlagen. Dazu gehören die Gärten Saint-Martin (hoch über dem Meer mit Föhren, Agaven, Aloen und Wasserspielen), der Japanische Garten, der sich 7.000 m² weit am Meer entlang hinzieht, und der Exotische Garten mit seinen subtropischen Gewächsen.

Tierwelt

Monaco besitzt ein berühmtes Ozeanografisches Museum, in dem Fische und andere Wassertiere gezeigt werden. Außerdem werden regelmäßig Unterwasser-Ausflüge mit dem Groß-Katamaran "Acquavision" veranstaltet, der Platz für 145 Passagiere und Räume unter dem Wasserspiegel hat, aus denen die Unterwasserwelt betrachtet werden kann.

Kulinarisches

Die monegassische Küche ist eine mediterrane Küche. Oliven, Öl, Tomaten, Zucchini, Auberginen, Zwiebeln und Knoblauch werden viel verwendet. Pasta-Gerichte sind genauso auf der Speisekarte zu finden wie Fischspezialitäten (z.B. Stocafi) und Fleischgerichte.

Zum monegassischen Weihnachtsfest blieben einige alte Bräuche erhalten. "Pain de Noel" ist ein Weihnachtsbrot, auf dem Walnüsse in Form eines Kreuzes um einen Olivenzweig angeordnet sind. Dann gibt es die "Fougazes" (das sind mit roten wie weißen Aniskörnern und Orangenblüten bestäubte Biskuits) sowie "Barbagiuan", gefüllte Krapfen, die überall verkauft werden.

Sitten und Gebräuche

Jedes Jahr am 27. Januar wird eine Statue der Heiligen Dévote in einer Prozession von der Kathedrale zur Kirche Sainte Dévote getragen. Dabei wird das Meer gesegnet und auf dem Wasser eine Barke verbrannt. Dévote, eine Märtyrerin aus dem 4. Jahrhundert, ist die Schutzpatronin des Fürstentums Monaco.

An Karfreitag zieht die "Prozession des Toten Christus" durch die Gassen der Altstadt.

"Les Feux de la Saint Jean" besteht aus einem Freudenfeuer am 23. Juni auf dem Platz des Palastes - verbunden mit folkloristischen Gesängen und Tänzen, die am darauffolgenden Tag auf dem Place des Moulins fortgesetzt werden.

Das "Fest des Saint Roman" am 8. August ist eine fröhliche Veranstaltung, die aus dem 16. Jahrhundert stammt: Ein Ball in den Gärten von Saint Martin.

Souvenirs

Es gibt keine speziellen monegassischen Andenken. Doch kann man mit etwas Glück in den Gässchen der Altstadt die eine oder andere kleine Antiquität kaufen.

Duty Free

Einreise aus EU-Ländern

Bei unmittelbarer Einreise aus den anderen EU-Ländern (innergemeinschaftlicher Reiseverkehr; trifft nicht zu für die Kanarischen Inseln, außerdem nicht für die britischen Kanalinseln und nicht für Grönland) bestehen keine Beschränkungen/Formalitäten abgabenrechtlicher Art für das Reisegepäck und ausschließlich zu privaten Zwecken mitgeführte Waren. Ausgenommen sind verbotene Waren wie Drogen, Waffen usw. (Besonderheiten s.u.; für Waren zu gewerblichen Zwecken s. Abschnitt "Geschäftsreisende").

Im EU-Mitgliedstaat eingekaufte, bereits versteuerte (sog. verbrauchssteuerpflichtige) Waren können von Privatpersonen (ohne nochmalige Besteuerung) problemlos mitgeführt werden, wenn sie ausschließlich für ihren Eigenbedarf, d.h. nicht zu gewerblichen/kommerziellen Zwecken, erworben wurden.

Für folgende Waren gilt als Richtmenge für den Eigenbedarf:

TABAKWAREN: 800 Zigaretten, 400 Zigarillos (Zigarren mit einem Stückgewicht von höchstens 3 g), 200 Zigarren, 1.000 g Rauchtabak;

ALKOHOLISCHE GETRÄNKE: 10 Liter Spirituosen, 20 Liter sog. Zwischenerzeugnisse (z.B. Campari, Port, Madeira, Sherry), 90 Liter Wein (davon höchstens 60 Liter Schaumwein), 110 Liter Bier.

Eine Überschreitung dieser Richtmengen ist im Einzelfall möglich, wenn nachgewiesen wird, dass auch die größere Menge ausschließlich für den privaten Eigenbedarf bestimmt ist.

Bei anderen mitgeführten, verbrauchssteuerpflichtigen Waren kann bei der Einreise nach bestimmten Kriterien (u.a. die Gründe für den Besitz, Beförderungsart, Unterlagen über die Menge der Waren) geprüft werden, ob sie ggf. zu gewerblichen Zwecken bestimmt sind.

KRAFTSTOFFE für Motorfahrzeuge, die nicht im Hauptbehälter des Fahrzeugs oder in einem geeigneten Reservebehälter mitgeführt werden, können ggf. erneut besteuert werden.

REISENDEN UNTER 17 JAHREN wird keine Steuerbefreiung für Spirituosen und Tabakwaren gewährt.

Einreise aus Drittländern

Bei der Einreise aus anderen als EU-Ländern (Drittländern) ist die zum persönlichen Gebrauch während der Reise benötigte und zur Wiederausfuhr bestimmte Reiseausrüstung sowie der Reiseproviant von Eingangsabgaben befreit.

Ferner sind Waren, die Reisende gelegentlich und ausschließlich zum persönlichen Ge- oder Verbrauch oder für ihren Haushalt oder als Geschenk in ihrem persönlichen Reisegepäck einführen, im Rahmen folgender Mengen und Wertgrenzen abgabenfrei:

200 Zigaretten oder 100 Zigarillos (Zigarren mit einem Stückgewicht von höchstens 3 g) oder 50 Zigarren oder 250 g Rauchtabak;

16 Liter Bier;

4 Liter nicht schäumende Weine;

1 Liter Spirituosen mit einem Alkoholgehalt von mehr als 22 Volumenprozent ODER 2 Liter Spirituosen, Aperitifs aus Wein oder Alkohol, Tafia, Sake oder ähnliche Getränke, mit einem Alkoholgehalt von 22 Volumenprozent oder weniger, oder Schaumwein oder Likörwein;

eine dem persönlichen Bedarf des Reisenden entsprechende Menge an Arzneimitteln;

10 Liter Kraftstoff je Motorfahrzeug im Reservekanister;

andere Waren bis zu einem Gesamtwert von 430 Euro für Flug- und Seereisende, für Einreisende auf anderen Verkehrswegenbis zu einem Gesamtwert von 300 Euro; für Reisende unter 15 Jahren gilt die Freimenge von 150 Euro unabhängig vom Einreiseweg.

DIE ABGABENBEFREIUNG WIRD NICHT GEWÄHRT:

Reisenden unter 17 Jahren für Tabakwaren, Spirituosen, Wein, Schaumwein, Likörwein, Aperitifs und ähnliche alkoholische Getränke.

Klimainformationen

Monaco hat angenehmes Mittelmeerklima. So sind die Winter üblicherweise mild und die Sommer warm, aber nie zu heiß. Die durchschnittlichen Temperaturen liegen im Januar und Februar bei 8°C. In den Hochsommermonaten Juli und August steigt das Thermometer im Durchschnitt auf Temperaturen um die 25°C.

Beste Reisezeit

Das ganze Jahr über.

Vorgeschriebene Impfungen

Keine.

Empfohlene Impfungen

Keine.

Informationen zur Malaria

Malaria

Keine.

Verbreitung

Monaco ist malaria-frei.

Währung

Währungseinheit

Währungseinheit: Euro ( EUR)

1 Euro = 100 Cent.

Derzeitiger Kurs:

1 US-$ = ca. 0,87 EUR

Devisenbestimmungen/Umtausch

Einfuhr Fremdwährung: unbeschränkt

Einfuhr Landeswährung: unbeschränkt

Deklaration: Ja - schriftliche Deklaration bei Ein- und Ausreise ab einem Wert von 10.000 Euro (auch in anderen Währungen, Reiseschecks oder auf Dritte ausgestellte Schecks, Zahlungsanweisungen etc.).

Ausfuhr Fremdwährung: unbeschränkt

Ausfuhr Landeswährung: unbeschränkt

Internationale Kreditkarten: Ja - werden von größeren Hotels, vielen Geschäften und zahlreichen Autovermietern akzeptiert.

Geldautomat: Ja - Geldautomaten, an denen mit der Girocard (mit Maestro- oder V-Pay-Logo) und Kreditkarten Bargeld abgehoben werden kann, sind weit verbreitet.

Auskunftstellen

Direction du Tourisme et des Congrès

de la Principauté de Monaco
2a, Boulevard des Moulins

Monte-Carlo
98030
Monaco
(00377) 92 16 60 00
(00377) 92 16 61 16
www.monaco-congres.com
dtc@gouv.mc

Chambre de Développement Economique

de Monaco
Athos Palace

2, rue de la Lüjerneta
98013
Monaco
Chambre de Développement Economique de Monaco
B.P. 653
98013 Monaco/Monaco
(00377) 97 98 68 69
(00377) 97 98 68 68
www.monaco-congres.com
info@cde.mc

Botschaften und Konsulate

Von Deutschland

zuständig Paris/Frankreich:

Ambassade de la République fédérale d'Allemagne
24 rue Marbeau
75116
Paris
Ambassade de la République fédérale d’Allemagne
BP 30 221
75364 Paris CEDEX 08 /Frankreich
(0033 1) 53 83 45 02
(0033 1) 53 83 45 00
www.amb-allemagne.fr
Amtsbezirk: Frankreich

Konsularischer Amtsbezirk: Départements Aisne, Calvados, Cher, Côtes-d'Armor, Essonne, Eure, Eure-et-Loir, Finistère, Hauts-de-Seine, Ille-et-Vilaine, Indre, Indre-et-Loire, Loire-Atlantique, Loiret, Loir-et-Cher, Maine-et-Loire, Manche, Mayenne, Morbihan, Nord, Oise, Orne, Paris (Ville de), Pas-de-Calais, Sarthe, Seine-et-Marne, Seine-Maritime, Seine-Saint-Denis, Somme, Val-de-Marne, Val-d'Oise, Vendée, Yvelines;

außerdem die Übersee-Départements Französisch-Guayana, Guadeloupe, Martinique, Mayotte und Réunion;

die Übersee-Territorien Französisch-Polynesien, Neukaledonien, St. Pierre und Miquelon, Wallis und Futuna.

(Zuständige Visabehörde für St. Pierre und Miquelon ist das Generalkonsulat in Montreal/Kanada, für die französischen Hoheitsgebiete im Südpazifik die Botschaft Wellington/Neuseeland.)

Der Leiter der Vertretung ist zugleich als Botschafter in Monaco mit Sitz in Paris akkreditiert.

Von Deutschland

außerdem in Monaco:

Consul Honoraire de la République fédérale d'Allemagne
Le Bristol, 25 bis, Bd. Albert 1er
98000
Monte Carlo /Monaco
(00377) 97 97 49 65
monaco@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Fürstentum Monaco

Übergeordnete Auslandsvertretung: Botschaft in Paris/Frankreich

Botschaft des Fürstentums Monaco
Klingelhöferstraße 7
10785
Berlin
(0 30) 26 39 03 44
(0 30) 263 90 33
berlin@ambassade-monaco.de
Mo bis Fr 9-18 Uhr
(keine Visumangelegenheiten)

Honorarkonsulat des Fürstentums Monaco
Stockumer Kirchstraße 61

c/o Messe Düsseldorf
40474
Düsseldorf
(02 11) 45 60 85 06
(02 11) 456 02 10
consul.honoraire.monaco@messe-duesseldorf.de
Mo bis Fr 10-13 Uhr
(keine Visumerteilung)

Honorarkonsulat des Fürstentums Monaco
Frauenlobstraße 86
60487
Frankfurt am Main
(0 69) 97 06 00 25
(0 69) 97 06 00 40
frankfurt@honorarkonsulat-monaco.de
Mo bis Do 10-12 und Mi 14-16 Uhr
(keine Visumerteilung)

Honorarkonsulat des Fürstentums Monaco
Glashüttenstraße 79
20357
Hamburg
(0 40) 43 21 21 21
(0 40) 43 21 12 31
monaco-consulate@jvm.de
Mo bis Fr 9-18 Uhr
(keine Visumerteilung)

Honorarkonsulat des Fürstentums Monaco
Brienner Straße 28
80333
München
(0 89) 28 62 81 10
(0 89) 28 62 82 66
consulatmonaco-muenchen@noerr.com
Mo bis Fr 9-12, 14-16 Uhr
(keine Visumerteilung)

Honorarkonsulat des Fürstentums Monaco
Puschkinallee 17


14469
Potsdam
(03 31) 20 14 77 10
(03 31) 201 47 70
potsdam@zumbaum.de
Mo, Di und Mi 9-13 und 15-17 Uhr


(keine Visumerteilung)

Honorarkonsulat des Fürstentums Monaco
Bopserwaldstraße 58
10184
Stuttgart
(07 11) 248 39 29 20
(07 11) 24 83 92 90
guenther.fleig@web.de
Mo bis Fr 9-12 Uhr
(keine Visumerteilung)

Französische Botschaft

mit Konsularabteilung
Pariser Platz 5
10117
Berlin
(0 30) 590 03 91 10
(0 30) 590 03 90 00
www.botschaft-frankreich.de
Mo bis Fr 9-12 Uhr, Mi 14-17 Uhr
(keine Visumerteilung)
(für Visa-Angelegenheiten siehe Frankfurt/M.)

Französisches Generalkonsulat
Zeppelinallee 35
60325
Frankfurt/M.
(0 69) 79 50 96 46
(0 69) 795 09 60
www.consulatfrance.de/francfort
info@consulfrance-francfort.org
Mo bis Fr 8.45-12 Uhr, außerdem Do 14-15.30 Uhr
(für Visa-Angelegenheiten Bundesrepublik Deutschland)

Sehenswertes

Fürstlicher Palais

Wo einst eine mächtige Festung der Fürsten von Genua stand, auf dem ins Meer vorspringenden Felsen von Monaco, wurde schon im 13. Jahrhundert begonnen, den Palast der monegassischen Fürsten ("Palais du Prince") zu bauen. Hier kann man (wenn die Fürstlichkeiten den Palast nicht gerade bewohnen) viel Geschichte und Tradition nacherleben. Es gibt eine italienische Galerie mit prachtvollen Fresken genuesischer Künstler, einen sehr schönen Salon im Stil Ludwig XIV. und den Thronsaal, in dem seit dem 16. Jahrhundert regelmäßig Feste und historische Zeremonien stattfinden.

Im Museum werden viele Gegenstände und Dokumente aus dem ersten französischen Kaiserreich aufbewahrt, darunter vieles, das Napoleon gehörte. In einer Etage kann der Besucher sich einen Überblick über den historischen Werdegang Monaco verschaffen; es werden dort Uniformen, Orden und eine komplette monegassische Briefmarkensammlung gezeigt.

Der Platz vor dem Palais bietet einen schönen Blick auf den Hafen der Stadt Monte Carlo. Um 11.55 Uhr kann man die klangvolle und sehr prächtige Wachablösung vor dem Haupteingang des Palastes mit verfolgen. Das militärische Zeremoniell ist seit über einem Jahrhundert streng festgelegt. Die Garde ist Ehrenwache und Eskorte, soll aber notfalls auch für die Sicherheit des Fürsten sorgen.

Gleich nebenan liegt die Altstadt mit ihren schmalen Gassen, die zum Teil noch ganz mittelalterlich anmuten.

Spielsäle

Monaco bietet im Stadtteil Monte Carlo mehrere Spielmöglichkeiten an. Berühmt ist das Kasino, ein Bau von 1878. Durch das mit Marmor ausgelegte Atrium kommt man in den Opernsaal, der ganz in Rot und Gold gehalten ist und in dem regelmäßig Opern, Konzerte und Ballettaufführungen stattfinden.

Angeschlossen sind mehrere ineinander übergehende Spielsäle für Roulette, Trente et Quarante, Chemin de fer und ähnliches.

Es gibt in Monte Carlo aber noch mehr Spielmöglichkeiten - teils mit den herkömmlichen Glücksspielen, teils mit Spielautomaten -, beispielsweise im "Café de Paris" am Kasino-Platz, im "Sun Casino" im Gran Hotel oder in "Le Sporting d´Eté" an der Av. Grace.

Ozeanografisches Museum

Das weltbekannte Museum ist der breiten Palette der Meereswissenschaften gewidmet. Architektonisch gilt es als ein monumentales Kunstwerk. In den imposanten Sälen findet man bemerkenswerte Sammlungen der Meeresfauna sowie zahlreiche ausgestopfte Meerestiere und Skelette. Im Untergeschoss bietet das Aquarium dem Besucher das einmalige Schauspiel einer üppigen Unterwasserflora und -fauna. Seltene Fischarten aus allen Meeren des Erdballs tummeln sich dort in 90 Becken. Das neue Mega-Auqarium, einmalig in der Welt, bietet die Möglichkeit, die Evolution von Hammerhaien und Rochen zu bewundern. Das Filmtheater zeigt Filme zum Thema Meer, hauptsächlich von Jacques Cousteau, der bis 1988 Direktor des Museums war. Schließlich bietet die Publikumsterrasse ein herrliches Panorama auf die italienische Riviera und das Esterel-Massiv.

Nationalmuseum

Das Nationalmuseum steht im Stadtteil Monte Carlo und bietet eine faszinierende Welt von historischen Automaten und alten Puppen in zeitgenössischen Kostümen. Die Automaten werden mehrmals täglich in Bewegung gesetzt. Die sehr attraktive Sammlung stammt aus dem 18. und 19. Jahrhundert; sie lebt ganz in der Atmosphäre jener Zeit. Prachtstück der Sammlung ist eine neapolitanische Krippe.

Wachsfiguren-Kabinett

Auf dem Fels von Monaco steht in dem romantischen, malerischen Gässchen "Rue Basse" das Wachsfiguren-Kabinett. Hier wird die Geschichte der monegassischen Dynastie ab dem 13. Jahrhundert in historischen Szenen aufgezeigt. Die Figuren sind lebensgroß und tragen echte historische Kostüme.

Exotischer Garten

Die außergewöhnliche Anlage mit mehreren tausend Pflanzenarten liegt an den Flanken eines Felsens. Hier gedeiht im sanften Klima der Küste eine subtropische Flora. Besonders sehenswert sind die hundertjährigen mexikanischen und südamerikanischen Kakteen, die Euphorbien und die afrikanischen Kandelaber, die teilweise zehn Meter aufragen. Zum Garten gehören das Prähistorische Museum für Anthropologie, das die Entwicklungsgeschichte der Menschen aufzeigt, sowie - 60 m tief im Fels - eine "Prähistorische Grotte" mit schönen Tropfsteinen.

Japanischer Garten

Der japapanische Garten ist mehr als Kunstwerk denn als botanischer Park gedacht und wurde von einem berühmten Japaner entworfen und von einem hohen Shintu-Priester geweiht. Die Pinien- und Olivenbäume sind nach japanischer Tradition geschnitten. Man kommt zu Wasserfällen und idyllischen Inseln, zu Bambuszäunen und einem Teehaus.

Reisehinweise

Zurzeit liegt kein Reisehinweis vor.

Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen

Die auf Reisen allgemein üblichen Vorsichtsmaßnahmen sind ausreichend.

SPERR-NOTRUF: Deutsche können ihre Girocards, Kreditkarten, Handys und einige andere elektronische Berechtigungen über die Sperr-Notruf-Nummer ++49 116 116 (aus dem Ausland neben ++49 116 116 auch ++49 30 4050 4050 wählbar) rund um die Uhr sperren lassen. Der Anrufer wird mit den Herausgebern der jeweiligen Medien verbunden, sofern diese sich dem Sperr-Notruf angeschlossen haben. Eine Liste der angeschlossenen Herausgeber ist im Internet unter www.sperr-notruf.de zu finden.

Ebenso ist es möglich, die Online-Ausweisfunktion (elektronischer Identitätsnachweis - eID) des neuen Personalausweises unter den oben genannten Nummern sowie unter 0180 1 333 333 (Bürgerservice des Bundesinnenministeriums) sperren zu lassen.

Malta

Landesdaten

Lage

Die Inseln Malta, Gozo und Comino, die den Staat Malta bilden, liegen im Mittelmeer, südlich von Sizilien.

Fläche: 315,6 km² (Malta 245,7 km², Gozo 67,1 km², Comino 2,8 km²).

Verwaltungsstruktur: 6 Bezirke.

Einwohner

Bevölkerung: ca. 416.100

Städte:

Valletta (Hauptstadt von Malta, auf der Insel Malta) ca. 5.800

Birkirkara (auf Malta) ca. 21.500

Mosta (auf Malta) ca. 19.600

Qormi (auf Malta) ca. 16.300

Zabbar (auf Malta) ca. 14.800

Sliema (auf Malta) ca. 13.500

San Gwann ca. 12.100 (auf Malta)

Rabat (größte Stadt auf Gozo) ca. 11.200

Sprache

Auf Malta wird Maltesisch und Englisch gesprochen. Italienisch wird ebenfalls vielfach gesprochen und verstanden.

Zeitverschiebung

Mitteleuropäische Zeit (MEZ); auch in Malta gilt die europäische Sommerzeit.

Stromspannung

240 Volt Wechselstrom, 50 Hertz; dreipolige Flachstecker (Adapter sind notwendig). In den größeren Hotels sind jedoch für Rasierapparate normale Stecker vorhanden.

Telefon/Post

Post

Briefe nach West- und Mitteleuropa benötigen circa eine Woche.

Telefon

Die Landesvorwahl von Deutschland, Österreich und der Schweiz nach Malta ist die 00356, die 8-stellige Teilnehmernummer wird unmittelbar danach gewählt. Die Vorwahl von Malta nach Deutschland ist 0049, nach Österreich 0043 und die der Schweiz 0041.

Es sind zahlreiche Kartentelefone vorhanden, mit denen man auch ins Ausland telefonieren kann. Telefonkarten mit 40, 60 und 100 Einheiten sind u.a. in den Niederlassungen der Maltacom und in Postämtern erhältlich.

NOTRUFNUMMER: 112.

Mobilfunk

Netztechnik: GSM 900/1800 und 3G 2100.

Derzeit gibt es Roamingverträge mit Anbietern in Malta von E-Plus, O2, Telekom Deutschland und Vodafone.

Internet

Länderkürzel: .mt

Internetcafés sind auf Malta weit verbreitet.

Feiertage

1. Januar (Neujahr), 10. Februar (Tag des Schiffbruchs von Paulus), 19. März (St. Josefstag), 31. März (Freiheitstag), 19. April (Karfreitag), 1. Mai (Tag der Arbeit), 7. Juni (Gedenktag an den 7. Juni 1919; Nationalfeiertag), 29. Juni (St.-Peter-und-Paul-Tag), 15. August (Mariä Himmelfahrt), 8. September (Tag des Sieges), 21. September (Unabhängigkeitstag), 8. Dezember (Mariä Empfängnis), 13. Dezember (Tag der Republik), 25. Dezember (Weihnachten).

Darüber hinaus gibt es noch Feiertage von lokaler Bedeutung, die Auswirkungen auf die Arbeitszeiten haben können.

Die Hauptferienzeit ist im Juli und August.

Öffnungszeiten

Banken: Mo bis Fr 8.30-12.30 Uhr, Sa 8.30-11.30 Uhr, manche Banken haben auch längere Öffnungszeiten. Die Öffnungszeiten verschieben sich mit der Sommer- und Winterzeit und werden je nach Saison geändert. Die Wechselstuben am Flughafen sind rund um die Uhr geöffnet.

Post: Mo bis Sa ca. 8 bis ca. 13 Uhr; in manchen Poststellen Mo bis Fr auch bis 15.30 oder 16-18 Uhr;

Behörden: Mo bis Fr 8.30-13 Uhr und 14.30-17.30 Uhr;

Geschäfte: Mo bis Sa 9 bis ca. 12.30/13 Uhr, 15.30/16 bis ca. 19/20 Uhr, in Touristenzentren meist bis 22 Uhr.

Kleidung

Für die Monate Dezember, Januar und Februar wird Herbstkleidung empfohlen, leichtere Kleidung für März, April, Mai, Oktober und November und sehr leichte Sommerkleidung für die Monate Juni, Juli, August und September. Ein leichter Regenmantel ist von Oktober bis März empfehlenswert. Eine gute Sonnenbrille sollte ebenfalls mitgenommen werden.

Geschichte/Politik

In der Jungsteinzeit war Malta ein Zentrum der Megalithkultur. Mehrere große Tempelanlagen sind noch erhalten. Im sechsten Jahrhundert wurde die Insel von den Karthagern, später von Rom erobert. 870 wurde die Insel von den Arabern besetzt. 1090 geriet Malta unter normannische Herrschaft; später wurde es zu einem Lehen des Königreiches Sizilien. 1530 gab Kaiser Karl V. Malta dem Johanniterorden (der sich danach Malteserorden nannte) zu Lehen. Die Johanniter beherrschten die Inseln bis zum 19. Jahrhundert. Nach einer Belagerung durch osmanische Türken wurde die heutige Hauptstadt Valletta 1565 gegründet und mit Befestigungsanlagen ausgestattet. 1798 wurde Malta von Napoleon erobert. Da die Malteser die französische Herrschaft ablehnten, suchten sie Hilfe bei den Briten, die 1799 den Rückzug der Franzosen erzwangen. 1814 wurde Malta als Kronkolonie Teil des britischen Weltreiches. Während des Zweiten Weltkrieges war die strategisch wichtige Insel fast täglich deutschen und italienischen Luftangriffen ausgesetzt.

1964 erhielt Malta die volle Unabhängigkeit. Seit 1974 ist Malta Republik, und seitdem wird in einer Schaukelpolitik mal eine Annäherung an die arabischen Länder, dann wieder eine Annäherung an Europa gesucht. 1990 stellte Malta einen Antrag auf Vollmitgliedschaft in der Europäischen Union, der 1993 abgelehnt wurde. Als wichtigster Grund wurde die zu geringe Größe des Staates genannt. Nach Wiederaufnahme der Verhandlungen im Jahr 2000 ist Malta seit dem 01. Mai 2004 Mitglied der Europäischen Union.

Wirtschaft

Seit Beginn der 90er Jahre ist der Tourismus der bedeutendste Wirtschaftszweig Maltas.

Die Landwirtschaft ist ebenfalls ein wichtiger ökonomischer Bereich. Zu den Anbauprodukten gehören Kartoffeln, Tomaten, Melonen, Weizen, Obst und Blumen. In geringerem Umfang werden Geflügel-, Kaninchen-, Rinder-, Ziegen- und Schafzucht betrieben. Von wirtschaftlicher Bedeutung sind auch Schiffsreparaturen in staatseigenen Werften. Ein Drittel der Erwerbstätigen ist im produzierenden Gewerbe beschäftigt, hauptsächlich in der Verarbeitung von Nahrungsmitteln, im Verlags- und Druckereiwesen und in der Herstellung von u.a. Textilien und Kleidung, Möbeln und Holzwaren sowie Tabakwaren. Die wichtigsten Handelspartner sind Italien, Großbritannien, die Vereinigten Staaten und Deutschland.

Religion

94 Prozent der Malteser sind römisch-katholisch und die meisten praktizieren ihren Glauben. Die Gotteshäuser sind täglich zu allen Gottesdiensten gut besucht. Die Kirche ist trotz der zeitweise antiklerikalen maltesischen Politik noch immer eine Macht im Staat.

Vegetation

Typisch mediterrane Pflanzen wie Macchia und Garigue (das sind u.a. Kermeseiche, Lavendel, Rosmarin und Wolfsmilchgewächse) bestimmen die relativ karge Vegetation Maltas.

Einst von dichten Wäldern besiedelt, gibt es nach verschiedenen Phasen der Abholzung (die letzte erfolgte durch britische Kolonialherren im 19. Jahrhundert, als ca. 80.000 Olivenbäume dem Baumwollanbau weichen mussten) fast nur noch traditionell nicht heimische Bäume in Parkanlagen, wie z.B. Johannesbrotbäume, Akazien und Eukalyptusbäume. Seit mehreren Jahren laufen verschiedene Aufforstungsprojekte, die langsam Erfolge zeigen.

Zu den vielen verschiedenen auf Malta vorkommenden Blumen zählen mehrere Orchideenarten (darunter zwei endemische) und Seenarzissen.

Tierwelt

Für Maltas Tierwelt sind wegen der fehlenden Wälder Kleintiere charakteristisch. Den Fenek, eine wilde Kaninchenart, die auch Nationalgericht der Malteser ist, trifft man nur noch selten in freier Wildbahn an. Weit verbreitet sind dagegen Eidechsen, Geckos und Wiesel.

Zu den einheimischen Vögeln zählen Falken, Lerchen, Schleiereulen und die Blaumerle, der Nationalvogel Maltas. Malta dient im Frühjahr und Herbst auch als Zwischenstation für Zugvögel und ist dann ein idealer Ort für das Beobachten von Vögeln.

In dem für Mittelmeerverhältnisse sehr sauberen Wasser können Taucher auch seltene Fische beobachten, wie z.B. Meeresbarsche und John-Dorys.

Kulinarisches

Die maltesische Küche ist voll von britischen und italienischen Einflüssen. Durch Maltas Mitgliedschaft im Commonwealth haben sich früh chinesische und indische, aber auch malaiische, pakistanische und thailändische Restaurants niedergelassen. Feinschmeckerlokale finden sich in mehreren der guten Hotels. Trotz aller Internationalität gibt es einige Spezialitäten, die als einheimisch gelten u.a. Aljotta (Fischsuppe mit viel Knoblauch), Bzar ahdar Mimli (Paprikaschoten mit Oliven, Kapern und Anchovis gefüllt), Fenek (Kaninchen) und Gbejniet Friski (Frischkäse aus Schafs- und Ziegenmilch).

Sitten und Gebräuche

Jedes maltesische Dorf und jeder Pfarrbezirk einer Stadt feiert jährlich (zwischen April und Oktober) eine Festa zu Ehren seines Schutzpatrons. Zum Festa-Wochenende werden die Schätze aus den Kirchen geholt und Straßen und Plätze geschmückt. Nach dem Gottesdienst am Sonntag fahren die Jüngeren zu einem Picknick ans Meer, die Traditionsgebundeneren laden Freunde und Verwandte zu einem Festmahl ein. Am Abend zieht eine Prozession mit der Statue des Kirchenpatrons durch die Straßen des Ortes. Wenn sie zur Kirche zurückkehrt, wird sie mit einem großen Feuerwerk empfangen. Reisebüros bieten organisierte Ausflüge zu den Festa an.

Souvenirs

Das traditionsreichste Mitbringsel aus Malta sind Klöppelarbeiten. Die Kunst des Klöppelns wird heute vor allem noch auf Gozo praktiziert. Auch Strickwaren wie Pullover, Jacken und Handschuhe werden oft in Heimarbeit hergestellt und auf Märkten verkauft. Stilvolle Mitbringsel sind Türklopfer aus Messing oder Schmiedeeisen und Briefbeschwerer oder Aschenbecher aus maltesischem Stein. Briefmarkensammler finden auf Malta auch britische Marken vom Beginn der Kolonialzeit.

Duty Free

Einreise aus EU-Ländern

Bei unmittelbarer Einreise aus den anderen EU-Ländern (innergemeinschaftlicher Reiseverkehr; trifft nicht zu für die Kanarischen Inseln, außerdem nicht für die britischen Kanalinseln und nicht für Grönland) bestehen keine Beschränkungen/Formalitäten abgabenrechtlicher Art für das Reisegepäck und ausschließlich zu privaten Zwecken mitgeführte Waren. Ausgenommen sind verbotene Waren wie Drogen, Waffen usw. (Besonderheiten s.u.; für Waren zu gewerblichen Zwecken s. Abschnitt "Geschäftsreisende").

Im EU-Mitgliedstaat eingekaufte, bereits versteuerte (sog. verbrauchssteuerpflichtige) Waren können von Privatpersonen (ohne nochmalige Besteuerung) problemlos mitgeführt werden, wenn sie ausschließlich für ihren Eigenbedarf, d.h. nicht zu gewerblichen/kommerziellen Zwecken, erworben wurden.

Für folgende Waren gilt als Richtmenge für den Eigenbedarf:

TABAKWAREN: 800 Zigaretten, 400 Zigarillos (Zigarren mit einem Stückgewicht von höchstens 3 g), 200 Zigarren, 1.000 g Rauchtabak;

ALKOHOLISCHE GETRÄNKE: 10 Liter Spirituosen, 20 Liter sog. Zwischenerzeugnisse (z.B. Campari, Port, Madeira, Sherry), 90 Liter Wein (davon höchstens 60 Liter Schaumwein), 110 Liter Bier.

Eine Überschreitung dieser Richtmengen ist im Einzelfall möglich, wenn nachgewiesen wird, dass auch die größere Menge ausschließlich für den privaten Eigenbedarf bestimmt ist.

Bei anderen mitgeführten, verbrauchssteuerpflichtigen Waren kann bei der Einreise nach bestimmten Kriterien (u.a. die Gründe für den Besitz, Beförderungsart, Unterlagen über die Menge der Waren) geprüft werden, ob sie ggf. zu gewerblichen Zwecken bestimmt sind.

KRAFTSTOFFE für Motorfahrzeuge, die nicht im Hauptbehälter des Fahrzeugs oder in einem geeigneten Reservebehälter mitgeführt werden, können ggf. erneut besteuert werden.

REISENDEN UNTER 18 JAHREN wird keine Steuerbefreiung für alkoholische Getränke und Tabakwaren gewährt.

Einreise aus Drittländern

Bei der Einreise aus anderen als EU-Ländern (Drittländern) ist die zum persönlichen Gebrauch während der Reise benötigte und zur Wiederausfuhr bestimmte Reiseausrüstung sowie der Reiseproviant von Eingangsabgaben befreit.

Ferner sind Waren, die Reisende gelegentlich und ausschließlich zum persönlichen Ge- oder Verbrauch oder für ihren Haushalt oder als Geschenk in ihrem persönlichen Reisegepäck einführen, im Rahmen folgender Mengen und Wertgrenzen abgabenfrei:

- 200 Zigaretten oder 100 Zigarillos (Zigarren mit einem Stückgewicht von höchstens 3 g) oder 50 Zigarren oder 250 g Rauchtabak;

- 1 Liter Spirituosen mit einem Alkoholgehalt von mehr als 22 Volumenprozent ODER 2 Liter Spirituosen, Aperitifs aus Wein oder Alkohol, Taffia, Sake oder ähnliche Getränke, mit einem Alkoholgehalt von 22 Volumenprozent oder weniger;

- 4 Liter nicht schäumende Weine;

- 16 Liter Bier;

- eine dem persönlichen Bedarf des Reisenden entsprechende Menge an Arzneimitteln;

- andere Waren bis zu einem Gesamtwert 430 Euro für Flug- und Seereisende; jeweils 150 Euro für Reisende unter 15 Jahren.

Die Abgabenbefreiung wird nicht gewährt:

- Reisenden unter 17 Jahren für Tabakwaren, Spirituosen, Wein, Schaumwein, Likörwein, Aperitifs und ähnliche alkoholische Getränke.

Die Mitnahme von Fleischwaren aller Art, und gleichgültig welche Verpackung, ist verboten.

Es wird empfohlen, elektronische Geräte (wie Videokameras, tragbare Fernseher oder Videorekorder) bei der Einreise zu deklarieren, da sonst unter Umständen Ausfuhrzoll bezahlt werden muss.

Die Einfuhr von Drogen wird generell als Delikt (Drogenhandel) bewertet und kann dementsprechend mit Mindeststrafen von 6 Monaten geahndet werden.

Klimainformationen

Malta hat Mittelmeerklima mit durchschnittlichen Temperaturen von 14°C von November bis April und 23°C von Mai bis Oktober. Die durchschnittlichen Höchsttemperaturen liegen bei 26°C im Mai, 30°C im Juni, 34°C im Juli und 33°C im August. Selbst im September klettert das Thermometer noch auf 30°C. Die Sommermonate sind meist niederschlagsfrei, die Temperaturen können in dieser Zeit zum Teil auch bis auf 42°C steigen. Trotz dieser hohen Temperaturen ist die Hitze immer erträglich, da meistens Meereswinde wehen. Auch im Dezember ist es mit 17°C sehr mild. Schnee und Frost gibt es auf Malta nicht.

Beste Reisezeit

Mai bis Anfang November.

Vorgeschriebene Impfungen

Keine bei Einreise direkt aus Europa.

Gelbfieber bei Einreise aus ENDEMIEGEBIETEN.

GELBFIEBER-ENDEMIEGEBIETE

In AFRIKA:

Äquatorialguinea, Äthiopien, Angola, Benin, Burkina Faso, Burundi, Côte d`Ivoire, Demokratische Republik Kongo (Kinshasa), Gabun, Gambia, Ghana, Guinea, Guinea-Bissau, Kamerun, Kenia, Kongo, Liberia, Mali, Mauretanien, Niger, Nigeria, Ruanda, Senegal, Sierra Leone, Südsudan, Sudan, Togo, Tschad, Uganda, Zentralafrikanische Republik.

In SÜD- und MITTELAMERIKA:

Argentinien, Bolivien, Brasilien, Ecuador, Franz. Guayana, Guyana, Kolumbien, Panama, Paraguay, Peru, Surinam, Trinidad + Tobago, Venezuela.

Empfohlene Impfungen

Keine.

Informationen zur Malaria

Malaria

Keine.

Verbreitung

Malta ist malaria-frei.

Ärztliche Hilfe

ST. GEORGE'S BAY: Krypton Clinic, Dr. Mark Schembri Wismayer (spricht Englisch), Ibragg Rd.,, St. George's Bay, Tel. 21 37 10 62.

Währung

Währungseinheit

Währungseinheit: Euro (EUR)

1 Euro = 100 Cent.

Derzeitiger Kurs:

1 US-$ = ca. 0,87 EUR

Devisenbestimmungen/Umtausch

Einfuhr Fremdwährung: unbeschränkt; siehe Deklaration.

Einfuhr Landeswährung: unbeschränkt; siehe Deklaration.

Deklaration: Ja - schriftliche Deklaration bei Einreise in Malta aus einem Nicht-EU-Land sowie Ausreise aus Malta in ein Nicht-EU-Land ab einem Wert von 10.000 Euro (auch in anderen Währungen, Reiseschecks oder auf Dritte ausgestellte Schecks, Zahlungsanweisungen etc.).

Ausfuhr Fremdwährung: unbeschränkt; siehe Deklaration.

Ausfuhr Landeswährung: unbeschränkt; siehe Deklaration.

Umtausch: Banken, Geldautomaten und Wechselbüros sind fast überall auf den Inseln zu finden.

Internationale Kreditkarten: Ja - Die meisten Hotels und Restaurants sowie viele Geschäfte akzeptieren Kreditkarten.

Geldautomat: Ja - sie sind überall vorhanden; das Abheben mit Girocard (mit Maestro- oder V-Pay-Logo) und Kreditkarten ist möglich.

Auskunftstellen

Fremdenverkehrsamt Malta
Schillerstraße 30-40
60313
Frankfurt am Main
(0 69) 247 50 31 50
(0 69) 247 50 31 30
www.urlaubmalta.com
info@visitmalta.com

Malta Tourism Authority (MTA)
Auberge D´Italie

Merchants Street
Valletta VLT 1170/Malta
(00356) 80 07 22 30
(00356) 22 91 54 45, 22 91 51 39
www.visitmalta.com
info@visitmalta.com

Malta Chamber of Commerce
Exchange Buildings

Republic Street
Valletta VLT 1117/Malta
(00356) 21 24 52 23
(00356) 21 23 38 73
www.visitmalta.com
info@maltachamber.org.mt

Botschaften und Konsulate

Botschaft von Malta
Klingelhöfer Straße 7
10785
Berlin
(0 30) 26 39 11 23
(0 30) 263 91 10
www.foreign.gov.mt/berlin
maltaembassy.berlin@gov.mt
Mo bis Fr 9-17 Uhr

Honorargeneralkonsulat von Malta
Westerstraße 17
28199
Bremen
(04 21) 59 10 59
(04 21) 50 52 50
maltaconsul.bremen@gov.mt; dr-stoecker@gmx.de
Mo, Di 8-12, 15-18 Uhr, Mi 8-12 Uhr, Do 8-12, 15-20 Uhr, Fr 8-13 Uhr
(keine Visumerteilung)

Honorarkonsulat von Malta
Königsallee 90
40212
Düsseldorf
(0211) 86 29 22 35
(02 11) 86 39 04 43
konsulat@malta-nrw.de
Di bis Do 9-10 Uhr
(keine Visumerteilung)

Honorarkonsulat von Malta
NEXTOWER, 29. Etage

Thurn-und-Taxis-Platz 6
60313
Frankfurt/Main
(0 69) 208 76 99
(0 69) 208 76 50
info@konsulatmalta.com
Mo bis Fr 10-16 Uhr
(keine Visumerteilung)

Honorarkonsulat von Malta
Große Elbstraße 277
22767
Hamburg
(0 40) 689 08 09
(0 40) 68 10 10
maltaconsul.hamburg@gov.mt
Mo bis Fr 10-12, 14-16 Uhr
(keine Visumerteilung)

Honorarkonsulat von Malta
c/o Connex Steuer- und Wirtschaftsberatung GmbH

Augustastraße 6-8
06108
Halle
(03 45) 217 84 66
(03 45) 217 84 60
detlef.bischoff@connex-stb.de
Mo bis Fr 9-17 Uhr
(keine Visumerteilung)

Honorarkonsulat von Malta
August-Exter-Straße 4
81245
München
(0 89) 71 68 07 75
(0 89) 41 41 89 98
maltaconsulate.munich@gov.mt
Mo bis Fr 9-11 Uhr, Mo und Do 14-16 Uhr
(keine Visumerteilung)

Honorarkonsulat von Malta
Heilbronner Straße 150
70191
Stuttgart
(07 11) 49 00 44 02
(07 11) 49 00 44 01
maltaconsul.stuttgart@gov.mt
nach telefonischer Vereinbarung
(keine Visumerteilung)

Ambasciata della Repubblica Federale di Germania
Whitehall Mansions, 3. Stock
Ta’ Xbiex XBX 1026
Ambasciata della Repubblica Federale di Germania
P.O. Box 48
Marsa MRS 1000/Malta
(00356) 22 60 41 15, (0049 30) 181 76 71 83
(00356) 22 60 40 00
www.malta.diplo.de
info@valletta.diplo.de

Ärztliche Hilfe

ST. GEORGE'S BAY: Krypton Clinic, Dr. Mark Schembri Wismayer (spricht Englisch), Ibragg Rd.,, St. George's Bay, Tel. 21 37 10 62.

Sehenswertes

Valletta

Die maltesische Hauptstadt ist eine der sehenswertesten Festungsstädte in Europa. Die gewaltigen Mauern sind noch fast vollständig intakt. Zwischen den alten Häusern, Kirchen und Palästen drängen sich noch keine modernen Neubauten aus Glas und Beton. Der Autoverkehr ist weitgehend aus der Innenstadt verbannt. Kleine Läden statt Kaufhausketten bieten ihre Waren an. Valletta ist eine am Reißbrett entstandene Stadt, was das rasterförmige Netz aus sich rechtwinklig schneidenden Straßen belegt.

An der Spitze der Sciberra-Halbinsel steht das legendäre Fort St. Elmo. Der Republic Street folgend stößt man auf die bedeutendsten Ordensbauten und die wichtigsten Plätze der Stadt. Sehenswert sind in Valletta u.a. der Großmeisterpalast, das Fort Elmo, die St. John´s Co-Cathedral, die Auberge d´Italie und die Hastings- sowie die die Lower Baracca Gardens.

Das Großmeistergebäude ist das prunkvollste weltliche Gebäude auf Malta und war einst offizielle Residenz der Großmeister. Heute ist es Sitz des Parlamentes und bei Sitzungen bis auf die Waffenkammer geschlossen.

Das Fort St. Elmo wurde 1530 von den Ordensrittern als kleine Festung übernommen und ausgebaut. Es spielte während der Belagerung Maltas von 1565 eine entscheidende Rolle bei dem Sieg über die Türken. Auf dem Platz vor dem Fort kann man die Öffnungen unterirdischer Getreidespeicher besichtigen.

Die St. John's Co-Cathedrale gilt als Hauptkirche des Johanniterordens und wurde von 1573 bis 1578 erbaut. Für die Aufnahme in den Orden überbrachte jeder Ritter ein Geschenk, das für die Ausstattung der Kirche verwendet wurde. Die äußere Fassade ist schlicht gehalten, um Feinde von dem wertvollen Inneren abzulenken. Der gesamte Kirchenboden ist mit 375 Grabplatten aus farbigem Stein bedeckt. Die Namen und Taten der Ritter sind dort in lateinischer Sprache vermerkt. Als bedeutendstes Einzelwerk gilt das Altarbild von Caravaggio.

Die Auberge d´Italie (heutiges Hauptpostgebäude) bewohnten die italienischen Ordensritter. In den kleinen Gartenanlagen Hastings Gardens und Lower Baracca Gardens kann man sich von der Besichtigungstour durch Valletta erholen.

Mit Kindern bietet sich auch ein Besuch der Malta Experience an, einer Audiovisionsshow, die eine Kurzfassung der maltesischen Geschichte bietet.

Kunstinteressierte sollten auch das Nationalmuseum der Schönen Künste besuchen.

Mdina/Rabat

Mdina und Rabat bilden heute eine Doppelstadt im Herzen der Insel. Ihr sollte man einen ganzen Urlaubstag widmen.

Der kleine mittelalterliche Ort Mdina war einst die Hauptstadt Maltas. Er liegt weithin sichtbar auf einem nach drei Seiten steil abfallenden Felsplateau. Die Engländer lösten als die letzten Feldherren der Insel die Universitá de facto auf. Damit wurde Valetta zum Zentrum der Insel und Mdina wurde dem maltesischen Adel übergeben. Das aristokratische Ambiente der Stadt blieb erhalten und auch heute noch wohnen die meisten der 900 Einwohner in alten Adelspalästen. Bei einem Spaziergang durch die engen Gassen kann man dieses zurückgezogene Leben der Stadt regelrecht spüren. Die Häuser und Palazzos führender Adelsfamilien sind bemerkenswerte Blickfänge bei einem Spaziergang. Sehenswert sind u.a. auch der Bastion Square, von dem man einen schönen Ausblick genießen kann, das Benediktinerinnen-Kloster, die Kathedrale St. Peter und Paul und die Katakomben unter den Kirchen der Stadt. Besonders interessant sind die St. Agatha-Katakomben, eine unterirdische Gräberstadt, die Maltas älteste Fresken aus römischer und frühchristlicher Zeit birgt.

In Rabat bestimmt, im Gegensatz zur "stillen" Schwesterstadt Mdina, das typische maltesische Treiben den Alltag.

Marsaxlokk

Marsaxlokk liegt im äußersten Osten der Insel. In dem romantischen Fischerdorf Marsaxlokk ist der Tourismus fast bedeutungslos, obwohl hier die meisten Fotos für die Fremdenverkehrswerbung gemacht werden.

Der wohl größte Straßenmarkt Maltas findet jeden Sonntagmorgen hier statt. Man findet Textilien, Werkzeuge, Obst- und Gemüse, Fisch sowie Gebrauchsartikel aus aller Welt. Auch lebende Tiere, z.B. Hühner, werden hier angeboten. Bei einem Spaziergang entlang des Hafens kann man die bunten Boote von Marsaxlokk aus der Nähe betrachten oder sich in einem der vielen Fischrestaurants niederlassen.

Marsascala

Der Nachbarort von Marsaxlokk im Osten Maltas ist vom Fremdenverkehr geprägt. Hier schießen immer mehr Appartmenthäuser für Touristen aus dem Boden. Als Urlaubsort ist Marsascala zu empfehlen, wenn man weder die städtische Atmosphäre erleben noch in einem lauten Ferienzentrum wohnen möchte. Die dortigen Salinen wurden noch bis zum Zweiten Weltkrieg für die Salzgewinnung genutzt.

Cottonera

Die Städte Vittorosa, Senglea und Cospicua gehen heute ineinander über. Der Name Cottonera stammt von Großmeister Nicolas Cottoner, der im Jahre 1670 begann, einen aufwendigen Befestigungsring um die drei Städte zu errichten.

St. Paul´s Bay

Zwischen der Großen St. Paul´s Bay im Norden und der kleineren Salina Bay im Süden wurde die flache Halbinsel in den letzten 15 Jahren zum Ferienzentrum Maltas ausgebaut. In den neu gegründeten Orten Buggiba und Qawra stehen dicht gedrängt große Appartmenthäuser und Hotels, Restaurants, Bars und Geschäfte. Sonne, Strände und klares Wasser ziehen scharenweise Touristen an. Auch Taucher und andere Wassersportler kommen hier auf ihre Kosten.

Sliema/St. Julian´s

In Sliema und St. Julian´s stehen die meisten Hotels und Apartmenthäuser der Insel. Hier haben auch viele Feriensprachschulen ihren Sitz. Moderne Einkaufszentren machen den traditionellen Geschäften in Valletta Konkurrenz und nirgendwo auf Malta ist das Nachtleben so aufregend wie hier. Von Sliema aus kann man sich mit einem U-Boot, das eine Fahrt zu einem versunkenen Schiff unternimmt, oder mit einem Glasbodenboot auf eine Unterwasser-Safari begeben.

Mosta

Die Kirche von Mosta gilt als die größte Kirche auf Malta. Ihr Innenraum beeindruckt durch eine wunderschöne Kasettendecke, die der 60 m hohen Kuppel optische Tiefe verleiht. Erbaut wurde das Gotteshaus von 1833 bis 1860. Die Kirche bietet rund 12.000 Menschen Platz. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Kuppel von einer deutschen Fliegerbombe durchschlagen, die jedoch wie durch ein Wunder nicht explodierte.

Blaue Grotte

Eine der schönsten Seegrotten auf Malta ist die Blaue Grotte. Kleine bunte Fischerboote stehen unterhalb des Parkplatzes bereit und befördern Besucher bis in die Grotte hinein. Hier überrascht das glasklare Farbenspiel des Wassers genauso wie die orangefarbenen Korallen an den Felswänden. Am besten ist dieses Naturschauspiel am Nachmittag zu beobachten.

Gozo

Acht Kilometer liegen zwischen Malta und der kleinen Insel Gozo, die landschaftlich äußerst vielfältig ist und mehr als einen Tagesausflug lohnt. Die Insel ist von Steilküsten geprägt, die nur wenig Raum für Sandstrände lassen, sodassvon Felsen und winzigen Kiesstreifen aus gebadet wird. Gozos bedeutendster Urlaubsort ist Marsalforn. Die historische Inselhauptstadt Victoria, die von den Gozitanern Rabat genannt wird, liegt im Inselinnern. Ihr Zentrum bildet der Marktplatz Indipendenza. Sehenswert sind hier die Zitadelle, die Kathedrale, die Fontana (ein Waschhaus aus dem 17. Jahrhundert), Astra und Aurora (die einzigen Opernhäuser der Inselrepublik Malta) sowie das Aquädukt. Ein Besuch der Zitadelle lohnt sich auch, wenn man ihre zahlreichen Museen und die Kathedrale nicht besichtigen möchte, da man von dort einen schönen Blick über Gozo und Victoria hat. Wer auch die Museen Victorias, die allesamt in der Zitadelle untergebracht sind, besuchen möchte, sollte sich besonders das Volkskundliche und das Archäologische Museum sowie die Kunsthandwerksausstellung vornehmen. In der letzteren, in der jeder Produzent seine schönsten Stücke ausstellen kann, bekommt man einen schönen Überblick über die maltesische Handwerkskunst und mögliche Souvenirs. Weitere Sehenswürdigkeiten auf Gozo sind u.a. Ta´Pinu, das bedeutendste Wallfahrtsziel der maltesischen Inseln, die Pfarrkirche von Xewkija mit ihrer 75 Meter hohen Kuppel und das Mühlenmuseum Ta´Kola.

Tempel

Auf Malta sind mehrere Tempel aus der Megalithkultur erhalten, die einen Besuch lohnen. Hier sind der Tempel von Hagar Qim, der Tempel von Mnajdra und der Tempel von Tarxien zu nennen. Auf Gozo befindet sich der Tempel von Ggantija. Die klar gegliederte Tempelanlage von Hagar Qim liegt an der Küstenstraße zwischen Ghar Lapsi und Zurrieq. 500 Meter unterhalb dieser Anlage liegt der Tempel von Mnajdra. Die drei Tempel dieses Komplexes stammen aus drei verschiedenen Phasen zwischen 3.500 und 2.900 v. Chr. Während vom ältesten Tempel kaum noch Überreste vorhanden sind, sind der zweite und der dritte Tempel gut erhalten. Die neolithischen Tempel von Tarxien (zwischen 3.800 und 2.800 v. Chr.) wirken zwar nicht so romantisch wie die von Hagar Qim und Mnajdra. Dennoch sind sie für Archäologen die bedeutendste Fundstätte der Insel. Die dort gefundenen einzigartigen Reliefs und Skulpturen sind jetzt im Archäologischen Museum von Valletta ausgestellt. In den Tempeln sind Kopien der Funde zu sehen, so dass Besucher nicht nur einen Eindruck von der Architektur der Megalithkultur, sondern auch von dem Kunstschaffen dieser Epoche erhalten. Der Besuch des Ggantija Tempels auf Gozo lohnt sich auch dann, wenn man auf Malta bereits alle Tempel besichtigt hat. Sein Mauerwerk ist besonders gut erhalten, und er ist landschaftlich schön in eine kleine Gartenanlage eingebettet. Vom Tempel aus kann man weite Teile von Gozo überblicken.

Sprachreisen nach Malta

Auf Malta wurde schon 1800 Englisch zur offiziellen Landessprache erklärt. Erst 1934 wurde auch die eigentliche maltesiche Sprache offiziell anerkannt. In der Folge ist Malta tatsächlich ein zweisprachiges Land, in dem beide Sprachen von der gesamten Bevölkerung gesprochen werden. Selbstverständlich lernen die Kinder Englisch schon in der Grundschule, und Zeitungen und Kulturveranstaltungen sind in englischer Sprache. Besucher aus Großbritannien bilden die stärkste Touristengruppe auf der Insel.

Sprachunterricht für Jugendliche und Erwachsene wird von vielen Schulen auf Malta angeboten, die neben dem qualifizierten Unterricht auch begleitende Freizeitprogramme ausgearbeitet haben. Gegenüber anderen englischsprachigen Reisezielen bietet Malta durch das ausgeglichene und warme Sommerklima eine stimulierende Urlaubsatmosphäre für den Spracherwerb.

Reisehinweise

Zurzeit liegt kein Reisehinweis vor.

Bitte beachten auch den Abschnitt "Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen" beachten.

Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen

* KRIMINALITÄT: Es wird empfohlen, Wertsachen und Reisedokumente sicher in der Unterkunft aufzubewahren, da es in letzter Zeit vermehrt zu Diebstählen gekommen ist, insbesondere in Paceville und in Buslinien zwischen Paceville und Valletta.

* JAGDSAISON: Von Anfang September bis Ende Januar ist bei Spaziergängen abseits von Ortschaften frühmorgens und spätabends Vorsicht angebracht, da es zu dieser Zeit (Jagdsaison) auf Malta üblich ist, auf Vögel zu schießen.

* DROGEN: Drogen ein- oder auszuführen, damit zu handeln sowie zu konsumieren ist streng verboten (Haftstrafen)!

* Das RAUCHEN ist in öffentlichen Verkehrsmitteln und Kinos untersagt. Das Rauchen ist außerdem offiziell nur in Restaurants und Bars erlaubt, die über entsprechende Entlüftungssysteme verfügen bzw. spezielle Zonen für Raucher ausgewiesen haben.

SPERR-NOTRUF: Deutsche können ihre Girocards, Kreditkarten, Handys und einige andere elektronische Berechtigungen über die Sperr-Notruf-Nummer ++49 116 116 (aus dem Ausland neben ++49 116 116 auch ++49 30 4050 4050 wählbar) rund um die Uhr sperren lassen. Der Anrufer wird mit den Herausgebern der jeweiligen Medien verbunden, sofern diese sich dem Sperr-Notruf angeschlossen haben. Eine Liste der angeschlossenen Herausgeber ist im Internet unter www.sperr-notruf.de zu finden.

Ebenso ist es möglich, die Online-Ausweisfunktion (elektronischer Identitätsnachweis - eID) des neuen Personalausweises unter den oben genannten Nummern sowie unter 0180 1 333 333 (Bürgerservice des Bundesinnenministeriums) sperren zu lassen.

Ägypten

Tempel der Hatschepsut
Karte Ägypten

Landesdaten

Lage

Ägypten liegt im Nordosten Afrikas zwischen dem 22. und 32. Grad nördlicher Breite. Es grenzt im Osten an das Rote Meer und Israel, im Norden ans Mittelmeer, im Westen an Libyen und im Süden an den Sudan.

Fläche: 1.002.000 km².

Verwaltungsstruktur: 27 Verwaltungsbezirke.

Einwohner

Bevölkerung: ca. 83 Millionen

Städte:

Kairo (Hauptstadt) einschließlich Giza ca. 16 Millionen

Alexandria ca. 4,1 Millionen

Port Said ca. 472.000

Suez ca. 418.000

Al-Mahalla al-Kubra ca. 395.000

Tanta ca. 371.000

Al-Mansura ca. 370.000

Luxor ca. 360.500

Assiut ca. 343.500

Sprache

Die Staatssprache Ägyptens ist Arabisch. Als Korrespondenzsprache im Verkehr mit dem Ausland wird Englisch gesprochen.

Zeitverschiebung

Mitteleuropäische Zeit (MEZ) +1 Stunde

In Ägypten ist von Anfang Mai bis Ende September ebenfalls Sommerzeit. Daher beträgt der Zeitunterschied während dieses Zeitraums europäische Sommerzeit +1 Stunde. An den wenigen Tagen, an denen bei uns bereits/noch die europäische Sommerzeit gilt, in Ägypten aber noch Normalzeit ist, besteht kein Zeitunterschied.

Stromspannung

220 Volt Wechselstrom, 50 Hertz

Oft kommt es zu starken Stromschwankungen. Auch kurzfristige Stromausfälle sind nicht unüblich.

In Ägypten werden zweipolige Rundstecker verwendet. Für andere Stecker ist ein Adapter erforderlich.

Telefon/Post

Post

Post nach Europa kann bis zu zwei Wochen dauern. Urlaubskarten können am Hotel abgegeben oder in blaue Briefkästen geworfen werden (rot für Inland Ägypten und grün für Post innerhalb Kairos).

Telefon

Die Vorwahl von Deutschland, Österreich und der Schweiz nach Ägypten ist 0020, von Ägypten nach Deutschland wählt man 0049, nach Österreich 0043 und in die Schweiz 0041. Telefonieren vom Hotel aus ist sehr teuer. Günstiger telefoniert man von den Telefonämtern aus. Hier kann man auch Telefonkarten für öffentliche Telefonzellen kaufen.

NOTRUFNUMMERN: Polizei 122, Touristenpolizei 126, Unfallrettung 123, Feuerwehr 180.

Mobilfunk

Netztechnik: GSM 900/1800, 3G 2100.

Derzeit gibt es Roamingverträge mit Anbietern in Ägypten von E-Plus, O2, Telekom Deutschland und Vodafone.

Internet

Länderkürzel: .eg

Internet-Cafés gibt es in allen größeren Städten und Touristenzentren.

Feiertage

25. Januar (Tag der Revolution), 13. April (Frühlingsfest), 25. April (Sinai-Befreiungstag), 1. Mai (Tag der Arbeit), 23. Juli (Tag der Revolution), 6. Oktober (Tag der Streitkräfte), 7. Januar (Koptisches Weihnachtsfest), 12. April (Koptisches Ostern), 3. Januar (Mohammeds Geburtstag), 18.-20. Juli (Fastenbrechen am Ende des Ramadan), 23.-27. September (Opferfest), 13. Oktober (Neujahr 1437 nach islamischer Zeitrechnung), 24. Dezember (Mohammeds Geburtstag).

Der Ramadan dauert im Jahr 2016 vom 6. Juni bis zum 5. Juli (die Daten können je nach Land um einen oder zwei Tage abweichen).

Während des Ramadan, des islamischen Fastenmonats, kann das Geschäftsleben eingeschränkt sein.

Dazu kommen verschiedene variable Feiertage christlicher Kirchen (koptisch und orthodox).

Fällt ein offizieller Feiertag auf einen Freitag, wird am nachfolgenden Werktag nicht gearbeitet.

Der wöchentliche Ruhetag ist der Freitag. Für Behörden gilt die Sechstagewoche; Privatfirmen und Firmen des öffentlichen Sektors können das Wochenende selbst bestimmen (bisher Freitag/Samstag oder Freitag/Sonntag).

Die Hauptferienzeit geht von Juli bis August. In dieser Zeit ist mit eingeschränkter Geschäftstätigkeit zu rechnen.

Öffnungszeiten

Banken: So bis Do 8.30-14 Uhr;

Geschäfte: Sa bis Do 10-21 Uhr; Geschäfte sind nicht an Öffnungszeiten gebunden;

Post: Sa/So bis Do 9-14 Uhr;

Büros: Sa bis Do 9-14 Uhr für Behörden; private und sonstige Firmen haben auch am Samstag oder Sonntag geschlossen.

Kleidung

Für den Winter braucht man leichte Wollkleidung, einige Sommersachen und eine Übergangsjacke. Für die übrigen Jahreszeiten sollte man leichte, atmungsaktive Sommerkleidung und für die Abende Jacken mitnehmen. Bei Wüstenfahrten sollte man für die Nächte und frühen Morgenstunden immer warme Sachen dabeihaben. Eine gute Sonnenbrille sowie eine leichte Kopfbedeckung zum Schutz gegen die Sonne sind unerlässlich.

Bei der Auswahl der Kleidung sollte man darauf achten, dass man sich in einem islamischen Land befindet (keine zu enge, zu kurze oder zu freizügige Kleidung; Badebekleidung sollte nur am Strand oder am Swimmingpool getragen werden).

Sakkara
Karte Ägypten

Geschichte/Politik

Während im Paläolithikum die heutige Wüste Ägyptens fruchtbar und bewohnt war, wurde später die Bevölkerung auf Grund klimatischer Veränderungen dazu gezwungen, nahe des Nils zu siedeln. Zu dieser Zeit begann die eindrucksvolle Geschichte Ägyptens. König Menes gilt als Reichsgründer von Ober- und Unterägypten. Die erste Hauptstadt dieses Reiches war Memphis. Bei Saqqara wurde eine monumentale Grabanlage errichtet. Im Süden war Abydos religiöses und politisches Zentrum. Zu dieser Zeit wurde die ägyptische Schrift ausgebildet.

Im Alten Reich (ca. 2.640-2.200 v. Chr.) wurde die erste Pyramide gebaut, die Stufenpyramide von Djoser bei Saqqara. Die Zeit in der die architektonischen Meisterleistungen der Ägypter entstanden, begann. Der tyrannische Herrscher Cheops ließ im heutigen Stadtbezirk von Kairo Giza eine 146 m hohe Pyramide errichten. Daneben entstanden weitere Pyramiden und die Sphinx. Obelisken entstanden in der fünften Dynastie als Sonnenheiligtümer. Um 2.160 v. Chr. zerbrach das Reich wieder in Ober- und Unterägypten.

Im Mittleren Reich (ca. 2.040-1.650 v.Chr.) führte Mentuhotep die Länder Ober- und Unteräygpten wieder zusammen. Eine wirtschaftliche Blütezeit begann. Es wurden wieder Handelsexpeditionen nach Punt (vermutlich das heute Somalia) geschickt. Die Reichsgrenzen wurden erweitert und gesichert (Sinai, Nubien). Im 19. und 18. Jahrhundert v. Chr. erlebte Ägypten einen blühenden Handel, eine große politische Stabilität und religiöse Weiterentwicklung. Mitte des 17. Jahrhunderts v. Chr. brachen in einen dann durch rasche Herrscherwechsel geschwächten und zerrissenen Staat fremde Völker ein. Die Hyksos regierten Ägypten als "Fremdländer", bis sie im 15. Jahrhundert zurückgetrieben wurden.

Mit der Gründung des Neuen Reichs (ca. 1.551-1.070 v. Chr.) begann von neuem eine für Ägypten kulturell und künstlerisch große Epoche. Während der Regentschaft von Herrschern wie Amenophis I und Thutmosis I wurden wissenschaftliche und künstlerische Besonderheiten geschaffen. Zu dieser Zeit entstand auch das Tal der Könige als neue Begräbnisstätte westlich von Theben. Mangels anderer Nachfolger regierte die Königin Hatchepsut über zwei Jahrzehnte. An ihrem Totentempel ist eindrucksvoll eine weitere Expedition in das Weihrauchland Punt beschrieben. Unter ihren Nachfolgern drangen die Ägypter in den asiatischen Raum ein und überschritten den Euphrat. Im Anschluss wurden mit diplomatischem Geschick Heiraten arrangiert; unter Amenophis III herrschte unbeschreiblicher Reichtum. Es wurden viele Großbauten errichtet. Amenophis IV, der spätere "Echnaton", führte den Monotheismus ein und veränderte die künstlerische Darstellung durch Einführung des Realismus. Doch schon bald wurde die vielfältige Götterwelt wieder eingeführt. Unter dem Feldherr und späteren Pharao Haremhab wurde die korrupte Verwaltung reformiert. Später errichtete Pharao Ramses II unzählige Baudenkmäler, wie den kolossalen Tempel von Abu Simbel. Nach der berühmten Hethitherschlacht, in der das ägyptische Heer fast unterging, versöhnten sich die Völker. In der folgenden Zeit wurde Ägypten vor allem durch immer neue Angriffe fremder Völker erschüttert, sodass das ägyptische Reich im elften und zehnten Jahrhundert langsam verblasste.

In der Spätzeit (ca. 600 -332 v. Chr.) wurde Ägypten zunächst von den Persern, dann von den Ptolomäern unter Alexander dem Großen beherrscht (Griechische Zeit). In dieser Zeit wurde auch Alexandria gegründet.

Anschließend fiel Ägypten an die Römer, die von etwa 30 v. Chr. bis circa 395 n. Chr. in Ägypten herrschten. Mit dem Einzug des Christentums in Rom wurde auch Ägypten christianisiert, und Alexandria wurde zu einer Bischofsstadt. Nach dem Zerfall des Römischen Reiches gehörte Ägypten zum Ostreich Byzanz. Zu dieser Zeit wurde das Land stark ausgebeutet. In der Folgezeit regierten Kalifen, Mamelucken und die Osmanen das Land. Aber auch Napoleon und der Albaner Muhammad Ali hatten eine gewisse Zeit die Macht in Ägypten inne.

Im 19. Jahrhundert n. Chr. wurde der Suezkanal fertig gestellt, der zu der bedeutendsten Wasserstraße der Region wurde. Der finanzielle Untergang Ägyptens führte zu einem enormen britischen Einfluss.

1953 wurde Ägypten eine Republik. Zunächst mit sowjetischen Aufbaumitteln unterstützt, näherte sich Sadat jedoch bald dem Westen. Im Sechstagekrieg zwischen Ägypten und Israel wurde zunächst der gesamte Sinai von Israel annektiert. Mit den Friedensverträgen von 1977 und 1979, in denen der Sinai an Ägypten zurückgegeben wurde, näherten sich Israel und Ägypten wieder an. Dafür distanzierten sich aber die anderen arabischen Staaten von Ägypten.

Im Zuge des sogenannten Arabischen Frühlings kam es 2011 in Ägypten zu einem revolutionären politischen Umsturz. Staatspräsident Mubarak trat zurück. Nach Parlamentswahlen, in denen islamische Parteien die Mehrheit errangen, wurde eine Verfassunggebende Versammlung einberufen. Der von diesem Gremium verabschiedete Verfassungsentwurf, der u.a. auf dem religiösen Gesetz des Islam, der Scharia, basiert, stieß bei Teilen der Bevölkerung auf starke Ablehnung und führte zu Demonstrationen und gewaltsamen Auseinandersetzungen. Die Folge ist eine noch immer andauernde Staatskrise, in deren Verlauf das Militär die Macht übernommen hat.

Wirtschaft

Die Landwirtschaft des Landes erzeugt vor allem Baumwolle, wobei die erforderliche Bewässerung der Felder große Probleme nach sich zieht, da der Nilpegel allmählich sinkt. Darüber hinaus muss seit der Errichtung des Assuan-Staudammes bei der Bewirtschaftung der Felder Kunstdünger eingesetzt werden, da der natürliche Nilschlamm vom Staudamm zurückgehalten wird. Unter Staatspräsident Mubarak wurde die bis zu diesem Zeitpunkt auf sowjetisches Vorbild ausgerichtete Planwirtschaft in eine westlichere, offenere Strategie geführt.

Der Suezkanal, der Export von Erdöl und -gas und vor allem auch der Tourismus sind große Devisenbringer des Landes. Die Anschläge islamischer Fundamentalisten in den 90er-Jahren haben der Tourismusindustrie Ägyptens zunächst zwar großen Schaden zugefügt, aber nicht langfristig zu Besuchereinbußen geführt.

Religion

Die Staatsreligion Ägyptens ist der Islam, der das tägliche Leben in Ägypten bestimmt. Über 90 Prozent der Ägypter sind Moslems, Christen kommen auf knapp 6 Prozent. Der starke Einfluss des Islams auf das öffentliche Leben in Ägypten zeigt sich auch an den recht hohen Preisen für Alkohol und am reduzierten öffentlichen Leben während des Ramadans.

Vegetation

Die Vegetation in Ägypten beschränkt sich im Wesentlichen auf das Niltal, das Nildelta und die Oasen. Die verbreitetste Baumart ist die Dattelpalme. Daneben gibt es einheimische Arten wie Maulbeerbäume, Akazien, Tamarisken, Johannisbrotbäume und eingeführte Arten wie Zypresse, Mimose oder Eukalyptus. In den Trockengebieten findet man Halfagras und Dornstraucharten. Entlang des Nils stehen Eukalyptusbäume und Schilf. Papyrus und Lotus sind nur noch vereinzelt zu finden. Besonders im fruchtbaren Deltagebiet und im Niltal wachsen u.a. Gemüse, Wein und Blumen. Kultivierte Nutzpflanzen sind Baumwolle, Getreide und Reis, Zuckerrohr und Futterklee. An der Spitze der Sinai-Halbinsel ist ein Mangrovengürtel unter Schutz gestellt worden.

Tierwelt

Ägypten weist wegen des trockenen Klimas nur wenige Wildtierarten auf. Etwa 100 verschiedene Fischarten leben im Nil und in den Seen des Deltagebiets. Dabei ist der Artenreichtum im Nil selber zurückgegangen, sehr vermehrt hat sich der Katzenwels. In den Seen finden sich viele Süßwasserfische, besonders schön ist der Afrikabuntbarsch im Nassr-See. Nilkrokodile leben im Nassr-See und können bis zu drei Meter lang werden. Nilpferde sind nicht mehr zu sehen. Im roten Meer findet sich eine reichhaltige Unterwasserwelt mit Korallen, Papageienfisch und dem Juwelen-Zackenbarsch. Auch Haie und Rochen leben hier. Dromedare, Esel, Rinder und Wasserbüffel sind verbreitete Nutztiere. Häufig sieht man Taubenhäuser. In den Wüstengebieten leben Wüstenfüchse, Schakale, Streifenhyänen und Gazellen. Auf dem Sinai streifen einige wenige Leoparden durch Wüste und Berge. Mit etwa 300 verschiedenen Arten bietet Ägypten bei den Vögeln eine große Artenvielfalt. Dazu gehören der Silberreiher, Wiedehopf, Pelikan, Flamingo, Wachtel und Schnepfen. Am häufigsten sieht man den weißen Kuhreiher an den Nilufern. Zu den heimischen Greifvögeln zählen Adler, Falke, Milan und Bussard. Im Frühjahr kommen viel Zugvögel nach Ägypten, die hier auf ihrem Flug in noch südlichere Gefilde Zwischenstation machen.

Kairo, Khan el Khalili-Bazar
Karte Ägypten

Kulinarisches

In der ägyptischen Küche isst man viel Hammelfleisch, Geflügel und Gemüse. Gewürzt wird mit frischen Kräutern, gebraten und gekocht mit ausreichend Olivenöl. Nicht zuletzt dieses ist oft für die kleine Magenverstimmung verantwortlich. Zu fast allen Speisen wird Fladenbrot gereicht, das man mit den Händen teilt und in die Speisen und Soßen eintunkt. "Kushari" ist ein Gericht, das auf der Straße angeboten wird (etwas magenfreundlicher auch im Innenhof des Hotels vor dem Ägyptischen Museum in Kairo), und aus Reis, Kichererbsen, Nudeln und Zwiebeln besteht. "Tahina" ist eine Sesamsoße, mit Öl, Kräutern und Knoblauch gewürzt, die oft als Vorspeise gereicht wird und mit Fladenbrot gegessen wird. "Ful" ist das ägyptische Nationalgericht, eine dicke Paste aus braunen Bohnen, die oft in Fladenbrot gefüllt wird. Diese Paste wird von Ägyptern als sehr einfaches Gericht gewertet und ist daher in den Hotels meist nicht zu erhalten. Der "Shai", schwarzer Tee, wird üblicherweise stark gesüßt gereicht. Sehr schmackhaft ist er auch mit frischer Minze.

Sitten und Gebräuche

Nichts geht in Ägypten ohne Trinkgeld, "Bakschisch". In einer Reisegruppe aufgehoben, braucht man sich über dessen Höhe kaum Gedanken machen, da die Reiseführer pauschal die Schlüsselwärter bei den Sehenswürdigkeiten und die Gepäckträger belohnen. Im Restaurant und für das Taxi sind 10 Prozent üblich, ansonsten "kostet" jede noch so kleine Dienstleistung ein paar Münzen. Das Trinkgeld ist Bestandteil des Lebensunterhaltes und sollte - zwar nicht großzügig - aber doch gern gegeben werden.

Ansonsten spiegelt sich in vielen Gebräuchen Ägyptens der islamische Einfluss wider. Die Leute sind höflich und gastfreundlich und erwarten ähnlichen Respekt auch von ihren Gästen. Zurückhaltende Kleidung ist vielerorts angemessen, vor allem in Moscheen sollten Frauen auf Miniröcke und weit ausgeschnittene Kleider verzichten, Männer sollten keine Shorts tragen.

Souvenirs

Im Bazar, im Souk, wird gehandelt. Gewürze, Stoffe, Messingarbeiten und natürlich Teppiche und Goldschmuck wird gerne gekauft. Das Gold hat einen festen Preis, wird meist mit 18 Karat gehandelt und ist relativ günstig, wenn auch nicht immer im mitteleuropäischen Geschmack ausgearbeitet. Das Handeln gehört für den Ägypter zum Vergnügen, es wird auch von den Touristen erwartet. Man braucht jedoch keine Sorge zu haben, die Preise zu niedrig zu drücken, die Händler setzen hoch genug an. Bei der obligatorischen Einladung zu einer Tasse Tee testen die Verhandlungspartner das jeweilige Durchhaltevermögen. Gut ist es, wenn man vor einem größeren Kauf den ungefähren Preis des Stückes im Hotel oder von Freunden erfragt hat.

Klimadiagramm
Karte Ägypten

Klimainformationen

Ägypten hat teils subtropisches, teils Wüstenklima. Der nördliche Teil des Landes hat ausgesprochenes Mittelmeerklima. Nur in dieser Gegend gibt es so etwas wie Jahreszeiten. Der Süden des Landes hat zwei Jahreszeiten, eine relativ kühle, in der lediglich um die Mittagszeit hohe Temperaturen gemessen werden, und eine heiße Jahreszeit. In den Wüstengebieten bestehen große Unterschiede zwischen den gemessenen Tages- und Nachttemperaturen.

Die angenehmste Jahreszeit sind die Monate von Oktober bis April, speziell die Monate von Dezember bis Februar. Die Mittagstemperaturen liegen dann selten über 25°C, und die Nächte sind mit Temperaturen um die 10°C kühl. Ab Ende April wird es jedoch heiß. Zu dieser Zeit werden in Kairo im Allgemeinen Tagestemperaturen von über 35°C gemessen. Temperaturen von 40-45°C und eine hohe Luftfeuchtigkeit sind dann keine Seltenheit. Ab Luxor und weiter südlich sowie in den Wüstengebieten liegen die Temperaturen zu dieser Zeit bei 40°C, an der Mittelmeerküste bei 30-35°C. Die Nachttemperaturen liegen von Ende April bis September selten unter 20°C. Die Luftfeuchtigkeit ist mäßig.

In Kairo üblicherweise gemessene Temperaturen: Der kälteste Monat ist der Januar. Zu dieser Zeit werden morgens ca. 9°C, mittags ca. 19°C gemessen. Der heißeste Monat ist der Juli, in dem die Temperaturen morgens bei etwa 22°C und mittags bei rund 35°C (im Schatten!) liegen.

In Assuan gemessene Temperaturen: Januar ca. 8°C bzw. ca. 23,8°C; Juli ca. 24,5°C bzw. ca. 41°C.

Beste Reisezeit

Für Alexandria, Kairo und die Mittelmeerküste ist das ganze Jahr über Reisezeit. Für Oberägypten eignen sich die Monate Oktober bis April; für die Oasen Oktober bis Mai (im Dezember und Januar ist es nachts dort sehr kalt). Bei Reisen nach Kairo sollte man immer beachten, dass die Sommermonate dort SEHR WARM werden!

Tempel der Hatschepsut
Karte Ägypten

Vorgeschriebene Impfungen

Keine bei Einreise direkt aus Europa.

Gelbfieber bei Einreise aus ENDEMIEGEBIETEN.

GELBFIEBER-ENDEMIEGEBIETE

In AFRIKA:

Äquatorialguinea, Äthiopien, Angola, Benin, Burkina Faso, Burundi, Côte d`Ivoire, Demokratische Republik Kongo (Kinshasa), Gabun, Gambia, Ghana, Guinea, Guinea-Bissau, Kamerun, Kenia, Kongo, Liberia, Mali, Niger, Nigeria, Ruanda, Senegal, Sierra Leone, Sudan, Togo, Tschad, Uganda, Zentralafrikanische Republik.

In SÜD- und MITTELAMERIKA:

Argentinien, Bolivien, Brasilien, Ecuador, Franz. Guayana, Guyana, Kolumbien, Panama, Paraguay, Peru, Surinam, Trinidad + Tobago, Venezuela.

Regelung Sudan: Siehe unten

Empfohlene Impfungen

Hepatitis A, Typhus.

Informationen zur Malaria

Malaria

Keine.

Verbreitung

Ägypten ist malaria-frei.

Ärztliche Hilfe

KAIRO: Prof. Dr. Mona Abu-Zekry (spricht Deutsch), 1, Sheriffein Street,, Kairo, Tel. (02) 392 41 95 (priv. mobil 012 214 26 69);

außerdem in der deutschen Botschaft (Adresse siehe "Vertretungen im Reiseland"): Dr. Wiesenbacher, Tel. 27 28 20 00

ALEXANDRIA:Dr. Ann E.A. Ekdawy (spricht Englisch), 39 Kafr Abdou Street, Rouchdi,, Alexandria, Tel. (03) 542 71 14 (mobil: 010 48 49 18)

Hilfe bei Tauchunfällen:

HURGHADA:Hurghada Navy Hospital, Hurghada, Tel. (065) 54 41 95

MARSA ALAM:Marsa Alam Deco Chamber, Marsa Alam, Tel. (065) 44 31 56

SHARM-EL-SHEIKH: Telefon (062) 66 60 92 23

Tempel der Hatschepsut
Karte Ägypten

Währung

Währungseinheit

Währungseinheit: Ägyptisches Pfund (ägypt£)

1 Ägyptisches Pfund = 100 Piaster (PT) = 1000 Millemes.

Derzeitiger Kurs:

1 Euro = ca. 7,10 ägypt£

1 US-$ = ca. 6,98 ägypt£

Hinweise

Bei den unten aufgeführten Umrechnungskursen handelt es sich um reine Sortenkurse für den Bargeldtausch am Bankschalter, d.h. sie nennen den aktuellen Wert, den der Reisende beim Umtausch am Bankschalter (Schalterkurse in Deutschland) erhält. Hinzu kommen dann noch die von der jeweiligen Bank abhängigen Umtauschgebühren. Die Kurse sind nicht geeignet zur Umrechnung von Rechnungen etc., da hierfür meist "Devisenkurse" zugrunde gelegt werden.

Devisenbestimmungen/Umtausch

Einfuhr Fremdwährung: unbeschränkt

Einfuhr Landeswährung: bis zu einer Höhe von 5.000 ägypt£

Deklaration: Ja - bei der Ein- und Ausfuhr von Fremdwährung müssen Beträge ab einem Gegenwert von 10.000 US$ deklariert werden.

Ausfuhr Fremdwährung: in Höhe der Einfuhr abzüglich der umgewechselten Beträge (Belege!).

Ausfuhr Landeswährung: bis zu einer Höhe von 5.000 ägypt£

Umtauschempfehlung: im Reiseland

Umtausch: ist bei den autorisierten Wechselstellen möglich, auf die Ausgabe von Kleingeld (25 Piaster, 1 Pfund) achten.

Internationale Kreditkarten: Ja - werden von fast allen größeren Hotels akzeptiert.

Geldautomat: Ja - in größeren Städten und Touristenzentren ist Bargeldabhebung mit Girocard (mit Maestro-Logo) sowie mit Kreditkarten möglich. Reisende sollten sich vor Abreise bei ihrer Hausbank über eventuelle Beschränkungen bei der Bargeldbeschaffung mit der Girocard informieren.

Reiseschecks: Ja - in Euro oder US-$, auch in kleinen Stückelungen mitführen. Werden von wenigen Banken und Hotels in Bargeld eingelöst. Bitte beachten: Grundsätzlich ist die Akzeptanz von Reiseschecks weltweit rückläufig.

Tempel der Hatschepsut
Karte Ägypten

Auskunftstellen

Generalkonsulat der Arabischen Republik Ägypten

Tourismus-Abteilung

Kaiserstraße 66

60311

Frankfurt/M.

(0 69) 27 22 17 58 20

(0 69) 27 22 17 58 0

staatlich@aegyptisches-fremdenverkehrsamt.de

Egyptian Tourism Authority, Head Office

Misr Travel Tower, Abbassia Square

Kairo /Ägypten

(0020 2) 285-43 63

(0020 2) 285-45 09 / 284-19 70

www.touregypt.net

Deutsch-Arabische Industrie- und Handelskammer

(German-Arab Chamber of Industry and Commerce)

German Industry and Commerce Tower

21, Soliman Abaza Street, off Jameat El Dowal El Arabia St.

Mohandessin-Giza

Kairo

German-Arab Chamber of Industry and Commerce

P.O. Box 385

11511 Ataba, Kairo/Ägypten

(0020 2) 33 36 87 86, 33 36 80 26

(0020 2) 33 36 81 83

www.ahkmena.com

info@ahk-mena.com

So bis Do 8-16 Uhr

Zweigstelle Alexandria -

German-Arab Chamber of Commerce

7, El Fardos Street, Borg 4, 2nd Floor

Semouha

Alexandria /Ägypten

(00203) 427 33 38

alex@ahk-mena.com

Botschaften und Konsulate

Botschaft der Arabischen Republik Ägypten

mit Konsularabteilung

Stauffenbergstraße 6/7

10785

Berlin

(0 30) 477 10 49

(0 30) 477 54 70

www.egyptian-embassy.de

embassy@egyptian-embassy.de

Botschaft - Mo bis Fr 9-16 Uhr, Konsularabt. - Mo bis Fr 10-14 Uhr

Geschäftsbereich der Konsularabteilung:

Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen

Generalkonsulat der Arabischen Republik Ägypten

Eysseneckstraße 34

60322

Frankfurt/M.

(0 69) 597 21 31

(0 69) 955 13 40

eg.con_frankfurt@mfa.gov.eg

Mo bis Fr 9.30-12 Uhr

Abholung von Visa: Mo bis Fr 15-16 Uhr

Generalkonsulat der Arabischen Republik Ägypten

Mittelweg 183

20148

Hamburg

(0 40) 41 33 26 19

(0 40) 413 32 60

gen-kons-et-hh@gmx.de

Mo bis Fr 9-12.30 Uhr

Embassy of the Federal Republic of Germany

2, Sharia Berlin (Ecke Sharia Hassan Sabri)

Zamalek

11211

Kairo

Embassy of the Federal Republic of Germany

2, Sharia Berlin (off Sharia Hassan Sabri), Zamalek

Cairo 11211/Egypt

(0020 2) 27 28 21 59

(0020 2) 27 28 20 00

www.german-embassy.org.eg

info@kairo.diplo.de

Amtsbezirk: Ägypten,

unterstützt außerdem die Botschaft Tripolis/Libyen in Rechts- und Konsularangelegenheiten

Honorary Consulate of the Federal Republic of Germany

9, El Fawatem Street, Mazarita

Alexandria

Honorary Consulate of the Federal Republic of Germany

Leader Group Shipping Services, 9 El Fawatem Street, Mazarita

Alexandria /Egypt

(0020 3) 484 09 77

(0020 3) 486 75 03

alexandria@hk-diplo.de

Amtsbezirk: Gouvernorate Alexandria, Beheira, Dakahliya, Damiette, Gharbiya, Kafr El Sheikh

Übergeordnete Auslandsvertretung:

Botschaft Kairo

Honorary Consulate of the Federal Republic of Germany

465, El Gabal El Shamali

Hurghada /Egypt

(0020 65) 344 36 05

(0020 65) 344 57 34, (0020 122) 313 52 81

hurghada@hk-diplo.de

Amtsbezirk: Gouvernorat Rotes Meer

Übergeordnete Auslandsvertretung:

Botschaft Kairo

Ärztliche Hilfe

KAIRO: Prof. Dr. Mona Abu-Zekry (spricht Deutsch), 1, Sheriffein Street,, Kairo, Tel. (02) 392 41 95 (priv. mobil 012 214 26 69);

außerdem in der deutschen Botschaft (Adresse siehe "Vertretungen im Reiseland"): Dr. Wiesenbacher, Tel. 27 28 20 00

ALEXANDRIA:Dr. Ann E.A. Ekdawy (spricht Englisch), 39 Kafr Abdou Street, Rouchdi,, Alexandria, Tel. (03) 542 71 14 (mobil: 010 48 49 18)

Hilfe bei Tauchunfällen:

HURGHADA:Hurghada Navy Hospital, Hurghada, Tel. (065) 54 41 95

MARSA ALAM:Marsa Alam Deco Chamber, Marsa Alam, Tel. (065) 44 31 56

SHARM-EL-SHEIKH: Telefon (062) 66 60 92 23

Luxor, Karnak-Tempel
Karte Ägypten

Sehenswertes

Kairo

Kairo, auf Arabisch El-Kahira, was so viel heißt wie die "Siegreiche", ist die Hauptstadt Ägyptens und zugleich die größte und bedeutendste Metropole Afrikas sowie auch der islamischen Welt. Trotz der Tradition, Mittler zwischen Christentum und Islam zu sein, ist Kairo eine islamische Stadt und seit über tausend Jahren mit der weltberühmten Universität an der Al-Azkar-Moschee geistiges Zentrum der Muslime. Im Gegensatz dazu steht die christlich-koptische Kultur mit ihren Kirchen. Die zahlreichen Sehenswürdigkeiten wie die Sultan-Hassan-Moschee, die El Hakim-Moschee, die Ak Sunkur-Moschee, auch "Blaue Moschee" genannt, die Ibn-Tulun-Moschee, das renommierte Ägyptische Museum sowie die Pyramiden am Stadtrand von Kairo ziehen jedes Jahr Millionen von Besuchern an.

In Kairo treffen Tradition und Moderne aufeinander, wie kaum anderswo. Die prachtvollen Geschäftsstraßen und Boulevards sowie der hektische Autoverkehr stehen im Gegensatz zum Leben im alten Kairo mit den bunten Märkten, den traditionellen Teestuben und den vielen fremdartigen Eindrücken und Gerüchen. Wichtigster Orientierungspunkt in der Stadt ist der Nil, der die Stadt wie eine Lebensader durchquert. Vom Aussichtsrestaurant des Kairo Towers hat man einen guten Blick auf das Häusermeer der Millionenstadt und die Wüste, die sie wie ein Saum umgibt.

Kairo ist aber auch eine Stadt mit einem großen Gegensatz zwischen Arm und Reich. Die Millionen-Metropole leidet unter einer erheblichen und ungeordneten Zuwanderung. Die Infrastruktur kommt hinter dieser Entwicklung nicht her. Riesige Slumgebiete und Arbeitslosigkeit sind die Folge. Dazu kommen Staub, Schmutz, Lärm und Smog. Der Besucher sollte sich auf diesen "Kulturschock" etwas vorbereiten, erwartet ihn doch eine sich erheblich von der westlichen Lebensweise unterscheidende Kultur. Nur so kann man sich auf Kairo einlassen und die Stadt genießen.

Pyramiden

Am bekanntesten sind die zu den sieben Weltwundern der Antike zählenden Pyramiden von Gizeh. Die drei Bauwerke der Pharaonen Cheops, Chefren und Mykerinos geben mit ihren perfekten Proportionen noch heute manches Rätsel auf. Zu den Pyramiden gehören Verehrungstempel, Taltempel, das Museum der Sonnenbarke des Cheops und natürlich der Sphinx. Dieser Wächter ist ein Abbild des Pharao und war jahrhundertelang vom Wüstensand begraben.

In der Nähe von Memphis stehen in Sakkara die Stufenpyramiden des Djoser und des Unas. Diese Bauwerke gelten als Vorläufer der großen Pyramiden und wurden von Imhotep im dritten Jahrhundert v. Chr. erbaut. Besonders schön sind auf diesem Gelände auch die Grabkammern des Ti mit Szenen aus dem ägyptischen Alltag. In den Grabkammern des Serapeums wurden die heiligen Apis-Stiere balsamiert und beigesetzt.

Alexandria

Ägyptens zweitgrößte Stadt Alexandria wurde 332 v. Chr. von Alexander dem Großen gegründet, um die griechische Handelsniederlassung in Ägypten, Naukratis, durch einen Seehafen zu ersetzen. Sie stieg zur Hauptstadt des Ptolemäer-Reichs auf und wurde später eine der größten Städte des römischen Imperiums. Die Stadt hat zwei Häfen. Der Osthafen erlebte im Mittelalter eine Blütezeit. Heute kann man von hier aus eine Ausflugsfahrt mit dem Boot machen oder ein Boot für eine Rundfahrt in der Bucht von Alexandria mieten. Der in der ptolemäischen Epoche entstandene Westhafen ist nach Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen, etwa dem Bau eines Ölumschlaghafens, auch heute noch ein wichtiger Warenumschlagplatz - rund 60 Prozent der ägyptischen Im- und Exporte werden hier abgewickelt.

Die einst zu den wichtigsten Metropolen der antiken Welt zählende Stadt ist heute relativ arm an historischen Monumenten. Die noch bestehenden Überreste befinden sich im griechisch-römischen Museum von Alexandria, das sich zu besichtigen lohnt. Das Wahrzeichen Alexandrias ist die Pompejussäule, ein eindrucksvolles Zeugnis aus der griechischen Epoche der Stadt. Andere Sehenswürdigkeiten in der heute von europäischem Einfluss geprägten Stadt sind der so genannte Obelisk der Kleopatra innerhalb der alten Stadtmauern, die Abul Abbas Moschee, der Ras el Tin-Palast und das Fort des Sultans Kait Bey am Hafen, von dem aus man einen schönen Blick auf Alexandria genießen kann. Außerdem noch sehenswert sind die beiden römischen Überreste in der Stadt, Kom el Dikka, das einzige römische Amphitheater auf afrikanischem Boden, sowie die bedeutendste römische Grabanlage, die in Ägypten erhalten geblieben ist, Kom el Shukafa. Der am östlichen Ende der Stadt gelegene Montaza-Palast, der selbst aber nicht zugänglich ist, ist von einem schönen Park umgeben. Hier finden in den Sommermonaten immer freitags orientalisch-westliche Popkonzerte statt.

Suez-Kanal

Nach den nicht durchführbaren Ideen Napoleons führte Ferdinand de Lesseps Berechnungen zum Bau einer Verbindung zwischen Mittelmeer und rotem Meer durch, so dass der Bau 1859 begonnen werden konnte. Der Suez-Kanal wurde Ende 1869 eröffnet. Die Finanzierung des Baus brachte Ägypten in wirtschaftliche Abhängigkeit vor allem von Großbritannien, was zu Krisen und Kriegen führte. Heute ist die gut befahrene Wasserstraße eine der wichtigsten Einkommensquellen des ägyptischen Staates.

Oasen

Die großen Oasen Ägyptens, die selten von Touristen besucht werden, liegen alle in der westlichen (Libyschen) Wüste. El Kharga, Baharija, Farafra und Dakhla bilden zusammen das New Valley. Die ziemlich unterentwickelte Region soll durch die Ansiedlung von Landwirten weiterentwickelt werden. Für Touristen besteht die Möglichkeit, auf der Karawanenroute Darb el Arba´aim mit dem Auto die Oasen zu besuchen. Dafür sollte man sich mindestens vier bis sechs Tage Zeit nehmen. Bei dem Besuch einzelner Oasen sollte man Baharija und Farafra von Kairo, Kharga und Dhakla von Luxor aus anfahren. In den Oasen stehen einfache Unterkünfte zur Verfügung.

Die Oase Siwa ist 300 km im Landesinneren im Nordwesten der Libyschen Wüste gelegen. In dieser natürlichen Senke unter dem Meeresniveau wachsen über 250.000 Dattelpalmen mit dem Wasser von über 200 Quellen.

Die Oase Baharija ist die nördlichste der nun folgenden Oasen auf der Höhe der Nilstadt El Minia. Aus der Zeit der Pharaonen ist ein Grab zu sehen und Malereien aus der 18.-19. Dynastie. Von Baharija führt eine befestigte Straße nach Süden durch die imposante Weiße Wüste nach Farafra. In dieser kleinen Oase prägen Lehmhäuser das Bild. Die Oase Dakhla besteht aus mehreren recht weit verstreuten Dörfern.

Die Oase El Kharga ist die südlichste und dem Nil am nächsten Oase. El Kharga bemüht sich von allen Oasen am meisten um Touristen. Die Besiedlung erstreckt sich über fast 200 km in Nord-Süd-Ausdehnung. Die Verbindungsstraße nach Norden (Richtung Assiut) geht durch ein landschaftlich höchst interessantes Gebiet, dem Tal der Melonen. Riesige Felskugeln säumen hier den Weg. In den Dörfern von El Kharga befindt sich als Sehenswürdigkeit der besterhaltene Perser-Tempel in der Libyschen Wüste, der Ammun geweihte Tempel von Hibis. Der 430 m hohe Gebel el Teir (Berg der Vögel) birgt frühe Mausoleen der Christenheit aus dem vierten bis sechsten Jahrhundert n. Chr.

Luxor

In der Glanzzeit des pharaonischen Reiches zählte die Stadt Theben rund eine Millionen Einwohner. Heute noch beeindrucken die Tempel im Osten der Stadt und die Totenstädte am Westufer des Nils die Besucher. Luxor hat so viele sehenswerte Denkmäler, dass im Folgendem nur eine Auswahl angedeutet werden kann.

Am Luxor-Tempel in der Stadtmitte wird kein Besucher vorübergehen. Er ist absolut sehenswert und kann zu Beginn oder am Ende eines Tagesprogramms eingebunden werden.

Die größte Tempelanlage Ägyptens ist jedoch der Karnak-Tempel im Norden Luxors. Ca. 1700 Jahre lang wurde an seiner komplexen Struktur gebaut. Der große Säulensaal besitzt 134 Säulen, die in 16 Reihen auf einer Fläche von 5408 m²aufgestellt sind.

Das kleine Luxor-Museum ist eine Köstlichkeit für sich und selten überfüllt.

In Luxor kann jeder interessierte Besucher ohne jede Programmwiederholung gut zwei Wochen ausfüllen. Die großen Höhepunkte werden von jedem Veranstalter auch in 1-2 Tagen abgearbeitet. Individualisten kommen mit geliehenen Fahrrädern oder mit Taxis gut durchs Tagesprogramm. Und wenn die "Steine" doch einer Abwechslung bedürfen, bietet der Bazar eine farbenprächtige Abwechslung.

Nekropolen Luxors

Am Westufer des Nils befinden sich die Totenstädte. Im Tal der Könige sind bisher 65 Ruhestätten ausgegraben worden. Wer hier mehr Zeit als nur ein paar Stunden mitbringt, kann abseits des Gedränges um das Grab Tutenchamuns auch die etwas weiter entfernten Gräber bestaunen. Ein Fußweg zum Totentempel der Hatchepsut macht den Kopf wieder frei (sofern man die Souvenirverkäufer abwimmeln kann).

Von den Gräbern im Tal der Königinnen ist im Grab der Nefertari ein wunderschöner frisch restaurierter Sternenhimmel zu bewundern. Berühmt sind auch die Gräber der Arbeiter und Noblen. Darunter die Gräber des Ramose und des Nacht.

Besuchenswert sind die Kolosse von Memnon, dazu die Totentempel Medinet Habu und Ramesseum.

Assuan

Assuan liegt 800 km südlich von Kairo am ersten Nilkatarakt. Wegen des angenehmen Klimas - im Winter werden 25°C erreicht - nutzen viele Reisende die Stadt auch als Winterkurort. Dieser malerische Ort mit den typischen Segelbooten auf dem Nil sollte bei keinem Ägyptenbesuch fehlen. Mehr noch als die Ausflüge auf die Insel Elefantine, den Besuch des Mausoleums des Aga Khans mit dem grandiosen Blick auf den Nil oder den Besuch der Steinbrüche sollte man die Stimmung der Stadt und der Bazare genießen. Natürlich sollte auch eine Fahrt auf dem Nil in einem der kleinen Segelboote nicht fehlen oder sogar Zeit für einen Sonnenuntergang vor der Terrasse des Cataract-Hotels bleiben.

Der Nil ist das beherrschende Thema Assuans. Der Isistempel auf der Insel Philae wäre nach Fertigstellung des neuen Staudammes völlig überflutet worden und wurde auf die Nachbarinsel Angilkia umgesetzt. Schon bei Tag ein zauberhaftes Vergnügen bietet die abendliche Sound-and-Light-Show ein stimmungsvolles Erlebnis ohnegleichen.

Abu Simbel

Der Tempel von Abu Simbel wurde vor der Überflutung durch den neu angelegten Nasser-Stausee durch einen Wiederaufbau an höherer Stelle geschützt. Dieses einzigartige Denkmal der Machtfülle Ramsas II ist besonders durch seine beeindruckende der Fassade bekannt. An zwei Tagen des Jahres gelangt ein Sonnenstrahl bis ins Innere des Tempels, ins Sanktuarium. Die Tempel von Abu Simbel von Ramsas II und seiner Lieblingsfrau Nefetari sind von Assuan aus als Sicherheitsmaßnahme momentan nur mit dem Flugzeug zu erreichen.

Rotes Meer

Neben dem Kulturtourismus hat Ägypten in den letzten 20 Jahren auch den Bade- und Aktivurlaub entwickelt. Das Rote Meer mit dem Badeort Hurghada, dem wichtigsten Devisenbringer Ägyptens, wurde zu einem großen Ferienzentrum ausgebaut. Weitere Investitionen sollen folgen. Besonders gefördert wird der Tauchtourismus, der sich dann auf Grund der fantastischen Unterwasserwelt des Roten Meeres gut entwickelte. Hurghada, touristischer Mittelpunkt und Verwaltungshauptstadt der Provinz Rotes Meer, bestand vor 20 Jahren aus nicht mehr als ein paar Hütten. Heute reihen sich die Hotels, in denen jährlich über 800.000 Menschen übernachten, aneinander. Auf dem Touristenbazar bieten Juweliere, Souvenirgeschäfte und Foto-Shops ihre Dienste an. Weitere Orte am Roten Meer sind der kleine Hafenort Zafarana sowie Safaga, das gute Tauchmöglichkeiten bietet und nicht so überlaufen ist wie Hurghada.

Kulturinteressierte sollten sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen, das Paulus- und das Antoniuskloster zu besuchen. Besonders sehenswert im Antoniuskloster ist die koptische St. Antonius Kirche aus dem 6. Jahrhundert Neben dem Refektoriumsgebäude befindet sich eine Bibliothek mit 2.500 Handschriften und Büchern. Von der Antonius Grotte, zu den man eine kleine Wanderung unternehmen kann (zwei km - unbedingt Wasser mitnehmen!), hat man einen herrlichen Blick über das Gelände. Im Paulus Kloster, das man vom Antonius Kloster zu Fuß (in Begleitung eines Mönches) oder mit dem Auto/Bus erreichen kann, gibt es einfache Übernachtungsmöglichkeiten für Gäste.

Sinai

Die Halbinsel Sinai stellt die Landbrücke zwischen Afrika und Asien dar. Die höchste Erhebung ist im Süden der "Gebel Katharin" (2.642 m) inmitten der rostroten schroffen Bergmassive. Das Katharinenkloster liegt auf 1.500 m Höhe und wird vom Berg Musa überragt. Der Legende nach steht das Kloster an der Stelle des brennenden Dornbusches. Nicht versäumen darf man eine frühmorgendliche Besteigung des Berges, auf dessen Gipfel der Bibel zufolge Moses die Gesetzestafeln der zehn Gebote entgegengenommen hat. Für den Aufstieg (zunächst Serpentinen bergan, die auch mit der Hilfe von Kamelen gemeistert werden können, dann ca. 2.500 Stufen) werden zwei bis drei Stunden benötigt. Man braucht für den Aufstieg eine gute Kondition sowie warme Kleidung für die Zeit bis nach Sonnenaufgang.

Bekannt ist der Sinai auch für seine Badeorte, darunter Sharm el Sheick, Dahab und Nuweiba. Das Rote Meer und der Golf von Akaba sind ideale Tauchreviere und durch das warme trockene Klima beliebte Touristenorte. Tauchkurse werden vor Ort angeboten.

Tempel der Hatschepsut
Karte Ägypten

Reisehinweise

Aktuelle Hinweise:

Nach dem Absturz eines Passagierflugzeuges über dem Sinai am 31. Oktober 2015 wurden deutsche Fluggesellschaften von der Bundesregierung angewiesen, bei Flügen ab Sharm el-Sheikh zusätzliche Sicherheitsauflagen bezüglich Gepäckmitnahme zu beachten. Bei der Reisebuchung sollte dies berücksichtigt werden. Reisenden, die einen Flug mit einer ausländischen Fluggesellschaft nach Sharm el-Sheikh gebucht haben, rät das Auswärtige Amt, Informationen bezüglich der Sicherheitsvorkehrungen direkt bei ihrem Reiseveranstalter oder ihrer Fluglinie einzuholen.

In den letzten Wochen kam es in verschiedenen Teilen des Landes vermehrt zu terroristischen Anschlägen, unter anderem auch in Kairo sowie in Karnak bei Luxor. Das Auswärtige Amt rät generell bei Reisen nach Ägypten zu Vorsicht.

Dies betrifft auch die Touristengebiete am Roten Meer. Vor Reisen in den Nord-Sinai und das ägyptisch-israelische Grenzgebiet WARNT das Auswärtige Amt ausdrücklich.

Bei einem Besuch anderer Regionen der Sinai-Halbinsel ist besondere Vorsicht angebracht. Insbesondere rät das Auswärtige Amt dort von individuell organisierten und nicht durch staatliche Sicherheitskräfte begleiteten Überlandfahrten ab. Dies gilt auch für unbegleitete Busfahrten im Großraum Sharm el-Sheikh in Richtung Nuweiba und zum Katharinenkloster.

Von Demonstrationen und Kundgebungen sollten sich Reisende fernhalten, dies gilt vor allem unweit von staatlichen Institutionen, Hochschuleinrichtungen und bei religiösen Stätten.

Die Lage hat sich seit der Wahl des Präsidenten Sisi im Mai 2014 etwas stabilisiert. Mit Demonstrationen ist jedoch weiterhin zu rechnen.

Generell rät das Auswärtige Amt von Überlandfahrten ohne ortskundige Begleitung dringend ab.

Wegen der sich verschärfenden wirtschaftlichen und sozialen Situation im Land ist es in den letzten Monaten zu einem Anstieg der Kriminalität - vereinzelt auch der Gewaltkriminalität - gekommen.

Gefahr von Entführungen und Anschlägen:

Landesweit besteht die Gefahr von Anschlägen und Entführungen.

Insbesondere rät das Auswärtige Amt von Reisen in entlegene Gebiete der Sahara dringend ab. Die Grenzregionen zu Libyen und Sudan sind zu Sperrgebieten erklärt worden. Die Ausdehnung der Sperrgebiete unterliegt ständigen Veränderungen..

Eine Reisewarnung besteht für Reisen in den Gaza-Streifen (siehe "Palästinensische Gebiete").

Zudem gibt es immer noch Minenfelder auf dem Sinai, die teilweise nicht ausreichend gekennzeichnet sind.

Weitere Informationen zur Sicherheitssituation im Reiseland sind auf den Internetseiten des Auswärtigen Amts zu finden.

Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen

* FOTOGRAFIEREN: Das Fotografieren und Filmen von Militärpersonal, militärischen Anlagen und Fahrzeugen sowie von Personal, Einrichtungen und Fahrzeugen der Polizei ist ohne entsprechende Sondergenehmigung streng verboten. Dies gilt ebenso für Gefängnisse und Gebäude der Gefängnisverwaltung.

* DROGEN: Bei Rauschgiftdelikten drohen hohe Strafen, auch bei geringfügigen Mengen.

* RAMADAN: Die Zeit des islamischen Fastenmonats Ramadan variiert von Jahr zu Jahr (2016: ca. 6. Juni bis ca. 5. Juli). Während dieser Zeit gilt für Muslime ein Fastengebot (Verzicht auf Speisen und Getränke und z.B. auch Rauchen) von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. Reisende sollten sich den Verhaltensregeln des islamisch geprägten Landes anpassen. Essen, Trinken und Rauchen in der Öffentlichkeit während der Tagesstunden ist im Ramadan verpönt. Außerdem ist mit Einschränkungen im Alltag (z.B. tagsüber Schließung von Restaurants außerhalb der Hotels, reduzierte Arbeitszeiten bei Behörden) zu rechnen.

SPERR-NOTRUF: Deutsche können ihre Girocards, Kreditkarten, Handys und einige andere elektronische Berechtigungen über die Sperr-Notruf-Nummer ++49 116 116 (aus dem Ausland neben ++49 116 116 auch ++49 30 4050 4050 wählbar) rund um die Uhr sperren lassen. Der Anrufer wird mit den Herausgebern der jeweiligen Medien verbunden, sofern diese sich dem Sperr-Notruf angeschlossen haben. Eine Liste der angeschlossenen Herausgeber ist im Internet unter www.sperr-ev.de zu finden.

Ebenso ist es möglich, die Online-Ausweisfunktion (elektronischer Identitätsnachweis - eID) des neuen Personalausweises unter den oben genannten Nummern sowie unter 0180 1 333 333 (Bürgerservice des Bundesinnenministeriums) sperren zu lassen.

Israel

Landesdaten

Lage

Israel liegt am östlichen Ende des Mittelmeeres. Es grenzt im Norden an Libanon und Syrien, im Osten an Jordanien, im Südwesten und Süden an Ägypten, mit der südlichsten Spitze an den Golf von Akaba am Roten Meer und im Westen mit einer 188 km langen Küste an das Mittelmeer.

Die Palästinensischen Autonomie-Gebiete befinden sich im Gaza-Streifen sowie im Westjordanland.

Fläche: 21.946 km².

Verwaltungsstruktur: 6 Distrikte; Gebiete mit palästinensischer Teilautonomie (Westjordanland und Gaza).

Einwohner

Bevölkerung: ca. 7,8 Millionen

Städte:

Jerusalem (Hauptstadt, mit Ost-Jerusalem) ca. 804.400

Tel Aviv-Jaffa ca. 404.800

Haifa ca. 270.300

Rishon LeZiyyon ca. 232.400

Ashdod ca. 212.300

Petah-Tiqwa ca. 210.400

Be´er Sheva ca. 196.300

Netanya ca. 189.700

Holon ca. 182.600

Nazareth ca. 73.700

Sprache

Die Amtssprachen Israels sind Hebräisch und Arabisch. Daneben werden vor allem Englisch, aber auch zahlreiche andere Sprachen wie Russisch und Französisch gesprochen.

Zeitverschiebung

Mitteleuropäische Zeit (MEZ) +1 Stunde.

Auch Israel hat mit einigen Tagen/Wochen Unterschied von März/April bis Ende August/September Sommerzeit (der Beginn, die Dauer, das Ende der Sommerzeit wechseln von Jahr zu Jahr - abhängig von Feiertagen, die in jedem Jahr neu festgelegt werden). Der Zeitunterschied bleibt deshalb im Wesentlichen das ganze Jahr über erhalten.

Stromspannung

220 Volt Wechselstrom, 50 Hertz.

Es sind dreipolige Stecker in Gebrauch. Es empfiehlt sich, einen Adapter mitzunehmen.

Telefon/Post

Telefon

Die Vorwahl für Ferngespräche von Deutschland, Österreich und der Schweiz nach Israel ist 00972.

Von Israel nach Deutschland wählt man 0049, nach Österreich 0043 und in die Schweiz 0041.

NOTRUFNUMMERN: Polizei 100, Unfallrettung 101, Feuerwehr 102, Touristen-Polizei in Tel Aviv: (00972 3) 516 53 82.

Mobilfunk

Netztechnik: GSM 900/1800, 3G 2100 und 3G 850/2100.

Derzeit gibt es Roamingverträge mit Anbietern in Israel von E-Plus, O2, Telekom Deutschland und Vodafone.

Internet

Länderkürzel: .il

Feiertage

Der jüdische Kalender bezieht sich, anders als der gregorianische, auf die Mondphasen. Die Termine werden von Jahr zu Jahr neu festgelegt. Die nachfolgend genannten Termine sind in einigen Fällen keine öffentlichen Feiertage (FT); es ist jedoch oftmals an diesen Tagen mit eingeschränktem Geschäftsleben zu rechnen (Banken können auch geschlossen sein).

21. März (Purim; Losfest; kein FT; wird in Tel Aviv gefeiert), 22. März (Schuschan Purim; Losfest; kein FT; wird in Jerusalem gefeiert), 20. April (1. Tag Pessach), 21. bis 25. April (2. bis 6. Tag Pessach; sind Halb-FT), 26. April (letzter Pessach-Tag; Pessachfest), 2. Mai (Gedenktag für die Opfer des Holocaust; kein FT), 8. Mai (Gedenktag für die Gefallenen der Kriege Israels; kein FT), 9. Mai (Nationalfeiertag; Unabhängigkeitstag), 2. Juni (Jerusalem-Tag; wird nur in Jerusalem begangen, kein FT), 9. Juni (Schawuot; Wochenfest), 11. August (Tischa be-Aw; Fasttag; Gedenktag der Zerstörung des Tempels in Jerusalem; kein FT), 30. September (Rosch Haschana; jüdisches Neujahrsfest), 1. Oktober (Feiertag zum jüdischen Neujahrsfest), 9. Oktober (Jom Kippur; Versöhnungstag), 14. Oktober (Sukkot; Laubhüttenfest), 15. bis 20. Oktober (Feiertage zum Laubhüttenfest, Halb-FT), 21. Oktober (Simchat-Tora; Fest der Pentateuch-Freunde; Torafreudenfest), 23. bis 30. Dezember (Chanukka; Lichterfest; keine FT).

Die Hauptferienzeit dauert von Juli bis August. Während dieser Zeit sowie um das Neujahrsfest sind viele Geschäftsleute verreist.

Öffnungszeiten

Geschäfte: So bis Do 8.30/9-19.30/20 Uhr, Fr und vor Feiertagen 8.30/9 Uhr bis etwa 13 Uhr; Lebensmittel-Supermärkte - So bis Do 7-21 Uhr, Fr 7-15 Uhr;

Banken: So bis Do 8.30-12 Uhr, So, Di und Do auch 16-18 Uhr, Fr sowie an Tagen vor jüdischen Feiertagen 8.30-12 Uhr (am Ben-Gurion-Flughafen haben alle Banken durchgängig geöffnet);

Ämter: So bis Do 9.30-13 Uhr.

Sabbat: Israelischer Ruhetag (von Freitag/Sonnenuntergang bis Samstag/Sonnenuntergang). Behörden, Büros, Geschäfte und öffentliche Einrichtungen sind am Sabbat geschlossen. Der öffentliche Verkehr ist größtenteils eingestellt.

Kleidung

Für die Sommermonate sollte man leichte Sommerkleidung, Strandkleidung, Schwimmzeug, eine gute Sonnenbrille und Sandalen mitnehmen. Für kühle Abende in Gebirgsgegenden ist warme Bekleidung notwendig. Auf Rundfahrten und Ausflügen sind bequeme, zwanglose Kleidung und flache, geschlossene Schuhe angebracht.

Im Frühjahr und Herbst ist leichte Übergangskleidung ausreichend. Für die Wintermonate empfiehlt es sich, auch etwas wärmere Kleidung einzupacken.

Angemessene Kleidung ist bei einem Besuch der heiligen Stätten erforderlich. So sollten Männer dort nie mit freiem Oberkörper oder in kurzen Hosen herumlaufen. Tief ausgeschnittene oder ärmellose Tops sowie Miniröcke oder Shorts sind für Frauen unpassend.

Geschichte/Politik

Die Lage Palästinas als Landbrücke im Schnittpunkt bedeutender Verkehrsrouten zwischen Asien, Europa und Afrika ist die Hauptursache dafür, dass dieses Land zu den ältesten Kulturgebieten der Erde gehört und eine so wechselvolle Geschichte erlebte.

Die Geschichte Palästinas ist nur zu einem geringen Teil identisch mit der Geschichte der Juden. Nach der Zerstörung Jerusalems und des Tempels im Jahre 70 durch die Römer kann man zunächst nur über einzelne jüdische Siedlungen sprechen, die außerhalb Palästinas lagen oder noch heute liegen. Es gab große jüdische Gemeinden in fast allen Ländern Europas. Noch heute leben sechs Millionen Juden in den USA, während zeitweise nur 10.000 Juden in Palästina ansässig waren.

In Palästina wurden die Geschicke in den letzten zwei Jahrtausenden von den jeweils den Nahen Osten beherrschenden Großmächten bestimmt. Von der Geschichte eines jüdischen Staates kann erst wieder ab 1948 gesprochen werden, als die zu dieser Zeit in Palästina lebenden Juden unter David Ben Gurion den "Staat Israel" in dem überwiegend von Arabern bewohnten Palästina ausriefen.

In den folgenden Jahren gab es immer wieder Kriege zwischen Israel und seinen arabischen Nachbarn: der Sinai-Feldzug, der Sechs-Tage-Krieg oder der Jom-Kippur-Krieg. Auch innenpolitisch hatte Israel immer wieder mit der Organisation der Palästinenser, der PLO, zu kämpfen. In den 1990er Jahren kam ein Friedensprozess mit den Palästinensern in Gang, in dessen Zuge Teilautonomieabkommen für palästinensische Gebiete geschlossen wurden. Der Status Jerusalems bleibt jedoch immer wieder ein Konfliktpunkt, an dem alle Lösungen scheitern. Unterbrochen wird der Friedensprozess durch immer wieder aufflammende Gewalt auf beiden Seiten.

Wirtschaft

In Israel sind Industrie sowie Landwirtschaft stark ausgeprägt. Zur Industrie zählen die Stahl- und Maschinenproduktion, der Flugzeug- und Schiffsbau, der Bau elektronischer Geräte und der für die Wissenschaft erforderlichen Apparate, die Diamantenschleiferei und -polierung, die Herstellung synthetischer Fasern und die Verarbeitung verschiedener Rohstoffe. Für Konsumenten werden in der Industrie Lebensmittel und Bekleidung hergestellt, Möbel, elektrische Produkte jeglicher Art, Schmuck und Bücher. Viele dieser Produkte werden auch exportiert.

Israel importiert ferner so gut wie keine Nahrungsmittel, aber exportiert große Mengen landwirtschaftlicher Erzeugnisse wie etwa die bekannte Jaffa-Apfelsine. Etwas Besonderes in der Landwirtschaft und zunehmend auch in der Industrie stellen Siedlungsformen "Kibbuz" und "Moschaw" dar. Kibbuzim sind genossenschaftlich organisierte Kollektivdörfer, die sich in gemeinschaftlichem Besitz befinden. Geldmittel, aber auch die notwendige Arbeit werden an alle Mitglieder gleichberechtigt verteilt. Im Moschaw besitzt jede Familie eigenes Land, nutzt jedoch die genossenschaftlichen Vorteile gemeinschaftlicher Produktionsmittel oder des verbilligten Einkaufes.

Einer der größten Wirtschaftszweige ist außerdem der Tourismus, der schon aufgrund der geografischen Vielfalt, des Toten und Roten Meeres, der Strände am Mittelmeer sowie der religiösen und archäologischen Stätten viele Besucher anzieht.

Religion

Ca. 80 Prozent der Bevölkerung Israels sind Juden, ca. 20 Prozent sind Moslems. Die ca. 8,5 Prozent Christen sind meist arabischer Herkunft. Kleinere Religionsgemeinschaften in Israel sind die Drusen mit ca. 8,5 Prozent der Bevölkerung sowie die Anhänger der Baha'i.

Israel bezeichnet sich als jüdischen Staat, der jedoch verfassungsmäßig alle Religionen toleriert und allen Menschen freien Zugang zu religiösen Heiligtümern ermöglicht.

Das Judentum basiert im Wesentlichen auf zwei Säulen. Die "Thora" sind die fünf Bücher Mose, die in einem Schrein in jeder Synagoge aufbewahrt werden. Der "Talmud" enthält Lehrsätze und Kommentare zur Thora. An der Spitze der Religion stehen Rabbiner. Im Ober-Rabbinat sitzt je ein Vertreter der Aschkenasi (Juden europäischer Herkunft) und der Sephardim (Juden orientalischer Herkunft).

Vegetation

Die Vegetation ist gemäß den geographischen Regionen (Küstenebene, galiläische Berge, judäisches Bergland, Jordan-Senke und Negev-Wüste) höchst unterschiedlich. Man erntet eine Vielzahl verschiedener Früchte wie Orangen, Zitronen, Feigen, Oliven, Weintrauben, Granatäpfel, Aprikosen, Pfirsiche, Nüsse, Melonen und Pflaumen sowie Gemüse wie Tomaten, Gurken, Paprika, Avocados und Zwiebeln. Zu den Bäumen, die dort wachsen, gehören unter anderem Dattelpalmen, die Jerusalem-Kiefer, der Ölbaum, Pinien und Zypressen, der Eukalyptus-Baum, Akazien und Mandelbäume. In Israel kann man aber auch Blumen wie Orchideen, Iris, Oleander, Krokus, Hyazinthen, Tulpen, Lilien, Anemonen und Narzissen finden.

Tierwelt

Die Tierwelt Israels ist vielfältig, auch wenn man dies in einem Land mit großen Wüstengebieten kaum erwartet. Giftige und gefährliche Tiere gibt es nur in der Negev-Wüste und an der Küste: die Palästina-Viper (90 bis 130 cm lang) und den Jericho-Skorpion.

Am See Genezareth sieht man gelegentlich Störche und Pelikane. An der Küste des Roten Meeres erstreckt sich ein buntes Korallenriff mit einer schillernden exotischen Fischwelt. In den Bergen Galiläas leben noch vereinzelt Steinböcke, ebenso in der Judäischen Gebirgswüste. Hier trifft man auch noch auf Luchse, Gazellen und Wildkatzen. In der Negev-Wüste leben Hyänen und Schakale, abgesehen von den gezüchteten Kamelen und Ziegen. Auch die Vogelwelt ist vielseitig: Es lassen sich Adler, Geier, Käuze, Nektarvögel, Schwalben und andere entdecken.

In Jerusalem gibt es einen Biblischen Zoo, in dem nur die Tiere leben, die in der Bibel erwähnt werden. Tierparks gibt es auch in Tel Aviv und Elat, die "Safari" in Ramat Gan und das biblische Tierreservat Hai-Bar nördlich von Elat. In Elat gibt es auch eine der wenigen Unterwasser-Beobachtungsstationen der Welt.

Kulinarisches

Die israelische Küche besteht aus den besten orientalischen und westlichen Gerichten mit ihren jeweiligen eigenen Geschmacksnoten. Ungarisches Gulasch, russischer Borscht, Wiener Schnitzel, deutsches Bratenfleisch, amerikanische Hot-Dogs - alles findet man neben orientalischem Falafel, Tehina, Shashlik und Kebab oder typisch jüdischen Spezialitäten wie gehackte Leber und Hühnersuppe. Die israelischen Weine sind den europäischen ähnlich. Und es gibt eine große Auswahl lokaler Brandys und Liköre.

Ein Begriff, auf den man in Israel stößt, ist "koscher". Damit ist die jüdische Art der Speisezubereitung gemeint. Deren Regeln unterscheidet drei Arten von Esswaren: unverarbeitete Naturprodukte (Nüsse, Früchte, Gemüse, Kaffee), Fleisch (von Paarhufern und Wiederkäuern), das nach bestimmten Vorschriften zubereitet werden muss, und unreine Produkte, die nicht gegessen werden dürfen (Fische ohne Flossen oder Schuppen, Krebse sowie z.B. Schweinefleisch). Milch, Sahne oder Käse dürfen nicht zusammen mit Fleisch serviert werden. Man findet aber neben koscheren Restaurants auch gastronomische Betriebe mit anderen Essenszubereitungsarten (beispielsweise arabische Betriebe).

Sitten und Gebräuche

Die Verbindung von Religion und Volk ist der wesentliche Grund dafür, dass die Juden auch ohne eigenes Staatswesen und verstreut über weite Teile der Welt über Jahrtausende als Gemeinschaft existierten. Die Thora, der Talmud und die hebräische Sprache waren Mittelpunkte des kulturellen, religiösen und sozialen Lebens, wo immer Angehörige dieses Volkes lebten. An den Regeln des gemeinsamen sozialen wie religiösen Lebens hat sich bis heute kaum etwas geändert.

Die Heiligen Stätten sollten von Männern nicht in kurzen Hosen, von Frauen nur mit bedeckten Schultern und Armen, ohne tiefes Dekolletee und ebenfalls nicht mit kurzen Hosen betreten werden. In Synagogen muss man unbedingt eine Kopfbedeckung tragen. Männer mit kurzen Hosen dürfen die Grabeskirche nicht betreten, sie werden schon am Eingang zurückgewiesen.

Touristen können vielerorts Darbietungen sehen, die den Geist des alten und modernen Israel in Liedern und Tänzen zum Ausdruck bringen. Solche Folklore-Abende finden regelmäßig in Jerusalem, Tel Aviv, Haifa und Tiberias, oft auch in Ashqelon, Netanya, Elat und in den Hotels am Toten Meer statt.

Souvenirs

Israel bietet dem Besucher eine Fülle von interessanten Gegenständen unterschiedlichster Art und Preislage. Bedeutend ist die Diamant- und Schmuckindustrie. Ferner kann man Orientteppiche, Pelz- und Ledermode preisgünstig erwerben. Darüber hinaus sind kleine, echte Antiquitäten als Souvenirs attraktiv.

Zusätzlich findet man in den engen Gassen der alten Städte Jerusalem, Jaffa, Akko, Nazareth, Bethlehem und Hebron interessante orientalische Märkte und Basare. Hier werden handgemachte Kunstgewerbeartikel aus Olivenholz, kunstvolle Perlmutt-, Leder- und Bastarbeiten, aber auch mundgeblasene Glaswaren angeboten.

Klimainformationen

Es herrscht Mittelmeerklima, wie an der italienischen oder französischen Riviera, mit ausgeprägtem Gegensatz zwischen heißen, trockenen Sommern (April-Oktober) und relativ milden Wintern mit häufigen, kurzen Niederschlägen. Die klimatischen Bedingungen sind regional sehr unterschiedlich. So fällt in den Bergregionen (z.B. in Jerusalem) gelegentlich Schnee, insgesamt ist das Klima trockener und kühler als in den anderen Gebieten. In Eilat hingegen sind selbst die "Wintermonate" sonnig und warm, während man im Negev Wüstenklima vorfindet.

Beste Reisezeit

Am besten besuchen Reisende, die europäische Klimaverhältnisse gewohnt sind, Israel in der Zeit von Mitte März bis Mitte Mai oder in den Monaten Oktober und November.

Bei der Reiseplanung sollten jedoch an hohen religiösen Feiertagen die vielen Pilgerreisenden mit einbezogen sein (überfüllte Hotels, Warteschlangen vor Attraktionen etc.).

Vorgeschriebene Impfungen

Keine.

Empfohlene Impfungen

Für Individualreisende zusätzlich Hepatitis A und Typhus.

Informationen zur Malaria

Malaria

Keine.

Verbreitung

Israel ist malaria-frei.

Ärztliche Hilfe

In Israel besteht eine gute ärztliche Versorgung.

Währung

Währungseinheit

Währungseinheit: Neuer Schekel (NIS)

1 Neuer Schekel = 100 Agorot.

Derzeitiger Kurs:

1 Euro = ca. 4,21 NIS

1 US-$ = ca. 3,70 NIS

Hinweise

Bei den unten aufgeführten Umrechnungskursen handelt es sich um Devisenkurse der Deutschen Bundesbank, die die Preisnotierung des Euro und des US-Dollar in der Währung des Reiselandes angibt. Mit Devisenkursen werden z.B. Rechnungen unterschiedlicher Währungen gegeneinander verrechnet. (Im Gegensatz zum Sortenkurs wird hier jedoch nicht der Wert angegeben, den man in Deutschland am Bankschalter für einen Euro oder US-Dollar erhält.)

Devisenbestimmungen/Umtausch

Einfuhr Fremdwährung: unbeschränkt.

Einfuhr Landeswährung: unbeschränkt.

Deklaration: Ja - bei Ein- und Ausfuhr von Landeswährung und Devisen (Bargeld, Bank- und Reiseschecks) ab einem Wert von 100.000 Schekel.

Ausfuhr Fremdwährung: in Höhe der deklarierten Einfuhr abzüglich der umgetauschten Beträge (Belege).

Ausfuhr Landeswährung: nach Beantragung bei israelischer Bank vor dem Abflug unbeschränkt (nur geringe Beträge empfohlen, da sonst Kursverluste entstehen).

Umtauschempfehlung: im Reiseland

Internationale Kreditkarten: Ja - werden in größeren Hotels, zahlreichen Geschäften und bei größeren Autovermietern akzeptiert.

Geldautomat: Ja - mit Kreditkarten; an einigen Geldautomaten wird auch die Girocard (mit Maestro- oder V-Pay-Logo) akzeptiert.

Reiseschecks: Ja - Euro-/US-$-Reiseschecks werden für den Umtausch in vielen Banken akzeptiert. >>> Da die Akzeptanz von Reiseschecks in Banken jedoch rückläufig ist, sollten immer auch noch andere Zahlungsmittel (Bargeld, Kreditkarte etc.) für die Reise mitgeführt werden.

Rücktausch: bis zu einem Gegenwert von 500 US-$ bei Ausreise am Flughafen Ben Gurion problemlos möglich. Größere Summen nur gegen Vorlage von Bankquittungen (über den ursprünglichen Umtausch).

Auskunftstellen

Im Reiseland

Mitarbeiter des Tourismusministeriums informieren Israel-Besucher über touristische Belange, wie u.a. Grenzformalitäten, Visumbestimmungen sowie bei Notsituationen. Die Mitarbeiter sind auch am Wochenende erreichbar:

Ben Gurion Airport:

Entrance Hall

Tel.: (00972 3) 975 42 60

E-Mail: doritk@tourism.gov.il

Nazareth:

58 Casanova st.

Tel.: (00972 4) 675 05 55

E-mail: ronnye@tourism.gov.il

Eilat:

8 Beit Hagesher st.

Tel.: (00972 8) 630 91 11

E-Mail: eilatinfo@tourism.gov.il

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Israelisch-Deutsche Industrie- und Handelskammer

(Israeli-German Chamber of Industry and Commerce)
4, Kaufmann St., Sharbat House

9th Floor
Tel Aviv 6801296
Israelisch-Deutsche Industrie- und Handelskammer

(Israeli-German Chamber of Industry and Commerce)
P.O.B. 50150
Tel Aviv 6801296/Israel
(00972 3) 613 35 28
(00972 3) 680 68 00
www.ahkisrael.co.il
info@ahkisrael.co.il

Im Reiseland

außerdem in Ramallah/Palästinensische Gebiete:

"Delegiertenbüro der Deutschen Wirtschaft", Adresse siehe Darstellung "Palästinensische Gebiete".

Federation of Israeli Chambers of Commerce
84 Hahashmonaim Street
67132
Tel Aviv
Federation of Israeli Chambers of Commerce
P.O. Box 20027
61200 Tel Aviv/Israel
(00972 3) 561 90 27
(00972 3) 563 10 20
www.chamber.org.il
chamber@chamber.org.il

Ministry of Tourism

Tourist Information Center
Jaffa Gate

Omar Ibn Katab Square (Old City)
Jerusalem 91009/Israel
(00972 2) 673 35 92
(00972 2) 628 04 03, 627 14 22; 626 05 76
www.tourism.gov.il
info@goisrael.com

Botschaften und Konsulate

Von Deutschland

Außerdem in Ramallah/Palästinensische Gebiete:

"Representative Office of the Federal Republic of Germany"/"Vertretungsbüro der Bundesrepublik Deutschland", Adresse siehe Darstellung "Palästinensische Gebiete".

Botschaft des Staates Israel

(mit Konsularabteilung)
Auguste-Victoria-Straße 74-76
14193
Berlin
(0 30) 89 04 53 09
(0 30) 89 04 55 00
www.israel.de
botschaft@israel.de
Konsularabteilung:

Mo bis Do 9.30-13 Uhr, Fr 9.30-12.30 Uhr

Generalkonsulat des Staates Israel
Barer Straße 19
80333
München
Generalkonsulat des Staates Israel
Postfach 100855
80082 München
(0 89) 543 48 65 55
(0 89) 543 48 65 00
www.israel.de
info@munich.mfa.gov.il
Mo bis Do 9.30-12.30 Uhr, Fr 9.30-11.30 Uhr

(nur nach telefonischer Vereinbarung)

Embassy of the Federal Republic of Germany
3, Daniel Frisch Street, 19. Stock
6473104
Tel Aviv
Embassy of the Federal Republic of Germany
P.O. Box 16038
6116001 Tel Aviv/Israel
(00972 3) 696 92 17
(00972 3) 693 13 13
www.germanemb.org.il
Amtsbezirk: Israel

Honorary Consul of the Federal Republic of Germany
5, Neviot St.
88000
Eilat
Honorary Consul of the Federal Republic of Germany
P.O. Box 4061
88140 Eilat/Israel
(00972 8) 634 27 61
(00972 8) 637 45 36
eilat@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Gemeinde Eilat und Kreis (Regional Council) Eilat

Übergeordnete Auslandsvertretung: Botschaft Tel Aviv

Honorary Consul General of the Federal Republic of Germany
98, Sderot Hanassi
31061
Haifa
Honorary Consul of the Federal Republic of Germany
P.O. Box 6240
31061 Haifa/Israel
(00972 4) 837 13 53
(00972 4) 838 14 08
haifa@hk-diplo
Amtsbezirk: Stadt und Hafen Haifa

Übergeordnete Auslandsvertretung: Botschaft Tel Aviv

Ärztliche Hilfe

In Israel besteht eine gute ärztliche Versorgung.

Sehenswertes

Jerusalem

Israels Hauptstadt, am Rand der Wüste und 800 m hoch in den Judäischen Bergen, heißt auf Deutsch "Stadt des Friedens". Aber die Geschichte der Stadt war bis zum heutigen Tag oft nicht friedlich. Immerhin sind nicht weniger als drei monotheistische Religionen mit dieser Stadt verflochten, und das führt oft zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen Juden, Moslems und Christen. Alle drei kennen Pilgerfahrten zu den ihnen heiligen Stätten. Die Juden zieht es zur "Klagemauer", die noch ein Stück der westlichen Mauer des alttestamentarischen Tempels ist, der im Jahre 70 durch die Römer zerstört wurde. Die Moslems pilgern zu den prächtigen Moscheen am Gipfel des Berges Moriha in der Altstadt: zum Felsendom und zur Al Aqsa-Moschee, die Raum für über 5.000 Betende hat; es sind die nach den Städten Mekka und Medina bedeutendsten Zentren des Islam. Und die Christen ziehen zu den zahlreichen Kirchen, die an Stätten errichtet wurden, an denen Jesus wandelte, sowie zur Grabeskirche, die im 4. Jahrhundert über jenem Ort errichtet wurde, an dem Jesus gekreuzigt und begraben wurde und wieder auferstanden ist.

Insgesamt besitzt Jerusalem mehr als 5.000 Kirchen, Synagogen und Moscheen, die jährlich von mehr als einer Million Pilger besucht werden. Es gibt Führungen sowohl durch die Ausgrabungsstätten an der Klagemauer als auch durch das jüdische Viertel, durch die Altstadt, zum Ölberg und durch die Synagogen.

Tel Aviv/Jaffa

Im Jahr 1909 war Jaffa noch eine bedeutende Stadt, und Tel Aviv bestand gerade mal aus einer kleiner jüdischen Siedlung, deren Familien am 11. April den Grundstein für die neue Stadt legten. Heute ist es umgekehrt: Tel Aviv hat sich zur lebendigen Metropole entwickelt, ist mit ca. 400.000 Einwohner die zweitgrößte Stadt Israels, während Jaffa die romantische Altstadt beherbergt, die wegen ihrer Beschaulichkeit gern besucht wird.

Erste Siedlungsspuren Jaffas aufgrund archäologischer Ausgrabungen datieren auf 3.500 v.Chr. Am Tel Qasila, dem Yargon-Fluss, wurde ein Philister-Tempel freigelegt, den wahrscheinlich König David zerstört hat. Im Altertum wurde die Hafenstadt von den Phöniziern und danach von den Makkabäern beherrscht, bis sie von den Römern eingenommen wurde. Auch der Apostel Petrus lebte einige Zeit in Jaffa (Apostelgeschichte, Kapitel 9). Jaffa hatte in der Folge insbesondere auch zu Zeiten der Kreuzzüge militärisch und handelspolitisch als Hafenstadt an der Mittelmeerküste eine wichtige Rolle inne, da sie von Jerusalem nicht allzu weit entfernt liegt.

Tel Aviv erwuchs aus einer Ansiedlung namens Achuzat Bajit im heutigen südlichen Teil Tel Avivs ab den 1880er Jahren, nachdem in Jaffa bezahlbarer Siedlungsraum knapp wurde. Im Jahr 1909 wurde der Ort "Tel Aviv" offiziell gegründet, benannt nach einem biblischen Ort und dem gleichnamigen Titel des Buches von Theodor Herzl´s Roman "Altneuland". 1950 wurden Tel Aviv und Jaffa zur Stadt unter dem offiziellen Namen Tel Aviv-Jaffa vereint.

Tel Aviv entwickelte sich in rasantem Tempo zur Weltstadt. Heute bildet sie mit den Nachbarstädten Ramat Gan, Giw'atajim, Cholon, Bat Jam, Bnei Brak das größte Ballungsgebiet Israels. In Tel Aviv sind alle diplomatischen Vertretungen der meisten Länder zu finden, und unweit von Tel Aviv, in Lod, befindet sich der größte Flughafen des Landes. Darüber hinaus ist Tel Aviv unter anderem mit mehr als 20 Museen das kulturelle Zentrum des Landes. Strände und ein vielfältiges Vergnügungsangebot lassen für die Touristen keine Langeweile aufkommen. Daneben punktet Tel Aviv mit vielfältigen Architekturstilen: Besuchenswert sind schon allein die ca. 4.000 weißen Gebäude im so genannten Bauhausstil und Internationalen Stil, auch "Weiße Stadt" genannt, die von 1931 bis 1956 entstanden sind, sich zwischen den Straßen Allenby im Süden bis zum Jarkon-Fluss im Norden sowie zwischen dem Derekh Begin im Osten bis zum Mittelmeerufer im Westen der Stadt aneinanderreihen und 2003 zum Weltkulturerbe erklärt wurden.

Haifa

Die drittgrößte Stadt Israels ist durch und durch modern. Bis zum Beginn dieses Jahrhunderts war es ein Hafenstädtchen. Als aber 1905 ein Bahnanschluss nach Damaskus gebaut wurde, nahm Haifa einen fast abenteuerlichen Aufschwung. Immer neue Straßenzüge wurden wie Stufen in die Flanken des Karmelgebirges gekerbt. Geschäfts- und Wohnviertel wuchsen die Hänge empor. Oben auf der Hochfläche entstanden prächtige Garten-Vorstädte.

Der Blick vom Berg Karmel, besonders abends auf das Lichtermeer und den Hafen, ist eine der Attraktionen Haifas. Das künstlerisch Bedeutendste aber ist die goldene Kuppel über dem Schrein des Propheten Siyyid Ali Mohammed. Er war im vorigen Jahrhundert einer der bekanntesten Führer des Baha´i-Glaubens.

Auch Alttestamentarisches wird in Haifa geboten. Am Stadtrand, über der Yafo-Street - gleich neben dem Kloster, das sich hier befindet - liegt die enge Höhle, die im neunten Jahrhundert v.Chr. der Prophet Elias bewohnt haben soll. Gläubige dreier Religionen - Juden, Moslems und Christen, denn alle verehrten Elias - erbitten an dieser Stelle noch heute Fruchtbarkeit und ein gutes Jahr.

Wesentlich geräumiger ist eine weitere rauchschwarze Höhle: die "Schule des Propheten". An dieser Stelle pflegte Elias seine Schüler zu versammeln.

Nazareth

Die historische Stadt, in der Jesus mit seinen Eltern gewohnt hat, ist längst verschwunden. Das heutige Nazareth ist ein arabisches Städtchen - allerdings mit vielen Gedenkstätten für die Wallfahrer. Alle gründen sich auf fromme Legenden. Da gibt es das "Haus der Maria", über dem sich eine nagelneue Verkündigungskirche mit einer gewaltigen Kuppel erhebt. Und die Josephskirche steht an der Stelle, an der Marias Ehemann seine Schreinerei betrieben haben soll. Am Marienbrunnen pflegte die Mutter Wasser zu schöpfen; dort erschien ihr der Engel Gabriel mit der frohen Botschaft. Über der Quelle dieses Brunnens wurde deshalb die prachtvoll ausgestattete Kirche des heiligen Gabriel erbaut.

Massada

König Herodes ließ auf dem 450 Meter hohen Felsplateau die gewaltige Festung Massada bauen - halb Verteidigungswerk, halb Luxuspalast. Es gab einen Festsaal mit überladenem Zierrat, mit Fresken, Säulen und Mosaiken sowie etliche Prunkgebäude ohne jeden praktischen Nutzen.

Lange nach seinem Tod, als im Jahr 66 der jüdische Widerstand gegen die Römer ausgebrochen war, besetzten Zeloten die Burg. Diese Widerstandsgruppe hielt sich lange gegen die römischen Belagerer. Als ihre Lage aussichtslos wurde, verbrannten sie alle Wertgegenstände, töteten Frauen, Kinder und dann sich selbst. So wurde Massada zum nationalen Symbol des jüdischen Widerstandes.

Zu den Ruinen auf dem Fels führt heute eine Seilbahn. Etliche Schriftrollen, die bei Ausgrabungen gefunden wurden, werden im "Schrein des Buches" im Israel-Museum in Jerusalem aufbewahrt.

Eilat

An der nördlichen Spitze des Roten Meeres schuf die Natur diesen beeindruckenden Hafen, Eilat, hinter dem sich wie eine Kulisse das violett getönte Wüstengebirge erhebt. Der weiße Sandstrand wird vom glasklaren Meer umspült. Dort gedeihen unzählige Korallenblöcke. Die Wassertemperatur bleibt, über das Jahr verteilt, fast konstant. Im Februar beträgt sie 21 Grad, im Sommer steigt sie auf 25 Grad. Diese Wassertemperaturen sind nicht nur ideal für den Wassersport; in Verbindung mit dem relativ hohen Salzgehalt bieten sie ausgezeichnete Lebensbedingungen für die maritimen Bewohner. Taucher und Schnorchler können die Fische aus nächster Nähe beobachten. Außerdem werden Fahrten in Glasbodenbooten oder auch Unterseebooten veranstaltet.

Im Coral-Beach-Naturpark kann man das geschützte Riff von Eilat und unzählige Fische durch Fenster beobachten, ebenfalls ohne nass zu werden. Das Unterwasser-Observatorium zeigt außerdem verschiedene Lebensräume, in denen das reiche Meeresleben bewundert werden kann. Es gibt auch Becken für Haie, Rochen und Meeresschildkröten. Am Delfin-Riff kann man zusammen mit freilebenden Delfinen schwimmen.

Totes Meer

Bei 30 Prozent Salzgehalt lebt nichts mehr im Wasser oder am Strand. Rund um den See erstreckt sich leblose grauweiße Öde. Hinzu kommen Lufttemperaturen von 48 bis 50 Grad, im Sommer oft auch mehr.

Das Tote Meer liegt 400 Meter unter dem Meeresspiegel - in einem Grabenbruch, der vom Libanon bis zum Golf von Elat reicht. Früher glichen der Jordan und etliche Sturzbäche aus dem Gebirge im Winter die extreme Verdunstung in diesem Backofen aus. Heute zapfen Jordanien und Israel diese Zuflüsse für ihre Wasserversorgung an, so dass das Gleichgewicht gestört ist: Das Tote Meer schrumpft von Jahr zu Jahr, sein Salzgehalt nimmt zu.

Ein Bad im Toten Meer ist ein unvergessliches Erlebnis: Man schwimmt wie ein Stück Holz. Auch Nichtschwimmer können nicht untergehen. Für manche Hautkrankheiten ist das Wasser heilsam. Die meisten Hotels am Toten Meer bieten Kur- und Beauty-Wellness-Aufenthalte an.

Reisehinweise

Israel und Palästinensische Gebiete:

Das Auswärtige Amt rät davon ab, zwischen Ramallah und Nablus den Highway 60 zu benutzen. Am 9. und 13. Dezember 2018 wurden dort israelische Zivilisten und Sicherheitskräfte angegriffen.

Nach solchen Vorfällen werden regelmäßig Einsätze von den Sicherheitskräften in Ramallah und anderen palästinensischen Ortschaften durchgeführt.

Das Auswärtige Amt rät dazu, Ruhe zu bewahren und sich von Menschenansammlungen fernzuhalten.

Von Reisen in die GRENZZONEN ZU SYRIEN UND LIBANON (vor allem östlich der Straße 98) rät das Auswärtige Amt ab.

Die Sicherheitslage in Israel und den Palästinensischen Gebieten ist von den israelisch-palästinensischen Auseinandersetzungen geprägt. Im Zuge dessen können auch Ausländer von Gewalttätigkeiten betroffen sein, wenngleich sie nicht Ziele der Auseinandersetzungen sind. Anschläge sind wegen der aktuellen Situation jederzeit möglich.

Reisende sollten sich über die Medien auf dem Laufenden halten.

ISRAEL

Tempelberg (Haram al-Sharif): Gewalttätige Auseinandersetzungen in der Umgebung des Tempelbergs (Haram al-Sharif) und den angrenzenden Stadtvierteln sind nicht auszuschließen. Das Auswärtige Amt rät von Besuchen des Tempelbergs (Haram al-Sharif) freitags und an jüdischen und muslimischen Feiertagen ab.

In JERUSALEM ist die Situation angespannt. Sowohl auf israelischer als auch auf palästinensischer Seite kommt es bei Auseinandersetzungen immer wieder zu Toten. Es ist insbesondere in der Altstadt Vorsicht angebracht. Dies gilt vor allem an islamischen und jüdischen Feiertagen. Empfehlenswert ist es, die Stadt in Begleitung von Personen zu erkunden, die sich vor Ort gut auskennen. Das Auswärtige Amt rät davon ab, die Altstadt in den Abend- und Nachtstunden zu besuchen.

Grenzgebiet Gazastreifen: Das Grenzgebiet zum Gazastreifen sollte unbedingt gemieden werden, da eine Gefährdung durch Raketenbeschuss und Brandsätze aus dem Gazastreifen besteht.

PALÄSTINENSISCHE GEBIETE: WESTJORDANLAND

Die Lage ist angespannt und kann sich jederzeit verschärfen. Gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen den Sicherheitskräften Israels, Palästinensern und jüdischen Siedlern mit Toten und Verletzten kommen immer wieder vor.

Reisende sollten besondere Vorsicht walten lassen und sich von Menschenansammlungen jeglicher Art fernhalten.

Besondere Vorsicht ist bei Fahrten auf dem Highway 60 im Süden Bethlehems, bei Gush Etzion und Hebron sowie bei israelischen Siedlungen und Grenzstellen geboten. Fahrten bei Dunkelheiten sollten unterlassen werden. Es muss mit verstärkten Kontrollen an den Grenzstellen in ganz Westjordanland gerechnet werden.

PALÄSTINENSISCHE GEBIETE: GAZASTREIFEN

Das Auswärtige Amt warnt vor Reisen in den GAZASTREIFEN.

Bei Aufenthalten nahe des Grenzgebiets ist erhöhte Aufmerksamkeit und Vorsicht angebracht. Im Gazastreifen sind die Versorgungsnetze für die Strom- und Wasserversorgung sowie viele Straßen beschädigt. Es können sich dort weiterhin nicht explodierte Sprengmittel befinden.

Fahrten an der ÄGYPTISCH-ISRAELISCHE GRENZE entlang sollten nicht unternommen werden.

Bitte Abschnitt "Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen" beachten!

Weitere Informationen zur Sicherheitssituation im Reiseland sind auf den Internetseiten des Auswärtigen Amtes zu finden.

Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen

Sicherheitsmaßnahmen:

- Bei Reisen nach Israel sollten sich Reisende über die aktuelle Entwicklung der Sicherheitslage auf dem Laufenden halten. Informationen dazu gibt es u.a. bei der Deutschen Botschaft in Tel Aviv unter www.tel-aviv.diplo.de.

- Alle Reisenden sollten sich in die elektronische Deutschenliste ELEFAND (Elektronische Erfassung von Auslandsdeutschen) des Auswärtigen Amtes unter http://service.diplo.de/registrierungav eintragen.

- Sie sollten die Nachrichten in den Medien verfolgen und ihre Reiseplanung entsprechend anpassen.

- Demonstrationen und Menschenansammlungen sind generell weiträumig zu meiden.

- Bei der Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs ist besondere Vorsicht und Wachsamkeit angebracht.

- Reisende sollten sich an die Anweisungen von Sicherheitsbehörden halten.

SPERR-NOTRUF: Deutsche können ihre Girocards, Kreditkarten, Handys und einige andere elektronische Berechtigungen über die Sperr-Notruf-Nummer ++49 116 116 (aus dem Ausland neben ++49 116 116 auch ++49 30 4050 4050 wählbar) rund um die Uhr sperren lassen. Der Anrufer wird mit den Herausgebern der jeweiligen Medien verbunden, sofern diese sich dem Sperr-Notruf angeschlossen haben. Eine Liste der angeschlossenen Herausgeber ist im Internet unter www.sperr-notruf.de zu finden.

Ebenso ist es möglich, die Online-Ausweisfunktion (elektronischer Identitätsnachweis - eID) des neuen Personalausweises unter den oben genannten Nummern sowie unter 0180 1 333 333 (Bürgerservice des Bundesinnenministeriums) sperren zu lassen.

Zypern

Landesdaten

Lage

Die Inselrepublik Zypern liegt südlich der Türkei im östlichen Mittelmeer vor der kleinasiatischen Küste, 95 km westlich von Syrien, 75 km südlich der Türkei, 325 km nördlich von Ägypten und 400 km östlich der griechischen Inseln. Zypern ist Mitglied des Commonwealth of Nations.

Seit 1974 ist Zypern eine geteilte Nation, der nördliche Teil ("Türkische Republik Nordzypern") steht unter türkischer Verwaltung und ist international nicht anerkannt. Die Zuständigkeit der Behörden der international anerkannten Republik Zypern ist deswegen faktisch auf den Südteil der Insel beschränkt.

Fläche: 9.251 km², davon entfallen 3.355 km² auf den türkisch-zypriotischen Teil.

Verwaltungsstruktur: 6 Distrikte (Famagusta, Kyrenia, Larnaca, Limassol, Nicosia, Paphos); Kyrenia und Famagusta sind besetzte Gebiete im nördlichen Teil Zyperns.

Einwohner

Bevölkerung: ca. 840.400

Städte:

Lefkosia (früher Nicosia - Hauptstadt, zurzeit geteilt) ca. 276.400

Limassol ca. 235.000

Larnaca ca. 72.000

Paphos ca. 66.000

Sprache

Die Landessprache ist Griechisch (Türkisch im Nordteil der Insel), des Weiteren ist Englisch als Verkehrssprache im Gebrauch. In Hotels, Restaurants und Geschäften sprechen viele Zyprer auch Deutsch, Französisch und Italienisch.

Zeitverschiebung

Mitteleuropäische Zeit (MEZ) +1 Stunde.

Da auch in Zypern die Sommerzeit gilt, bleibt der Abstand zur MEZ gleich.

Telefon/Post

Post

Die Laufzeit von Luftpost nach Mittel- und Nordeuropa beträgt vier Tage bis eine Woche.

Telefon

Die Telefon-Vorwahl von Deutschland, Österreich und der Schweiz nach Zypern ist die 00357, danach entfällt die 0 der Ortsvorwahl. Von Zypern nach Deutschland muss die 0049 gewählt werden, nach Österreich 0043 und in die Schweiz 0041.

NOTRUFNUMMERN: Polizei, Unfallrettung und Feuerwehr 112 oder 199 (Nordzypern: Polizei 155, Unfallrettung 112, Feuerwehr 199).

Mobilfunk

Netztechnik: GSM 900/1800.

Derzeit gibt es Roamingverträge mit Anbietern in Zypern von E-Plus, O2, Telekom Deutschland und Vodafone.

Internet

Länderkürzel: .cy

Feiertage

1. Januar (Neujahr), 6. Januar (Heilige Drei Könige), 11. März(Rosenmontag, Grüner Montag), 25. März (Griechischer Unabhängigkeitstag), 1. April (Nationalfeiertag - EOKA-Tag), 26. April (Orthodoxer Karfreitag), 29. April (Orthodoxer Ostermontag), 1. Mai (Tag der Arbeit), 17. Juni (Orthodoxer Pfingstmontag), 15. August (Mariä Himmelfahrt), 1. Oktober (Zyprischer Unabhängigkeitstag), 28. Oktober (Griechischer Nationalfeiertag - Ochi-Tag), 25. und 26. Dezember (Weihnachten).

Die Banken sind zusätzlich am Dienstag nach Ostern geschlossen.

Die Hauptferienzeit im griechischen Teil Zyperns erstreckt sich über die Monate Juli und August.

Im türkischen Teil geht die Hauptferienzeit von Juni bis August. Geschäftsreisen sollten in dieser Zeit sowie während des Fastenmonats Ramadan (6. Mai bis zum 3. Juni 2019) vermieden werden.

Islamische Feiertage (Verschiebungen um einen Tag, in seltenen Fällen zwei Tage, sind möglich): 5. bis 7. Juni (Fastenbrechen am Ende des Ramadan), 11. bis 14. August (Opferfest)

Öffnungszeiten

Banken: Mo bis Fr 8.30-12. Zentral gelegene Banken bieten "afternoon tourist services" an. Tagsüber durchgehende Öffnungszeiten in den Banken in den Internationalen Flughäfen Larnaka und Paphos, teilweise auch nachts zu den Flügen geöffnet. Außerdem gibt es einen Bank-Schalter im Hafen von Limassol;

Post: Distrikt-Postämter (Lefkosia, Larnaka, Limassol, Paphos), außerdem das Eleftheria Square Postamt in Lefkosia und das Hauptpostamt in Limassol von September bis Juni Mo bis Fr 7.30-13.30 Uhr und 15-18 Uhr, Sa 8.30-10.30 Uhr, im Juli bis August Mo bis Fr 7.30-13.30 Uhr und 16-19 Uhr (außer Mi), Sa 8.30-10.30 Uhr;

Alle anderen Postämter von September bis Juni Mo bis Fr 7.30-13.30 Uhr, außerdem Di 15-18 Uhr, im Juli und August Mo bis Fr 7.30-13.30 Uhr.

Alle Postämter sind an Sonn- und Feiertagen geschlossen.

Büros: normalerweise Mo bis Fr 8-13 Uhr sowie 14.30-17.30 im Winterhalbjahr (Oktober bis April) bzw. 8-13 Uhr sowie 16-19 Uhr im Sommerhalbjahr (Mai bis September);

Behörden: Mo bis Fr 7.30-14.30 Uhr, im Winterhalbjahr zusätzlich auch am Mittwoch von 15 bis 18 Uhr (September bis Juni), hiervon weichen die Zeiten für Publikumsverkehr ab, die nicht einheitlich sind; telefonische Terminabsprache ist angeraten.

Geschäfte: Während der Winterperiode vom 1. November bis 31. März Mo, Di, Do bis 19 Uhr geöffnet, Mi bis 14 Uhr, Fr bis 20 Uhr und Sa bis 15 Uhr geöffnet;

Während der Sommerperiode vom 1. April bis 31. Oktober Mo, Di, Do bis 20.30 Uhr geöffnet, Mi bis 14 Uhr, Fr bis 21.30 Uhr, Sa bis 17 Uhr geöffnet. Im Sommer außer samstags nachmittags von 14 bis 17 Uhr geschlossen.

Kleidung

Vom Frühjahr bis Herbst ist leichte, atmungsaktive Sommerkleidung angebracht. Für die Abende sollte man auch leichte Wollsachen eingepackt haben. In den übrigen Monaten sollte man Übergangskleidung mitnehmen. Bei einem Aufenthalt in den Bergen (Schnee) ist im Winter warme Kleidung erforderlich. Auf jeden Fall sollte man aber auch Regenbekleidung mitnehmen. Bei Kirchen- und Klosterbesichtigungen sollte dezente Kleidung getragen werden.

Geschichte/Politik

Zypern ist seit ca. 9.000 Jahren besiedelt. Im Bronzezeitalter exportierten die Bewohner Zyperns Kupfer und dies vor allem nach Syrien, Palästina, Ägypten und Kreta. Eine wirtschaftliche Blütezeit erlebte Zypern in den Jahren von 1400-1200 v. Chr. Um 1050 v. Chr. zerstörten Erdbeben viele Handelsstädte - erst im achten Jahrhundert v. Chr. errichteten die Phönizier wieder eine Siedlung in Kistion. Zypern blühte mit verschiedenen Stadtkönigreichen wieder auf. Nach abwechselnder Beherrschung durch Assyrer, Ägypter und Perser entwickelte sich Zypern unter Alexander dem Großen zu einer hellenistischen Provinz. Zypern wurde 58 v. Chr. von Rom annektiert und nach der Zweiteilung des Reiches von Byzanz regiert. In dieser Zeit wurden viele bedeutende Kirchen und Burgen erbaut. Im elften Jahrhundert begann die Herrschaft der Franken und später der Venezier. Um 1570 fiel Zypern in einer Schlacht unter osmanische Herrschaft. 1925 wurde Zypern britische Kronkolonie. Das Erbe, dass in Zypern auf der linken Seite gefahren wird, ist ein Andenken an diese Zeit. Zypern wurde erst nach einem Bürgerkrieg 1958 unabhängig. Der Konflikt zwischen Türken und Griechen gipfelte in einer türkischen Invasion 1974, der ethnische Säuberungen in allen Landesteilen folgten. Die ausgerufene Republik Nordzypern wird jedoch von keiner Nation (außer der Türkei) anerkannt.

Seit 1998 wurde über den Beitritt Zyperns in die EU verhandelt. Zypern ist seit dem 01. Mai 2004 Mitglied der Europäischen Union.

Wirtschaft

Der südliche Teil Zyperns gehört zu den reichsten Ländern des Mittleren Ostens. Im Norden ist die wirtschaftliche Entwicklung an diejenige der Türkei geknüpft und deutlich instabiler. Trotz wichtiger Anbaugebiete für Zitrusfrüchte und besserer Hotels hat der Norden auch im Tourismus Schwierigkeiten.

In der Landwirtschaft arbeiten noch 14 Prozent der Zyprioten. Es werden Weintrauben, Kartoffeln und Gerste angebaut, Schafe, Schweine und Ziegen gehalten. Die größten Exporterlöse werden mit Nahrungsmitteln und Textilien erzielt. Viele ausländische Reedereien lassen ihre Schiffe unter zypriotischer Flagge laufen, da dies meist enorme steuerliche Vorteile bietet und gleichzeitig gewisse Sicherheitsstandards garantiert.

Der Schlüssel zum Erfolg wurde der Tourismus, der heute größter Devisenbringer des südlichen Zypern ist.

Religion

Entsprechend der türkischen und griechischen Landesteile sind auch die Religionen verteilt. Allerdings gibt es über die tatsächlichen Bevölkerungszahlen und damit auch über die Religionsverteilung Uneinigkeiten. Man spricht von 77 Prozent orthodoxen Christen und von 18 Prozent Muslimen. Darüber hinaus gibt es Armenier, Maroniten und Katholiken.

Vegetation

Im Frühjahr blühen unzählige farbenprächtige Sträucher, darunter auch der duftende Lavendel. Im Sommer ist das Flachland der Insel jedoch ausgedörrt, grau und braun. Im Gebirge stehen Fichten, Wacholderbüsche und Zedern. Viele knorrige Bäume bereichern das Landschaftsbild. Von den einst großen Eichenwäldern sind nur noch vereinzelte Bäume zu finden.

Tierwelt

Das größte heute auf Zypern lebende Säugetier ist das Mufflon. Große Ziegenherden grasen die Büsche ab, so dass vielerorts die Artenvielfalt auf den Wiesen zurückgegangen ist. Fische gibt es nur wenige; an der Westküste nisten sowohl Karettschildkröten als auch griechische Landschildkröten. Die Stechmücken Zyperns sind in der Nähe der Salzseen besonders stechfreudig. Die schönsten Insekten der Insel sind die zahlreichen Schmetterlinge, wie z.B. die großen Schwalbenschwänze oder die gelben Zypern-Schmetterlinge. Mit etwas Glück kann man auch Gottesanbeterinnen entdecken. Als Zwischenstation für Zugvögel wird Zypern von Kranichen und Jungfernkranichen überflogen. Die Jagd auf Zugvögel ist jedoch ein ernst zu nehmendes Problem Zyperns, da diese Jagd ein Nationalsport ist.

Kulinarisches

Bekannt ist Zypern für seine Zitrusfrüchte, aber selbstverständlich sind im Sommer alle Obstsorten zu bekommen. In Sirup eingelegte Kirschen sind eine Delikatesse. Gemüsegerichte sind meistens Eintöpfe, ansonsten sind alle traditionellen griechischen und türkischen Speisen bekannt. Fisch ist sehr teuer aber gut (Meerbarbe, Schwertfisch), noch finanzierbar sind frittierte Tintenfische (kalamar) aus frischem Fang. Bei jedem Essen werden meist unaufgefordert Schalen mit einer Joghurt-Knoblauch-Soße (talatouri), Sesampaste (tahini) und Kichererbsenbrei (Houmus) auf den Tisch gestellt. Fleisch wird meistens gegrillt (sis kebab). Schmorgerichte mit Lamm oder Kaninchen sind ebenfalls sehr schmackhaft. Als Nachtisch gibt es Joghurt oder Weichkäse mit dünnflüssigem Honig.

An Getränken ist der Ouzo (Anisschnaps) bekannt. Der zypriotische Wein ist ausgezeichnet, auch Bier wird auf der Insel gebraut. Als Kaffee kann man "türkischen" bzw. "zypriotischen" Kaffee bekommen, ansonsten wird Nescafé angeboten.

Sitten und Gebräuche

Der Karneval ist ein Erbe der venezianischen Epoche und wird besonders in Limassol stark gefeiert. Er beginnt 60 Tage vor dem orthodoxen Osterfest.

Beim Fest Kataklysmos, das meist auf Pfingsten fällt, gibt es in Larnaka Bootsrennen, Sängerwettstreite und einen großen Jahrmarkt. Im September wird beim überfüllten Weinfest in Limassol zwei Wochen lang kostenlos Wein ausgeschenkt. Ebenfalls in Limassol gibt es ein angesehenes Kulturfest mit viel Folklore, das im Innenhof der Burg gespielt wird.

Souvenirs

Handgemalte Ikonen gehören zu den kostbarsten Reiseandenken der Insel. Da antike Exemplare nicht exportiert werden dürfen, können neue auf Wunsch angefertigt werden. Die Ikonen der Souvenirgeschäfte sind meist einfachste Drucke. Kostbar sind auch Léfkara-Spitzentischdecken, die mehrere hundert Euro kosten. Auch hier gibt es billigere Nachahmungen aus dem Orient. Schön und preiswert sind Korbarbeiten, die am besten in den Markthallen von Lefkosia und Limassol gekauft werden. Von einem Ausflug in den Norden der Insel dürfen keine Andenken in den Süden zurückgebracht werden!

Duty Free

Einreise aus EU-Ländern

Bei unmittelbarer Einreise aus den anderen EU-Ländern (innergemeinschaftlicher Reiseverkehr; trifft nicht zu für die Kanarischen Inseln, außerdem nicht für die britischen Kanalinseln und nicht für Grönland) bestehen keine Beschränkungen/Formalitäten abgabenrechtlicher Art für das Reisegepäck und ausschließlich zu privaten Zwecken mitgeführte Waren. Ausgenommen sind verbotene Waren wie Drogen, Waffen usw. (Besonderheiten s.u.; für Waren zu gewerblichen Zwecken siehe Abschnitt "Geschäftsreisende").

Im EU-Mitgliedstaat eingekaufte, bereits versteuerte (sog. verbrauchssteuerpflichtige) Waren können von Privatpersonen (ohne nochmalige Besteuerung) problemlos mitgeführt werden, wenn sie ausschließlich für ihren Eigenbedarf, d.h. nicht zu gewerblichen/kommerziellen Zwecken, erworben wurden.

Für folgende Waren gilt als Richtmenge für den Eigenbedarf:

TABAKWAREN: 800 Zigaretten, 400 Zigarillos (Zigarren mit einem Stückgewicht von höchstens 3 g), 200 Zigarren, 1.000 g Rauchtabak;

ALKOHOLISCHE GETRÄNKE: 10 Liter Spirituosen, 20 Liter sog. Zwischenerzeugnisse (z.B. Campari, Port, Madeira, Sherry), 90 Liter Wein (davon höchstens 60 Liter Schaumwein), 110 Liter Bier.

Eine Überschreitung dieser Richtmengen ist im Einzelfall möglich, wenn nachgewiesen wird, dass auch die größere Menge ausschließlich für den privaten Eigenbedarf bestimmt ist.

Bei anderen mitgeführten, verbrauchssteuerpflichtigen Waren kann bei der Einreise nach bestimmten Kriterien (u.a. die Gründe für den Besitz, Beförderungsart, Unterlagen über die Menge der Waren) geprüft werden, ob sie ggf. zu gewerblichen Zwecken bestimmt sind.

KRAFTSTOFFE für Motorfahrzeuge, die nicht im Hauptbehälter des Fahrzeugs oder in einem geeigneten Reservebehälter mitgeführt werden, können ggf. erneut besteuert werden.

REISENDEN UNTER 18 JAHREN wird keine Steuerbefreiung für Spirituosen und Tabakwaren gewährt.

Einreise aus Drittländern

Bei der Einreise aus Nicht-EU-Ländern (Drittländern) ist die zum persönlichen Gebrauch während der Reise benötigte und zur Wiederausfuhr bestimmte Reiseausrüstung sowie der Reiseproviant von Eingangsabgaben befreit.

Ferner sind Waren, die Reisende gelegentlich und ausschließlich zum persönlichen Ge- oder Verbrauch, für ihren Haushalt oder als Geschenk in ihrem persönlichen Reisegepäck einführen, im Rahmen folgender Mengen und Wertgrenzen abgabenfrei:

200 Zigaretten oder 100 Zigarillos oder 50 Zigarren oder 250 g Tabak (nur von Erwachsenen);

1 Liter Spirituosen (Alkoholgehalt über 22 Prozent) und 4 Liter Wein (Alkoholgehalt bis zu 22 Prozent) (nur von Erwachsenen);

4 Liter Bier (nur von Erwachsenen);

eine der persönlichen Bedarf des Reisenden entsprechende Menge an Arzneimitteln;

Geschenke oder andere Waren (jedoch keinen Schmuck) im Gesamtwert bis zu 430 Euro für Flug- und Seereisende bzw. bis zu 300 Euro für Einreisende auf dem Landweg; für Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren beträgt der Freibetrag grundsätzlich 175 Euro.

AUSFUHRVERBOT: Die Ausfuhr von Antiquitäten ist grundsätzlich verboten. In Ausnahmefällen erteilt das Department of Antiquities in Lefkosia Genehmigungen. (Anschrift: Cyprus Museum, 1 Museum Avenue, Lefkosia, E-Mail: antiquitiesdept@da.mcw.gov.cy).

Klimainformationen

Klimatisch gehört Zypern zu den wärmsten Gebieten des Mittelmeerraums. Den größten Teil des Jahres hindurch scheint die Sonne - Zypern hat bis zu 320 Sonnentage Jahr - , von Mai bis September gibt es nur selten Regen. Juli und August sind die heißesten Monate mit maximalen Tagestemperaturen von ca. 33°C.

Winterliche Temperaturen unter dem Gefrierpunkt sind im Flachland eine Seltenheit, doch ist das Troodos-Gebirge einige Monate von Schnee bedeckt.

Beste Reisezeit

Am besten bereist man Zypern von April bis Oktober. Wer Hitze nicht gut verträgt, sollte jedoch die besonders heißen Monate Juli und August meiden.

Vorgeschriebene Impfungen

Keine.

Empfohlene Impfungen

Hepatitis A.

Informationen zur Malaria

Malaria

Keine.

Verbreitung

Zypern ist malaria-frei.

Ärztliche Hilfe

LEFKOSIA:Dr. Uta Papapetru (spricht Deutsch), 9 Penelopi Delta,, Lefkosia, Tel. (02) 245 56 30.

Währung

Währungseinheit

Währungseinheit: Euro (EUR)

1 Euro = 100 Cent.

Derzeitiger Kurs:

1 US-$ = ca. 0,87 EUR

Hinweise

Bei den unten aufgeführten Umrechnungskursen handelt es sich um Devisenkurse der Deutschen Bundesbank, die die Preisnotierung des Euro und des US-Dollar in der Währung des Reiselandes angibt. Mit Devisenkursen werden z.B. Rechnungen unterschiedlicher Währungen gegeneinander verrechnet. (Im Gegensatz zum Sortenkurs wird hier jedoch nicht der Wert angegeben, den man in Deutschland am Bankschalter für einen Euro oder US-Dollar erhält.)

Devisenbestimmungen/Umtausch

Einfuhr Fremdwährung: unbeschränkt

Einfuhr Landeswährung: unbeschränkt

Deklaration: Ja - schriftliche Deklaration bei Einreise nach Zypern aus Nicht-EU-Ländern sowie Ausreise aus Zypern in Nicht-EU-Länder ab einem Wert von 10.000 Euro (auch in anderen Währungen, Reiseschecks oder auf Dritte ausgestellte Schecks, Zahlungsanweisungen etc.). Bei Einreise aus EU-Ländern bzw. Ausreise in EU-Länder müssen Beträge erst ab 12.500 Euro (oder entsprechendem Gegenwert in anderen Währungen) schriftlich deklariert werden.

Ausfuhr Fremdwährung: in bar im Wert von maximal 3.000 Euro pro Person (dies bezieht sich auf den Gesamtwert von Landes- und Fremdwährung); siehe Deklaration.

Ausfuhr Landeswährung: in bar im Wert von maximal 3.000 Euro pro Person (dies bezieht sich auf den Gesamtwert von Landes- und Fremdwährung); siehe Deklaration.

Internationale Kreditkarten: Ja - Kreditkarten werden im Südteil der Insel in Geschäften, Restaurants, Supermärkten und Tankstellen akzeptiert. In Nordzypern werden die Karten weniger häufig akzeptiert, aber auch dort kann man in größeren Restaurants, Hotels und Autovermietungen ohne Probleme mit Kreditkarte bezahlen.

Geldautomat: Ja - Girocard (mit Maestro- oder V-Pay Logo) und Kreditkarten werden generell akzeptiert. Geldautomaten findet man in den meisten Städten und größeren Ortschaften der Insel. Reisende sollten sich vor Abreise bei ihrer Hausbank über eventuelle Beschränkungen bei der Bargeldbeschaffung mit der Girocard informieren.

Reiseschecks: Ja - Euro-Reiseschecks werden empfohlen und in größeren Städten akzeptiert. In kleineren Städten werden sie allerdings oftmals nicht akzeptiert.

Bitte beachten: Grundsätzlich ist die Akzeptanz von Reiseschecks weltweit rückläufig.

Auskunftstellen

Fremdenverkehrszentrale Zypern
Schillerstraße 31
60313
Frankfurt/M.
(0 69) 25 02 88
(0 69) 25 19 19
www.visitcyprus.org.cy
info@cto-fra.de

Fremdenverkehrszentrale Zypern

Regionalbüro Berlin
Kurfürstendamm 182
10707
Berlin
(0 30) 30 86 83 08
(0 30) 30 86 83 12
www.visitcyprus.org.cy
cto_berlin@t-online.de

Nordzypern Tourismus Zentrum
Joachimstaler Straße 10-12
10719
Berlin
(0 30) 88 92 94 85
(0 30) 88 92 94 84
www.visitcyprus.org.cy
info@nordzypern-touristik.de

Cyprus Tourism Organisation (CTO)

Head Office
Leoforos Lemesou 19
2112
Aglantzia Lefkosia /Zypern
(00357 22) 33 16 44
(00357 22) 69 11 00
www.cyprustourism.org
cytour@visitcyprus.com

Botschaften und Konsulate

Botschaft der Republik Zypern

mit Konsularabteilung
Kurfürstendamm 182
10707
Berlin
(0 30) 27 59 14 54
(0 30) 308 68 30
info@botschaft-zypern.de
Konsularabteilung Mo bis Fr 9-12 Uhr

Honorargeneralkonsulat der Republik Zypern
Paul-Ehrlich-Straße 27
60596
Frankfurt/Main
(0 69) 96 36 68 22
(0 69) 96 36 68 88
konsulat.zypern@cc-pr.com
Mo bis Fr 9.30-11.30 Uhr
(keine Visumerteilung)

Generalkonsulat der Republik Zypern
Rothenbaumchaussee 3
20148
Hamburg
(0 40) 410 72 46
(0 40) 410 74 97
cyconsulate-hamburg@t-online.de
Mo bis Fr 10-15 Uhr
(keine Visumerteilung)

Honorarkonsulat der Republik Zypern
Orleansplatz 3
81667
München
(0 89) 448 98 90
(0 89) 48 57 64
info@horn-muenchen.de
Mo bis Fr 9.30-12.30 Uhr
(keine Visumerteilung)

Embassy of the Federal Republic of Germany
Nikitaras Street 10
1080
Lefkosia
Embassy of the Federal Republic of Germany
P.O. Box 25705
1311 Lefkosia/Zypern
(00357) 22 66 56 94
(00357) 22 45 11 45
www.deutschebotschaft-nikosia.org.cy
info@nikosia.diplo.de
Amtsbezirk: Zypern

Ärztliche Hilfe

LEFKOSIA:Dr. Uta Papapetru (spricht Deutsch), 9 Penelopi Delta,, Lefkosia, Tel. (02) 245 56 30.

Sehenswertes

Lefkosia (Nikosia)

Die innere Grenze Zyperns verläuft mitten durch die Altstadt der Hauptstadt. Dennoch wurde versucht, die Fußgängerzone auf beiden Seiten attraktiv zu gestalten. Gassen voller Flair laden zum Bummeln ein. Sehenswert sind unter anderem das Leventis-Museum mit Exponaten zur Geschichte der Stadt und das Byzantinische Museum, das über die Entwicklung der Ikonenmalerei informiert und über 150 Ikonen ausstellt. Daneben findet man im Nationalmuseum kostbare archäologische Funde Zyperns, unter anderem 2.000 zum Teil lebensgroße Terrakottafiguren. Im nördlichen Teil Lefkosias hat man vom Minarett der Selimiye-Moschee (ehemalige Spohienkathedrale) einen schönen Überblick über die gesamte Stadt.

Limassol

Die zweitgrößte Stadt Zyperns ist bekannt durch lebenslustige Einwohner und Feste: Weinfest und Karneval. Die vielfach veränderte Burg ist die wichitigste Sehenswürdigkeit der Stadt.

Larnaca

Larnaca ist ein idealer Urlaubsstandort für alle, die einen schönen Sandstrand und gleichzeitig Stadtbummel mit Atmosphäre genießen wollen. Die Altstadt grenzt direkt an die breite Uferpromenade mit hohen Palmen und Straßencafés. Larnaca ist die drittgrößte Stadt Zyperns. Larnaca war schon im zweiten Jahrtausend v. Chr. eine bedeutende Siedlung. Im ersten Jahrhundert n. Chr. entstand hier eine christliche Gemeinde, deren erster Bischof der durch Christus von den Toten erweckte Lazarus gewesen sein soll. Im 18. und 19. Jahrhundert war Larnaca der wichtigste Handelshafen der Insel.

Ein Stadtspaziergang dauert circa eine Stunde. Im empfehlenswerten Pierides-Museum findet man in einer Privatsammlung Exponate, die Einblick in den Lebensstil um die Jahrhundertwende gewähren. Das große Volksfest zu Pfingsten ist Kataklysmos, an dem eine Woche lang gefeiert wird.

Paphos

Paphos ist eine Stadt, die in eine Oberstadt sowie eine Unterstadt geteilt ist. In der Unterstadt liegen die Ausgrabungsstätten. Nordwestlich des Hafens wurden in einer Ruinenstadt Mosaikbilder freigelegt, die zu den wichtigsten Sehenswürdikeiten Zypern gehören und als UNESCO-Weltkulturerbe eingestuft wurden. Besonders schön sind die Szenen im Haus des Dionysos, im Haus des Theseus oder im Haus des Aion. Zum Teil mischen sich hier Motive der griechischen Mythologie mit frühchristilichen Themen. Etwas abseits liegen die sogenannten Königsgräber. Einige der Gräber der Oberschicht imitieren Villen der Lebenden.

Famagusta

Famagusta hatte seine Blütezeit im 13. Jahrhundert als Drehscheibe des Handels zwischen Orient und Okzident. Viele christliche Gemeinschaften und reiche Kaufleute trugen zum Bau vieler Kichen bei. Famagusta liegt im Nordosten Zyperns und ist seit der Teilung der Insel stark verändert. Der Stadtteil Varosha, früher Standort vieler Hotels, ist unbewohnt und vom Militär kontrolliert. Hauptattraktion der fast unveränderten Altstadt sind die vielen sakralen Bauten sowie die Befestigungen. Dazu bietet sich den Urlaubern ein eher ruhiges Stadtbild und ausgedehnte Sandstrände im Norden der Stadt. In der nahen Ausgrabungsstätte Salamis wohnten zur Blütezeit bis zu 120.000 Menschen. Salamis wurde im siebten Jahrhundert aufgegeben. Die Sehenswürdigkeiten sind weit verstreut, bei Zeitmangel kann man sich auf das römische Gymnasium, die Termen und das Theater beschränken.

Girne

Vermutlich wurde die Stadt Kyrenia im heutigen Nordteil des Landes bereits im zehnten Jahrhundert v. Chr. gegründet. Die Festung der Stadt ist das am besten erhaltenen Kastell Zyperns.

Die nahe Bergfeste St. Hilarion gehört zu den schönsten Sehenswürdigkeiten Zyperns. Die Ritterburg scheint direkt aus den schroffen Kalkfelsen des Kyrenia-Gebirges zu wachsen. Am schönsten ist ein Besuch in der Vormittagsstimmung.

Die Abtei Bellapais wurde 1205 von Augustinermönchen gegründet. Im Stil der nordfranzösischen Gotik fügt sich der Konvent gut in die von Olibvenhainen, Zypressen und Dattelpalmen geprägte Umgebung ein.

Agia Napa

Diese Region gehört in der Hauptsaison zu den meistbesuchten Gebieten Zyperns - dank ausgedehnter Sandstrände. In Agia Napa hat sich nach der Teilung Zyperns das wichtigste Hotelzentrum Zyperns aufgebaut. Der gesamte Ort lebt inzwischen vom Fremdenverkehr und ist vollständig auf die Vergnügungen der Urlauber eingestellt. Inmitten des Ortes steht das Kloster, in dem eine beschauliche ökumenische Begegnungsstätte eingerichtet wurde.

Tróohdhos-Gebirge

Das Tróodhos-Gebirge ist weder ein wildes noch ein liebliches Gebirge. Der Wald ist dicht, die Straßen sind gut, die Hänge sind schroff, das Land einsam, die Dörfer weit entfernt. Uralte Klöster verstecken sich unter mächtigen Scheunendächern. Die Fresken dieser verborgenen Schätze strahlen in überwältigenden Farben. Viele der winzigen Dörfer des Gebirges gehören zum UNESCO-Weltkulturerbe. Im Winter können einige Straßen wegen Schneefalls, Erdrutschgefahren und reißenden Bächen gesperrt sein. Ideal ist eine Fahrt ins Gebirge im Sommer, da es hier selten über 30 Grad Celsius warm wird. Gerade wegen der milden Temperaturen im Sommer ist das Gebirge zum Wandern gut geeignet. Der Ort Pedhulás ist ein guter Ausgangspunkt für Wanderungen. Die Fremdenverkehrszentrale Zypern hält einen Wanderführer bereit.

Die Anlage des Klosters Kýkko vermittelt einen guten Eindruck eines lebendigen orthodoxen Konventes, kunstgeschichtliche Besonderheiten dürfen allerdings nicht erwartet werden. Bemerkenswert ist eine Marien-Ikone, die der Evangelist Lukas selber gemalt haben soll. Kýkko ist das reichste Kloster Zyperns und ist Ziel vieler Touristen. Auch Bustouren werden in Kýkko gerne gesehen - man ist entspechend auf Andrang vorbereitet mit Restaurants, Parkplätzen und Andenkenläden. Oberhalb des Klosters liegt, gut zu Fuß erreichbar, die Ruhestätte Makários III. (Präsident Zyperns, Erzbischof der Insel, zeitweise Mönch von Kýkko). Kurz vor dem Grab hängen in den Bäumen Stofffetzen links und rechts des Fußweges, die Zeichen der Trauer und der Verehrung für den Verstorbenen sind.

Reisehinweise

In den Sommermonaten kommt es auf Zypern aufgrund der vorherrschenden klimatischen Bedingungen immer wieder zu Busch- und Waldbränden. Reisende sollten auf entsprechende Meldungen in den Medien und ggf. Hinweise der lokalen Behörden achten.

Die Republik Zypern ist seit dem 1. Mai 2004 Mitgliedsstaat der EU, jedoch existieren weiterhin zwei Teile. Die Trennlinie zwischen Nordzypern und Südzypern, die sogenannte Pufferzone, wird von UN-Einheiten kontrolliert. Sie ist militärisches Sperrgebiet und außerdem teilweise vermint. Als Reisender sollte man sehr vorsichtig sein, wenn man in die Nähe dieser Demarkationslinie gelangt. Die seeseitige Verlängerung der Grenze sollte weder schwimmend noch mit Booten passiert werden. Der Nordteil der Insel wird nur von der Türkei als eigenständiger Staat anerkannt. Die international anerkannte Republik Zypern übt die tatsächliche Kontrolle nur im südlichen Teil aus.

Weitere Informationen zur Sicherheitssituation im Reiseland sind auf den Internetseiten des Auswärtigen Amts zu finden.

Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen

FOTOGRAFIEREN: Auf der gesamten Insel gilt ein Fotografierverbot für militärische Einrichtungen. Ihre Beschilderung ist leider nicht immer gut sichtbar.

DROGEN: Bereits der Besitz kleinster Drogenmengen genügt, um sich strafbar zu machen.

RAUCHEN: In öffentlichen Gebäuden, Transportmitteln wie Taxis oder Busse, ist das Rauchen verboten. Bei Verstoß gegen das Gesetz sind Bußgelder zu zahlen.

SPERR-NOTRUF: Deutsche können ihre Girocards, Kreditkarten, Handys und einige andere elektronische Berechtigungen über die Sperr-Notruf-Nummer ++49 116 116 (aus dem Ausland neben ++49 116 116 auch ++49 30 4050 4050 wählbar) rund um die Uhr sperren lassen. Der Anrufer wird mit den Herausgebern der jeweiligen Medien verbunden, sofern diese sich dem Sperr-Notruf angeschlossen haben. Eine Liste der angeschlossenen Herausgeber ist im Internet unter www.sperr-notruf.de zu finden.

Ebenso ist es möglich, die Online-Ausweisfunktion (elektronischer Identitätsnachweis - eID) des neuen Personalausweises unter den oben genannten Nummern sowie unter 0180 1 333 333 (Bürgerservice des Bundesinnenministeriums) sperren zu lassen.

Türkei

Landesdaten

Lage

Die Republik Türkei liegt mit etwa drei Prozent ihres Staatsgebietes in Europa und mit etwa 97 Prozent in Kleinasien. Sie grenzt im Norden an das Schwarze Meer, im Nordosten an Georgien und Armenien, im Osten an den Iran, im Süden an den Irak, an Syrien und an das Mittelmeer, im Westen an das Ägäische Meer und Griechenland und im Nordwesten an Bulgarien.

Fläche: 779.452 km².

Verwaltungsstruktur: 81 Provinzen (iller).

Einwohner

Bevölkerung: ca. 76 Millionen

Städte:

Ankara (Hauptstadt) ca. 4,4 Millionen

Istanbul ca. 13,1 Millionen

Izmir ca. 3,3 Millionen

Bursa ca. 1,9 Millionen

Adana ca. 1,6 Millionen

Gaziantep ca. 1,3 Millionen

Konya ca. 1 Million

Antalya ca. 1 Million

Kayseri ca. 950.000

(obige Zahlen gelten nur für die Städte, nicht für die gleichnamige Provinz)

Sprache

Die Amtssprache ist Türkisch. Im Südosten des Landes wird teilweise kurdisch gesprochen, außerdem hört man mitunter Arabisch, Griechisch und Armenisch. In Städten und Touristenorten wird oft Deutsch gesprochen, daneben auch Englisch und Französisch.

Zeitverschiebung

Mitteleuropäische Zeit (MEZ) +2 Stunden.

Während der europäischen Sommerzeit beträgt der Zeitunterschied +1 Stunde.

Telefon/Post

Post

Die Postämter haben ein gelbes Schild mit der Aufschrift PTT. Luftpostsendungen nach Mittel- und Nordeuropa benötigen in der Regel drei Tage. Postlagernde Sendungen händigt das jeweilige Hauptpostamt gegen Vorlage des Personalausweises oder des Reisepasses aus.

Telefon

Die Vorwahl von Deutschland, Österreich und der Schweiz in die Türkei ist 0090, von der Türkei nach Deutschland wählt man 0049, nach Österreich 0043 und in die Schweiz 0041, danach entfällt jeweils die 0 der Ortsvorwahl.

Telefonate können im Selbstwählferndienst von öffentlichen Telefonen oder von einer Kabine im Postamt aus geführt werden. Kartentelefone sind weit verbreitet, Telefonkarten sind in allen Postämtern sowie den meisten Zeitungskiosken erhältlich, daneben gibt es auch Telefonmünzen, sogenannte "Jetons".

Fast alle Postämter und viele Hotels bieten einen Fax-Dienst an.

NOTRUFNUMMERN: Polizei 155, Unfallrettung 112, Feuerwehr 110.

Mobilfunk

Netztechnik: GSM 900 oder GSM 1800.

Derzeit gibt es Roamingverträge mit Anbietern in der Türkei von E-Plus, O2, Telekom Deutschland und Vodafone.

Internet

Länderkürzel: .tr

Internetcafés sind allen größeren Städten vorhanden, ihre Zahl wächst ständig.

Feiertage

1. Januar (Neujahr), 23. April (Unabhängigkeits- und Kindertag), 1. Mai (Tag der Arbeit), 19. Mai (Gedenken an Atatürk sowie Jugend- und Sporttag), 30. August (Siegesfest), 28. und 29. Oktober (Republikfest).

Islamische Feiertage  (Verschiebungen um einen Tag, in seltenen Fällen zwei Tage, sind möglich!): 5. bis 7. Juni (Fastenbrechen am Ende des Ramadan), 11. bis 14. August (Opferfest).

Der Ramadan dauert im Jahr 2019 vom 6. Mai bis zum 3. Juni (die Daten können je nach Land um einen oder zwei Tage abweichen).

Wöchentlicher Ruhetag ist der Sonntag.

Während des Ramadan, des islamischen Fastenmonats, kann das Geschäftsleben eingeschränkt sein.

Die Hauptferienzeit geht von Mitte Juni bis Anfang September.

Öffnungszeiten

Banken: Mo bis Fr 8.30/9-18 Uhr (geöffnet für Kunden bis 16.30/17/17.30 Uhr), Mittagspause 12/12.30-13.30 Uhr, einige Filialen haben durchgehend geöffnet;

Behörden: Mo bis Fr 8.30/9-17 Uhr (persönliche Sprechzeiten bis 15.30/16 Uhr), Mittagspause 12.30-13 Uhr;

Büros: Mo bis Fr 9-12, 13-17 Uhr;

Geschäfte: Kleine Geschäfte sieben Tage durchgehend 8/9 Uhr bis 21/22 Uhr; Einkaufszentren und Shopping Malls sieben Tage durchgehend 10-22 Uhr;

Post: Mo bis Fr 8-12, 13-17 Uhr. In den größeren Städten und in manchen Touristenzentren sind Postämter für Teilbereiche (z.B. Telefon) auch bis 24 Uhr und So 9-19 Uhr geöffnet.

Kleidung

Im Sommer ist leichte Sommerkleidung ausreichend. Für die Abendstunden sollte man aber auch wärmere Sachen dabeihaben. Im Winter werden warme Kleidung, ein Wintermantel sowie festes Schuhwerk und Gummistiefel benötigt. Wichtig sind außerdem eine gute Sonnenbrille sowie ein Regenschutz für das ganze Jahr mit Ausnahme der Monate Juni bis September.

Legere Kleidung wird überall akzeptiert. Badekleidung und ähnliches gehört jedoch in die Ferienanlagen und an den Strand.

Geschichte/Politik

Bereits von 1900 bis 1200 v. Chr. entwickelte sich in Anatolien die erste Hochkultur des Landes. Im neunten und achten Jahrhundert v. Chr. errichteten die Phryger ein Königreich, das in Anatolien zu einer Vormachtstellung gelangte. Von der Mitte des sechsten Jahrhundert bis zum Jahr 333 v. Chr. gehörte der Großteil Kleinasiens, einschließlich Anatoliens, zum Perserreich. Dann wurde es vom Reich Alexanders des Großen abgelöst. Im zweiten und ersten Jahrhundert v. Chr. drangen die Römer nach Kleinasien ein. Nach der Teilung des Römischen Reiches im vierten Jahrhundert n. Chr. wurde Kleinasien Teil des Oströmischen Reiches (Byzantinisches Reich). Im elften Jahrhundert siegten die türkischen Seldschuken über die Byzantiner. Das Osmanische Reich, das im 14. Jahrhundert entstand, griff rasch auf Europa über. Stationen waren 1389 die Schlacht auf dem Amselfeld gegen die vereinigten Balkanfürsten, 1453 die Eroberung Konstantinopels, 1529 die vergebliche Belagerung Wiens und dann der allmähliche Rückzug, der bis ins 20. Jahrhundert dauerte. Seit 1883 wurde die türkische Armee von deutschen Offizieren ausgebildet. 1908 fand die Verschwörung der Jungtürken statt, die Sultan Abd ül Hamid II zur Anerkennung der 1876 erlassenen Verfassung zwang. Im Ersten Weltkrieg kämpfte die Türkei auf deutsch/österreichischer Seite. Als Folge des Krieges wurde das ehemalige Weltreich auf Kleinasien und Istanbul reduziert.

Nach Abschaffung des Sultanats proklamierte Mustafa Kemal (Atatürk) 1923 die Republik. Ankara wurde zur Hauptstadt ernannt. Kemal nahm grundlegende Reformen in Angriff, wie die Trennung von Staat und Religion, das westeuropäische Rechtssystem oder die rechtliche Gleichstellung der Frau. Nach dem Tod Atatürks 1939 setzte ein Demokratisierungsprozess ein. Im Zweiten Weltkrieg blieb die Türkei neutral. Nach dem Krieg schloss sich die Türkei dem westlichen Bündnissystem an und trat der NATO bei. Durch mehrere Phasen von Militärdiktaturen unterbrochen (1960/61, 1971-1973, 1980-1982) setzte sich der Demokratisierungsprozess in der Türkei fort.

Wirtschaft

Die meisten Erwerbstätigen arbeiten in der Landwirtschaft. Exportiert werden in erster Linie Tabak und Baumwolle, aber auch Weizen, Zitrusfrüchte, Oliven. Die Türkei verfügt über viele Bodenschätze, auch die Erdölförderung mit einer eigenen Raffinerie spielt eine große Rolle.

Der Hauptdevisenbringer ist der Tourismus, der enorme Zuwachsraten zu verzeichnen hat.

Religion

99 Prozent der Bevölkerung bekennen sich zum Islam. Die Mehrzahl sind Sunniten. Im Südosten des Landes lebt eine große Anzahl von Schiiten. Sehr geringe Anteile haben das Christen- und Judentum.

Vegetation

In Ostthrakien und Westanatolien ist Mittelmeervegetation charakteristisch. Landeinwärts geht sie in einen lichten Kiefern- und Eichenwald über. In Inneranatolien dominiert eine karge Steppenvegetation. Die Gebirge sind weitgehend bewaldet, im Taurus z.B. mit Schwarzkiefern, Zedern, Eichen und Wacholder, im Pontischen Gebirge mit Buchen und Eichen sowie Wacholder.

Tierwelt

Wölfe, Füchse, Wildkatzen, Hyänen, Schakale, Rotwild, Bären, Marder und Bergziegen kommen in entlegeneren Gegenden vor. Neben zahlreichen einheimischen Vogelarten wie Wildgänsen, Rebhühnern und Wachteln gibt es am Bosporus Raubvögel, u. a. Adler, Bussarde und verschiedene Falkenarten. Im Meer werden Bonitos (eine Thunfischart), Makrelen und Barsche, im Schwarzen Meer vor allem Anchovis gefangen.

Kulinarisches

In der Türkei gibt es eine reiche Auswahl an Suppen, Vorspeisen, Gemüse und Fleischgerichten, nicht zu vergessen die Mehlspeisen, Salate und Süßspeisen. Die Restaurants sind meist rund um die Uhr geöffnet.

Die türkischen Vorspeisen ("mezeler") sind ein Gedicht. Auswahl und Präsentation laden zu immer wieder neuem Probieren ein. Angenehm, dass es nicht verpönt ist, nach ausgiebigem Vorspeisengenuss direkt zum Nachtisch ("tathlar") überzugehen.

Vor oder auch nach dem Essen wird "raki" serviert, ein Anisschnaps, der meist mit eiskaltem Wasser verdünnt getrunken wird (und der später auf dem Markt erstanden ein für Türkei-Liebhaber ideales Mitbringsel darstellt).

Sitten und Gebräuche

Türkische Bäder ("hamam") können ohne weiteres auch von Touristen besucht werden. Die notwendigen Ausstattungen (Badeschuhe, Shampoo, Rubbelhandschuh) können in jedem Bad auch geliehen werden. In türkischen Bädern baden Frauen und Männer zu getrennten Zeiten oder in getrennten Abteilungen. Fast völlig entkleidet, mit Badeschuhen ausgestattet, kann auch der Tourist die wohlige Atmosphäre im "hamam" genießen. Nach dem Bad kommt der Bademeister oder die Bademeisterin zum Rubbeln und Massieren. Nach dieser angenehmen Körperpflege - es gehört zum Prinzip des Bades, dass sich der Besucher verwöhnen lässt, hat der Tourist viel von der orientalischen Badekultur gelernt. Moderne Hotelanlagen bieten meist ebenfalls ein "türkisches Bad", in dem jedoch Männer und Frauen gemeinsam baden - es hat mit einem echten "hamam" wenig gemeinsam.

Souvenirs

In einem Bazar kann man neben allen Konsumgütern auch handwerkliche Arbeiten und Gebrauchsgegenstände finden. Zu den beliebten Kaufobjekten gehören Teppiche, Silberwaren, Schmuck und Lederwaren. Brillengestelle namhafter Firmen sind ebenso günstig wie Jeans, T-Shirts oder andere Baumwollprodukte. Handgeknüpfte Teppiche sind in türkischen Wohnungen echte Schmuckstücke, die selbstverständlich nie mit Schuhen betreten werden. Sie dienen auf dem Boden als Sitzgelegenheit für Gäste, die in türkischen Häusern immer willkommen sind. Ein typisches Andenken ist auch das "tavla" (Backgammon)-Spiel. Schöne Holzkästen lassen sich erwerben. Es gibt sehr schönen Gold- und Silberschmucke. Die Preise orientieren sich am Tagespreis für Gold bzw. Silber. Da für die Verarbeitung nur wenig berechnet wird, ist der Schmuck deutlich günstiger als in Deutschland. Es fehlt oft der in der Türkei nicht obligatorische Goldstempel.

Klimainformationen

Auf Grund der geografischen Lage hat die Türkei kein einheitliches Klima.

Istanbul hat gemäßigtes Klima; heiße Sommer (gelegentlich bis 40°C), jedoch weht ständig ein frischer Wind vom Meer her. Die durchschnittliche Temperatur während der heißesten Monate Juli und August beträgt 28-30°C. Im Winter fällt das Thermometer hier fast nie unter 4°C, es ist nasskalt.

Entlang der türkischen Riviera (von Antalya bis Iskenderun) herrscht fast das ganze Jahr über subtropisches Klima. Im Sommer ist die durchschnittliche Temperatur etwa 30°C, im Winter 12 bis 15°C.

Das Landesinnere (Hochland von Anatolien und Thrakien) hat ein ausgesprochen kontinentales Klima: heiße Sommer (bis 40°C), kalte Winter (bis minus 28°C). Im Winter liegt oft länger als drei Monate Schnee. In Ankara beträgt die durchschnittliche Temperatur im Sommer 23°C, im Winter minus 5°C.

Beste Reisezeit

Frühling und Herbst.

Vorgeschriebene Impfungen

Keine.

Empfohlene Impfungen

Hepatitis A, zusätzlich für Individualreisende Typhus.

Informationen zur Malaria

Malaria

Risiko nur regional, dort allgemeine SCHUTZMASSNAHMEN.

- In den Abend- und Nachtstunden im Freien möglichst helle langärmelige Kleidung und lange Hosen tragen.

- Unbedeckte Hautstellen mit einem mückenabwehrenden Mittel einreiben.

- In klimatisierten Räumen Türen und Fenster geschlossen halten.

- Wenn Moskitos in den Schlafraum gelangen können, unbedingt ein intaktes Moskitonetz verwenden. Es ist darauf zu achten, dass es allseits unter die Matratze geschlagen wird.

- Abends im Schlafraum ein Insektenvertilgungsmittel sprühen.

Große Touristenorte an der Küste sind malaria-frei.

Verbreitung

Die bekannten Touristenorte an der Mittelmeerküste sind malaria-frei.

Ein geringes Malariarisiko besteht von März bis November in den tiefergelegenen, von Touristen selten besuchten Regionen im Süd-Osten des Landes (Grenzgebiet zu Syrien).

Ärztliche Hilfe

ISTANBUL: Dr. Roxane Berjaoui (spricht Englisch), Turquie Assistance, Istanbul, Tel. (0212) 53 27 95 19 19;

ANKARA:Dr. Suat Erseven, Capitol Medical Services (CMS), Ankara, Tel. (0312) 447 37 60, 446 16 07.

Währung

Währungseinheit

Währungseinheit: Türkische Lira (TRY)

Derzeitiger Kurs:

1 Euro = ca. 5,88 TRY

1 US-$ = ca. 5,17 TRY

Hinweise

Bei den unten aufgeführten Umrechnungskursen handelt es sich um Devisenkurse der Deutschen Bundesbank, die die Preisnotierung des Euro und des US-Dollar in der Währung des Reiselandes angibt. Mit Devisenkursen werden z.B. Rechnungen unterschiedlicher Währungen gegeneinander verrechnet. (Im Gegensatz zum Sortenkurs wird hier jedoch nicht der Wert angegeben, den man in Deutschland am Bankschalter für einen Euro oder US-Dollar erhält.)

Devisenbestimmungen/Umtausch

Einfuhr Fremdwährung: unbeschränkt

Einfuhr Landeswährung: unbeschränkt

Deklaration: Ja - bei der Einfuhr von Fremd- oder Landeswährung im Gegenwert von über 5.000 US-$.

Ausfuhr Fremdwährung: bis zum Gegenwert von 5.000 US-$ (einschließlich Landeswährung) bzw. in Höhe der deklarierten Einfuhr.

Ausfuhr Landeswährung: bis zum Gegenwert von 5.000 US-$ (einschießlich Fremdwährung) bzw. in Höhe der deklarierten Einfuhr.

Umtausch: Es ist ratsam, größere Geldbeträge erst in der Türkei umzutauschen. Es ist mit ständigen Geldabwertungen zu rechnen.

Alle Umtausch- und Einkaufsbelege müssen als Nachweis für den legalen Umtausch aufbewahrt werden.

Internationale Kreditkarten: Ja - werden von großen Hotels, verschiedenen Geschäften, internationalen Autovermietern und teilweise an Tankstellen akzeptiert. Auch mit der EC-/Maestrokarte kann bei vielen Händlern und Dienstleistungsunternehmen und an den Tankstellen der internationalen Ketten bezahlt werden. In den meisten Fällen muss man dazu zusätzlich den Reisepass oder Personalausweis vorlegen. Unter Angabe der PIN kann man mit der Kreditkarte außerdem Geld bei Banken oder an entsprechend gekennzeichneten Automaten Bargeld abheben.

Geldautomat: Ja - Mit Kreditkarte oder Girocard (mit Maestro-Logo) kann in Verbindung mit der PIN an Geldautomaten problemlos Geld abgehoben werden. Reisende sollten sich vor Abreise bei ihrer Hausbank über eventuelle Beschränkungen bei der Bargeldbeschaffung mit der Girocard informieren.

Auskunftstellen

Türkische Botschaft

Abteilung für Tourismus und Information
Tiergartenstr. 19-21
10785
Berlin
(0 30) 214 39 52
(0 30) 214 37 52, 214 38 52
info@tuerkeifasziniert.de
nur allgemeine Tourismusinformationen

Türkisches Generalkonsulat

Abteilung für Tourismus und Information
Baseler Straße 37
60329
Frankfurt/M.
(0 69) 23 27 51
(0 69) 23 30 81, 23 56 03
info@tuerkei-tourismus-kultur.de
nur allgemeine Tourismusinformationen

Türkisches Generalkonsulat

Abteilung für Tourismus und Information
Karlsplatz 3/1
80335
München
(0 89) 178 56 60
(0 89) 17 80 31 32, 17 80 31 86
nur allgemeine Tourismusinformationen

Deutsch-Türkische Industrie- und Handelskammer

(Alman-Türk Ticaret ve Sanayi Odasi)
Yeniköy Cad. No. 88
34457
Tarabaya - Istanbul -Ortaköy
(0090 212) 363 05 60
(0090 212) 363 05 00
info@dtr-ihk.de
Mo bis Fr 8-17 Uhr

Ministerium für Kultur und Tourismus
Atatürk Bulvari No. 29
06050
Ankara
(0090 312) 212 83 00, 312 43 59
(0090 312) 309 08 50
Mo bis Fr 8-17 Uhr

Botschaften und Konsulate

In Deutschland

KÖLN siehe Hürth

Türkisches Generalkonsulat
An der Karlsschanze 7
55131
Mainz
(0 61 31) 83 51 19
(0 61 31) 98 26 00, 982 60 11
konsulat.mainz@mfa.gov.tr
Mo bis Fr 8.30-11.30 Uhr

Türkisches Generalkonsulat
Menzinger Straße 3
80638
München
(0 89) 178 56 60
(0 89) 178 03 10
konsulat.muenchen@mfa.gov.tr
für Visa-Angelegenheiten Di, Mi, Do 13-16 Uhr
(nur Reg.-Bez. Schwaben, Ober- und Niederbayern)

Türkisches Generalkonsulat
Lotharingerstraße 25-27
48147
Münster
(02 51) 4 33 27
(02 51) 41 47 00
konsulat.muenster@mfa.gov.tr
Botschaft: Mo bis Fr 8.30-12.30 Uhr

Visa-Abteilung Mo bis Fr 14-15.30 Uhr


(nur Reg.-Bez. Münster und Detmold)

Türkisches Generalkonsulat
Regensburger Straße 69
90478
Nürnberg
(09 11) 46 89 62
(09 11) 94 67 60
konsulat.nuernberg@mfa.gov.tr
Visa-Abteilung Mo bis Fr 8.30-16.30 Uhr (Wartenummern werden nur zwischen 8.30 und 12 Uhr vergeben)
(nur Reg.-Bez. Unter-, Mittel- und Oberfranken sowie Oberpfalz)

Honorarkonsulat der Republik Türkei
Dechbettener Straße 10
93049
Regensburg
(09 41) 5 77 70
(09 41) 78 03 66 20
cc@archhu.de
Mo bis Do 8-17.30 Uhr, Fr 8-14 Uhr
(keine Visumerteilung)
(nur die Reg.-Bez. Oberfranken und Oberpfalz)

Türkisches Generalkonsulat
Kerner Str. 19b
70182
Stuttgart
(07 11) 262 21 02, 46 89 62
(07 11) 16 66 70
www.tuerkischebotschaft.de; www.mfa.gov.tr
konsulat.stuttgart@mfa.gov.tr
Botschaft: Mo bis Fr 8.30-12.30 Uhr

Visa-Abteilung: Di bis Do 8.30-12.30 Uhr und nach telefon. Vereinbarung
(nur Reg.-Bez. Stuttgart und Tübingen)

Almanya Federal Cumhuriyeti Büyükelçiliôi
114 Atatürk Bulvari
06680
Ankara -Kavaklidere
Almanya Federal Cumhuriyeti Büyükelçiliôi
Posta Kutusu 54
06552 Çankaya-Ankara/Türkei
(0090 312) 455 53 37
(0090 312) 455 51 00
www.germanembassyank.com; www.ankara.diplo.de

Almanya Federal Cumhuriyeti Muavin Konsoloslugu
Çaglayan Mah. Barinaklar Bulv.No: 54
07235
Antalya
Almanya Federal Cumhuriyeti Muavin Konsoloslugu
PK: 12
07230 Antalya/Türkei
(0090 242) 321 69 14
(0090 242) 314 11 01/02
Amtsbezirk: Antalya, Burdur, Isparta

Almanya Federal Cumhuriyeti Fahri Konsolosu
Kanuni Sultan Süleyman Caddesi No. 15
48400
Bitez-Bodrum-Mugla /Türkei
(0090 252) 363 86 94
(0090 252) 363 92 85, 363 82 87
Amtsbezirk: Vilayet (Provinz) Mugla

Übergeordnete Auslandsvertretung: Generalkonsulat Izmir

Almanya Federal Cumhuriyeti Fahri Konsolosu
Baglarbasi Mah. 1. Sedir Sok. No: 10

Evke ONYX Is Merkezi, Kat.4 D: 27
Osmangazi Bursa/Türkei
(0090 224) 244 61 99, 222 35 97
(0090 224) 222 20 97, 221 00 99
Amtsbezirk: Vilayets (Regierungsbezirke) Bursa, Balikesir, Bilecik, Canakkale und Eskisehir

Übergeordnete Auslandsvertretung: Generalkonsulat Istanbul

Almanya Federal Cumhuriyeti Fahri Konsolosu
Balikpazari Caddesi of Sitesi

C-Blok Daire 2

Kaleici
22020
Edirne /Türkei
(0090 284) 224 52 85
(0090 284) 213 55 63
Amtsbezirk: Vilayets (Provinzen) Edirne, Kirklareli und Tekirdag

Übergeordnete Auslandsvertretung: Generalkonsulat Istanbul

Almanya Federal Cumhuriyeti Fahri Konsolosu
Organize Sanayi Bölgesi

20 No'lu Caddesi No. 10
Baspinar - Sehitkamil - Gaziantep /Türkei
(0090 342) 337 52 27
(0090 342) 337 52 25
Amtsbezirk: Gaziantep, Sanliurfa, Kahramanmaras, Adiyaman, Kilis

Übergeordnete Auslandsvertretung: Botschaft Ankara

Almanya Federal Cumhuriyeti Bafikonsolosluôu
Inönü Caddesi 10
34437
Gümüssuyu-Istanbul
Almanya Federal Cumhuriyeti Bafikonsolosluôu
Posta Kutusu 6
34431 Istanbul-Beyoglu/Türkei
(0090 212) 249 99 20
(0090 212) 334 61 00
www.deutschesgeneralkonsulat-istanbul.org.tr

Almanya Federal Cumhuriyeti Baskonsolosluôu
Izmir Korutürk Mah., Havuzbasi Sokak 1
35330
Balcova-Izmir
Almanya Federal Cumhuriyeti Baskonsoloslugu
Posta Kutusu 156
35212 Izmir/Türkei
(0090 232) 488 88 74
(0090 232) 488 88 88
Amtsbezirk: Vilayets (Provinzen) Afyon, Antalya, Aydin, Burdur, Denizli, Isparta, Izmir, Kütahya, Manisa, Mugla, Usak

Almanya Federal Cumhuriyeti Fahri Konsolosu

Organize Sanayi Bölgesi
Organize Sanayi Bölgesi, Fatih Sultan Mehmet Bulvari No: 270, Inecik
38070
Malikgazi-Kayseri /Türkei
(0090 352) 321 34 84
(0090 352) 321 34 74
Amtsbezirk: Vilayets (Provinzen) Aksaray, Kayseri, Malatya, Nigde, Nevsehir, Sivas, Tokat, Yozgat

Übergeordnete Auslandsvertretung: Botschaft Ankara

Almanya Federal Cumhuriyeti Fahri Konsolosu
Gazipasa Caddesi

Saruhan Ishani Kat 1
Trabzon /Türkei
(0090 462) 323 28 27
(0090 462) 323 08 24
Amtsbezirk: Vilayets (Regierungsbezirke) Trabzon, Artvin, Bayburt, Rize, Erzincan, Gümüshane und Giresun

Übergeordnete Auslandsvertretung: Generalkonsulat Istanbul

Botschaft der Türkischen Republik
Tiergartenstraße 19-21
10785
Berlin
(0 30) 27 59 10 27
(0 30) 27 58 50
www.tuerkischebotschaft.de
botschaft.berlin@mfa.gov.tr
Mo bis Fr 8.45 - 12.45, 13.45 17.45 Uhr
(Visa-Erteilung nur in Diplomaten-, Dienst- und Spezialpässe)

Türkisches Generalkonsulat
Heerstraße 21
14052
Berlin
(0 30) 893 18 98
(0 30) 89 68 02 11, 89 68 02 42
konsulat.berlin@mfa.gov.tr
Botschaft Mo bis Fr 9-13 Uhr

Visa-Abteilung Mo bis Fr 13-14 Uhr

Türkisches Generalkonsulat
Cecilienallee 41
40474
Düsseldorf
(02 11) 454 78 22
(02 11) 45 47 80
www.tuerkischebotschaft.de
konsulat.duesseldorf@mfa.gov.tr
Mo bis Fr 8.30-12.30 Uhr, telefonische Auskünfte Mo bis Fr 14.30-17 Uhr
(nur Reg.-Bez. Düsseldorf mit Ausnahme der Städte Essen und Mühlheim)

Türkisches Generalkonsulat
Zehnthof 55
45307
Essen
(02 01) 42 38 67
(02 01) 84 21 60
konsulat.essen@mfa.gov.tr
Botschaft: Mo bis Fr 8.30-11.30 Uhr

Visa-Abteilung: 14.30-16.00 Uhr
(nur Reg.-Bez. Arnsberg sowie die Städte Essen und Mülheim des Reg.-Bez. Düsseldorf)

Türkisches Generalkonsulat
Kennedyallee 115-117
60596
Frankfurt/M.
(0 69) 70 90 32
(0 69) 77 29 42
konsulat.frankfurt@mfa.gov.tr
für Visa-Angelegenheiten Mo bis Fr 9-13 Uhr, 13.30-14.30 Uhr (Wartenummern werden nur zwischen 7.30 und 10.30 vergeben);

für türk. Staatsangehörige Mo bis Fr 8-10.30 Uhr

Türkisches Generalkonsulat
Tesdorpfstraße 18
20148
Hamburg
(0 40) 44 52 58
(0 40) 448 03 30
konsulat.hamburg@mfa.gov.tr
für Visa-Angelegenheiten Mo bis Fr 8.30-12 Uhr;

für türk. Staatsangehörige Mo bis Fr 8.30-12 Uhr

Türkisches Generalkonsulat
An der Christuskirche 3
30167
Hannover
(05 11) 1 77 00
(05 11) 76 86 50
konsulat.hannover@mfa.gov.tr
Mo bis Fr 8.30-12 Uhr, telefonische Auskünfte Mo bis Fr 14.30-16.30 Uhr

Türkisches Generalkonsulat
Luxemburger Straße 285
50354
Köln-Hürth
(0 22 33) 7 55 72
(0 22 33) 97 41 80
konsulat.koeln@mfa.gov.tr
für Visa-Angelegenheiten Mo und Fr 8.30-12.30 Uhr;

für türk. Staatsangehörige Mo bis Fr 8.30-12.30 Uhr
(nur Reg.-Bez. Köln)

Türkisches Generalkonsulat
Rintheimer Straße 82
76131
Karlsruhe
(07 21) 85 60 13
(07 21) 98 44 00, 984 40 10/11
konsulat.karlsruhe@mfa.gov.tr
Mo bis Fr 8.30-11.30 Uhr, außerdem telefonisch erreichbar Mo bis Fr 14.30-17 Uhr, Visumbeantragung Mo bis Fr 8.30-11.30 Uhr
(nur Reg.-Bez. Freiburg und Karlsruhe)

Ärztliche Hilfe

ISTANBUL: Dr. Roxane Berjaoui (spricht Englisch), Turquie Assistance, Istanbul, Tel. (0212) 53 27 95 19 19;

ANKARA:Dr. Suat Erseven, Capitol Medical Services (CMS), Ankara, Tel. (0312) 447 37 60, 446 16 07.

Sehenswertes

Istanbul

Eine Städtereise nach Istanbul führt in eine lange und reiche Vergangenheit, war doch die Stadt, die Europa und Asien verbindet, Hauptstadt dreier Weltreiche: des Römischen Reiches (Byzanz), des Byzantinischen Reiches (Konstantinopel) und des Osmanischen Reiches (Istanbul). Als einzige Stadt auf unserem Globus erstreckt sie sich über zwei Kontinente. Aus dem Stadtbild ist heute besonders die osmanische Zeit nicht mehr wegzudenken. Die Silhouette der Stadt ist durch Kuppeln und Minarette bestimmt. Daneben zeigt sich aber auch die Widersprüchlichkeit Istanbuls. Herrscht im Stadtteil Fatih ein traditionell orientalisches Leben, zeigen die modernen Shopping Malls eher das Bild einer westlichen Stadt.

Istanbul hat zahlreiche, höchst interessante Sehenswürdigkeiten. Die Schwierigkeit für Touristen besteht darin, dass man sich in ein paar Tagen gar nicht alles anschauen kann, was Istanbul zu bieten hat. Darum sollte man eine Auswahl treffen und sich Zeit für seine Präferenzen nehmen! Die berühmtesten Attraktionen der Stadt sind zweifelsohne die Hagia Sophia, das wohl symbolträchtigste Bauwerk Istanbuls, die Sultan Akmet Camii oder Blaue Moschee sowie die Hohe Pforte und der Topkapi-Palast als Ausdruck des osmanischen Reiches. Zahlreiche Museen wie das Archäologische Museum, das Museum für türkische und islamische Kunst sowie das Topkapi-Palast Museum bieten einen anschaulichen Einblick in die Geschichte und Kultur der Stadt.

Wer es lieber etwas ruhiger und weniger überlaufen möchte, sollte durch das "frömmste" Viertel Istanbuls, das Eyüp Viertel, oder durch das kosmopolitische Viertel Galata schlendern. Sehenswerte Geheimtipps sind auch das Chora Kloster im Stadtteil Kariye mit seinen wertvollen Mosaiken, der Versunkene Palast (Yerebatan Sarayi) in der Nähe des Sultan-Ahmed-Parks, eine riesige Zisterne aus dem 6. Jahrhundert und der Beylerbeyi Palast (am "asiatischen Pfeiler" der 1973 erbauten Bosporus-Brücke), in dem die Sultane im ausgehenden 19. Jahrhundert lebten.

Am Bosporus boomt die Wirtschaft, hier herrscht reger Handel. Istanbul ist daher auch eine Einkaufsstadt, in der man besonders gut traditionelles Kunsthandwerk einkaufen kann. Zu den beliebtesten Einkaufszentren gehören Kapali Carsi, ein in der Altstadt gelegenes Labyrinth von Ladenstraßen und die orientalischen Basare. Neben dem Großen Basar ist der kleine Gewürzbasar, auch Ägyptischer Basar genannt, für eine Shopping-Tour sehr zu empfehlen.

In den letzten Jahren ist die Millionen-Metropole enorm gewachsen und mehr als die Hälfte der Menschen lebt in Vierteln, die nicht durch staatliche Planung entstanden sind. Wenn der Tourist davon auch wenig merkt, lassen sich die Folgen dieser Entwicklung nicht immer verbergen: Luftverschmutzung, Wassermangel und eine schlechte Wasserqualität, Lärm, Müllprobleme und Verkehrschaos.

Wem dies zu viel wird, kann Ruhe und Entspannung in den Wäldern und an den Stränden der näheren Umgebung Istanbuls finden.

Troja

Nordägäis - Izmir - Pergamon - Troja

Die Nordägäis mit der Stadt Izmir bietet ein breites Reiseangebot, das von weltbekannten Ausgrabungsstätten wie Troja und Pergamon bis hin zu türkisch geprägten Ferienzentren wie Akçay, Ayvalik oder Faço reicht. Im Hinterland liegt die osmanisch geprägte Stadt Manis und die Münzstadt Sardes.

Izmir, die größte Hafenstadt der Türkei, liegt in einer halbmondförmigen Bucht an der ägäischen Küste. Die Stadt war und ist der Ausgangspunkt für Reisen zu den bekannten historischen Stätten. Für Shopping-Freunde ist der Bazar der Stadt vor allem wegen seiner Gold- und Schmuckläden einen Besuch wert. Bevor man in den umliegenden Orten Ausschau hält, sollte man Izmir einmal von oben betrachten. Die Festung Kadif Kale (Samtburg) bietet einen großartigen Blick auf die Stadt und den Hafen.

Für einen kulturellen Tagesausflug von Izmir aus bietet sich das rund 105 km entfernte Bergama an. Die kleine, reizvolle Marktstadt ist vor allem wegen seiner antiken Anlage des antiken Pergamon bekannt. Das antike Prestigeobjekt der Attaliden ist wegen seiner herausragenden Lage auf einer steilen Akropolis heute wohl einer der schönsten Orte der Türkei. Auf dem Höhepunkt der Macht im 2. Jahrhundert v. Chr. konkurrierte die Stadt mit Alexandria als Zentrum der Gelehrsamkeit. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten sind die Akropolis mit ihren fünf Königspalästen, die Bibliothek und der Tempel der Athene. Das berühmte Theater ist in einen steilen Berghang hineingebaut. Auch das Asklepieion, eine bemerkenswerte medizinische Stätte unterhalb der Akropolis, ist eine Besichtigung wert. Die offizielle Besichtigung Pergamons beginnt auf dem Oberen Burgberg. Es ist aber auch möglich, zu Fuß durch die obere Altstadt von Bergama zur Serpentinenstraße zu gelangen und von dort dem Pfad auf die Akropolis zu folgen.

Die zweite berühmte Ausgrabungsstätte in der Nordägäis, Troja, liegt ca. 317 km vom Izmir entfernt. Troja ist wohl die bekannteste türkische Ausgrabungsstätte. Dies liegt nur zum Teil an der "Ilias" von Homer (Troja hieß bei den Griechen "Ilion") - insbesondere für Deutsche wurde Troja bekannt duch den Hobbyarchäologen Heinrich Schliemann. Schliemann fand den legendären Schatz des Priamos, der sich heute in russischem Besitz befindet.

Troja besteht aus nicht weniger als neun Siedlungsschichten. Der älteste Bau war eine Burg aus den Jahren 3000-2600 v. Chr. In der zweiten erweiterten Siedlung, die 2300 v. Chr. durch einen Brand zerstört wurde, lebten ca. 3 000 Menschen. Aus dieser Zeit sind wertvolle Funde erhalten, u.a. der Schatz des Priamos. Es folgen Phasen von mehr ärmlichen Siedlungen. Das "Ilion" Homers, in der Schicht 7a, wurde nach 1300 v. Chr. erbaut und um 1200 v. Chr. ebenfalls von einem Feuer vernichtet. Dies stimmt mit der Sage um den Trojanischen Krieg und der Einnahme Trojas von den Griechen überein. Im Anschluss folgten weitere Siedlungen, deren letzte mit dem Goteneinfall 262 n. Chr. zerstört wurde. In dieser letzten Stadt, bei der eine Unterstadt eingegliedert wurde, lebten 40 000 Menschen.

Der Ausgrabungshügel ist täglich von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang geöffnet, vor Ort sind Schautafeln angebracht, Videos geben eine Einstimmung auf den Rundgang. Die wertvollsten Funde von Troja sind allerdings in den Museen von Istanbul und Çanakkale zu sehen.

Südägäis

An der Südägais liegen die weltberühmten Ruinen von Ephesus, die Städte Priene (mit ihrer fantastischen Lage über der Schwemmlandebene des Büyük Menderes) und Milet mit dem imposanten Theater sowie der Tempel von Didyma. Es gibt aber auch viele traumhafte Sandstrände und einige befinden sich abseits der Touristenzentren, so zum Beispiel die Dotça-Halbinsel, Ören östlich von Bodrum und die Karaburun-Halbinsel. An der Küste entlang ziehen sich außerdem viele kleine Buchten, die wegen fehlender touristischer Infrastruktur noch weitgehend unberührt sind.

Lykien

In der Region Lykien sind neben schönen Stränden hauptsächlich die von dem Volk der Lykier hinterlassenen Gräber sehenswert. In Fethiye, das auch durch seine beeindruckende Lage viele Touristen anzieht, können lykische Felsgräber im Osten der Stadt besichtigt werden. Steinsarkophage sind überall im Ort verstreut zu entdecken. Neben der Kultur kommen im Olympos-Nationalpark zwischen Finike und Antalya auch Naturliebhaber auf ihre Kosten. Er bietet neben den Ruinenstädten Phaselis und Olympos auch das mächtige Massiv des Tahtali Dagi (im Altertum Olympos genannt), dichte Wälder und schöne Meeresbuchten. Wanderer können in der dünn besiedelten Landschaft längere Spaziergänge unternehmen und sich dann an stillen Buchten oder am Strand von Olympos erholen.

Türkische Riviera

Die Südküste zwischen Antalya und Antakya, die auch "Türkische Riviera" genannt wird, bietet Ruinen jeder Größe, u.a. die Ruinen von Termessos, Perge, Aspendos und Side, weite Strände und Bergmassive. Das größte Touristenzentrum der Südküste Antalya ist zugleich eine der größten Städte der Türkei und Wirtschaftmetropole der Region. Sehenswert sind hier die Altstadt mit gut erhaltenen osmanische Erkerhäusern und dem Kesik-Minarett, der alte Hafen und das archäologische Museum mit beeindruckenden Exponaten aus der Antike. Alanya, eine der touristischsten Städte der Türkei, wird gekrönt von dem 250 Meter hohen Burgfelsen mit den Ruinen des alten Alanya und der mittelalterlichen Festungsanlage. Am Westrand des Burgfelsens liegt die Damlatas-Tropfsteinhöhle, die besichtigt werden kann. Östlich von Alanya nimmt der internationale Massentourismus ab. Ab Mersin trifft man vorwiegend türkische Urlauber. Eine Ausnahmen bildet Kiz Kalesi, das sich mit seinen feinen Sandstränden und der Inselfestung zu einer Hochburg des türkischen Badetourismus entwickelt hat. Besucher, die sich für Basars interessieren oder landestypische Souvenirs kaufen möchten, sollten einen Besuch in Antaky, dem früheren Antiochia, nicht versäumen.

Segeln

Die abwechslungsreiche türkische Küste ist mit ihren unzähligen Buchten, Inseln und küstennahen Ruinenstätten für Segler wie geschaffen. Die Küste ist manchmal bis zum Ufer mit Pinien gesäumt, manchmal von schroffen Felsen umgeben.

Besonders zwischen Izmir und Antalya ist die Küste reich an kleinen Buchten und Meeresarmen, die zum Ankern einladen. Die Wassertiefe an der türkischen Küste beträgt allgemein 10-12 Meter, gefährliche Riffe sind auf jeder Seekarte vermerkt.

Windverhältnisse: In der mittleren und südlichen Ägäis weht um die Mittagszeit ein Wind aus nordwestlicher Richtung. Dieser "Meltem" legt sich meist über Nacht. Es gibt selten Tage mit wenig Wind. Im Gebiet des Golfs von Antalya wechseln sich See- und Landbrisen aus süd- bis südwestlicher bzw. nördlicher Richtung ab. Nord- und Westwinde im Frühling, Südwinde im Herbst und Winter.

Auskunft: Verband der Yachtbetreiber (Yat Isletmeleri Dernegi), Eski Cesme Mak. Firkateyn Sok. 37, 48400 Bodrum, Telefon (252)316 23 98, Fax (252) 316 16 01.

Türkische Thermalbäder

Es gibt in der Türkei über 1.000 Thermalquellen. Die größte Thermalschwimmhalle der Türkei liegt zehn Kilometer westlich von Izmir (Balcova). Das Wasser (62°C) ist für Trink- und Badekuren geeignet, wirkt schmerzstillend und krampflösend und hilft bei rheumatischen und gynäkologischen Beschwerden.

Die Quelle von Balikli Cermik, 17 km nordöstlich von Sivas, enthält Fische, die bei Hauterkrankungen, besonders Schuppenflechte, die Haut "säubern". Daneben findet das Wasser Anwendung bei Rheuma und gynäkologischen Beschwerden.

Reisehinweise

Der im Juli 2016 ausgerufene Notstand wurde am 19. Juli 2018 für beendet erklärt. Reisenden wird dennoch geraten, sich von politischen Veranstaltungen und größeren Menschenansammlungen fernzuhalten.

Das Auswärtige Amt weist daraufhin, dass in letzter Zeit in der Türkei auch Deutsche von freiheitsentziehenden Maßnahmen betroffen waren. Gründe hierfür waren häufig nicht nachvollziehbar. Kritische Äußerungen gegenüber der türkischen Regierung in sozialen Netzwerken oder der Verdacht, dass der Betroffene Beziehungen zu einer in der Türkei als terroristisch eingestuften Organisation hat, können Anlass zu einem Strafverfahren sein.

Seit Anfang Februar 2017 wurde zahlreichen Reisenden - auch mehreren deutschen Staatsangehörigen - ohne Angabe von Gründen die Einreise in die Türkei verweigert. Viele der hiervon Betroffenen hatten einen kurdischen oder türkisch-alevitischen Familienhintergrund.

Seit Mitte des Jahres 2015 kam es immer wieder zu terroristischen Anschlägen. Besonders in großen Metropolen ist mit weiteren Anschlägen zu rechnen, die sich auch gezielt gegen Ausländer richten können.

Reisende sollten sich über die Medien zur Entwicklung der Lage informieren und die Anweisungen der Sicherheitskräfte befolgen.

Auch Aufenthalte in der Nähe von Regierungs- und Militäreinrichtungen sollten vermieden werden. Die Benutzung von Verkehrsmitteln des öffentlichen Personennah- und Fernverkehrs sollte auf das erforderliche Maß eingeschränkt werden.

Auch bei Reisen über Land ist erhöhte Vorsicht angebracht.

Von Reisen in das Grenzgebiet der Türkei zu Syrien und Irak, insbesondere in die Städte Diyarbakir, Cizre, Silopi, Idil, Yüksekova und Nusaybin, sowie in die Provinzen Mardin, Sirnak und Hakkari wird dringend abgeraten.

Allgemeine Hinweise:

Das Ausmaß der Gewaltkriminalität ist verhältnismäßig gering, allerdings mit leicht zunehmender Tendenz. Besondere Vorsicht, insbesondere im Umgang mit wenig bekannten Personen und an einsamen Orten ist angebracht.

Auf Wertsachen sollte grundsätzlich immer geachtet werden, besonders beim Verlassen von Fahrzeugen.

Besonders in der Großstadt Istanbul sollte man sich vor Taschendieben in Acht nehmen, speziell an belebten Plätzen. Betrugsfälle wurden vermehrt aus dem Stadtteil Beyoglu bekannt, bei denen Touristen zum Abheben großer Summen Bargeld gezwungen wurden.

Laut Informationen der deutschen Botschaft wurden deutsche Staatsbürger in letzter Zeit nach ihrer Rückkehr aus dem Türkei-Urlaub mehrfach Opfer von Betrügereien, indem sie telefonisch unter verschiedenen Vorwänden zur Zahlung von Geldern mit Western Union in die Türkei aufgefordert wurden. Den Betroffenen wird empfohlen, sich in diesen Fällen vorab an die Polizei in Deutschland zu wenden.

Weitere Informationen zur Sicherheitssituation in der Türkei sind auf den Internetseiten des Auswärtigen Amtes zu finden.

Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen

KRIMINALITÄT: In Istanbul kommt es häufig zu Passdiebstählen, Reisepässe und andere Ausweispapiere sollten daher an einer sicheren Stelle verwahrt werden, z.B. im Hotelsafe, während der Reise sollten nur Kopien mitgeführt werden.

ÖFFENTLICHE SICHERHEIT: Politische Stellungnahmen gegenüber der türkischen Regierung sollten unbedingt vermieden werden, ebenso Sympathiebekundungen mit terroristischen Organisationen.

STRAßENVERKEHR: Im Straßenverkehr besteht grundsätzlich ein hohes Unfallrisiko, was bei Dunkelheit noch verstärkt wird (z.B. durch fehlende Beleuchtung). Übernachtungen im Auto sollten nur auf bewachten Park- oder Campingplätzen stattfinden.

FOTOGRAFIEREN/FILMEN: Fotografien von Personen sollten nur mit deren persönlicher Erlaubnis gemacht werden. Fotografierverbot besteht in unmittelbarer Nähe militärischer Einrichtungen.

In Museen ist das Filmen und Fotografieren oft nur gegen eine Gebühr erlaubt. Für das professionelle Fotografieren in Moscheen ist eine Genehmigung des Vakiflar Genel Müdürlügü einzuholen. In Sonderfällen kann man sich mit dem zuständigen Priester (Imam) in Verbindung setzen.

RAMADAN: Die Zeit des islamischen Fastenmonats Ramadan variiert von Jahr zu Jahr (2019: ca. 6. Mai bis ca. 3. Juni). Während dieser Zeit gilt für Muslime ein Fastengebot (Verzicht auf Speisen und Getränke und z.B. auch Rauchen) von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. Reisende sollten sich den Verhaltensregeln des islamisch geprägten Landes anpassen. Essen, Trinken und Rauchen in der Öffentlichkeit während der Tagesstunden ist im Ramadan verpönt. Außerdem ist mit Einschränkungen im Alltag (z.B. tagsüber Schließung von Restaurants außerhalb der Hotels, reduzierte Arbeitszeiten bei Behörden) zu rechnen.

DROGEN: Der Besitz oder der Handel von/mit Rauschgift oder Narkotika wird sehr streng bestraft. Es drohen langjährige Gefängnisstrafen, wobei türkische Gefängnisse absolut nicht westeuropäischen Vorstellungen entsprechen.

RAUCHVERBOT: Das Rauchen ist verboten in allen öffentlichen Gebäuden, Verkehrsmitteln und Einkaufszentren sowie in Sportstadien und Krankenhäusern. Das Verbot gilt ebenso für geschlossene Räume in Restaurants, Kaffeehäusern, Bars und Diskotheken. Im Freien auf einer Terrasse oder im Garten einer Gaststätte darf allerdings nach wie vor geraucht werden. Wer gegen das Gesetz verstößt, muss mit einer Strafe von umgerechnet 35 Euro rechnen. Ein auf der Straße weggeworfener Zigarettenstummel kostet 12,50 Euro. Die Einhaltung der Regeln wird landesweit von rund 5.000 Kontrolleuren überwacht.

SPERR-NOTRUF: Deutsche können ihre Girocards, Kreditkarten, Handys und einige andere elektronische Berechtigungen über die Sperr-Notruf-Nummer ++49 116 116 (aus dem Ausland neben ++49 116 116 auch ++49 30 4050 4050 wählbar) rund um die Uhr sperren lassen. Der Anrufer wird mit den Herausgebern der jeweiligen Medien verbunden, sofern diese sich dem Sperr-Notruf angeschlossen haben. Eine Liste der angeschlossenen Herausgeber ist im Internet unter www.sperr-notruf.de zu finden.

Ebenso ist es möglich, die Online-Ausweisfunktion (elektronischer Identitätsnachweis - eID) des neuen Personalausweises unter den oben genannten Nummern sowie unter 0180 1 333 333 (Bürgerservice des Bundesinnenministeriums) sperren zu lassen.

Griechenland

Landesdaten

Lage

Die Republik Griechenland liegt zwischen dem Ägäischen Meer im Osten und dem Ionischen Meer im Westen, grenzt im Nordwesten an Albanien, im Norden an Mazedonien, im Nordosten an Bulgarien und die Türkei.

Zu Griechenland gehören zahlreiche Inseln:

Ionische Inseln im Westen, Kreta im Süden, im Osten und Südosten die nördlichen und südlichen Sporaden, die Kykladen und die Kleinasiatischen Küsteninseln.

Fläche: insgesamt 131.957 km², davon 106.915 km² Festland und 25.042 km² Inseln.

Verwaltungsstruktur: 13 Regionen, Mönchsrepublik Athos mit autonomem Status.

Einwohner

Bevölkerung: ca. 10,8 Millionen

Städte:

Metropolregion Athen: ca. 3,16 Millionen

Athen (Hauptstadt) ca. 665.800

Thessaloniki ca. 807.700

Patras ca. 197.600

Piräus ca. 163.900

Heraklion (Kreta) ca. 158.500

Larissa ca. 146.700

Volos ca. 129.200

Sprache

Die Landessprache ist Griechisch. In größeren Hotels und Geschäften wird meist auch Englisch, Französisch oder Deutsch gesprochen.

Zeitverschiebung

Mitteleuropäische Zeit (MEZ) +1 Stunde.

Da auch in Griechenland Sommerzeit gilt, bleibt der Zeitunterschied erhalten.

Stromspannung

230 Volt Wechselstrom, 50 Hertz. Zwischenstecker sind in der Regel nicht erforderlich.

Telefon/Post

Telefon

Die Landesvorwahl von Deutschland, Österreich und der Schweiz nach Griechenland ist 0030, von Griechenland nach Deutschland gilt die Vorwahl 0049, nach Österreich die 0043 und in die Schweiz die 0041. Die meisten öffentlichen Telefone funktionieren mit Telefonkarten, die man in den Büros der Telefongesellschaft O.T.E. oder an Kiosken kaufen kann. Auch bei Ortsgesprächen muss die jeweilige Vorwahl mitgewählt werden.

NOTRUFNUMMERN: Europaweite Notrufnummer 112 oder Polizei 100, Unfallrettung 166, Feuerwehr 199; Touristenpolizei 1571.

Mobilfunk

Netztechnik: GSM 900/1800.

Derzeit gibt es Roamingverträge mit Anbietern in Griechenland von E-Plus, O2, Telekom Deutschland und Vodafone.

Internet

Länderkürzel: .gr

Feiertage

1. Januar (Neujahr), 6. Januar (Dreikönigstag), 11. März (Rosenmontag, orthodox), 25. März (Unabhängigkeitstag), 26. April (Karfreitag, orthodox), 28. April (Ostern, orthodox), 29. April (Ostermontag, orthodox), 1. Mai (Tag der Arbeit), 16. Juni (Pfingstsonntag, orthodox), 17. Juni (Pfingstmontag, orthodox), 15. August (Mariä Himmelfahrt), 28. Oktober (Ochi-Tag/ Nationalfeiertag), 25. und 26. Dezember (Weihnachten).

Darüber hinaus gibt es noch verschiedene Feiertage, die nur regionale Bedeutung haben.

Die Hauptferienzeit der Griechen geht von Mitte Juli bis Ende August.

Öffnungszeiten

Banken: Mo bis Do 8-14.30 Uhr, Fr 8-14 Uhr, einige Wechselstuben im Zentrum Athens und an den Grenzübergängen haben auch nachmittags und abends geöffnet;

Post: Mo bis Fr 7.30-14 Uhr, die Hauptpostämter in großen Städten haben nachmittags verlängerte Öffnungszeiten;

Geschäfte: Die Öffnungszeiten der Geschäfte hängen von der Jahreszeit und der Region ab und sind sehr unterschiedlich. Warenhäuser und große Supermärkte haben in der Regel von Mo bis Fr 8.30-21 Uhr und Sa 9-20 Uhr geöffnet.

Kleidung

Während der Sommermonate sollte man leichte, gut waschbare Kleidung mitnehmen. Abends sind teilweise auch leichte Wollsachen angebracht, da es dann üblicherweise etwas kühler wird.

Für die übrige Zeit empfiehlt sich Übergangskleidung und wärmere Wollsachen.

Geschichte/Politik

Griechenland ist seit der Altsteinzeit besiedelt. Bereits in der Jungsteinzeit bestanden zwischen der griechischen Halbinsel, den Ägäischen Inseln und der Westküste Kleinasiens enge Verbindungen. Ab 1900 v. Chr. dominierte die mykenische Kultur im Süden Griechenlands. 700 Jahre später wurde Troja von den mykenischen Heeren zerstört. Von 800 v. Chr. bis zum Einmarsch der Römer dauerte die klassische demokratische Epoche, geprägt von der Staatsform der Polis (Stadtstaaten). Zwischen dem achten und sechsten Jahrhundert v. Chr. stiegen Athen und Sparta zu den vorherrschenden Stadtstaaten Griechenlands auf. Im Jahr 776 v. Chr. fanden die ersten Olympischen Spiele statt, an denen alle freien griechischen Männer teilnehmen durften. Unter Alexander dem Großen erfolgte eine über zehn Jahre dauernde Eroberungsphase, in der es zu einer großen Ausdehnung der griechischen Macht, Kultur und Sprache durch das makedonische Reich kam, das im Osten bis Nordindien und im Süden und Westen bis Ägypten reichte. Nach Alexanders Tod wurde Griechenland von den Römern unterworfen und 27 v. Chr. in das Römische Reich eingegliedert. Bei der Römischen Teilung im Jahr 395 kam Griechenland unter die Herrschaft von Byzanz. Neben Konstantinopel wurde Thessaloniki Zentrum dieses Reiches, das geprägt war durch die klassische griechische Bildung und die christliche Glaubenslehre. Mit der Eroberung Konstantinopels durch die Osmanen (1453) begann die 400jährige Fremdherrschaft Griechenlands. Erst 1833 wurde das Land nach langem Freiheitskampf zum selbständigen Königreich und Athen zur Hauptstadt erklärt. 1843 erfolgt die Umwandlung in eine konstitutionelle Monarchie. 1896 fanden die ersten Olympischen Spiele der Neuzeit statt. 1936 wurde Griechenland zur Diktatur. 1944 brach der Bürgerkrieg aus, der 1949 mit der Niederlage der Kommunisten endete. Die im Aufbau befindliche Demokratie wurde 1967 durch einen Militärputsch rechter Obristen beendet. Die Diktatur hielt sich bis 1974 an der Macht, danach wurde Griechenland präsidiale Republik. Seit 1981 ist das Land Mitglied der EU.

Wirtschaft

Die Landwirtschaft spielt eine wichtige Rolle in der griechischen Wirtschaft. Tabak zählt zu den Hauptanbauprodukten. Daneben werden Weizen, Tomaten, Orangen, Mais, Weintrauben, Oliven und Baumwolle angebaut. Zu den führenden Industrie-Erzeugnissen gehören Metalle und Metallwaren, Nahrungsmittel, Getränke, Tabak, Textilien, Bekleidung, chemische Produkte, Zement und Wein. Die beiden Haupteinnahmequellen Griechenlands sind aber die Schifffahrt und der Fremdenverkehr. Anfang der 80er Jahre begannen die Einnahmen aus der Erdölförderung die Wirtschaft des Landes zu unterstützen.

Religion

Über 90 Prozent der Bevölkerung gehören der griechisch-orthodoxen Kirche an. Die übrigen sind Muslime, Katholiken, Protestanten und Monophysiten (armenische Christen).

Vegetation

In Griechenland werden auf Meeresniveau zahlreiche Kulturpflanzen wie Orangen, Oliven, Datteln, Granatäpfel, Feigen, Baumwolle und Tabak angebaut. In Lagen zwischen 100 und 500 Metern gibt es sommergrüne und immergrüne Wälder mit Eichen, Kastanien und Sumach. Charakteristisch sind auch Tulpen, Hyazinthen und Lorbeergewächse. In Lagen über 1.200 Metern wachsen Tannen und Wildblumen wie Anemonen und Zyklamen. Moose und Flechten herrschen ab einer Höhe von 1.500 Metern vor.

Tierwelt

An Tierarten findet man Wildschweine, Braunbären, Luchse, Schakale, Gämsen, Dachse und Wiesel. Vögel wie Falken, Pelikane, Reiher, Fasane, Rebhühner, Nachtigallen, Turteltauben und Störche sind in Griechenland verbreitet.

Kulinarisches

Die griechische Landesküche mit Knoblauch, Olivenöl und Kräutern zeigt orientalischen Einfluss. Obst wie Melonen, Pfirsiche und Apfelsinen sowie Gemüse wie Artischocken, Auberginen und Paprikaschoten werden reichlich geboten. Fleisch und Fisch werden fast immer gegrillt. Bevorzugt werden Lamm- und Hammelfleisch. Typisch sind Fleischspieße wie Suvlaki oder Gyros. Fisch und Meeresfrüchte spielen eine große Rolle in der griechischen Küche. Neben Seezunge und Thunfisch finden sich Hummer, Muscheln und Tintenfisch. Griechischer Käse ist meist aus Schafs- und Ziegenmilch hergestellt. Das am meisten verbreitete Getränk ist Wein, der als Rot- und Weißwein angebaut wird. Einige Landweine sind geharzt (Retsina). Das griechische Bier geht in seiner Tradition auf den ersten aus Bayern stammenden griechischen König Otto zurück. Kaffee wird in mehreren Variationen angeboten.

Souvenirs

Beliebte und preiswerte Mitbringsel sind z.B. handgewebte Flokati-Teppiche, Stoffe und Leinen, Holzschnitzereien, Keramik, Nachbildungen alter Funde in allen Größen und Farben, Lederwaren sowie Gold- und Silberschmuck.

Duty Free

Einreise aus EU-Ländern

Bei unmittelbarer Einreise aus den anderen EU-Ländern (innergemeinschaftlicher Reiseverkehr; trifft nicht zu für die Kanarischen Inseln, außerdem nicht für die britischen Kanalinseln und nicht für Grönland) bestehen keine Beschränkungen/Formalitäten abgabenrechtlicher Art für das Reisegepäck und ausschließlich zu privaten Zwecken mitgeführte Waren. Ausgenommen sind verbotene Waren wie Drogen, Waffen usw. (Besonderheiten s.u.; für Waren zu gewerblichen Zwecken s. Abschnitt "Geschäftsreisende").

Im EU-Mitgliedstaat eingekaufte, bereits versteuerte (sog. verbrauchssteuerpflichtige) Waren können von Privatpersonen (ohne nochmalige Besteuerung) problemlos mitgeführt werden, wenn sie ausschließlich für ihren Eigenbedarf, d.h. nicht zu gewerblichen/kommerziellen Zwecken, erworben wurden.

Für folgende Waren gilt als Richtmenge für den Eigenbedarf:

TABAKWAREN: 800 Zigaretten, 400 Zigarillos (Zigarren mit einem Stückgewicht von höchstens 3 g), 200 Zigarren, 1.000 g Rauchtabak;

ALKOHOLISCHE GETRÄNKE: 10 Liter Spirituosen, 20 Liter sog. Zwischenerzeugnisse (z.B. Campari, Port, Madeira, Sherry), 90 Liter Wein (davon höchstens 60 Liter Schaumwein), 110 Liter Bier.

Eine Überschreitung dieser Richtmengen ist im Einzelfall möglich, wenn nachgewiesen wird, dass auch die größere Menge ausschließlich für den privaten Eigenbedarf bestimmt ist.

Bei anderen mitgeführten, verbrauchssteuerpflichtigen Waren kann bei der Einreise nach bestimmten Kriterien (u.a. die Gründe für den Besitz, Beförderungsart, Unterlagen über die Menge der Waren) geprüft werden, ob sie ggf. zu gewerblichen Zwecken bestimmt sind.

KRAFTSTOFFE für Motorfahrzeuge, die nicht im Hauptbehälter des Fahrzeugs oder in einem geeigneten Reservebehälter mitgeführt werden, können ggf. erneut besteuert werden.

REISENDEN UNTER 17 JAHREN wird keine Steuerbefreiung für Spirituosen und Tabakwaren gewährt.

Einreise aus Drittländern

Bei der Einreise aus Nicht-EU-Ländern (Drittländern) ist die zum persönlichen Gebrauch während der Reise benötigte und zur Wiederausfuhr bestimmte Reiseausrüstung sowie der Reiseproviant von Eingangsabgaben befreit.

Ferner sind Waren, die Reisende gelegentlich und ausschließlich zum persönlichen Ge- oder Verbrauch oder für ihren Haushalt oder als Geschenk in ihrem persönlichen Reisegepäck einführen, im Rahmen folgender Mengen und Wertgrenzen abgabenfrei:

- 200 Zigaretten oder 100 Zigarillos (Zigarren mit einem Stückgewicht von höchstens 3 g) oder 50 Zigarren oder 250 g Rauchtabak (wenn nicht per Flugzeug eingereist wird, nur: 40 Zigaretten oder 20 Zigarillos oder 10 Zigarren oder 50 g Rauchtabak);

- 16 Liter Bier

- 4 Liter nicht schäumende Weine;

- 1 Liter Spirituosen mit einem Alkoholgehalt von mehr als 22 Volumenprozent ODER 2 Liter Spirituosen, Aperitifs aus Wein oder Alkohol, Tafia, Sake oder ähnliche Getränke, mit einem Alkoholgehalt von 22 Volumenprozent oder weniger, oder Schaumwein oder Likörwein;

- eine dem persönlichen Bedarf des Reisenden entsprechende Menge an Arzneimitteln;

- andere Waren bis zu einem Gesamtwert von 430 Euro für Flug- und Seereisende, für Einreisende auf anderen Verkehrswegen bis zu einem Gesamtwert von 300 Euro; für Reisende unter 15 Jahren gilt die Freimenge von 150 Euro unabhängig vom Einreiseweg.

Die Abgabenbefreiung wird nicht gewährt:

- Reisenden unter 17 Jahren für Tabakwaren, Spirituosen, Wein, Schaumwein, Likörwein, Aperitifs und ähnliche alkoholische Getränke.

Klimainformationen

Griechenland besitzt ausgesprochenes Mittelmeerklima mit vielen charakteristischen Variationen in den nördlichen und westlichen Landesteilen. Die Sommer sind lang und warm: Sie erstrecken sich üblicherweise über den Zeitraum von März bis Anfang November, und es werden Temperaturen zwischen 28 und 35°C im Schatten gemessen. Es regnet zu dieser Zeit eher wenig.

Die Winter in Zentral- und Südgriechenland sind entsprechend kurz und sehr regnerisch. In den nördlichen und östlichen Gebieten sinken die Temperaturen im Winter teilweise auf -20°C ab.

Beste Reisezeit

Die angenehmste Reisezeit ist von April bis Ende Juni und September bis Anfang November.

Vorgeschriebene Impfungen

Keine.

Empfohlene Impfungen

Keine.

Informationen zur Malaria

Malaria

Keine.

Verbreitung

Griechenland ist malaria-frei.

Währung

Währungseinheit

Währungseinheit: Euro ( EUR)

1 Euro = 100 Cent.

Derzeitiger Kurs:

1 US-$ = ca. 0,87 EUR

Devisenbestimmungen/Umtausch

Einfuhr Fremdwährung: unbeschränkt

Einfuhr Landeswährung: unbeschränkt

Deklaration: Ja - schriftliche Deklaration bei Einreise aus einem Nicht-EU-Land sowie bei Ausreise in ein Nicht-EU-Land ab einem Wert von 10.000 Euro (auch in anderen Währungen, Reiseschecks oder auf Dritte ausgestellte Schecks, Zahlungsanweisungen etc.).

Ausfuhr Fremdwährung: unbeschränkt

Ausfuhr Landeswährung: unbeschränkt; Ausnahme: Staatsangehörige von Griechenland dürfen maximal 2.000 Euro in bar ausführen.

Internationale Kreditkarten: Ja - werden von größeren Hotels, zahlreichen Geschäften und größeren Autovermietern akzeptiert. In ländlichen Gebieten ist Barzahlung üblich.

Geldautomat: Ja - Bargeldabhebung ist mit der Girocard (mit Maestro- oder V-Pay-Zeichen) und mit Kreditkarten möglich. (Zu möglichen Schwierigkeiten siehe Reisehinweis!)

Auskunftstellen

Griechische Zentrale für Fremdenverkehr
Holzgraben 31
60313
Frankfurt/M.
(0 69) 25 78 27 29
(0 69) 257 82 70
www.gnto.gr
info@visitgreece.com.de

Griechische Zentrale für Fremdenverkehr

Ellinikos Organismos Tourismou -EOT
Tsocha 7
11521
Athen /Griechenland
(0030 210) 331 06 40
(0030 210) 870 70 00
www.gnto.gr
info@gnto.gr
Informationsbüro: Dionysiou Areopagitou 18-20, Athen

Deutsch-Griechische Industrie- und Handelskammer
Dorileou 10-12
11521
Athen /Griechenland
(0030 210) 644 51 75
(0030 210) 641 90 00
www.german-chamber.gr
ahkathen@ahk.com.gr
Mo bis Fr 8-15 Uhr

Deutsch-Griechische Industrie- und Handelskammer

Geschäftsstelle Nordgriechenland
Voulgari 50
54249
Thessaloniki /Griechenland
(0030 2310) 32 77 37
(0030 2310) 32 77 33
ahkthess@ahk.com.gr
Mo bis Fr 8-14.30 Uhr

Botschaften und Konsulate

Griechische Botschaft
Kurfürstendamm 185
10707
Berlin
(0 30) 20 62 64 44
(0 30) 20 62 60
www.griechenland-botschaft.de
gremb.ber@mfa.gr
(keine Visumerteilung)

Griechische Botschaft, Konsularabteilung
Mohrenstr. 17
10117
Berlin
(0 30) 218 26 63
(0 30) 213 70 33
grcon.ber@mfa.gr
Mo, Mi, Do, Fr 9:30-13:30 Uhr, Di 9:30-13:30 und 15-18 Uhr

Griechisches Generalkonsulat
Willi Becker Allee 11
40227
Düsseldorf
(02 11) 687 85 03 34
(02 11) 687 85 00
grgencon.ddf@mfa.gr
Mo, Mi, Do, Fr 9-14 Uhr, Di 10-18 Uhr

Griechisches Generalkonsulat
Zeppelinallee 43
60325
Frankfurt/M.
(0 69) 97 99 12 33
(0 69) 979 91 20, 97 99 12 11 15
www.griechisches-konsulat-frankfurt.de
grgencon.fra@mfa.gr
Mo bis Fr 9-13 Uhr, Di auch 16-18 Uhr

Griechisches Generalkonsulat
Neue ABC-Straße 10
20354
Hamburg
(0 40) 44 96 48
(0 40) 413 24 30
grgencon.ham@mfa.gr
Mo bis Fr 9-13 Uhr, Do auch 16-18 Uhr

Griechisches Generalkonsulat
Möhlstraße 22
81675
München
(0 89) 40 96 26
(0 89) 998 86 72 22
grgencon.mun@mfa.gr
Mo bis Fr 8.30-12.30 Uhr, Do auch 15-18 Uhr

Griechisches Generalkonsulat
Hauptstätter Straße 54
70178
Stuttgart
(07 11) 22 29 87 40
(07 11) 222 98 70
grgencon.stu@mfa.gr
Mo, Mi, Do und Fr 9-14 Uhr, Di 9-13.30 und 15-18 Uhr

Embassy of the Federal Republic of Germany
Karoli Dimitriou 3
106 75
Athen -Kolonaki
Embassy of the Federal Republic of Germany
P.O. Box 1175
101 10 Athen/Griechenland
(0030 210) 728 53 35
(0030 210) 728 51 11
www.athen.diplo.de
info@athen.diplo.de
Amtsbezirk: Griechenland

Konsularischer Amtsbezirk: Attika, Ionische Inseln, Kreta, Mittelgriechenland, Nördliche Ägäis, Peloponnes, Südliche Ägäis, Westgriechenland.

preHonorary Consul of the Federal Republic of Germany
Digeni Akrita 1
731 00
Chania -Agia Marina/Kreta/Griechenland
(0030 28210) 688 76
(0030 28210) 688 76
chania@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Region Kreta, Verwatlungsbezirke Chania und Rethymnon

Übergeordnete Auslandsvertretung: Botschaft Athen

Honorary Consul of the Federal Republic of Germany
Agion Apostolon 7-9, erste Etage
461 00
Igoumenitsa /Griechenland
(0030 26650) 248 47
(0030 26650) 253 35
igoumenitsa@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Region Epirus

Übergeordnete Auslandsvertretung: Botschaft Athen

Honorary Consul of the Federal Republic of Germany
Dikeossinis 7
712 02
Iraklion
Honorary Consul of the Federal Republic of Germany
P.O. Box 1083
711 10 Iraklion/Kreta/Griechenland
(0030 2810) 22 21 41
(0030 2810) 22 62 88
iraklion@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Region Kreta, Verwatlungsbezirke Iraklion und Lasithii

Übergeordnete Auslandsvertretung: Botschaft Athen

Honorary Consul of the Federal Republic of Germany
4. km Komotini-Xanthi
691 00
Komotini /Griechenland
(0030 25310) 310 02
(0030 25310) 250 35
komotini@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Region Westmakedonien, Verwaltungsbezirke Xanthi, Rodopi und Evros

Übergeordnete Auslandsvertretung: Generalkonsulat Thessaloniki

Honorary Consul of the Federal Republic of Germany
Kapodistriou 23
491 00
Korfu /Griechenland
(0030 26610) 368 94
(0030 26610) 368 16
korfu@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Insel Korfu (Region Ionische Inseln)

Übergeordnete Auslandsvertretung: Botschaft Athen

Honorary Consul of the Federal Republic of Germany
Trion Navarchon 65
262 22
Patras /Griechenland
(0030 2610) 32 58 03
(0030 2610) 21 02 10
patras@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Peloponnes und Ionische Inseln außer Korfu

Übergeordnete Auslandsvertretung:

Botschaft Athen

Honorary Consul of the Federal Republic of Germany
Amerikis 55
851 00
Rhodos /Griechenland
(0030 224 10) 364 32
(0030 224 10) 371 25
rhodos@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Insel Rhodos

Übergeordnete Auslandsvertretung:

Botschaft Athen

Honorary Consul of the Federal Republic of Germany
Themistokli Sofouli Grammou 2
831 00
Samos /Griechenland
(0030 227 30) 236 57
(0030 227 30) 236 57
samos@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Region Nördliche Ägäis

Übergeordnete Auslandsvertretung:

Botschaft Athen

Honorary Consul of the Federal Republic of Germany
Heroon Polytechniou 21
841 00
Syros /Griechenland
(0030 228 10) 791 76
(0030 228 10) 791 76
syros@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Kykladen

Übergeordnete Auslandsvertretung:

Botschaft Athen

Consulate General of the Federal Republic of Germany
Leoforos Megalou Alexandrou 33
546 41
Thessaloniki
Consulate General of the Federal Republic of Germany
P.O. Box 50793
540 14 Thessaloniki/Griechenland
(0030 2310) 24 03 93
(0030 2310) 25 11 20, 25 11 30
info@thessaloniki.diplo.de
Amtsbezirk: Epirus, Ostmakedonien und Thrakien, Thessalien, Westmakedonien, Zentralmakedonien (für Visa-Angelegenheiten ist die Botschaft in Athen zuständig)

Honorary Consul of the Federal Republic of Germany
Antonopoulou 172
382 21
Volos /Griechenland
(0030 24210) 359 89
(0030 24210) 359 88
volos@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Region Thessalien

Übergeordnete Auslandsvertretung:

Generalkonsulat Thessaloniki

Sehenswertes

Athen

Die Hauptstadt Athen ist das wirtschaftliche und kulturelle Herz Griechenlands sowie der zentrale Verkehrsknotenpunkt für die Verbindung in die Regionen des Festlandes und zu den griechischen Inseln. Die sich auf der attischen Ebene ausbreitende Stadt ist mit der Hafenstadt Piräus, dem Knotenpunkt aller Schifffahrtslinien, zusammengewachsen.

Athen ist auch der Sitz des Oberhaupts der griechisch-orthodoxen Staatskirche, bedeutender Bildungseinrichtungen wie der Universität und Standort weltberühmter Museen.

Die Geschichte Athens lässt sich jahrtausendelang zurückverfolgen - seit der Jungsteinzeit ist das Stadtgebiet ständig besiedelt - und heute noch überall präsent. Viele Sehenswürdigkeiten geben Zeugnis vom ersten demokratischen Staat in der Geschichte. Kaum ein Besucher wird Athen verlassen, ohne der Akropolis, was so viel bedeutet wie "Hohe Stadt", einen Besuch abzustatten. Sie repräsentiert einen bedeutenden, aber nur kurzen Zeitraum der Geschichte der Stadt. Am bekanntesten ist wohl der Parthenon, ein Tempel, der der Göttin Athena geweiht ist. Nahe der Akropolis erstreckt sich die Agora, Marktplatz und Mittelpunkt des antiken Athens. Hier finden sich die am besten erhaltenen Tempel Griechenlands.

Auch die Altstadt Plaka ist eine Besichtigung wert. Hier liegen die Flohmarkt-Hauptstraße Ivestou, die Geschäftsstraße Ermou und der City Platz mit dem ehemaligen Schloss des Königs (heute das Parlament) sowie der Friedhof Kerameikos. Die Straße Athinas, die auf den Omonia Platz führt, ist eine Mischung aus dem traditionellen und dem europäischen Athen. Drumherum ist Athen eine brodelnde Stadt mit allen Vor-, aber auch Nachteilen der Zivilisation, wie Luftverschmutzung, Betonwüsten und chaotischen Verkehrsverhältnissen. Etwa 60 Prozent der griechischen Industriebetriebe sind in Athen angesiedelt und die Stadt ist im europäischen Vergleich die Großstadt mit den wenigsten Grünanlagen.

Peloponnes

Die Halbinsel Peloponnes ist der südlichste Teil des griechischen Festlandes. Denkmale aus allen Phasen der griechischen Geschichte von mykenischen Burgen über griechische Stätten bis hin zu Burgen der Kreuzritter sind hier zu finden. Lange Strände haben die Peloponnes in Verbindung mit dem Kulturangebot zu einem beliebten Urlaubsziel werden lassen. Darüber hinaus gibt es für Naturfreunde eine interessante Naturlandschaft mit Dünen- und Felsküste. Die Bergwelt des Landesinneren steht im Kontrast zu den fruchtbaren Landschaften von Lakonien, Messinien und der Argolis. Patras, im Westen der Halbinsel gelegen, ist Griechenlands viertgrößte Stadt.

Makedonien

Makedonien, das sich vom Néstos im Westen bis zur albanischen Grenze erstreckt und im Süden vom Olymp begrenzt wird, weist sehr vielfältige Landschaftsformen auf: bis zu 3.000 Meter hohe Berge, Ebenen mit Obstplantagen, Hügellandschaften und kilometerlange Strände. Zentrum von Industrie und Handel ist Thessaloniki, die zweitgrößte Stadt Griechenlands. Bedeutend sind hier die antiken Zeugnisse in Pélla, dem Geburtsort Alexanders des Großen und Vergina, wo sich das Grab Philipps des zweiten befindet. Auch die Bauten aus der christlichen Zeit (Klöster, Basiliken und Kirchen) sind sehenswert. Auf der Halbinsel Chalkidike stehen beispielsweise in schwindelerregender Höhe die Athos-Klöster. Der Westen Makedoniens bietet sich für Individualtouristen an, die in Ruhe entspannen möchten.

Thrakien

Thrakien ist vom Tourismus weniger erschlossen als viele andere griechische Regionen, aber gerade darin liegt sein Reiz. Die nordöstliche Region ist, ähnlich wie Makedonien, reich an fruchtbaren Ebenen mit Plantagenwirtschaft. Getreide, Wein, Reis und Tabak werden hier angebaut. Charakteristisch in der unberührten Landschaft sind die Feuchtgebiete, die die beiden Flüsse Néstos und Évros auf ihrem Weg zum Meer geschaffen haben und die neben dem Vistonis-See die Hauptattraktionen der Region sind. Auf der zugehörigen Insel Samothrake gibt es neben einladenden Stränden und Badebuchten eine schöne Naturlandschaft mit dichten Wäldern, Quellen und einer vielfältigen Flora.

Zentralgriechenland

Die Region wird begrenzt vom Golf von Pátras, vom Golf von Korinth und vom Golf von Evia. Im Osten grenzt sie an Attika. Historisch interessante Stätten sind das Kloster Ossios, das eines der bedeutendsten Denkmale der byzantinischen Mosaikkunst des elften Jahrhunderts ist, die Stadt Theben, das Orakelheiligtum von Delphi und die Thermopylen. Das heutige Thìva (Theben) ist bekannt durch seinen historischen Vorgänger, das "Siebentorige Theben". Antike Mauerreste, Gräber und zahlreiche Funde wurden hier entdeckt und können zum Teil auch im angeschlossenen Archäologischen Museum besichtigt werden. Delphi ist eine der bedeutendsten Kultstätten und wichtigsten Ausgrabungsstätten der klassischen Zeit in Griechenland. Die einzigartige Lage in den Bergen und der Reichtum an antiken Resten macht Delphi zu einem der Höhepunkte einer Griechenland-Reise für Kulturinteressierte. Zu besichtigen sind das Apollo-Heiligtum, das Heiligtum der Athena Pronaia sowie ein angeschlossenes Museum, wo die Sphinx der Naxier zu bewundern ist.

Attika

Attika ist vom Saronischen Golf umgeben und grenzt im Nordosten an Zentralgriechenland. Charakteristisch für die Region, in der die Hauptstadt Athen liegt, ist der Gegensatz zwischen Bergen wie der Parnitha, der Pendeli und Hymettos und dem weiten Meer. Die Attische Riviera, auch Apollonküste genannt, zwischen Piräus und Kap Súnion, ist seit dem Zweiten Weltkrieg zu einer stark frequentierten Touristenregion geworden. In den Badeorten wie Glyfada, Vula, Vuliagmeni, Varkiza und Legrena mit ihren Bars, Discotheken und ihrem Unterhaltungsprogramm fühlen sich insbesondere junge, unternehmungslustige Urlauber wohl. Auch Aigina ist wegen seiner schönen Strände und wegen des klaren Wassers bei Urlaubern sehr beliebt. Besonders schöne Landschaften und Strände findet man u.a. in Agía Marína, Faros und Marathónas.

Kreta

Kreta, die größte griechische Insel, liegt etwa 100 Kilometer südöstlich der Peloponnes. Die Insel ist wegen ihrer schönen, abwechslungsreichen Natur, wegen ihres Klimas und wegen ihren Stränden sowie den minoischen Kulturdenkmälern ein beliebtes Urlaubsziel geworden. Chaniá ist ein guter Ausgangspunkt um die Insel zu entdecken. Zentrum der Stadt ist der venezianische Hafen mit vielen einladenden Restaurants und Cafés. In der Kirche San Francesco ist das Archäologische Museum untergebracht, das herausragende Exponate von der neolithischen bis zur römischen Zeit zeigt. Sehenswert ist auch das Historische Museum der Stadt, das interessante Ausstellungsstücke zu den Themen Zweiter Weltkrieg, Widerstand und deutsche Besatzungszeit hat. Ausflüge von Chaniá kann man beispielsweise in die Klöster Agia Triáda und Guvernéto, auf die Halbinsel Rhodópu, wo es neben archäologischen Stätten auch eine schöne Badebucht gibt, sowie in die Samariá-Schlucht (Nationalpark) unternehmen, die in circa sechs Stunden durchwandert werden kann. In jedem Fall sollten geschichtsinteressierte Kreta-Urlauber der Ausgrabungsstätte von Knossós einen Besuch abstatten. Die minoische Palastanlage wurde freigelegt und zum Teil rekonstruiert. Wegen seiner schönen Strände und guten Ausflugsmöglichkeiten ist das am Golf von Nikólaos gelegene Städtchen Agios Nikólaos bei Badeurlaubern besonders beliebt. Ausflüge bieten sich beispielsweise in das Kunsthandwerkerdorf Kritsá, auf die Lassíthi-Ebene mit ihrer Tropfsteinhöhle sowie zum Ruinenfeld von Gurniá an.

Dodekanes-Inseln

Der Dodekanes, die Gruppe der zwölf Inseln, gehören zu den Südlichen Sporaden. Er umfasst die größeren Inseln Pátmos, Kos und Rhodos, die zu den beliebtesten Reisezielen Griechenlands gehören, sowie etwa 40 kleinere Inseln und Riffe. Der Reiz der Dodekanes-Inseln liegt in ihren unterschiedlichen Landschaften und ihren Sehenswürdigkeiten aus antiker Zeit. Für Urlauber, die Unterhaltung suchen, ist Rhodos mit seiner gleichnamigen Hauptstadt und der vorzüglichen touristischen Infrastruktur genau das Richtige. Besucher, die Ruhe wollen, können sich für eine der kleineren Dodekanes-Inseln entscheiden.

Nationalparks in Griechenland

Griechenland hat die natürliche Flora und Fauna in "Ethniki Drymi", d.h. Nationalparks, unter Schutz gestellt. Die insgesamt zehn geschützten Landschaftsgebiete liegen vor allem auf dem Festland und auf Kreta und bieten Naturfreunden und Aktivurlaubern ein reges Betätigungsfeld. Folgende Landschaften wurden unter Schutz gestellt: die grünen Landschaften des Ainos auf Kefalonia, die Bergregion Vikos-Aoos in Epirus, das Parnass-Gebirge und der Berg Iti in Zentralgriechenland, das Pindos-Gebirge und die Préspa Seen in Makedonien, das Massiv des Olymp an der makedonisch-thessalischen Grenze, das Kap Súnion an der Südspitze Attikas, der Berg Parnitha und die 18 Kilometer lange Samariá-Schlucht auf Kreta.

Reisehinweise

Es kann vereinzelt zu Behinderungen durch Streiks und Demonstrationen kommen. Reisende sollten sich über die aktuelle Lage informieren und Demonstrationen meiden.

Weitere Informationen über die Sicherheitssituation in Griechenland sind auf den Internetseiten des Auswärtigen Amts zu finden.

Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen

Reisende sollten sich aufgrund der angespannten politischen Lage von Demonstrationen fernhalten.

Vor allem in den Großstädten Griechenlands sind Taschendiebstahlsdelikte weit verbreitet.

Der Rauschgifthandel und der Besitz von Rauschgift in jeglicher Form und Menge ist in Griechenland strikt verboten und wird hart bestraft.

Unter Strafe steht auch der Besitz und die Verwendung von Tränengas- und anderen Verteidigungssprays.

Waffenbesitz, egal welcher Art, ist ebenfalls verboten. Unter dieses Verbot fallen auch große Messer und Schwerter.

RAUCHVERBOT: Das Rauchen ist in allen öffentlichen Gebäuden verboten. Dies gilt unter anderem für alle Arbeitsplätze, Cafés, Bars und Restaurants, mit Ausnahme von Kneipen, die kleiner als 70 Quadratmeter groß sind. Sofern Kinder unter 12 Jahren mit an Bord sind, darf auch in öffentlichen und privaten Kraftfahrzeugen nicht geraucht werden. Bei Zuwiderhandlungen können hohe Geldbußen verhängt werden.

Griechenland ist ein Land mit vielen kulturellen und archäologischen Fundstätten. Diebstahl von Ausgrabungsfunden oder auch nur die Mitnahme von Steinen, die von solchen Orten stammen, stehen unter Strafe und werden mit mehrjährigen Haftstrafen geahndet.

Im Hinblick auf illegale Einwanderung wird Reisenden geraten, keine unbekannten Personen per Anhalter im Fahrzeug über die Grenze mitzunehmen.

Aufmerksam sollten Reisende auch auf dem Weg zu den Fährhäfen Griechenlands und während der Einschiffung ihres Fahrzeugs auf die Fähre sein.

Illegale Einwanderer versuchen vermehrt, über diese Fahrzeuge unbemerkt in andere Schengenländer zu gelangen. Vor allem die Fährhäfen Patras und Igoumenitsa sind betroffen.

Zur Vorsicht sollte noch mal ein Blick in und unter das Fahrzeug geworfen werden.

Die Beihilfe zur illegalen Einwanderung kann zu einem Strafverfahren wegen Menschenschmuggel führen und zieht hohe Geldstrafen oder sogar eine Inhaftierung nach sich.

In den Sommermonaten muss aufgrund der klimatischen Bedingungen Griechenlands mit Busch- und Waldbränden gerechnet werden.

SPERR-NOTRUF: Deutsche können ihre Girocards, Kreditkarten, Handys und einige andere elektronische Berechtigungen über die Sperr-Notruf-Nummer ++49 116 116 (aus dem Ausland neben ++49 116 116 auch ++49 30 4050 4050 wählbar) rund um die Uhr sperren lassen. Der Anrufer wird mit den Herausgebern der jeweiligen Medien verbunden, sofern diese sich dem Sperr-Notruf angeschlossen haben. Eine Liste der angeschlossenen Herausgeber ist im Internet unter www.sperr-notruf.de zu finden.

Ebenso ist es möglich, die Online-Ausweisfunktion (elektronischer Identitätsnachweis - eID) des neuen Personalausweises unter den oben genannten Nummern sowie unter 0180 1 333 333 (Bürgerservice des Bundesinnenministeriums) sperren zu lassen.

Italien

Landesdaten

Lage

Die Republik Italien grenzt im Westen an Frankreich, im Norden an die Schweiz und Österreich, im Osten an Slowenien und wird im Südwesten, Süden und Südosten vom Mittelmeer eingerahmt.

Zu Italien gehören auch die beiden großen Mittelmeerinseln Sizilien und Sardinien.

Fläche: 301.302 km².

Verwaltungsstruktur: 20 Regionen; Sonderstatus für die 5 Regionen Aostatal, Friaul-Julisch-Venetien, Sardinien, Sizilien, Trentino-Südtirol.

Einwohner

Bevölkerung: ca. 60,8 Millionen

Städte:

Rom (Hauptstadt) ca. 2,7 Millionen (mit Vororten ca. 4,4 Millionen)

Mailand ca. 1,25 Millionen

Neapel ca. 947.800

Turin ca. 872.800

Palermo ca. 653.200

Genua ca. 591.800

Bologna ca. 375.900

Florenz ca. 355.300

Bari ca. 316.700

Catania ca. 293.500

Venedig ca. 264.000

Verona ca. 254.600

Messina ca. 240.100

Triest ca. 202.500

Sprache

Die Landessprache ist Italienisch. In einigen Gebieten wird Deutsch bzw. Französisch gesprochen.

Zeitverschiebung

Mitteleuropäische Zeit (MEZ) mit europäischer Sommerzeit (kein Zeitunterschied).

Stromspannung

Meist 220/230 Volt. Schukostecker können oft nicht verwendet werden. Deswegen empfiehlt es sich, einen Adapter mitzunehmen.

Telefon/Post

Telefon

Die Ländervorwahl von Deutschland, Österreich und der Schweiz nach Italien ist 0039. Beim Telefonieren nach Italien vom Ausland aus muss die 0 der Ortsnetzziffer des entsprechenden Ortes mitgewählt werden, z.B. nach Rom lautet die Vorwahl 0039 06. Bei Ortsgesprächen innerhalb Italiens muss ebenfalls die Vorwahl mitgewählt werden.

Von Italien nach Deutschland wählt man 0049, nach Österreich 0043 und in die Schweiz 0041.

Die Direktwahl nach Deutschland ist nur aus Telefonzellen mit orangerotem Telefonhörer-Symbol möglich. Die meisten Telefonzellen funktionieren mit Telefonkarten, die an Tankstellen, in Bars und Restaurants oder an Zeitungskiosken gekauft werden können.

NOTRUFNUMMERN: Notruf (Carabinieri) 112 oder Polizei 113, Unfallrettung 118, Feuerwehr 115, Waldbrände 15 15, Seenotrettungsdienst 15 30.

Mobilfunk

Netztechnik: GSM 900/1800 und 3G 2100.

Derzeit gibt es Roamingverträge mit Anbietern in Italien von E-Plus, O2, Telekom Deutschland und Vodafone.

Internet

Länderkürzel: .it

Feiertage

1. Januar (Neujahr), 6. Januar (Dreikönigstag), 22. April (Ostermontag), 25. April (Tag der Befreiung), 1. Mai (Tag der Arbeit), 2. Juni (Nationalfeiertag), 29. Juni (St. Peter und Paul; Feiertag nur in Rom), 15. August (Mariä Himmelfahrt; Ferragosto), 1. November (Allerheiligen), 7. Dezember (St. Ambrosius; Feiertag nur in Mailand), 8. Dezember (Mariä Empfängnis), 25. Dezember (Weihnachten), 26. Dezember (Stephanstag).

Die Hauptferienzeit ist von Mitte Juli bis Ende August (einige Betriebe schließen im August), zwischen Weihnachten und Neujahr sowie rund um Ostern. Brückentage werden auch gern für ein verlängertes Wochenende genutzt.

Öffnungszeiten

Banken: Mo bis Do 8.30-13.30, 15-16 Uhr, Fr 8.30-13.30, 14.45-15.45 Uhr, oft auch Sa Vormittag.

Büros: Mo bis Fr 8.30-12.30, 13.30-17.30 Uhr.

Geschäfte: werktags 8.30-12.30 Uhr (Süditalien 9-13 Uhr), 15.30-19.30 Uhr (Süditalien 16-20 Uhr). In den Städten Norditaliens gibt es einen Trend zu durchgehenden Öffnungszeiten. In Süditalien sind die Lebensmittelgeschäfte in der Sommerperiode geöffnet von 7.30-13.30, 17.30-20 Uhr. Die Läden sind meistens montags einen halben Tag geschlossen.

Kleidung

Während der Sommermonate braucht man leichte Sommerkleidung. Im Herbst und Frühjahr sollte man Übergangskleidung mitnehmen. Im Winter benötigt man Wollsachen, warme Mäntel und gutes Schuhwerk. Auch einen Regenmantel oder eine Regenjacke sollte man unbedingt dabeihaben.

Geschichte/Politik

Mit den Etruskern kam im neunten Jahrhundert v. Chr. eine erste Hochkultur nach Italien. Um 470 v. Chr. begann der Aufstieg Roms, das um 100 n. Chr. seine größte Ausdehnung hatte. Nach dem Zusammenbruch des Römischen Reiches entstanden auf italienischen Boden germanische Nachfolgereiche. 381 wurde das Christentum zur Staatsreligion erhoben und seit dem fünften Jahrhundert ist der Bischof von Rom Oberhirte über alle Katholiken. Die darauf folgenden Machtkämpfe zwischen Kaisern und Päpsten erreichten ihren Höhepunkt mit dem Investiturstreit. Im Wormser Konkordat von 1122 mussten die Kaiser das Recht, den Papst zu wählen, an ein Kollegium von Kardinälen abgeben.

In der Folgezeit erlebten die Stadtstaaten wie etwa Venedig, Genua, Pisa, Mailand und Florenz einen erheblichen Aufschwung. Sie hatten durch die Kreuzzüge und durch rege Handelstätigkeiten ihren Einfluss bis in den östlichen Mittelmeerraum ausgedehnt. Zwischen Genua und Venedig entwickelte sich bald ein erbitterter Kampf um die Vorherrschaft, den die Venezianer gegen Ende des 14. Jahrhunderts für sich entscheiden konnten.

Mitte des 15. Jahrhunderts hatte sich Italien einen großen Reichtum angeeignet. Als Pionier des Wiederauflebens der Gelehrsamkeit und der Künste, bekannt als "Renaissance", stand Italien in kultureller Hinsicht den anderen europäischen Nationen weit voran. Am überragendsten war diesbezüglich die Toskana, aus welcher der große Dichter Dante Alighieri und der Maler Giotto hervorgingen. Gegen Ende des 15. Jahrhunderts wurde Italien das Ziel mehrerer aggressiver Kriege durch Frankreich, Spanien und Österreich. Nur wenige Stadtstaaten, z.B. Genua und Venedig, konnten sich behaupten.

Während des 18. Jahrhunderts blieb Italien gespalten und unter ausländischer Herrschaft. 1796 marschierte Napoleon Bonaparte in Italien ein und gliederte bis 1810 sogar Rom ins Französische Großreich ein. Nach Bonapartes Niederlage gegen Österreich wurde im Wiener Kongress (1814-1815) die Restauration der österreichischen Herrschaft über die Halbinsel garantiert. Der italienische Widerstand gegen die Vorherrschaft Österreichs kennzeichnet sich durch eine wachsende Bewegung für nationale Einheit und Unabhängigkeit, die "Risorgimento" genannt wird. 1861 wurde das Königreich Italien ausgerufen. Während des Ersten Weltkrieges blieb Italien zunächst neutral, schlug sich dann auf die Seite von Frankreich und Großbritannien.

1922 wurde Benito Mussolini zum Ministerpräsidenten ernannt. In der Folgezeit begründete er seine faschistische Diktatur und verbündete sich mit Hitler. Durch die Besetzung Albaniens und Äthiopiens versuchte er, eine Großmachtstellung für Italien aufzubauen. 1940, nach der Niederlage Frankreichs, griff Italien in den Zweiten Weltkrieg ein. 1943 landeten die Alliierten auf Sizilien, ein Jahr später konnten sie Rom erobern. 1946 wurde durch ein Memorandum die Monarchie in Italien beendet. Innenpolitische Unruhen mit Regierungskrisen und Korruptionsskandalen erschüttern seitdem immer wieder das Land. Italien ist Mitglied der EU.

Wirtschaft

Der Tourismus trägt in Italien erheblich zum Bruttosozialprodukt bei.

Fast 60 Prozent der Landesfläche Italiens werden als Ernte- und Weideland genutzt. Italien zählt weltweit zu den führenden Weinproduzenten und auch in der Herstellung von Oliven und Olivenöl rangiert Italien international ganz vorn. Weitere wichtige Feldfrüchte sind Weizen, Kartoffeln, Tomaten, Zuckerrüben, Mais und Reis sowie Artischocken, Pfefferschoten und Wassermelonen. Am bedeutendsten für die italienische Landwirtschaft ist der Obstanbau (Oliven, Äpfel, Orangen, Feigen und Datteln). Auch die Milchwirtschaft hat einen hohen Stellenwert. Bekannte Käsesorten des Landes sind Gorgonzola, Pecorino und Parmesan. Italiens wichtigste Bodenschätze sind Erdgas, Petroleum und Pyrit.

Ein anhaltendes Problem der italienischen Wirtschaft stellt das enorme Nord-Süd-Gefälle dar. Viele Süditaliener arbeiten in Norditalien oder im benachbarten Ausland.

Religion

In Italien herrscht die römisch-katholische Religion vor, der über 80 Prozent der Bevölkerung angehören. Ein 1984 verabschiedetes Gesetz schuf die römisch-katholische Religion als Staatsreligion ab und beendete den obligatorischen Religionsunterricht an Staatsschulen. Die wichtigsten Minderheitenreligionen sind Protestantismus, Islam und Judentum.

Vegetation

Zu der für die zentralen und südlichen Flachländer Italiens charakteristischen mediterranen Pflanzenwelt zählen z. B. Oliven-, Orangen-, Limonen- und Zitronenbäume und Palmen. Im Süden findet man häufig Feigen-, Dattel-, Granatapfel- und Mandelbäume, Zuckerrohr und Baumwolle. An den niedrigeren Hängen der Apenninen sind Kastanien-, Zypressen- und Eichenbäume, in höheren Lagen ausgedehnte Pinien- und Tannenwälder vorherrschend.

Tierwelt

Im Vergleich zu anderen europäischen Ländern findet man in Italien weniger Tierarten. In den Alpen leben noch wenige Murmeltiere, Steinböcke und Gemsen. An Vögeln herrschen Geier, Bussard, Falke und Milan in den Bergen vor. Wachtel, Waldschnepfe, Rebhuhn und verschiedene andere Zugvogelarten findet man in vielen Teilen Italiens. Zahlreiche Eidechsen- und Schlangenarten, u.a. drei Spezies der giftigen Vipernfamilie, und Skorpione sind noch anzutreffen.

Kulinarisches

Zusammen mit der französischen Küche ist die italienische Gastronomie führend in Europa. Nach den Nudelgerichten sind die Fischgerichte empfehlenswert. Die Pizza (ursprünglich ein gewürztes Brot) hat sich erst im Laufe des Wohlstands und mit Einfluss des Tourismus entwickelt. Standardgetränk zu allen Essen sind Wein (regionales Angebot z.B. Chianti in der Toscana, Lambrusco in der Emilia-Romagna, Orvieto in Umbrien und Marsala auf Sizilien) und Mineralwasser. Aber auch italienisches und ausländisches Bier wird angeboten.

Souvenirs

Einige Artikel, wie z.B. Terrakottatöpfe oder Espessomaschinen sind in Italien preisgünstig. Für ihre Antiquitätenmärkte sind Lucca, Mailand, Ravenna und Turin bekannt. Noch heute findet man in Italien viele Erzeugnisse des traditionellen Kunsthandwerks, die sich gut als Mitbringsel eignen, z.B. in Südtirol Trachten, in Ligurien Klöppelspitzen und Gegenstände aus Olivenholz, in Venetien Glas- und Kristallwaren sowie Spitzen und in der Toscana Alabastergegenstände, farbige Keramik und Goldschmiedearbeiten. Der Süden ist bekannt für Teppiche, Korallenschmuck und Kleinmöbel.

Duty Free

Einreise aus EU-Ländern

Bei unmittelbarer Einreise aus den anderen EU-Ländern (innergemeinschaftlicher Reiseverkehr; trifft nicht zu für die Kanarischen Inseln, außerdem nicht für die britischen Kanalinseln und nicht für Grönland) bestehen keine Beschränkungen/Formalitäten abgabenrechtlicher Art für das Reisegepäck und ausschließlich zu privaten Zwecken mitgeführte Waren. Ausgenommen sind verbotene Waren wie Drogen, Waffen usw. (Besonderheiten s.u.; für Waren zu gewerblichen Zwecken s. Abschnitt "Geschäftsreisende").

Im EU-Mitgliedstaat eingekaufte, bereits versteuerte (sog. verbrauchssteuerpflichtige) Waren können von Privatpersonen (ohne nochmalige Besteuerung) problemlos mitgeführt werden, wenn sie ausschließlich für ihren Eigenbedarf, d.h. nicht zu gewerblichen/kommerziellen Zwecken, erworben wurden.

Für folgende Waren gilt als Richtmenge für den Eigenbedarf:

TABAKWAREN: 800 Zigaretten, 400 Zigarillos (Zigarren mit einem Stückgewicht von höchstens 3 g), 200 Zigarren, 1.000 g Rauchtabak;

ALKOHOLISCHE GETRÄNKE: 10 Liter Spirituosen, 20 Liter sog. Zwischenerzeugnisse (z.B. Campari, Port, Madeira, Sherry), 90 Liter Wein (davon höchstens 60 Liter Schaumwein), 110 Liter Bier.

Eine Überschreitung dieser Richtmengen ist im Einzelfall möglich, wenn nachgewiesen wird, dass auch die größere Menge ausschließlich für den privaten Eigenbedarf bestimmt ist.

Bei anderen mitgeführten, verbrauchssteuerpflichtigen Waren kann bei der Einreise nach bestimmten Kriterien (u.a. die Gründe für den Besitz, Beförderungsart, Unterlagen über die Menge der Waren) geprüft werden, ob sie ggf. zu gewerblichen Zwecken bestimmt sind.

KRAFTSTOFFE für Motorfahrzeuge, die nicht im Hauptbehälter des Fahrzeugs oder in einem geeigneten Reservebehälter mitgeführt werden, können ggf. erneut besteuert werden.

REISENDEN UNTER 17 JAHREN wird keine Steuerbefreiung für Spirituosen und Tabakwaren gewährt.

Änderung der Zollbestimmungen - seit dem 1. Januar 2014 gilt folgende Ausnahmeregelung:

In Bulgarien, Kroatien, Lettland, Litauen, Ungarn oder Rumänien gekaufte Zigaretten dürfen nur noch bis zu einer Menge von 300 Stück steuerfrei nach Italien eingeführt werden.

Einreise aus Drittländern

Bei der Einreise aus anderen als EU-Ländern (Drittländer) ist die zum persönlichen Gebrauch während der Reise benötigte und zur Wiederausfuhr bestimmte Reiseausrüstung sowie der Reiseproviant von Eingangsabgaben befreit.

Ferner sind Waren, die Reisende gelegentlich und ausschließlich zum persönlichen Ge- oder Verbrauch oder für ihren Haushalt oder als Geschenk in ihrem persönlichen Reisegepäck einführen, im Rahmen folgender Mengen und Wertgrenzen abgabenfrei:

- 200 Zigaretten oder 100 Zigarillos (Zigarren mit einem Stückgewicht von höchstens 3 g) oder 50 Zigarren oder 250 g Rauchtabak;

- 16 Liter Bier

- 4 Liter nicht schäumende Weine;

- 1 Liter Spirituosen mit einem Alkoholgehalt von mehr als 22 Volumenprozent ODER 2 Liter Spirituosen, Aperitifs aus Wein oder Alkohol, Tafia, Sake oder ähnliche Getränke, mit einem Alkoholgehalt von 22 Volumenprozent oder weniger, oder Schaumwein oder Likörwein;

- eine dem persönlichen Bedarf des Reisenden entsprechende Menge an Arzneimitteln;

- andere Waren bis zu einem Gesamtwert von 430 Euro für Flug- und Seereisende, für Einreisende auf dem Landweg 300 Euro; für Reisende unter 15 Jahren gilt die Freimenge von 150 Euro unabhängig vom Einreiseweg.

Die Abgabenbefreiung wird nicht gewährt:

- Reisenden unter 17 Jahren für Tabakwaren, Spirituosen, Wein, Schaumwein, Likörwein, Aperitifs und ähnliche alkoholische Getränke.

Klimainformationen

Italien erstreckt sich vom Brenner-Pass bis zur Südspitze Siziliens. Während Oberitalien noch im mitteleuropäischen Klimabereich liegt (kalte Winter), beginnt in der Po-Ebene das gemäßigte-subtropische Übergangsklima. Die Mitte und der Süden des Landes sind durch mild-feuchte Winter und trocken-heiße Sommer gekennzeichnet.

Beste Reisezeit

Italien hat das ganze Jahr über Saison.

Vorgeschriebene Impfungen

Keine.

Empfohlene Impfungen

Keine.

Informationen zur Malaria

Malaria

Keine.

Verbreitung

Italien ist malaria-frei.

Währung

Währungseinheit

Währungseinheit: Euro ( EUR)

1 Euro = 100 Cent.

Derzeitiger Kurs:

1 US-$ = ca. 0,87 EUR

Hinweise

Reisende müssen beachten, dass in Italien generell Beträge über 3.000 Euro (auch Hotelrechnungen etc.) nicht in bar, sondern per Überweisung, mit GiroCard oder Kreditkarte bezahlt werden müssen.

Devisenbestimmungen/Umtausch

Einfuhr Fremdwährung: unbeschränkt

Einfuhr Landeswährung: unbeschränkt

Deklaration: Ja - bei der Einfuhr von Fremd- und Landeswährung im Gegenwert von zusammen über 10.000 Euro beim italienischen Grenzzollamt.

Ausfuhr Fremdwährung: unbeschränkt bzw. bei Beträgen im Gegenwert von über 10.000 Euro in Höhe der deklarierten Einfuhr.

Ausfuhr Landeswährung: unbeschränkt bzw. bei Beträgen im Gegenwert von über 10.000 Euro in Höhe der deklarierten Einfuhr.

Internationale Kreditkarten: Ja - werden von Banken, größeren Hotels, Restaurants der gehobenen Kategorie und bei Autovermietern akzeptiert.

Geldautomat: Ja - Girocard (mit Maestro- oder V-Pay-Logo) und Kreditkarten werden generell akzeptiert.

Auskunftstellen

Italienische Zentrale für Tourismus ENIT
Barckhausstraße 10, 5. Stock
60325
Frankfurt/M.
(0 69) 23 28 94
(0 69) 23 74 34
frankfurt@enit.it
ENIT-Büro in Berlin:

c/o Botschaft der Italienischen Republik

Hiroshimastraße 1

10785 Berlin

Tel. (0 30) 24 31 04 13

E-Mail: berlin@enit.it

A.P.T. (Agenzia Nazionale del Turismo)
Via Marghera 2/6
00185
Rom /Italien
(0039) 06 446 33 79, 446 99 07
(0039) 06 497 11
sedecentrale@enit.it

Camera di Commercio Italo-Germanica

(Deutsch-Italienische Handelskammer)
Via Gustavo Fara, 26
20124
Mailand /Italien
(0039) 02 66 98 09 64
(0039) 02 67 91 31
info@ahk-italien.it

Camere di Commercio d´Italia - Unioncamere
Piazza Sallustio 21
00187
Rom /Italien
(0039) 06 470 42 40
(0039) 06 470 41
unioncamere@cert.legalmail.it

Botschaften und Konsulate

Botschaft der Republik Italien


Hiroshimastraße 1

Konsularabteilung (keine Visa-Abteilung):

Hildebrandstraße 1
10785
Berlin
(0 30) 25 44 01 89
(0 30) 25 44 00
www.botschaft-italien.de
segreteria.berlino@esteri.it
Mo bis Fr 8.30-12.30 Uhr, Di 8.30-10.30 Uhr, Mi und Do 13-17 Uhr
Bitte beachten: Visa-Anfragen sind an das Generalkonsulat Frankfurt/M. zu richten!
Geschäftsbereich der Konsularabteilung: Berlin, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen

Honorarkonsulat der Republik Italien
Karl-Ferdinand-Braun-Straße 8
28359
Bremen
(04 21) 42 12 02 07 00
(04 21) 421 20 20 97 39, 421 20 20 72 22
www.consolati-italiani.de/colonia
brema.consolato@esteri.it
Mo bis Fr 9-12.30 Uhr und nachmittags nach Vereinbarung
(keine Visumerteilung)

Konsulat der Republik Italien
Goebenstraße 14
44135
Dortmund
(02 31) 55 13 79
(02 31) 57 79 60
segreteria.dortmund@esteri.it
Mo bis Fr 9-12.30 Uhr, Mi 14.30-17.30 Uhr
(keine Visa-Anfragen, diese sind an das GK Frankfurt zu richten)
(nur Regierungsbezirke Detmold, Münster und Arnsberg mit Ausnahme der Landkreise Olpe und Siegen-Wittgenstein)

Honorarkonsulat der Republik Italien
Augsburger Straße 3
01309
Dresden
(03 51) 444 45 84 88
(03 51) 444 44 88
www.consolati-italiani.de/colonia
consolato@consonordresda.de
Mo bis Fr 9.30-12 Uhr
keine Visa-Anfragen, diese sind an das GK Frankfurt zu richten)
(nur Direktionsbezirk Dresden)

Generalkonsulat der Republik Italien
Kettenhofweg 1
60325
Frankfurt/M.
(0 69) 753 11 04
(0 69) 753 10
www.consolati-italiani.de/francoforte
segreteria.francoforte@esteri.it
Visa-Abteilung: Mo bis Fr 9-12 Uhr, Mi auch 14.30-17 Uhr - nur nach telefonischer Vereinbarung
bundesweit zuständig für Visa-Angelegenheiten

Konsulat der Republik Italien
Augustinerplatz 2
79098
Freiburg/Breigau
(07 61) 386 61 61
(07 61) 38 66 10
www.consolati-italiani.de/friburgo
consolato.friburgo@esteri.it
Mo bis Fr 9-12 Uhr, Mo und Mi 15-17 Uhr


(keine Visa-Anfragen, diese sind an das GK Frankfurt zu richten)
(nur Regierungsbezirk Freiburg)

Honorarkonsulat der Republik Italien
Lokstedter Weg 24
20251
Hamburg
(0 40) 44 40 50 46
(0 40) 44 40 50 44
www.italia-hannover.de
anton.roessner@gmx.de
Mo und Mi 9.30-13.30 Uhr, Di 15-19 Uhr
(keine Visa-Anfragen, diese sind an das GK Frankfurt zu richten)

Generalkonsulat der Republik Italien
Freundallee 27
30173
Hannover
(05 11) 283 79 30
(05 11) 28 37 90
www.italia-hannover.de
segreteria.hannover@esteri.it
Di bis Fr 9-12 Uhr, Mo und Mi 15-17 Uhr
(keine Visa-Anfragen, diese sind an das GK Frankfurt zu richten)
- mit Ausnahme der Kreise Wolfsburg, Gifhorn und Helmstedt

Honorarkonsulat der Republik Italien
Brunswiker Straße 40
24105
Kiel
(04 31) 570 00 81
(04 31) 570 00 80
www.consolati-italiani.de/colonia
consolato_onorario_kiel@yahoo.it
Mo und Fr 10-12 Uhr und Mi 15-17 Uhr
(keine Visumerteilung)

Honorarkonsulat der Republik Italien
Rosengartenplatz 2
68161
Mannheim
(06 21) 33 84 01 10
(06 21) 33 84 02 24
www.consolati-italiani.de/colonia
mannheim-onorario@esteri.it
Mi 14-17 Uhr
(keine Visa-Anfragen, diese sind an das GK Frankfurt zu richten)
(nur für die Stadt Mannheim)

Generalkonsulat der Republik Italien
Universitätsstraße 81
50931
Köln
(02 21) 406 03 50
(02 21) 40 08 70
www.consolati-italiani.de/colonia
info.colonia@esteri.it
Mo bis Fr 8.30-12.30 Uhr, Mi 15-17.30 Uhr
(keine Visa-Anfragen, diese sind an das GK Frankfurt zu richten)
(nur die Regierungsbezirke Köln, Düsseldorf und Arnsberg - ohne die Städte Arnsberg und Sundern im Hochsauerlandkreis und die Städte Iserlohn, Menden, Hemer und Balve im Märkischen Kreis - sowie die Landkreise Olpe und Siegen-Wittgenstein)

Honorarkonsulat der Republik Italien
Messe-Allee 1
04356
Leipzig
(04 31) 678 81 02
(04 31) 678 90 00
www.consolati-italiani.de/colonia
ufficio@conslipsia.de
Mo, Di, Do 9-13 Uhr
(keine Visumerteilung)
Sachsen, jedoch nur die Regierungsbezirke Leipzig und Chemnitz

Generalkonsulat der Republik Italien
Möhlstraße 3
81675
München
(0 89) 47 31 34
(0 89) 41 80 03 62
www.consolati-italiani.de/monaco
segreteria.monacobaviera@esteri.it
Mo bis Mi 9-12.30 Uhr, Di auch 14-17.30 Uhr, Fr 8.30-12.30 Uhr
(keine Visa-Anfragen, diese sind an das GK Frankfurt zu richten)

Honorarkonsulat der Republik Italien
Lorenzer Platz 3a
90402
Nürnberg
(09 11) 202 21 07
(09 11) 202 20
www.consolati-italiani.de/colonia
guenther.kreuzer@kreuzer.de
Freitag 14-19 Uhr
(keine Visumerteilung)

Honorarkonsulat der Republik Italien
Am Ludwigsplatz 7
66117
Saarbrücken
(0681) 92 56 66 66
www.consolati-italiani.de/colonia
saarbrücken.onorario@esteri.it
Am ersten und dritten Donnerstag des Monats 15-18 Uhr
(keine Visumerteilung)

Generalkonsulat der Republik Italien
Lenzhalde 46
70192
Stuttgart
(07 11) 256 31 36
(07 11) 256 30
www.consolati-italiani.de/stoccarda
consolato.stoccarda@esteri.it
Mo bis Fr 9-12 Uhr, Di und Do auch 14.30-17 Uhr
(keine Visa-Anfragen, diese sind an das GK Frankfurt zu richten)
(nur der Regierungsbezirk Freiburg i. Breisgau und die Kreise Heidelberg, Mannheim und Rhein-Neckar)

Konsularagentur der Italienischen Republik
Goethestraße 52
38440
Wolfsburg
(0 53 61) 213 58
(0 53 61) 230 77/78
info.wolfsburg@esteri.it
Mo bis Fr 9-12 Uhr, Di, Do 15-17 Uhr
(keine Visa-Anfragen, diese sind an das GK Hannover zu richten)
(nur die Stadt Wolfsburg sowie die Landkreise Helmstedt und Gifhorn im Regierungsbezirk Braunschweig)

Ambasciata della Repubblica Federale di Germania
Via San Martino della Battaglia 4
00185
Rom /Italien
(0039) 06 445 26 72
(0039) 06 49 21 32 08
www.deutschebotschaft-rom.it
Amtsbezirk: Provinzen Ancona, Ascoli Piceno, Avellino, Bari, Benevento, Brindisi, Campobasso, Caserta, Catanzaro, Chieti, Cosenza, Crotone, Foggia, Frosinone, Isernia, Latina, L'Aquila, Lecce, Macerata, Matera, Neapel, Perugia, Pesaro-Urbino, Pescara, Potenza, Reggio-Calabria, Rieti, Rom, Salerno, Tarent, Teramo, Terni, Vibo Valentia und Viterbo sowie die Inseln Sardinien und Sizilien

Consolato Onorario della Repubblica

Federale di Germania
Bari Via Argiro 7
70122
Bari
(0039) 080 52 275 37
(0039) 080 52 275 37
bari@hk-diplo.de
Amtsbezirk: alle Provinzen der Region Apulien

Übergeordnete Auslandsvertretung: Generalkonsulat Rom

Consolato Onorario della Repubblica

Federale di Germania
Dr.-Streiter-Gasse 12
39100
Bozen
(0039) 0471 97 57 79
(0039) 0471 97 21 18
bozen@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Provinzen Bozen und Trient/Trento

Übergeordnete Auslandsvertretung: Generalkonsulat Mailand

Consolato Onorario della Repubblica Federale di Germania
Via R. Garzia 9
09126
Cagliari /Italien
(0039) 070 30 72 29
(0039) 070 30 72 29
cagliari@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Insel Sardinien (Provinzen Cagliari, Nuoro, Oristano, Sassari)

Übergeordnete Auslandsvertretung: Botschaft Rom

Consolato Onorario della Repubblica Federale di Germania
Corso dei Tintori 3
50122
Florenz /Italien
(0039) 055 247 32 08
(0039) 055 234 35 43
florenz@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Provinzen Arrezo, Florenz, Grosseto, Livorno, Lucca, Massa-Carrara, Pisa, Pistoia, Prato, Siena

Übergeordnete Auslandsvertretung: Generalkonsulat Mailand

Consolato Onorario della Repubblica Federale di Germania
Via Malta 2/1
16121
Genua /Italien
(0039) 010 576 54 44
(0039) 010 576 53 42
genua@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Provinzen Genua, Imperia, La Spezia und Savona

Übergeordnete Auslandsvertretung:

Generalkonsulat Mailand

Consolato Generale della Repubblica Federale di Germania
Via Solferino 40
20121
Mailand /Italien
(0039) 02 655 42 13
(0039) 02 623 11 01, 62 31 10 27
www.deutschesgeneralkonsulat-mailand.it
info@mailand.diplo.de
Amtsbezirk: Regionen Aostatal, Emilia Romagna, Friaul-Julisch Venetien, Ligurien, Lombardei, Piemont, Südtirol, Toskana, Venetien und die Republik San Marino

Consolato Onorario della Repubblica Federale di Germania
Via San Sebastiano 13
98122
Messina /Italien
(0039) 090 67 17 80
(0039) 090 67 17 80
messina@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Provinzen Messina, Catania, Ragusa und Syrakus

Übergeordnete Auslandsvertretung: Botschaft Rom

Consolato Onorario della Repubblica Federale di Germania
Via Medina, 40
80133
Neapel /Italien
(0039) 081 761 46 87
(0039) 081 248 85 11
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Amtsbezirk: Regionen Basilicata, Kalabrien, Kampanien und Molise

Übergeordnete Auslandsvertretung: Botschaft Rom

Consolato Onorario della Repubblica Federale di Germania
Via Principe di Villafranca 33
90141
Palermo /Italien
(0039) 091 982 08 08
(0039) 091 982 08 08
palermo@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Provinzen Palermo, Trapani, Agrigento, Caltanissetta und Enna

Übergeordnete Auslandsvertretung: Botschaft Rom

Consolato Onorario della Repubblica Federale di Germania
Santo Croce 251, Palazzo Condulmer
30135
Venedig /Italien
(0039) 041 244 84 69
(0039) 041 523 76 75
venedig@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Provinzen Belluno, Görz/Gorizia, Padua, Pordenone, Rovigo, Treviso, Tiest, Udine, Venedig, Vicenza

Übergeordnete Auslandsvertretung: Generalkonsulat Mailand

Sehenswertes

Rom

Rom, die Hauptstadt der Republik Italien und der Region Latium, etwa 20 Kilometer vom Tyrrhenischen Meer landeinwärts gelegen, ist die klassische Städtereise-Metropole. Die römische Lebensart und das Interesse an Kunst, Geschichte und Religion sind wohl die wichtigsten Gründe für einen Besuch der "Ewigen Stadt". Eine Münze in die Fontana di Trevi werfen, das Kolosseum und das Kapitol besichtigen, die Rast auf der Spanischen Treppe, die Vatikanstadt mit Petersplatz, Petersdom, Vatikanischen Museen und Sixtinischer Kapelle besuchen, die Katakomben an der Via Appia Antica ansehen - all das gehört seit Generationen zu einem Rombesuch wie das abendliche Essen im Restaurant oder der Einkaufsbummel in den Boutiquen und auf den Straßenmärkten.

Rom war Jahrtausende lang der kulturelle Mittelpunkt Europas und Schauplatz bedeutender geschichtlicher Ereignisse. Nach der Gründungssage wurde Rom am 21. April 753 v. Chr. von Romulus und Remus gegründet. Romulus brachte später seinen Zwillingsbruder Remus um. Die Zwillinge waren nach der Sage die Kinder des Mars mit einer Vestalin. Sie seien auf dem Tiber ausgesetzt, von einer Wölfin gesäugt und dann von dem Hirten Faustulus am Velabrum unterhalb des Palatin gefunden und aufgezogen worden. Die historisch nachweisbare Besiedlung der römischen Hügel lässt sich aber bis in das 14. Jahrhundert v. Chr. zurückverfolgen.

Die Entwicklung Roms zur Hauptstadt der größten und perfektesten politischen Organisation der Antike erreichte ihren Höhepunkt unter Kaiser Augustus (27 v.Chr. bis 14 n.Chr.). Die wechselvolle Geschichte, die in einer Verheerung der Stadt zur Zeit der Völkerwanderung und späterer Ereignisse endete (im 14. Jahrhundert hatte die Stadt noch 20.000 Einwohner), ist heute noch in den zahllosen Bauwerken der Stadt sichtbar. Rom gleicht einem einzigen Freilichtmuseum. Das historische Zentrum der Stadt, die Vatikanstadt und die Kirche "San Paolo fuori le Mura" wurden in die Liste der schützenswerten Kulturgüter der UNESCO aufgenommen. In den kleinen Gassen und Straßen der Innenstadt kann man tagelang untertauchen und das römische Leben abseits der Touristenströme studieren.

Der Tiber (Tevere) ist mit 405 Kilometern Länge nach dem Po der zweitlängste Fluss des Landes und durchzieht von Norden nach Süden in drei Windungen die Stadt. Am linken Ufer erheben sich die sieben Hügel, auf denen das alte Rom erbaut wurde. Am Stadtrand liegt der mit 0,44 Quadratkilometern kleinste eigenständige Staat der Welt, die Vatikanstadt, die der Sitz des Papstes und der Kurie ist.

Heute ist Rom ein wichtiges Wirtschafts- und Handelszentrum mit regem politisch-administrativem, kulturellem und künstlerischem Leben. Die zahllosen sehenswerten Museen und Sammlungen spiegeln die Geschichte der "Ewigen Stadt" und Italiens eindrucksvoll wider. Das Nachtleben spielt sich weitgehend im Freien ab. Nur in den Wintermonaten sind Kneipen und Musikclubs begehrte Anziehungspunkte. Im Sommer finden zahlreiche Festivals und Open-Air-Veranstaltungen statt.

Venedig

Venedig gilt als eine der faszinierendsten Städte der Welt. Trotz der Touristenmassen von zwölf bis 15 Millionen Menschen jährlich, der horrenden Preise, der Umweltprobleme und der Abwanderung der Bevölkerung hat die Stadt in der Lagune noch immer nichts von ihrem Zauber verloren.

Die märchenhafte Wasserstadt, die von 177 Kanälen durchzogen wird, ist ein einzigartiges Kunst- und Freilichtmuseum. Die prächtigen Palazzi, prunkvollen Baudenkmäler, Kirchen und Klöster hinterlassen bei jedem Besucher einen prägenden Eindruck. Zentraler Hauptplatz und touristischer Anziehungspunkt ist die Piazza di San Marco mit der berühmten Basilica di San Marco und dem majestätischen Palazzo Ducale. Vernetzt sind die Sehenswürdigkeiten, öffentlichen Plätze und Stadtteile durch ungefähr 3.000 Fußwege und fast 400 Brücken. Die Ponte di Rialto, die Ponte dell' Accademia und die Ponte Scalzi überspannen den berühmtesten Wasserboulevard der Stadt, den Canal Grande. Doch trotz aller Romantik sind die Stadt und die Lagune stark gefährdet. Die Millionen Holzpfähle, auf denen die Gebäude und Paläste erbaut sind, werden von den hochgiftigen Abwässern der Industrie zernagt. Dazu verschärfen eine Klimaänderung sowie ein steigender Meeresspiegel die Situation. Die tiefsten Stellen der Lagunenstadt, wie zum Beispiel die Piazza di San Marco, werden mehrmals im Jahr überschwemmt und die Stadt wird kontinuierlich im Wasser versinken, falls keine geeignete Lösung zu ihrer Rettung gefunden wird.

Die Geschichte von Venedig begann, als sich im fünften Jahrhundert Veneter auf der Flucht vor germanischen Stämmen in der Lagune niederließen. Im Mittelalter nahm die Stadt einen gigantischen Aufschwung und war Jahrhunderte lang die mächtigste Seerepublik der europäischen Welt. In gewaltigen Expansionszügen wurde die jugoslawische Adria bis tief ins östliche Mittelmeer und das Festland bis zu den Alpen unterworfen. Der Venezianer Marco Polo fand den Weg ins ferne China. Damit konnte Handel mit den fernöstlichen Gewürzen und Genussmitteln betrieben werden. Ein ungeheurer Reichtum breitete sich in Venedig aus, der bis heute in den prunkvollen Palästen und Bauwerken der Stadt zu erahnen ist. Berühmtheit erlangte Venedig auch durch seine Gondeln, die Glasereien von Murano, den Belcanto (italienischen Operngesang), den Karneval und das jährliche Internationale Filmfestival.

Besucher, die etwas mehr Zeit mitbringen und das Stadtgefüge aus allen Perspektiven erlebt haben, sollten unbedingt die Inseln in der Lagune von Venedig besuchen. Die bekanntesten sind Murano, Burano und Torcello sowie der Lido di Venezia.

Ligurien

Ligurien ist ein schmaler Landstreifen, der den Golf von Genua am westlichen Mittelmeer umfasst. Das Gebiet, das wegen seines milden sonnenreichen Klimas sehr beliebt ist, gilt seit jeher als Ort für einen angenehmen Winteraufenthalt. In den Fremdenverkehrsorten wurden viele Pflanzen eingeführt, wie Palmen oder Magnolien. In dem milden Klima wird die Blumenzucht betrieben. Der Blumenmarkt von San Remo zählt zu den bekanntesten Europas.

Das Wahrzeichen von Genua, der wichtigsten Hafenstadt Italiens, ist der Leuchtturm. Die noch vorhandenen Adelspaläste geben ein Bild vom Reichtum der Stadt im 16. und 17. Jahrhundert. Sehenswert sind u.a. der Palazzo Ducale (Dogenpalast), die Kathedrale San Lorenzo, die romanische Kirche Santa Maria di Castello sowie das Museum für ostasiatische Kunst (Museo Chiossone) mit Werken aus Japan, China und Thailand. Bordighera, eleganter Bade- und Luftkurort, hat eine malerische Altstadt. Auch der 1,5 Kilometer entfernte Botanische Garten (Giardino Esotico Pallanco) in Madonna della Ruota ist einen Besuch wert.

Portofino erfreut sich bei Reisenden wegen seiner landschaftlich schönen Lage und seiner mediterranen Pflanzenwelt großer Beliebtheit. Da der Ort von Touristen überlaufen ist, sollte man ihn in den frühen Morgenstunden besuchen.

Rapallo ist der größte Badeort der Region, in dem Wassersportler voll auf ihre Kosten kommen.

Auch in San Remo, dem bekanntesten Urlaubsort an der Riviera, herrscht im Sommer reger Badebetrieb. Charakteristisch für die Altstadt ist das Gewirr von Gassen. Interessant ist auch die Villa Nobel, die heute für kulturelle Veranstaltungen genutzt wird.

Sizilien

Die größte Insel im Mittelmeer ist mit ihrer Hauptstadt Palermo eine autonome Region. Die Insel ist gebirgig und von Vulkanismus geprägt. Der Ätna an der Ostküste ist mit seinen 3.300 m Höhe der größte noch tätige Vulkan in Europa. Schöne Landschaften und gute Strände (besonders an der Nord- und Ostküste) sowie viele antike Denkmäler haben den Tourismus in den letzten Jahren zu einem wichtigen Wirtschaftszweig werden lassen. Die Insel lässt sich auf einer Rundfahrt (etwa 930 Kilometer) erkunden. Die Hauptstadt Palermo, eine eher moderne Stadt, hat besonders schöne Gärten und Anlagen (z.B. der Park Villa Bonanno) zu bieten. Außerdem sehenswert ist die Kathedrale mit den Königs- und Königinnengräbern, die Capella Palatina, die Piazza Pretoria mit dem Rathaus und der Kirche La Martorana sowie das Teatro Massimo aus römischer Zeit. Auch ein Bummel durch den Hafenbereich lohnt sich.

Die Ostküste ist die reichste und am häufigsten besuchte Region der Insel. Der meistbesuchte Urlaubsort Siziliens ist Taormina. Glanzpunkt der Ostküste ist zweifelsohne der Ätna, den man mit einer Schmalspurbahn in ca. vier Stunden umrunden kann. Auch mit dem Auto ist eine Rundfahrt möglich.

Der Südosten Siziliens allein wäre wegen seiner wunderschönen Landschaft und den reizvollen Städten schon eine Reise wert. In Siracusa mit seinen bedeutenden Altertümern lassen sich schon zwei bis drei Tage verbringen. Die Hauptsehenswürdigkeiten verteilen sich auf Ortigia (Piazze Pancali, Archimede und Duomo sowie Castello Maniace), den Archäologischen Park in Neapolis (Teatro Greco, Latomie und Anfiteatro) und Tyche (Basilica e Catacombe di San Giovanni, Museo Archeologico). Im Hinterland von Siracusa ist die Totenstadt Pantàlica mit ihren Grabhöhlen interessant. Die Schlucht von Anapo bietet gute Wandermöglichkeiten.

Der Westen Siziliens, der von Touristen seltener besucht wird, hat durchaus Attraktionen zu bieten wie beispielsweise die Ruinen von Selinute, die in Nachbarschaft zum Badeort Marinella liegen, oder die schöne Stadt Erice, deren Ortsbild sich seit dem Mittelalter kaum verändert hat.

An der Nordküste mit ihren steil ins Meer abfallenden Bergen und den schönen Sand- und Kiesstränden (zwischen Cefalú und Milazzo) kommen Badefreunde auf ihre Kosten. Highlights sind die Lagunenstrände unterhalb des Heiligtums Tindari.

Sardinien

Sardinien ist nach Sizilien die zweitgrößte Insel des Mittelmeeres und liegt ungefähr 190 km vom Festland entfernt, von der französischen Nachbarinsel Korsika trennen sie nur 12 km.

Ein beliebtes Reiseziel ist Sardinien vor allem wegen ihrer kontrastreichen Küste. Neben langen weißen Sandstränden findet man kleine Buchten, Steilküsten und bizarre Felsformationen. Zu den bekanntesten Küstenabschnitten zählt die Costa Smeralda bei Olbia im Norden der Insel.

Das gebirgige Inselinnere lädt zu Ausflügen oder Wanderungen ein. Hochplateaus, Tafelberge, Vulkankegel und tiefe Schluchten bilden das Rückzuggebiet vieler seltener Tierarten. Die größten Höhen werden im Gennargentu-Massiv erreicht.

Unter den Bergen und entlang der Küsten gibt es unzählige Höhlen und Grotten, die zum Teil auch besichtigt werden können. Die Grotta di Nettuno an der Steilküste des Capo Caccia und die Grotta di Ispinigoli in der Nähe von Dorgali sind aufgrund ihrer Tropfsteingebilde besonders sehenswert.

Auch historisch und kulturell hat Sardinien viel zu bieten. Beeindruckend sind die sogenannten Nuraghen, kegelförmige Turmbauten, die aus der Bronzezeit stammen und vermutlich als Wehr- und Festungstürme dienten.

Phönizier gründen um 900 bis 700 v.Chr. erste Städte, darunter auch die heutige Hauptstadt Cagliari, damals Karali genannt. Unter den Römern erlebte sie eine Blütezeit. Das römische Amphitheater lohnt auf jeden Fall ein Besuch, aber auch das mittelalterliche Castello-Viertel sowie die Museen und Kirchen ziehen viele Touristen an.

Überhaupt überrascht auf Sardinien die große Zahl von Kirchen. Besonders ins Auge fallen die gestreiften Außenwände einiger romanischer Kirchen, die nach dem Pisaner Stil mit verschiedenfarbigen Steinquadern errichtet wurden wie z.B. die zwischen Sassari und Olbia gelegene Kirche Santissima Trinità di Saccargia.

Auch Sportler kommen auf Sardinien auf ihre Kosten; neben diversen Wassersportarten sind Radfahren, Reiten, Wandern, Klettern und Golfen sehr beliebt.

Liparische Inseln

Milazzo ist der Hauptfährhafen auf die Äolischen (Liparischen) Inseln Lipari, Vulcano, Salina, Panarea, Stromboli, Filicudi und Alicudi. Sie sind auch deshalb besonders reizvoll, weil sie bislang vom Massentourismus verschont blieben.

Ein besonderes Naturschauspiel bietet Stromboli mit dem gleichnamigen Vulkan, der noch heute die Erde erbeben lässt, und den man in etwa vier Stunden besteigen kann.

Toscana - Das Landschaftsbild

Für die Landschaft in Mittelitalien, zu der auch die Insel Elba und andere kleine Inseln gehören, sind Weinberge, Pinien und Zypressen charakteristisch. Die Toscana ist die Heimat des berühmten Chianti-Weines. Daneben werden Oliven, Getreide und Blumen angebaut. Besonders in den Kunststädten der Toscana Florenz, Siena und Pisa, in den Thermalbädern und den Badeorten entlang der Küste ist der Tourismus heute ein nennenswerter Wirtschaftsfaktor.

Neben der einzigartigen Landschaft sind die Sehenswürdigkeiten weltbekannt. Ihre Sammlungen, Galerien, Museen und Akademien machen die Toscana, insbesondere Florenz, zu einem Eldorado für Kulturinteressierte. Weitere interessante Orte der Toscana sind Prato mit seinen historischen Bauten im Zentrum und Arezzo mit seinen gut erhaltenen mittelalterlichen Bauwerken. Auf der Piazza von Arezzo findet einmal im Monat ein bekannter Antiquitätenmarkt (Mercato dell´Antiquariato) statt. Neben einem Kultururlaub kommen Wasser- und Wintersportfreunde und Wanderer in der Toscana auf ihre Kosten. Die Inseln des Toscanischen Archipels sind ein Paradies für Unterwassersportler. An den meisten Stränden ist Windsurfing möglich. Wintersportmöglichkeiten bietet Abetone im Appenin, der bekannteste Wintersportort der Toscana, während die sanften Hügelketten der Toscana zu Wanderungen einladen.

Florenz

Florenz, die Stadt im Arnotal, gilt zurecht als eine der großen italienischen Kunst- und Kulturstädte. Mit Michelangelo, Giotto, Brunelleschi, Donatello und Botticelli hinterließen einige der berühmtesten italienischen Künstler ihre Spuren in der Stadt.

Florenz wurde im 1. Jahrhundert vor Christus von den Römern als "Municipio Florentina" (d.h. die blühende Gemeinde), am Fuße des Hügels, auf dem sich noch heute die etruskische Stadt Fiesole befindet, gegründet.

Als Stadtstaat aus dem Mittelalter hervorgegangen, gewann Florenz im 15. und 16. Jahrhundert eine führende Stellung innerhalb Italiens. Viele wichtige kulturelle Strömungen in Italien gingen von "Firenze" aus. Unter der Herrschaft der Medici, einer reichen Kaufsmannsfamilie, die Kunst und Wissenschaft förderte, entwickelte sich Florenz zum Zentrum der Renaissance und des Humanismus. Von 1865 bis 1871 war Florenz die Hauptstadt des italienischen Königreichs.

Die Stadt zeigt sich heute nüchtern - die Paläste wirken von außen eher schlicht und schroff. Innen sind sie dafür umso prunkvoller ausgestattet. Die erstaunliche Fülle von Kunstschätzen und Sehenswürdigkeiten, die bedeutsame Geschichte, die zahlreichen kulturellen Festivals und Veranstaltungen und die reizvolle Umgebung der Toskana machen Florenz zu einem äußerst beliebten touristischen Ziel. 6,5 Millionen Touristen pro Jahr treiben allerdings auch die Preise in den Hotels, Restaurants und Museen in die Höhe.

Siena

Auch in Siena, 70 Kilometer südlich von Florenz, begegnet dem Besucher Geschichte auf Schritt und Tritt. Besonders sehenswert sind u.a. die Piazza del Campo, der muschelförmige Vorplatz des Rathauses, der Dom als herrliches Denkmal gotischer Architektur mit seinem berühmten marmornen Fußboden sowie der Palazzo Piccolomini, einer der schönsten Frührenaissance-Paläste der Stadt. In der Umgebung der südlich von Siena gelegenen Stadt Grosseto liegt der Kurort Saturnia, eine der ältesten Siedlungen der Gegend. Hier sprudelt aus dem Swimmingpool des Hotels Terme di Saturnia, das von Besuchern gratis genutzt werden kann, eine Schwefelquelle mit 37,5 Grad warmen Wasser.

Pisa

Pisa, die einstige Seestadt, befindet sich durch Sediment-Ablagerungen des Arno heute zehn Kilometer landeinwärts. Sehenswert sind u.a. der Domplatz mit dem Dom, dem Schiefen Turm, dem Baptisterium und dem Camposanto. Auch einige Museen wie das Dom-Museum (Museo dell Opera del Duomo) oder das Museo Nazionale di San Matteo mit seiner Sammlung Pisaner Skulpturen vom 12. bis zum 15. Jahrhundert sind einen Besuch wert.

Reisehinweise

Mehrere Erdbeben ereigneten sich in der Provinz Catania auf Sizilien. Es kam zu Verletzten und Sachschäden. Bereits zuvor hatte der Vulkan Ätna erhöhte Aktivitäten gezeigt. Am Flughafen von Catania kann es zu Verzögerungen und Flugausfällen kommen.

Das Auswärtige Amt rät Reisenden, besonders vorsichtig zu sein und die Hinweise der örtlichen Behörden zu beachten.

Sicherheitsvorkehrungen:

Die italienische Regierung geht nach wie vor mit einer erhöhten terroristischen Gefährdung des Landes aus. Es ist mit mehr Polizeipräsenz sowie Sicherheitskontrollen auch an religiösen Stätten zu rechnen. Reisenden wird empfohlen, wachsam zu sein, insbesondere bei Menschenansammlungen.

Waldbrände:

Während der Sommermonate kommt es aufgrund des Klimas in Italien immer wieder zu Waldbränden. Es muss auch in den touristischen Regionen mit Beeinträchtigungen der Infrastruktur gerechnet werden. Reisende sollten sich an entsprechenden Hinweisen in den Medien orientieren.

Erdbeben:

Italien zählt zu den Ländern weltweit, in denen es häufig zu Erdbeben kommt. Am 21. August 2017 hat sich vor der Küste der Insel Ischia ein Erdbeben ereignet. In den zentralitalienischen Regionen Latium, Marken und Umbrien kam es 2016 und im Januar 2017 zu mehreren schweren Erdbeben.

Bitte auch den Abschnitt "Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen" beachten.

Weitere Informationen zur Sicherheitssituation im Reiseland sind auf den Internetseiten des Auswärtigen Amts zu finden.

Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen

- Sardinien: Touristen können an Flughäfen kontrolliert werden, ob sie Sand, Kiesel, Muscheln oder auch Steine von den sardinischen Stränden, auch in kleinsten Mengen, in ihrem Reisegepäck haben. Es können Strafgebühren wegen des Verstoßes gegen den Naturschutz zwischen 500 und 3.000 Euro verhängt werden.

- Kleinkriminalität: Reisende sollten sich insbesondere in Tourismuszentren, in den Bahnhöfen Italiens und auf Buslinien, die von Touristen oft benutzt werden, auf Taschen- und Autodiebe einstellen. Solche Delikte häufen sich z.B. in Rom auf der Bahnstrecke zwischen Flughafen Leonardo da Vinci und der Innenstadt sowie auf Busfahrten der Linien 40, 62 und 64.

- Gefälschte Markenartikel: Sie zu kaufen oder zu verkaufen ist verboten.

- Anhalter: Reisende, die Anhalter mitnehmen, sollten bedenken, dass es strafbar ist (Haft, Geldstrafe), wenn sie einen Anhalter mitnehmen, der in Italien auf diesem Wege illegal einreisen will (wird als Beihilfe gewertet).

- Rauchverbot: In allen Regional- und Fernzügen ist das Rauchen untersagt. In öffentlichen Gebäuden, Bars und Restaurants gilt ein Rauchverbot. Geraucht werden darf nur in ummauerten Raucherzonen mit eigener Lüftung. Auch in Geschäften und Büros ist das Rauchen verboten.

SPERR-NOTRUF: Deutsche können ihre Girocards, Kreditkarten, Handys und einige andere elektronische Berechtigungen über die Sperr-Notruf-Nummer ++49 116 116 (aus dem Ausland neben ++49 116 116 auch ++49 30 4050 4050 wählbar) rund um die Uhr sperren lassen. Der Anrufer wird mit den Herausgebern der jeweiligen Medien verbunden, sofern diese sich dem Sperr-Notruf angeschlossen haben. Eine Liste der angeschlossenen Herausgeber ist im Internet unter www.sperr-notruf.de zu finden.

Ebenso ist es möglich, die Online-Ausweisfunktion (elektronischer Identitätsnachweis - eID) des neuen Personalausweises unter den oben genannten Nummern sowie unter 0180 1 333 333 (Bürgerservice des Bundesinnenministeriums) sperren zu lassen.

Ausflugsland

Deutschland

Landesdaten

Lage

Die Bundesrepublik Deutschland grenzt im Norden an die Nordsee, Dänemark und die Ostsee, im Osten an Polen und die Tschechische Republik, im Südosten an Österreich, im Süden an die Schweiz und im Westen an Frankreich, Luxemburg, Belgien und die Niederlande.

Fläche: 357.027 km².

Einwohner

Bevölkerung: ca. 82,2 Millionen

Die größten Städte (und die Landeshauptstädte):

Berlin (Hauptstadt) ca. 3,5 Millionen

Hamburg ca. 1,79 Millionen

München ca. 1,43 Millionen

Köln ca. 1 Million

Frankfurt/M. ca. 717.700

Stuttgart ca. 612.400

Düsseldorf ca. 604.500

Dortmund ca. 580.500

Essen ca. 573.800

Bremen ca. 551.800

Leipzig ca. 544.500

Dresden ca. 536.300

Hannover ca. 523.700

Nürnberg ca. 501.100

Duisburg ca. 485.500

Bonn 318.900

Wiesbaden ca. 276.200

Kiel ca. 246.300

Magdeburg ca. 235.700

Erfurt ca. 210.100

Mainz ca. 209.800

Saarbrücken ca. 178.200

Potsdam ca. 167.700

Schwerin ca. 98.800

Sprache

Deutsch mit zahlreichen Dialekten. Englisch wird weitgehend verstanden.

Zeitverschiebung

Mitteleuropäische Zeit (MEZ) mit europäischer Sommerzeit.

Stromspannung

230 Volt Wechselstrom, 50 Hertz.

Telefon/Post

Post

Briefmarken können in Postämtern und an deren Automaten gekauft werden; in Ferienregionen sind sie auch in Souvenirläden erhältlich.

Telefon

Die Landesvorwahl nach Deutschland ist 0049, danach ist die Führungsnull der Ortsvorwahl wegzulassen. Von Deutschland nach Österreich wählt man 0043 und in die Schweiz 0041.

Münztelefone sind seltener geworden, die meisten öffentlichen Telefone funktionieren mit Telefonkarten der Deutschen Telekom, die auf jedem Postamt erhältlich sind. Für Auslandsgespräche sind in der Regel internationale Prepaid-Karten günstiger, die verschiedene privater Telefongesellschaften anbieten.

NOTRUFNUMMERN: Polizei 110, Unfallrettung 110, Feuerwehr 112.

Mobilfunk

Netztechnik: GSM 900/1800

Internet

Länderkürzel: .de

Feiertage

1. Januar (Neujahr), 19. April (Karfreitag), 22. April (Ostermontag), 1. Mai (Tag der Arbeit), 30. Mai (Christi Himmelfahrt), 10. Juni (Pfingstmontag), 3. Oktober (Tag der Einheit), 25. und 26. Dezember (Weihnachten).

Folgende regionale Feiertage gibt es zusätzlich:

6. Januar (Erscheinungsfest/Dreikönigstag) in Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen-Anhalt;

20. Juni (Fronleichnam) in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, im Saarland sowie in einigen Gemeinden in Sachsen und Thüringen;

15. August (Mariä Himmelfahrt) in Gemeinden Bayerns mit überwiegend katholischer Bevölkerung und im Saarland;

31. Oktober (Reformationstag) in Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen;

1. November (Allerheiligen) in Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und im Saarland;

20. November Buß- und Bettag) in Sachsen.

Faschingsmontag und -dienstag bzw. Rosenmontag und Fastnachtsdienstag (4. und 5. März 2019) sind keine gesetzlichen Feiertage. Wegen der Feiern, die in einigen Regionen das gesellschaftliche Leben stark dominieren, sollten Geschäftstermine an diesen Tagen zuvor bestätigt werden.

Die Hauptferienzeit geht von Mitte Juni bis Mitte September. Sie ist jedoch von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich.

Öffnungszeiten

Banken: Mo bis Fr 8.30-13, 14.30-16 Uhr, Do bis 17.30 Uhr; einige Banken sind auch über Mittag und bis 18 Uhr geöffnet;

Geschäfte: größere Geschäfte - Mo bis Fr 9/10-20 Uhr, Sa 9/10-16/20 Uhr, kleinere Geschäfte - Mo bis Fr 9/10-18.30 Uhr, Sa 9-14 Uhr; Lebensmittelgeschäfte sind meist schon ab 7/8 Uhr geöffnet; in kleineren Städten sind die Geschäfte oft von 12.30-15 Uhr und am Mittwochnachmittag geschlossen.

Kleidung

Man sollte, den Jahreszeiten entsprechend, normale europäische Kleidung tragen. Auch im Sommer braucht man gegen Abend einen warmen Pullover. Im Winter sind warme Sachen unerlässlich.

Regenschutz sollte man während des ganzen Jahres bei sich haben.

Wirtschaft

Die wichtigsten Branchen der Industrie sind die Chemie, die Automobilbranche, der Maschinenbau und die Elektroindustrie. Deutschland ist eine der führenden Handelsnationen und ein hochentwickeltes Industrieland. Die Wiedervereinigung der beiden deutschen Länder brachte in den ostdeutschen Bundesländern zunächst erhebliche wirtschaftliche Probleme und eine enorme Arbeitslosigkeit mit sich. Obwohl die Industriebetriebe im Osten inzwischen modernisiert und wettbewerbsfähig sind, lässt der wirtschaftliche Aufschwung im Osten weiter auf sich warten. Der Energiebedarf Deutschlands wird zu 12,5 Prozent durch Kernkraft gedeckt. Der Anteil regenerativer Energien soll weiterhin ausgebaut werden.

Religion

Fast ein Drittel der deutschen Bevölkerung gehört der katholischen Kirche an, beinahe genauso viele Mitglieder zählen die evangelischen Landeskirchen. Darüber hinaus gibt es Anhänger einer Reihe weiterer Glaubensgemeinschaften wie z.B. Moslems, Juden und Buddhisten.

Vegetation

Durch die landwirtschaftliche Intensivierung wurde die natürliche Vegetation weitgehend verdrängt. Rund 30 Prozent der Fläche Deutschlands sind von Wäldern bedeckt; die meisten Wälder befinden sich im Süden Deutschlands (Bayern, Baden-Württemberg). Etwa zwei Drittel des Waldes besteht aus Fichten und anderen Nadelbäumen, der Rest aus Laubbäumen wie Buche, Birke und Eiche.

Tierwelt

Der Lebensraum der wild lebenden Tiere ist stark eingegrenzt. Häufige Arten sind Reh, Hirsch, Wildschwein, Hase, Wiesel, Dachs und Fuchs. In den Küstengewässern von Nord- und Ostsee finden sich Hering, Kabeljau und Flunder, in den Flüssen und Strömen des Landes Karpfen, Wels und Forelle. An den Küsten brüten jährlich über eine halbe Million Wasservögel.

Kulinarisches

Deutschland ist bekannt für seine wohl unübertroffene Vielfalt an Brotsorten. Brot und Brötchen werden zum Frühstück und zum Abendessen gegessen. Die Hauptmahlzeit ist das Mittagessen, das üblicherweise aus Fleisch mit Soße, Kartoffeln oder Klößen, Gemüse und Salat besteht. Selbstverständlich ist das Angebot an regionalen Besonderheiten äußerst vielfältig und von Ost nach West, von Nord nach Süd sehr unterschiedlich. Am Nachmittag wird Kaffee oder Tee mit einer reichhaltigen Auswahl an schmackhaften Kuchen und Torten angeboten. Cafes gibt es überall, im Sommer mit Außenterrassen.

Bier ist das Nationalgetränk der Deutschen und wird nach deutschem Reinheitsgebot gebraut. Es gibt extrem unterschiedliche Sorten, vom süddeutschen Weizenbier bis zum bitteren Pils, dem dunklen Bockbier bis hin zu alkoholfreien Sorten, die sich zunehmender Beliebtheit erfreuen. Deutsche Weine, insbesondere die Weißweine gehören zu den besten der Welt. Am bekanntesten sind die Weine von Rhein und Mosel sowie die Fränkischen Weine.

Souvenirs

Es gibt regional sehr spezifische Besonderheiten. So sind die Musikinstrumente Ostdeutschlands berühmt. Im Erzgebirge werden handgeschnitztes Holzspielzeug und Weihnachtsschmuck hergestellt. Die Meißner Porzellanmanufaktur kann sogar besichtigt werden. In Bayern ist besonders die typische Lodenmode begehrt. Darüber hinaus sind optische Geräte (Fotoapparate, Ferngläser), Silber- und Stahlwaren, Messer und Sportartikel von bester Qualität.

Duty Free

Einreise aus EU-Ländern

Bei unmittelbarer Einreise aus den anderen EU-Ländern (innergemeinschaftlicher Reiseverkehr; trifft nicht zu für die Kanarischen Inseln, außerdem nicht für die britischen Kanalinseln und nicht für Grönland) bestehen keine Beschränkungen/Formalitäten abgabenrechtlicher Art für das Reisegepäck und ausschließlich zu privaten Zwecken mitgeführte Waren. Ausgenommen sind verbotene Waren wie Drogen, Waffen usw. (Besonderheiten s.u.; für Waren zu gewerblichen Zwecken s. Abschnitt "Geschäftsreisende").

Im EU-Mitgliedstaat eingekaufte, bereits versteuerte (sog. verbrauchssteuerpflichtige) Waren können von Privatpersonen (ohne nochmalige Besteuerung) problemlos mitgeführt werden, wenn sie ausschließlich für ihren Eigenbedarf, d.h. nicht zu gewerblichen/kommerziellen Zwecken, erworben wurden.

Für folgende Waren gilt als Richtmenge für den Eigenbedarf:

TABAKWAREN: 800 Zigaretten, 400 Zigarillos (Zigarren mit einem Stückgewicht von höchstens 3 g), 200 Zigarren, 1.000 g Rauchtabak;

ALKOHOLISCHE GETRÄNKE: 10 Liter Spirituosen, 20 Liter sog. Zwischenerzeugnisse (z.B. Campari, Port, Madeira, Sherry), 90 Liter Wein (davon höchstens 60 Liter Schaumwein), 110 Liter Bier.

Eine Überschreitung dieser Richtmengen ist im Einzelfall möglich, wenn nachgewiesen wird, dass auch die größere Menge ausschließlich für den privaten Eigenbedarf bestimmt ist.

Bei anderen mitgeführten, verbrauchssteuerpflichtigen Waren kann bei der Einreise nach bestimmten Kriterien (u.a. die Gründe für den Besitz, Beförderungsart, Unterlagen über die Menge der Waren) geprüft werden, ob sie ggf. zu gewerblichen Zwecken bestimmt sind.

KRAFTSTOFFE für Motorfahrzeuge, die nicht im Hauptbehälter des Fahrzeugs oder in einem geeigneten Reservebehälter mitgeführt werden, können ggf. erneut besteuert werden.

REISENDEN UNTER 17 JAHREN wird keine Steuerbefreiung für Spirituosen und Tabakwaren gewährt.

Einreise aus Drittländern

Bei der Einreise aus anderen als EU-Ländern (Drittländern) sind die zum persönlichen Gebrauch während der Reise benötigte und zur Wiederausfuhr bestimmte Reiseausrüstung sowie der Reiseproviant von Eingangsabgaben befreit.

Ferner sind Waren, die Reisende gelegentlich und ausschließlich zum persönlichen Ge- oder Verbrauch oder für ihren Haushalt oder als Geschenk in ihrem persönlichen Reisegepäck einführen, im Rahmen folgender Mengen und Wertgrenzen abgabenfrei:

- 200 Zigaretten oder 100 Zigarillos (Zigarren mit einem Stückgewicht von höchstens 3 g) oder 50 Zigarren oder 250 g Rauchtabak;

- 16 Liter Bier;

- 4 Liter nicht schäumende Weine;

- 1 Liter Spirituosen mit einem Alkoholgehalt von mehr als 22 Volumenprozent oder 2 Liter Spirituosen, Aperitifs aus Wein oder Alkohol, Tafia, Sake oder ähnliche Getränke, mit einem Alkoholgehalt von 22 Volumenprozent oder weniger, oder Schaumwein oder Likörwein;

- eine dem persönlichen Bedarf des Reisenden entsprechende Menge an Arzneimitteln;

- andere Waren bei Einreise auf dem Luft- oder Seeweg bis zu einem Gesamtwert von 430 Euro, bei Einreise auf anderen Verkehrswegen bis zu einem Gesamtwert 300 Euro; für Reisende unter 15 Jahren gilt grundsätzlich die Freimenge von 175 Euro.

DIE ABGABENBEFREIUNG WIRD NICHT GEWÄHRT

- Reisenden unter 17 Jahren für Tabakwaren, Spirituosen, Wein, Schaumwein, Likörwein, Aperitifs und ähnliche alkoholische Getränke.

Klimainformationen

In Deutschland gibt es ausgeprägte Jahreszeiten. Die durchschnittlichen Temperaturen liegen im Sommer bei 25-30°C, im Winter bei 0 bis minus 5°C. Im Norden ist das Klima üblicherweise wechselhafter als im Süden Deutschlands.

Beste Reisezeit

Mai bis Oktober.

Vorgeschriebene Impfungen

Keine.

Empfohlene Impfungen

Saisonal FSME.

Informationen zur Malaria

Malaria

Keine.

Verbreitung

Die Bundesrepublik Deutschland ist malaria-frei.

Währung

Währungseinheit

Währungseinheit: Euro ( EUR)

1 Euro = 100 Cent.

Derzeitiger Kurs:

1 US-$ = ca. 0,87 EUR

Devisenbestimmungen/Umtausch

Einfuhr Fremdwährung: unbeschränkt

Einfuhr Landeswährung: unbeschränkt

Deklaration: Ja - schriftliche Deklaration bei Einreise aus einem Nicht-EU-Land sowie bei Ausreise in ein Nicht-EU-Land ab einem Wert von 10.000 Euro (auch in anderen Währungen, Reiseschecks oder auf Dritte ausgestellte Schecks, Zahlungsanweisungen etc.).

Ausfuhr Fremdwährung: unbeschränkt

Ausfuhr Landeswährung: unbeschränkt

Internationale Kreditkarten: Ja - werden von größeren Hotels, größeren Geschäften, größeren Restaurants und an den meisten Tankstellen akzeptiert.

Geldautomat: Ja - mit Kreditkarten oder Girocard (mit Maestro- oder V-Pay-Zeichen)

Auskunftstellen

In Deutschland

Tourismusverbände der Bundesländer:

Tourismus-Marketing GmbH Baden-Württemberg
Esslinger Straße 8
70182
Stuttgart
( 07 11) 238 58 98/99
(07 11) 23 85 80
www.tourismus-baden-wuerttemberg.de
info@tourismus-bw.de

Bayern Tourismus Marketing GmbH
Arabellastr. 17
81925
München
(0 89) 21 23 97 99
(0 89) 212 39 70
www.bayern.by
tourismus@bayern.info

Berlin Tourismus Kongress GmbH
Am Karlsbad 11
10785
Berlin
(0 30) 25 00 24 24
(030) 264 74 80
www.berlin-tourism.de
information@visitBerlin.de

Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH
Am Neuen Markt 1
14467
Potsdam
(03 31) 298 73 73
(03 31) 29 87 30
www.reiseland-brandenburg.de
tmb@reiseland-brandenburg.de

Bremer Touristik-Zentrale

Gesellschaft für Marketing und Service mbH
Findorffstraße 105
28215
Bremen
(04 21) 308 00 30
(04 21) 308 00 10
www.bremen-tourism.de
btz@bremen-tourism.de

Hamburg Tourismus GmbH
Steinstr. 7
20095
Hamburg
(0 40) 30 05 13 33
(0 40) 30 05 13 00
www.hamburg-tourismus.de
info@hamburg-tourismus.de

HA Hessen Agentur GmbH

Tourismus- und Kongressmarketing
Konradinerallee 9
65189
Wiesbaden
(06 11) 95 017-81 40
(06 11) 95 017-81 91
www.hessen-tourismus.de
info@hessen-tourismus.de

Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern e.V.
Platz der Freundschaft 1
18059
Rostock
(03 81) 403 05 55
(03 81) 403 05 00
www.auf-nach-mv.de
info@auf-nach-mv.de

Tourismus Marketing Niedersachsen GmbH
Essener Str. 1
30173
Hannover
(05 11) 27 04 88 88
(05 11) 270 48 80
www.tourismus-niedersachsen.de
info@tourismusniedersachsen.de

Tourismus NRW e.V.
Völklinger Straße 4
40219
Düsseldorf
(02 11) 91 32 05 55
(02 11) 91 32 05 00
www.nrv-tourismus.de
info@nrw-tourismus.de

Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH
Löhrstraße 103-105
56068
Koblenz
(02 61) 915 20 40
(02 61) 91 52 00
www.rlp-info.de
info@gastlandschaften.de

Tourismus Zentrale Saarland GmbH
Franz-Josef-Röder-Straße 17
66119
Saarbrücken
(06 81) 927 20 40
(06 81) 92 72 00
www.tourismus-saarland.de
info@tz-s.de

Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen mbH
Bautzner Straße 45/47
01099
Dresden
(03 51) 496 93 06
(03 51) 49 17 00
www.sachsen-tour.de
info@sachsen-tour.de

Investitions- und Marketinggesellschaft Sachsen-Anhalt mbH (IMG)
Am Alten Theater 6
39104
Magdeburg
(03 91) 562 83 811
(03 91) 562 83 820
www.sachsen-anhalt.de
tourismus@img-sachsen-anhalt.de

Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein GmbH
Wall 55
24103
Kiel
(04 31) 600 58 44
(04 31) 60 05 83, 600 58 40
www.sh-tourismus.de
info@sh-tourismus.de

Thüringer Tourismus GmbH
Willy-Brandt-Platz 1
99084
Erfurt
Thüringer Tourismus GmbH
Postfach 900 407
99107 Erfurt
(03 61) 374 23 88
(03 61) 374 20
www.thueringen-tourismus.de
service@thueringen-tourismus.de

In Deutschland

Informationen u.a. zur Einreise nach Deutschland erteilt:

Auswärtiges Amt
Werderscher Markt 1
10117
Berlin
Auswärtiges Amt
11013 Berlin
(0 30) 18 17 34 02
(0 30) 181 70
www.auswaertiges-amt.de
buergerservice@diplo.de

In Deutschland

Informationen u.a. über regionale Industrie- und Handelskammern:

Deutscher Industrie- und Handelskammertag (DIHK)
Breite Straße 29
10178
Berlin
Deutscher Industrie- und Handelskammertag (DIHK)
11052 Berlin
(0 30) 203 08 10 00
(0 30) 20 30 80
www.diht.de
info@dihk.de

Deutsche Zentrale für Tourismus e.V. -DZT
Beethovenstraße 69
60325
Frankfurt/M.
(0 69) 75 19 03
(0 69) 97 46 40
www.deutschland-tourismus.de
info@germany.travel

Sehenswertes

Berlin

Berlin ist ein deutsches Bundesland und zugleich Hauptstadt und die größte Stadt Deutschlands.

Berlin wurde 1237 erstmals urkundlich erwähnt und war ab 1486 ständige Residenzstadt des brandenburgischen Kurfürsten. Davon zeugt heute noch das Charlottenburger Schloss mit der Reiterstatue des Großen Kurfürsten Friedrich Wilhelm. Den Grundstein für die kosmopolitische Stadt Berlin legte der Große Kurfürst mit der Einladung von Glaubensflüchtlingen nach Brandenburg und Berlin. Die Hugenotten brachten Küche, Lebensart und Sprache aus Frankreich. Architekten wie Karl Friedrich Schinkel oder Andreas Schlüter belebten die Architektur.

Ende des 19. Jahrhunderts war Berlin die größte Industriestadt des Kontinents. Auf die Zeit des ´Glanz und Gloria´ folgten als Meilensteine der Zusammenbruch 1945, die Teilung der Stadt 1961, der Fall der Mauer und die Wiedervereinigung 1989.

Seitdem hat sich viel verändert - die deutsche Hauptstadt ist wieder zur Drehscheibe zwischen Ost und West geworden. Das deutsche Parlament, der Bundesrat und die Bundesregierung haben ihren Sitz wieder in der Bundeshauptstadt. Das Reichstagsgebäude mit der gläsernen Kuppel von Sir Norman Foster ist über Nacht zu einer Attraktion für Berliner wie für Gäste aus aller Welt geworden. Auch die alte Mitte um die Straße ´Unter den Linden´ wurde kräftig herausgeputzt. Berlins Zentrum, der Potsdamer, Leipziger und Pariser Platz mit dem legendären Brandenburger Tor, wurde nach der Wiedervereinigung zur größten Baustelle Europas. Wohnen und Arbeiten stehen hier an erster Stelle, aber auch Unterhaltungszentren für Einheimische und Besucher sind entstanden. Rund um den Marlene-Dietrich-Platz locken Spielbanken, ein Varieté- und Musical-Theater sowie ein Großkino viele Besucher an.

Die Berliner Kulturlandschaft trägt durch Umfang, Vielfalt und Lebendigkeit zum unverwechselbaren Profil der Stadt entscheidend bei. Allein die 17 staatlichen Museen der Stiftung ´Preußischer Kulturbesitz´ bilden einen der größten Museumskomplexe Europas. Daneben ist Berlin die bedeutendste deutsche Theaterstadt. Zurzeit besitzt Berlin drei Opernhäuser, über 150 Theater und Bühnen sowie rund 170 Museen und Sammlungen, ferner etwa 300 kommunale und private Galerien, 265 Kinos und zahlreiche weitere kulturelle Einrichtungen. Im Sommer werden in den Parks große Open-Air-Veranstaltungen geboten. Festivals, wie der Karneval der Kulturen, die Love Week oder der Christopher Street Day, ziehen ein Millionen-Publikum aus der ganzen Welt an.

Berlin ist also "in" und am Puls der Zeit - nicht von ungefähr hat die Stadt im Jahr 2007 mehr als 17,3 Millionen Übernachtungen von Gästen aus dem In- und Ausland registriert. Im internationalen Vergleich steht Berlin ebenfalls gut da: etwa 140 Millionen Besuchstage konnte die deutsche Hauptstadt auf sich verbuchen - und rangiert nach London und Paris unter den Top 3 der europäischen Städtedestinationen.

Dresden

Wie Paris mit dem Eiffelturm, so ist Dresden mit dem Zwinger verbunden. Das prächtige Barockbauwerk wurde von August dem Starken errichtet. Mit großartigen Bauten und zahlreichen Kunstschätzen machte er Dresden zu einer Perle des deutschen Barocks. Nach dieser goldenen Ära setzte das silberne Zeitalter ein. Carl-Maria von Weber begründete die deutsche Nationaloper, und Caspar David Friedrich entwickelte den Stil der "Dresdner Frühromantik". Heute zeigt die Stadt dem Besucher ein Wechselspiel aus historischen Bauten und moderner Architektur. Das bedeutendste Symbol für den Wiederaufbau im während des Zweiten Weltkriegs stark zerstörten Dresden ist die Frauenkirche. Neben einem reichhaltigen Besichtigungsprogramm hat die Stadt auch ein umfangreiches kulturelles und ein gepflegtes Abendangebot. Durch die Universität mit ihren über 22 000 Studenten gibt es aber auch ein lockeres und entspanntes Unterhaltungsprogramm. Nach dem Stadtbesuch bietet sich Dresden als Ausgangspunkt für Ausflüge in das Osterzgebirge, das Lausitzer Bergland und die Sächsische Schweiz an.

Düsseldorf

Düsseldorf, die Landeshauptstadt Nordrhein-Westfalens, ist eine moderne Metropole mit einer mehr als 700-jährigen Tradition. Kontraste zwischen rheinischem Frohsinn und kosmopolitischem Charme prägen das Bild der lebendigen Stadt. Düsseldorf ist eine Einkaufsstadt - bereits seit dem 17. und 18. Jahrhundert hat die Mode hier ihren Platz. Heute ist Düsseldorf mehrmals im Jahr das Mekka der Modemacher und -einkäufer aus aller Welt. Die Königsallee hat sich einen Namen als erste Adresse in Sachen Mode und Shopping gemacht. Auch als Messe-, Geschäfts- und Kongressstadt hat Düsseldorf einen guten Ruf. Allein 24 der in Düsseldorf jährlich stattfindenden Messen zählen zu den weltweit führenden Branchenveranstaltungen. Für Kongresse, Tagungen und Seminare bietet das Congress Center Düsseldorf (CCD) das richtige Ambiente. Die Stadt hat mit ihren bekannten Museen, Galerien und dem Theater- und Musikprogramm auch viel an Kultur zu bieten. Zahlreiche Bräuche haben sich erhalten, so beispielsweise der Karneval, der im Februar zahlreiche Besucher in die Metropole am Rhein lockt.

Frankfurt/Main

Frankfurt am Main ist eine Stadt der Kontraste. Tradition und Moderne, Handel und Kultur sowie Geschäftigkeit und Beschaulichkeit liegen hier dicht beieinander. Das Messegeschehen, die Finanzgeschäfte und das Kulturleben geben Frankfurt den Charakter einer Weltstadt. Die berühmte Skyline mit ihren Hochhäusern verdankt die Metropole in erster Linie den vielen in- und ausländischen Banken, die sie zum Finanzplatz Nummer eins und zu einem führenden Dienstleistungszentrum in Deutschland gemacht haben. Die verkehrsgünstige Lage mit dem größten deutschen Flughafen trägt zur wirtschaftlichen Attraktivität erheblich bei.

Frankfurt ist auch eine Stadt der Geschichte, trat hier doch 1848 erstmals die deutsche Nationalversammlung in der Paulskirche zusammen. Die Paulskirche ist seitdem das Symbol der deutschen Demokratie. Auch das Kulturleben Frankfurts ist nicht zu verachten. Unter den zahlreichen Museen und dem vielseitigen Kultur- und Veranstaltungsangebot findet jeder der jährlich mehr als 2,5 Millionen Besucher etwas für seinen Geschmack. Nach einem Theater,- Kino- oder Konzertbesuch kann man hessische Gemütlichkeit in einer der vielen Apfelwein-Kneipen oder Livemusik-Lokale erleben.

Auch die unmittelbare Umgebung von Frankfurt hat ihren besonderen Reiz mit kleineren Gemeinden, größeren Städten und herrlichen Landschaften. Von den Ruinen römischer Bauwerke über Kurorte bis hin zu Natur und ausgedehnten Wäldern bietet sich dem Besucher ein breites Spektrum an Aktivitäten.

Hamburg

Hamburg - Das Tor zur Welt. Mit diesem Attribut schmückt sich Deutschlands zweitgrößte Stadt gerne - und das zu Recht. Der umtriebige Handel und die Reisenden aus allen Ländern sowie der Hamburger Hafen - der achtgrößte Containerhafen der Erde - haben die Stadt entscheidend geprägt. Die Freie und Hansestadt zählt zu den Topwirtschaftsstandorten in Europa und ist zugleich Deutschlands Medienmetropole Nummer Eins, in der unter anderem die Deutsche Presse-Agentur (dpa), der Norddeutsche Rundfunk, Großverlage sowie international renommierte Werbeagenturen ihren Sitz haben. Der Tourismus trägt außerdem zum Einkommen der Stadt erheblich bei.

Darüber hinaus ist Hamburg das kulturelle Zentrum in Norddeutschland. Rund 50 Museen, insgesamt über 300 Theater und Kleinkunstbühnen und die Hamburger Staatsoper genießen einen sehr guten Ruf und bieten Kunst und Kultur für Jedermann. Gleichzeitig findet man auf der weltberühmten Reeperbahn auf St. Pauli jede Art der Unterhaltung, von Kneipen, Diskotheken und Live-Musik-Clubs bis hin zu Erotik-Cabarets.

Mit vielen großzügigen Grünanlagen und der wunderbaren Lage an Alster und Elbe bietet Hamburg auch eine hohe Lebensqualität sowie genügend Freizeit- und Erholungsmöglichkeiten von anstrengenden Entdeckungstouren oder dem Nachtleben auf dem Kiez. "Alsterschippern" auf der Binnen- und Außenalster, vorbei an Villen mit Parkanlagen, urwüchsigen Uferpartien und Brücken, ist ein unvergessliches Erlebnis und sollte zum Pflichtprogramm eines jeden Hamburg-Besuches gehören.

Das Gesicht der Stadt selbst bestimmen postmoderne Glas- und Stahlfassaden genauso wie großbürgerliche Villen vergangener Jahrhunderte und zahllose Brücken die die Fleete und Kanäle überspannen. Besucher erleben bei einem Spaziergang eine Zeitreise zwischen Moderne und Geschichte. Bestes Beispiel hierfür ist die historische Speicherstadt im Freihafen, in deren unmittelbarer Nachbarschaft das moderne "Hanseatic Trade Center" entstand.

Hannover

Wer an Hannover denkt, denkt zunächst einmal an eine Messe- und Kongressstadt. Das ist auch durchaus berechtigt, hat sich Hannover doch durch seine zentrale Lage zwischen Nord und Süd sowie Ost und West zu einem anerkannten Messestandort gemausert. Als Messeplatz genießt die niedersächsische Hauptstadt eine hohe Reputation. Jahr für Jahr werden mit der Hannover Messe Industrie und der CeBit zwei internationale Messen veranstaltet. Die EXPO 2000 ´Mensch-Natur-Technik´, die Ende Oktober 2000 ihre Pforten schloss, hat das Ansehen der Stadt in Deutschland und der Welt weiter erhöht. Das Congress Centrum Stadtpark (CCS) und das neue Tagungszentrum Messe bieten beste Voraussetzungen für gut organisierte Kongresse.

Daneben bietet Hannover aber auch hohe Lebens- und Erlebniswerte. Das Stadtzentrum ist klein, überschaubar und besitzt malerische Winkel mit mittelalterlichen Fachwerkhäusern. Die vielen Straßenkunstwerke sind eine Besonderheit Hannovers. Sie werden seit 1970 auf rund 4.200 Metern durch den aufs Pflaster gemalten "Rote Faden" verbunden. Sehenswerte Museen erwarten die Besucher und zahlreiche kulturelle Veranstaltungen sorgen für Abwechslung vom harten Messealltag. Bei einem Bummel durch die Fußgängerzone mit ihren vornehmen Einkaufsgalerien, Warenhäusern, eleganten Boutiquen und Fachgeschäften findet sich sicher auch das ein oder andere Souvenir. Zum Verweilen und Ausruhen bieten sich die Herrenhäuser Gärten sowie ein Spaziergang am oder eine Bootsfahrt auf dem Maschsee an. Niedersachsens Hauptstadt ist auch ein guter Ausgangspunkt für interessante Ausflüge wie beispielsweise auf der "Deutschen Märchenstraße", der "Erikastraße" oder in den sagenumwobenen Harz.

Köln

Köln, die Stadt am Rhein, ist die größte Stadt des bevölkerungsreichsten deutschen Bundeslandes Nordrhein-Westfalen. Die Metropole ist römischen Ursprungs und blickt auf eine über 2000 Jahre alte Geschichte zurück. Als Hansestadt im Mittelalter zog sie Millionen von Händlern und Pilgern an. Das ist noch heute so. Dom, Kölnisch Wasser, Kölsch und Karneval ziehen die Touristen genauso an wie die historischen Bauwerke, die über 30 Museen und 120 Kunstgalerien sowie das kulturelle Angebot.

Der weltberühmte Kölner Dom und die zahlreichen romanischen Kirchen prägen das Stadtbild. Köln besitzt auf engstem Raum innerhalb des Verlaufs der mittelalterlichen Stadtmauern einen Kranz von zwölf großen romanischen Stifts- bzw. Klosterkirchen.

Das moderne Bild der Stadt mit dem Museumskomplex, dem als transparente Schiffsburg gestalteten Schokoladenmuseum und der neben der Messe gelegenen Kölnarena ist eingebettet in das historische Köln.

Neben den architektonischen Sehenswürdigkeiten ist Köln eine Einkaufs-, Vergnügungs-, Sport- und Businessstadt und ein bedeutender Medien- und Messeplatz. Der Freizeitwert der Stadt wird durch die zahlreichen Grünflächen im engeren Stadtgebiet noch erhöht. Der Rheinpark im Rechtsrheinischen, verbunden durch die Seilbahn mit dem Zoo und dem Botanischen Garten, der Flora, der neue Rheingarten in der Altstadt, die zahlreichen historischen Parks und der äußere Grüngürtel laden zum Verweilen und Bummeln im Grünen ein, wenn man von der Hektik der Stadt genug hat. Für einen Ausflug bieten sich auch eine Ausflugsfahrt mit einem Schiff auf dem Rhein oder der Besuch der Umgebung z.B. des Siebengebirges, des Bergischen Landes oder einer der benachbarten Städte wie Bonn oder Düsseldorf an.

Leizig

In Leipzig, dem Mittelpunkt der großräumigen Leipziger Tieflandsbucht und gleichzeitigem Zentrum des Mitteldeutschen Wirtschaftsraumes, pulsiert heute das Leben. Tradition und Fortschritt des 21. Jahrhunderts begegnet man hier auf Schritt und Tritt. Seit den Friedensgebeten in der Nikolaikirche und den friedlichen Massendemonstrationen, im Jahr 1998 ist Leipzig zum Symbol für die Wende und den Weg zur deutschen Einheit geworden. Die Stadt hat die neuen Entwicklungen gut verkraftet. Leipzig ist eine äußerst dynamische Großstadt geworden, in der die Wiedervereinigung besser und schneller verarbeitet und genutzt wurde, als anderswo in den neuen Bundesländern.

Das Stadtrecht und Marktprivileg wurde Leipzig bereits um das Jahr 1165 verliehen. Der Stadtname geht auf die sorbische Siedlung "Lipzk", was soviel wie Ort bei den Linden bedeutet, zurück. Die Nikolaikirche von 1175 ist eines der ältesten Gebäude der Stadt. Im Jahr 1212 folgte die Weihe der Thomaskirche.

Leipzig ist seit Jahrhunderten ein Mittelpunkt im internationalen Handel und seit 500 Jahren Messestadt. Noch heute geben wichtige Fachmessen den Takt im Wirtschaftsleben an. Mittlerweile hat sich die Stadt zum zweitgrößten deutschen Bankenplatz nach Frankfurt/Main heraus gemacht. Zum Ruf Leipzigs trugen Musiker wie Bach, Mendelssohn-Bertholdy und Schumann sowie Verleger wie Baedeker, Brockhaus und Reclam bei. Heute wirken noch zahlreiche Verlage, der Thomanerchor und das Gewandhausorchester. In Kunst, Kultur und Wissenschaft nimmt Leipzig eine wichtige Stellung in Deutschland ein: Die 1409 gegründete Universität Leipzig ist nach der Heidelberger die älteste in Deutschland.

Das historische Stadtzentrum, umgeben von einem grünen Promenadenring, bildet das lebendige historische Herz, in dem sich zahlreiche Sehenswürdigkeiten befinden.

Vor allem die Renaissance, das Barock und die Zeit der Jahrhundertwende verleihen dem "alten" Leipzig sein Gesicht, das heute durch zahlreiche moderne Neubauten erneuten Wandel erfährt. Ein Beispiel dafür ist das traditionelle Industrieviertel Leipzig-Plagwitz, das zu einem modernen Wohn- und Dienstleistungsstandort umgestaltet wurde.

München

München, die bayerische Hauptstadt, ist eine der großen europäischen Wirtschafts- und Medienmetropolen und zugleich kulturelles Zentrum des Bundeslandes Bayerns. Die Stadt wurde 1158 auf dem so genannten "Augsburger Schied" von Kaiser Friedrich Barbarossa zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Der eigentliche Gründer ist Herzog Heinrich der Löwe, der um den einträglichen Salzhandel auf sein Gebiet umzuleiten, die Isarbrücke bei Föhring zerstörte und den Markt einige Kilometer isaraufwärts nach Munichen verlegte. Die Stadtbefestigung mit Isartor, Sendlinger Tor und Karlstor erfolgte im frühen 14. Jahrhundert unter Ludwig dem Bayern. Die älteste Kirche des Stadtzentrums ist St. Peter, deren Renaissanceturm als "Alter Peter" eines der Wahrzeichen der Stadt bildet.

Die Innenstadt ist überschaubar und leicht zu Fuß zu erkunden. Sie wird durch Karlsplatz, Sendlinger Tor, Isartor und Odeonsplatz begrenzt. In ihrem Zentrum liegt der Marienplatz, Münchens "gute Stube", von dem die Shopping-Meilen Richtung Stachus und Sendlinger Tor abgehen. Richtung Norden um den Max-Joseph-Platz und den Odeonsplatz liegen die "herrschaftlichen Bezirke" mit Residenz, Erzbischöflichem Palais und Hofgarten.

Abgesehen von der Innenstadt besteht München, vielleicht noch mehr als andere Großstädte, aus vielen "Dörfern", Stadtteilen mit jeweils eigenem Charakter.

Schwabing beispielsweise wird durch die Schickeria, das entsprechende Nightlife, die Cafés zum "Gesehen-Werden" sowie durch die lockere Atmosphäre um Universität und Englischen Garten geprägt. "Bogenhausen" heißt der angrenzende vornehme Wohnbezirk im Münchner Nordosten. Südlich davon, zwischen Ostbahnhof, Max-Weber-Platz und Rosenheimer Platz, liegt Haidhausen, ein Stadtviertel der "einfachen" Leute und der alternativen Lebensweisen. Entsprechend findet man hier Szene-Kneipen und Läden mit ausgefallenem Angebot.

Die Attraktionen Münchens freilich sind über das ganze Stadtgebiet verstreut. So liegt etwa das Olympiagelände im Norden, das Nymphenburger Schloss im Westen und der Zoo im Süden jeweils ein ganzes Stück von der Innenstadt entfernt.

Die Liegewiesen entlang der Isar, im Englischen Garten und an den Baggerseen unter anderem im Norden Münchens laden immer wieder zur Rast oder zum (Sonnen-)Bad ein.

Da München nicht weit von den Feriengebieten in den bayerischen Alpen am Starnberger See oder am Chiemsee entfernt liegt, lässt sich eine Städtereise im Winter gut mit einer Skiausfahrt oder im Sommer mit einem Aktivurlaub an den bayerischen Seen und in den Bergen verbinden.

Stuttgart

Stuttgart, die Hauptstadt Baden-Württembergs, ist eine Stadt der reizvollen Gegensätze, eine pulsierende lebensfrohe Metropole. Einerseits ist sie mit den Firmensitzen von Daimler Chrysler, Porsche und Bosch und mit den jährlich im November stattfindenden Stuttgarter Buchwochen eine Wirtschaftsmetropole und Verlagsstadt. Andererseits ist Stuttgart eine Großstadt mit einem sehr hohen Grünflächenanteil. Die Lage der Stadt ist einmalig, das Panorama herrlich. Stuttgart schmiegt sich in einen Talkessel. Die sie auf drei Seiten umgebenden grünen Hänge sind bis zu 200 Meter hoch. Hier wurde noch bis in das 19. Jahrhundert hinein Wein angebaut. Die "Stäffele", Treppen, die die Weinberge begehbar machen, tragen viel zur heimeligen Atmosphäre der Stadt bei. Im Grüngürtel, der sich vom Neckar bis in das Herz der Stadt hinein zieht, lässt sich ein ausgedehnter Spaziergang unternehmen. Für kulturinteressierte Besucher gibt es schöne Plätze, prächtige Schlösser und viele historische Bauten unterschiedlicher Architekturstile zu entdecken, und Naturliebhaber finden in der interessanten und vielseitigen Umgebung von Stuttgart ein ausgiebiges Betätigungsfeld.

Stuttgart hat mit seinem Flughafen, den Bahnverbindungen und Autobahnanschlüssen sowie dem ausgebreiteten Netz öffentlicher Verkehrsmittel eine erstklassige Infrastruktur, die sie auch als Messe- und Kongressstadt attraktiv gemacht hat. Seit Herbst 2007 ist die neue Messe auf den Fildern, direkt am Stuttgarter Flughafen, eröffnet.

Auch kulturell hat Stuttgart einiges zu bieten. Fröhliche Feste, wie das Sommerfest, das Stuttgarter Weindorf und das Cannstatter Volksfest, sorgen für Abwechslung. Neben zahlreichen sehenswerten Museen sind die Staatsgalerie Stuttgart und Haus der Geschichte Baden-Württemberg Anziehungspunkte für Einheimische und Touristen. Die Bühnen der Stadt bieten ein breites Spektrum von Klassik und Ballett bis hin zu Kabarett und Varieté. Aber auch die Musicaldarbietungen im SI-Centrum gehören zu den Topattraktionen. Eine regelrechte Unterhaltungskultur mit dem MaxX-Filmpalast und einer anspruchsvollen Gastronomie ist um die Musical-Hallen entstanden.

Weimar

Die Kulturstadt Weimar im Thüringer Becken gelegen, war ein Zentrum der deutschen Klassik. Die Epoche begann mit der Berufung von Christoph Martin Wieland durch Herzogin Anna Amalia im Jahr 1772 als Erzieher für den Sohn. Goethe kam drei Jahre später als Minister an den Weimarer Hof, Herder und Schiller folgten. Auch Luther, Bach und Lucas Cranach d.Ä. lebten zeitweilig in Weimar. Von den vielen bekannten Schriftstellern und Musikern, die im 19. Jahrhundert in Weimar wirkten, seien hier nur Franz Liszt, Hoffmann von Fallersleben und Richard Strauss genannt. Auch ein wichtiges Kapitel für die deutsche Geschichte wurde in Weimar geschrieben, als im Nationaltheater im August 1919 die deutsche Verfassung angenommen wurde, die die Grundlage für die Weimarer Republik wurde und die starke Stellung des Reichspräsidenten festschrieb. Noch heute sind die Auswirkungen der beschriebenen geschichtlichen Begebenheiten im Stadtbild und in den Sehenswürdigkeiten zu erkennen. Die Altstadt steht unter Denkmalschutz.

Im Jahr 1999 war Weimar eine der Kulturhauptstädte Europas. Gleichzeitig wurde dann auch dem 250. Geburtstag Johann Wolfgang von Goethes gedacht. Für diese Festlichkeiten wurden umfassende bauliche Veränderungen vorgenommen. Das Stadtschloß und der Marstall wurden grundlegend saniert und das frühere Landesmuseum zum Museum für zeitgenössische Kunst umgestaltet.

Der Nordwesten

Der Norden Deutschlands ist flach, sanfte Hügel, Seen und Sandstrände beherrschen die Landschaft. Die Hansestadt Hamburg ist die zweitgrößte Stadt des Landes. Hannover ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt. Sehenswert sind im Norden auch Lübeck mit einer bemerkenswerten Altstadt, das Wikingermuseum Haithabu in der Nähe von Kiel und die Hafenstadt Bremen.

Die nord- und ostfriesischen Inseln sind beliebte Ferienziele. Die Inseln mit weiten Sandstränden sind zum Teil autofrei.

Ostfriesland ist das Land der Windmühlen, die überall an der Küste zu sehen sind. Neuerdings haben sich die modernen Windkraftanlagen dazugesellt, die hier ideale Windbedingungen gefunden haben und weit über das Land zu sehen sind. Ein malerisches Fischerdorf ist Greetsiel, wo gleich zwei Windmühlen am Ortseingang stehen. Von den sieben ostfriesischen Inseln ist Borkum ganz im Westen die größte. Das Auto kann auf der Fähre mitgenommen werden, Fahrräder können überall auf der Insel gemietet werden.

Die Nordfriesischen Inseln haben mit Sylt einen mondänen und bekannten Vertreter. Eine gemütlichere Insel mit einer grandiosen Dünenlandschaft ist Amrum. Am romantischsten ist der rote Felsen Helgolands, dessen Badedüne nur mit dem Schiff zu erreichen ist. Haushohe Wellen brechen sich an stürmischen Tagen an den Uferbefestigungen Helgolands - ein unvergessliches Naturschauspiel.

Zu Norddeutschland zählt auch das Erholungsgebiet der Lüneburger Heide sowie die Wandergebiete in Westfalen. Das Ruhrgebiet ist ein Ballungsraum aus mehreren Großstädten, der durch seine kulturelle Vielfalt von sich reden macht.

Der Nordosten

Die am meisten frequentierte Ferienregion Deutschlands erstreckt sich von Travemünde bis nach Flensburg. Überall an der Küste finden sich gepflegte Badeorte und kilometerlange Sandstrände. Die wichtigsten Inseln sind Hiddensee, Usedom und die Halbinsel Rügen. Die Kreidefelsen der Insel Rügen sind nicht erst seit Caspar David Friedrich bekannt. Die weißen Klippen des 47 Meter aufragenden Kap Arcona waren schon vor 100 Jahren ein besonderer Anziehungspunkt.

Kiel liegt am östlichen Ende des Nord-Ostseekanals, der meistbefahrenen künstlichen Wasserstraße der Welt. In Kiel finden alljählich Segelwettbewerbe statt.Greifswald, Schwerin und Rostock sind historische Städte, deren Stadtanlagen und Gebäude größtenteils erhalten geblieben sind. Berlin ist als Hauptstadt das neue Zentrum Deutschlands und nach wie vor eine lebendige Metropole. Potsdam ist mit dem Schloss Sanssouci sehenswert. In Sachsen-Anhalt sind Magdeburg, Quedlinburg und Wernigerode besuchenswert. Der Nationalpark Harz ist ein beliebtes Ausflugsziel.

Thüringen und Sachsen

In Thüringen liegt der berühmte, insgesamt 168 Kilometer lange Wanderweg Rennsteig. In der Luther-Stadt Erfurt sind noch viele Bürgerhäuser erhalten. Eisenach wird von der geschichtsträchtigen Wartburg überragt. Die Goethe-Stadt Weimar ist eine kulturelle Hochburg der Region. Dresden, Leipzig und Meißen sind weitere Städte in Sachsen, die man unbedingt besuchen sollte.

Entlang des Rheines

In Düsseldorf findet man auf der Einkaufsmeile "Kö" alle eleganten Modeadressen der Welt. Viele kulturelle Veranstaltungen finden hier statt. Wahrzeichen der Stadt Köln ist der Dom. In unmittelbarer Bahnhofsnähe befindet sich die neue Gemäldesammlung im Wallraf-Richartz-Museum. Der Karneval im Februar ist in Düsseldorf und Köln ein wichtiger gesellschaftlicher Höhepunkt. Sehenswerte Städte sind die Kaiserstadt Aachen, die Stadt Koblenz am Ende des Moseltales, die alte Römerstadt Trier und der Bischofssitz Mainz am Zusammenfluss von Main und Rhein.

Banken- und Wirtschaftszentrum Deutschlands ist Frankfurt am Main. In der Innenstadt sind die Paulskirche, der sog. Römer und die Oper historische Gebäude. Fulda ist ein Bischofssitz nordlich von Frankfurt, dessen Barockviertel in seiner Gesamtanlage für Deutschland einzigartig ist. Die Universitätsstadt Marburg und der Kurort Wiesbaden sind bedeutende Städte. Im Saarland macht sich der französische Einfluss deutlich bemerkbar.

Auf dem Rhein finden Flusskreuzfahrten statt, die auch die Zubringerflüsse Mosel, Saar, Main einschließen, weiter südlich sogar den Neckar. Besonders die Moselhänge gehören zu den bedeutendsten Weinanbaugebieten Deutschlands.

Der Südwesten

Die Universitätsstadt Heidelberg ist für in- und ausländische Touristen ein großer Anziehungspunkt. Den ganzen Neckar entlang finden sich kleine historische Städte, darunter Bad Wimpfen im Norden Heilbronns. Stuttgart ist die baden-württembergische Hauptstadt, die außerordentlich viele Parks zu bieten hat. In der näheren Umgebung sind Ludwigsburg, Weil der Stadt und Schwäbisch Gmünd sehenswert. Die Universitätsstadt Tübingen lockt mit dem pittoresken Stadtzentrum und vielen bemerkenswerten Ausstellungen in der Kunsthalle.

Der Schwarzwald gehört zu Deutschlands wichtigsten Mittelgebirgen. Die Tannenwälder, Schluchten und Seen und auch die Heilbäder begeistern die Besucher. In Triberg wurde das Wahrzeichen des Schwarzwaldes entwickelt, die Kuckucksuhr. Sie ist nach wie vor ein willkommenes Reiseandenken nicht nur für Amerikaner und Asiaten. Um Tribergs 160 Meter hohen Wasserfall rankt sich eine Sage. Mit der Bahn kann man auf einer romantischen Eisenbahnstrecke über Donaueschingen (Ursprung der Donau) bis nach Konstanz an den Bodensee fahren. Für Autoreisende und auch für Motorradfreunde ist die Schwarzwaldhochstraße eine Traumstrecke, die im eleganten Kurort Baden-Baden beginnt und bis ins Herz des Schwarzwaldes führt. Der Feldberg ist mit seinen 1493 Metern die höchste Erhebung des Schwarzwaldes und ist im Winter ein beliebtes Skirevier. Die Universitätsstadt Freiburg im Breisgau liegt im Südschwarzwald und ist mit ihrem bunten Treiben die heimliche Hauptstadt der Region. In vielen Städten des Schwarzwaldes, so auch in Rottweil, können Besucher in der Fasnachtszeit das Schauspiel einer alemannischen Fasnet erleben. Aus dem 16. Jahrhundert haben sich viele Masken und Gewänder erhalten, und auf einem malerischen Umzug wird mit Schellengerassel frühmorgens der Winter verjagt.

Das Münster in Ulm ist der höchste Kirchturm der Welt. Ein Spaziergang durch die Altstadt mit den historischen Fischergassen lohnt sich.

Der Bodensee befindet sich ganz im Süden Deutschlands und grenzt an die Schweiz und Österreich. Das gesamte Ufer des Sees ist touristisch erschlossen und auf dem See finden Bootsausflüge statt. Ein Besuch auf der Blumeninsel Mainau und der Reichenau mit Benediktinerabtei lohnt sich. Schöne Städte am Bodenseeufer sind Meersburg, Lindau und Konstanz. Der Rheinfall bei Schaffhausen ist ein beliebtes Ausflugsziel in der nahen Schweiz.

Der Südosten

Die Hauptstadt Bayerns ist München, die mit einem vielfältigen kulturellen Angebot aufwartet. Eine reiche Auswahl an Museen und Galerien, viele Theater und Veranstaltungen locken zahlreiche Besucher an. Das jährliche Oktoberfest ist ein Muss für die meisten ausländischen Besucher. Im Osten liegt an der tschechischen Grenze der Nationalpark Bayerischer Wald. Passau, Regensburg und Nürnberg sind beliebte Ausflugsziele. In Nürnberg ist der jährlich stattfindende Weihnachtsmarkt besonders stimmungsvoll. In Augsburg sind noch alte Kaufmannshäuser aus dem 16. Jh. zu sehen. In der Kaiser- und Bischofsstadt Bamberg ist der Dom aus dem 13. Jh. erhalten. Rothenburg ob der Tauber besitzt noch eine vollständig erhaltene Stadtmauer auf der man, wie auch in Nördlingen, die gesamte Stadt umrunden kann.

Der Süden Bayerns wird von den Alpen und dem Alpenvorland mit seinen vielen Seen bestimmt. Die Allgäuer Landschaft ist klimatisch angenehm und sehr stimmungsvoll. In den Bayrischen Alpen befinden sich mit der Zugspitze (2962 m) und dem Watzmann (2713 m) die höchsten Berge Deutschlands.

Nationalparks: Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer

Der größte Nationalpark Mitteleuropas wurde um die größte zusammenhängende Wattlandschaft der Erde gebildet. Diese Landschaft reicht von der niederländischen Nordseeküste bis hinauf nach Dänemark. Das Wattenmeer, ein im Wirkungsbereich der Gezeiten liegender Streifen, der bei Flut vom Meerwasser überflutet wird und bei Ebbe trocken bleibt, ist weltweit einzigartig. Bis zu 3.200 Tierarten bevölkern das Wattenmeer. Am Ufer findet man Seesterne, Krebse, Schnecken, Muscheln und Wattwürmer. Als Nist- und Rastplatz einer großen Anzahl von Zugvögeln ist der Nationalpark alljährlich eine Besucherattraktion, besonders im Herbst. Auf den Salzwiesen gibt es eine vielfältige Pflanzenwelt, so finden sich hier der Strandflieder, Rotschwingel und Strandwegerich.

Von einem erfahrenen Wattführer kann man sich das Schauspiel von Ebbe und Flut zeigen lassen, wenn nach sechs Stunden das Meer zurückkehrt, und die Priele, tiefe Furchen in der Wattlandschaft, sich wieder mit Wasser füllen. Wattwanderungen mit Führung sind für die ganze Familie ein unvergessliches Erlebnis.

Zu den vielen Ausflugsmöglichkeiten gehören auch Aufenthalte in den kleinen Fischerdörfern des Nationalparks sowie eine Schifffahrt zu den Seehundbänken.

In Tönning befindet sich das Nationalparkhaus und das wissenschaftliche Zentrum der Nationalparks des Wattenmeeres. Das Multimar Wattforum Tönning ist außerordentlich sehenswert.

Hamburgisches Wattenmeer

Drei Inseln bestimmen das Landschaftsbild des Nationalparks Hamburgisches Wattenmeer, dem kleinsten der drei Wattenmeer-Nationalparke: Die grünflächige, von 40 Menschen bewohnte Insel Neuwerk, die Düneninsel Scharhörn und die künstlich aufgespülte Insel Nigehörn. Aufatmen ist angesagt auf dieser Inselgruppe, die sich direkt in der Elbmündung vor Cuxhafen befindet und aus ca. 12.000 ha Wattlandschaft besteht. Bei Ausflügen ins Watt kann man Bernstein suchen und große Kolonien von Zwerg-, Brand-, Fluss- und Küstenschwalben beobachten.

Die Geschichte der Insel Neuwerk ist seit 1299 urkundlich belegt. Die Wege auf dieser Insel führen durch begrüntes Eiland und vorbei an Zeugnissen der Geschichte, z.B. dem Wehrturm in der Elbmündung, einem deutlichen Zeichen der Hanse, sowie der Bastion, die Stützpunkt für die Bekämpfung der Seeräuberei war. Die ursprüngliche Sandbank Scharhörn ist vor allem wegen ihrer Seevogelkolonien eine Besucherattraktion. Wie auch die künstlich aufgespülte Vogelinsel Nigehörn, die für Besucher gesperrt ist, erstaunt Scharhörn durch riesige Flächen unberührter Natur.

Niedersächsisches Wattenmeer

An der Nordseeküste Niedersachsens befindet sich der Nationalpark "Niedersächsisches Wattenmeer". Er schützt das zwischen Ems und Elbe liegende Wattenmeer, einschließlich der vorgelagerten ostfriesischen Inseln. Hier gibt es beeindruckende Landschaftsformen, wie zum Beispiel die für die Region typischen Salzwiesen, das Steilufer bei Dangast sowie das "schwimmende Moor" bei Sehestedt, das einzige noch intakte Außendeichsmoor in Deutschland.

Zu einer der ausgefallensten Erscheinungen unter den dort lebenden Tieren gehört die Brandente, einer der schönsten Vögel der Küstenregion. Zwischen August und September bevölkern besonders viele Küstenvögel das Watt.

Zu den Höhepunkten des Parks gehören das Wattenmeerhaus in Wilhelmshaven, die Seehundstation in Norddeich, das Wasserschloss in Dornumsiel sowie das Deutsche Schifffahrtsmuseum in Bremerhaven. Auf der Insel Borkum kann das Feuerschiff und der Walknochenzaun bewundert werden. Auf Norderney steht das Fischerhausmuseum. Und auf Wangerooge ist der alte Leuchtturm sehenswert.

Jasmund

Im Nationalpark Jasmund im Nordosten Deutschlands findet man die unterschiedlichsten Landschaftsformen. Schön ist die Kreidelandschaft mit zahlreichen Mooren, Feuchtwiesen und Trockenrasen, deren bekanntester Punkt die weltberühmten Kreidefelsen um den Königsstuhl sind und die schon von dem berühmten Maler Caspar David Friedrich dargestellt wurden. Zu dem Nationalpark gehören außerdem die seit dem 13. Jh. vorhandenen Rotbuchenwälder auf dem Stubnitzplateau, einer überwiegend aus Kreide aufgebauten, eiszeitlich geprägten Hochfläche.

Neben dem Königsstuhl, dem höchsten Felsen der Kreideküste, beeindruckt die 10 km lange und bis zu 117 m hohe Kreideküste mit ihren aktiven und inaktiven Kliffs, die die Dynamik einer Steilküste veranschaulicht. Hier findet der aufmerksame Strandwanderer neben weißer Schreibkreide eiszeitliche Sedimente und Fossilien.

Die artenreiche Tier- und Pflanzenwelt des Nationalparks beherbergt beispielsweise Mehlschwalben, die in den Kreideriffs brüten oder den seltenen Seeadler.

Das Gebiet der Stubnitz ist nicht nur aufgrund seiner Kreidelandschaft einen Besuch wert. Auf den regelmäßig stattfindenden Führungen des Nationalparkamtes kann man näheres über die Germanengöttin Hertha oder den geheimnisvollen Piraten Störtebecker, der an diesem Ort angeblich einen Schatz vergraben hat, erfahren.

Ein Mehr an Geschichte bedeutet ein Besuch im Jagdschloss Granitz südlich von Binz. Bei einer Fahrt mit der Dampf-Kleinbahn "Rasender Roland" läßt sich die Landschaft besonders gut erschließen.

Höhepunkte des Nationalparks sind das Kap Arkona mit dem kleinen Ort Vitt, der Fischereihafen Saßnitz mit Fischereimuseum, die Piratenschlucht in Saßnitz, das Stadtmuseum in Greifswald mit einer Caspar-David-Friedrich-Ausstellung, die historischen Handwerkerstuben in Gingst und der Grümbke-Aussichtsturm bei Neuenkirchen.

Vorpommersche Boddenlandschaft

Im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft erstreckt sich von der Halbinsel Darß-Zingst bis zur Westküste Rügens eine Landschaft aus Steilküsten und Dünen, Nehrungen und Strandseen. Ihren Namen verdankt die noch weitgehend naturbelassene Landschaft den von der offenen Ostsee abgetrennten Lagunen, die Bodden genannt werden.

Die Vielfalt und Vielzahl der Tier- und Pflanzen dieses Naturraumes ist erstaunlich. Seltene Wildarten wie Rothirsche und Wildschweine können aus geringster Entfernung beobachtet werden.

Besondere internationale Bedeutung genießt der Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft als größter Kranich-Rastplatz Europas. Alljährlich ist hier im Herbst der Anflug von ca. 30.000 Kranichen zu beobachten. Entlang der Reiserouten erreicht man u.a. den größten Sandhaken Rügens: Eine durch Kiefern und Birken gekennzeichnete Landschaft, mit vermoorten Strandseen und Beobachtungspunkten zur See- und Boddenseite mit Blick über Landschaft und Tierwelt.

Die vorgelagerte, autofreie Insel Hiddensee, die größte Insel des Nationalparks, mit sehenswerten Orten wie der Dünenheide mit gut ausgeschilderten Wanderwegen und den Dornbuschhöhen, zieht immer mehr Erholungssuchende an. Das Besucherhaus am Hauptweg informiert über die Besonderheiten des Nationalparks.

Müritz

Östlich des bekannten und größten Sees der Mecklenburgischen Seenplatte im Nordostdeutschen Tiefland liegt der Nationalpark Müritz. Die Wege mit einer Gesamtlänge von 660 km führen durch eine traumhafte Großseenlandschaft, die mehr als 130 Seen, uralte Buchenwälder und zauberhafte Moore umfasst.

Dieses von der Eiszeit geformte Naturgebiet ist insbesondere als Brutstätte für selten gewordene oder an anderen Orten schon ausgestorbene Großvögel von internationaler Bedeutung. Seeadler, Fischadler und Kraniche können auf extra angelegten Beobachtungsständen, die sich im östlichen Teil des Nationalparks, bei Serrahn, befinden, beobachtet werden.

Sehenswert sind das "Heinrich-Schliemann-Museum" in Ankershagen, die Stadt Waren mit ihrer Altstadt und besonders die Fischadlerpaare in Federow.

Neben Erkundungen zu Fuß, mit dem Rad oder dem Kanu sind auch Schiffsfahrten auf der Mecklenburger Groß- und Kleinseenplatte möglich, bei denen Fahrräder kostenlos transportiert werden.

Unteres Odertal

Dieser 60 km lange Auen-Nationalpark aus eindrucksvollen Oderhängen und blühendem Trockenrasen führt am deutschen und polnischen Ufer der Oder entlang.

Neben den besonderen und geschützten Vogelarten wie Seeadler, Schwarzstorch und Seggenrohrsänger, leben hier auch Biber, die ihre Staudämme errichten. Über 40 Fischarten und 50 verschiedene Säugetierarten komplettieren den Tierreichtum. Ein Erlebnis besonderer Art ist der Anflug von über 13.000 Kranichen auf ihre im Odertal gelegenen Rastplätze.

Besuchenswert sind der mittelalterliche Burgfried in Stolpe, die historischen Tabakscheunen bei Friedrichsthal, das Schloss bei Zützen, in Gartz die mittelalterliche Stadtbefestigung und die Stephans-Kirche sowie die spätgotische Dorfkirche in Criewen.

Harz

Der Nationalpark Harz ist eines der beliebtesten Wander- und Skiwandergebiete der deutschen Mittelgebirge.

Diese Landschaft in Granit zeugt von einer besonders vielfältigen Geologie. Entlang dem 700 km langen Wanderwegenetz durchquert man die für das Harzgebirge charakteristischen Bergfichten- und Buchenmischwälder, findet Hoch- und Übergangsmoore sowie Bäche. Es gibt Rothirsche, Rehe und Wildschweine. Während die bunte Vogelwelt mit Arten wie dem Schwarzspecht, der Ringdrossel und dem Zaunkönig ständig präsent bleibt, sieht man mit viel Glück auch Wildkatzen und Füchse.

Die über 20 Besucher- und Erlebnis-Bergwerke machen Ausflüge zu interessanten Höhepunkten. In Clausthal-Zellerfeld steht die größte Holzkirche Deutschlands.

Zu empfehlen sind Besichtigungen der verschiedenen Nationalparkhäuser, zum Beispiel in Altenau-Torfhaus und St. Andreasberg mit den mittelalterlichen Gebäuden und Besucherbergwerken, die einen tieferen Einblick in Geschichte und Kultur der Region gewähren.

Im Hochharz befindet sich der Brocken - der mit 1.142 Metern höchste Berg des Harzes. Der fast kahle Gipfel ist oft nur schemenhaft zu sehen, da er ca. 300 Tage im Jahr zeitweise im Nebel versinkt. Dieser besondere Umstand führte zu der Sage, dass hier die Hexen zu Hause seien und alljährlich wird hier die Walpurgisnacht mit dem Hexentanz gefeiert.

Die Schmalspurbahn mit einem Wegenetz von über 130 km führt zu mittelalterlichen Städten der Umgebung und auch auf den Brocken. Schön sind die Rübeländer Tropfsteinhöhlen, die Felsenschlucht im Bodetal und das Schloss Wernigerode. Die Stadt Quedlinburg ist dank ihrer an historischen Fachwerkhäusern reichen Bausubstanz zum Unesco-Weltkulturerbe erklärt worden.

Hainich

Vor wenigen Jahren noch militärische Sperrzone, wurde das von Rotbuchen dominierte Waldgebiet Hainich im Westen Thüringens zu Deutschlands jüngstem Nationalpark erklärt.

Eine Reise zwischen dem Kurort Bad Langensalza und der Wartburg-Stadt Eisenach führt in das größte zusammenhängende Laubmischwaldgebiet Europas, das auch als "Urwald in der Mitte Deutschlands" bezeichnet wird. Diese einzigartigen Wälder, auch Plenterwälder genannt, sind besonders naturschonend bewirtschaftete Wälder.

Rundwanderwege, vor allem der bekannteste Höhenwanderweg "Rennstieg", führen bis in die malerischen Städte der Region. In der Kurstadt Bad Langensalza steht das Schloss Dryberg und ein Heimatmuseum. In der Thomas-Müntzer-Stadt Mühlhausen stehen Bürgerhäuser aus sieben Jahrhunderten und eine begehbare Stadtmauer. Die Martin-Luther-Stadt Eisenach ist mit der Wartburg nicht nur für Kulturliebhaber einen Besuch wert. Die ca. 1.000-jährige "Betteleiche" und die "Steinernen Kreuze" dürfen auf dem Rennsteig nicht ausgelassen werden. Bei Bickenriede steht das sehenswerte Kloster Anrode.

Kellerwald-Edersee

Die ausgeprägte Waldlandschaft am Edersee in Hessen wurde 2004 als Nationalpark Kellerwald-Edersee ausgewiesen. Der Kellerwald gehört geologisch gesehen zum Rheinischen Schiefergebirge, das Landschaftsbild ist durch den Wechsel von tief eingeschnittene Tälern und Bergkuppen geprägt.

Der Nationalpark zeichnet sich vor allem durch seinen alten Baumbestand mit einem hohen Buchenanteil aus. Die Laub- und Mischwälder werden für westeuropäische Verhältnisse schon seit langer Zeit nicht mehr genutzt und sind daher in einem naturnahen Zustand.

Hier kann man erfahren, welche Bäume und andere Pflanzen sich je nach Gestein, Boden, Wind- und Lichtverhältnissen ansiedeln. So kann zum Beispiel die Rotbuche an sehr trockenen Standorten gedeihen, während Erlen und Weiden mehr Feuchtigkeit benötigen. Anderen Pflanzen wiederum wie die Sommer- und die Winterlinde macht eine steile Hanglage nichts aus.

Entlang der Flüsse gibt es auch Waldwiesen, ein Lebensraum ganz anderer Pflanzen und Tiere.

Zu den Säugetieren, die im Nationalpark Kellerwald-Edersee leben, zählen der Rothirsch, das Schwarzwild und das Muffelschaf, Füchse und Dachse sowie 13 Fledermausarten.

Sächsische Schweiz

Im Osten Deutschlands, Südöstlich von Dresden gelegen, schützt der Nationalpark Sächsische Schweiz, einen über 36.000 ha großen Teil des von der Elbe in 100 Millionen Jahren geschaffenen Elbsandsteingebirges.

Die einzigartige Formenwelt des Sandsteins und der Wechsel von Wald und offenem Land zeigen, daß die ursprüngliche Flusslandschaft keine reine Naturlandschaft mehr ist, sondern eine seit Jahrhunderten vom Menschen genutzte und gestaltete Kulturlandschaft. Selten gewordenen Tierarten wie Uhu, Fischotter und Siebenschläfer kann man beobachten. In der Vegetation sieht man ein durch den kleinräumigen Biotopwechsel entstandenes Umfeld an Farnpflanzen, Flechten und Moosen. Der Weg auf die "Bastei" wird mit einem wundervollen Ausblick über die Elbe belohnt. Auf der Fahrt mit einem gemieteten Ruderboot oder mit einem der zahlreichen Schiffe kann man die beeindruckende Landschaft vom Wasser aus erkunden. Zu empfehlen sind die romantischen Fahrten auf der Elbe mit einem der ältesten Raddampfer der Welt. Zum Lichtenhainer Wasserfall kann man mit der nostalgischen Kirnitzschtalbahn fahren. Weitere Highlights der Region sind die Festung Königstein und die Felsenbühne in Rathen.

Nationalpark Eifel

Der im Jahr 2004 ausgewiesene Nationalpark Eifel ist der erste Nationalpark Nordrhein-Westfalens. Er befindet sich im Mittelgebirge der Eifel und ist 11.000 ha groß. Er wird von dem Bach Rur und seinen Nebenbächen durchzogen, die die Bergrücken tief eingeschnitten haben. Während die kleinen Bäche meist Kerbtäler geschaffen haben, fließen die größeren mäandrierend auf breiten Talsohlen.

Der Nationalpark schützt in erster Linie Buchenwälder, die typische Vegetation für nährstoffarme und saure Böden. Große Areale werden aber von Fichten eingenommen, worin sich die ehemalige wirtschaftliche Nutzung widerspiegelt. In Zukunft sollen sich wieder Naturwälder entwickeln können.

Der Nationalpark Eifel beherbergt rund 240 geschützte Tierarten, darunter sind viele Insektenarten aber auch Uhus, Schwarzstörche, Rothirsche und Wildkatzen.

Nationalpark Bayerischer Wald

Der Nationalpark "Bayerischer Wald" im Südosten Deutschlands repräsentiert zusammen mit dem östlich angrenzenden Böhmerwald das größte zusammenhängende Waldgebiet Europas.

In den eindrucksvollen Urwäldern gibt es zahlreiche Rad- und Wanderwege, die zu Mooren, Bergbächen und Eiszeit-Seen führen.

Das eher rauhe Klima bedingt eine für die Region charakteristische Tierwelt. Neben dem wieder eingebürgerten Schwarzstorch gehören mittlerweile auch Uhu, Habichtskauz und Kohlrabe wieder zu den heimischen Vogelarten. Ebenso interessant zu beobachten sind die Rauhfuß-, Auer- und Haselhühner. Weiter entlang der Wege durch den Nationalpark erreicht man die "Glasstraße", auf der man in mehreren Hütten Glasmacher beobachten kann. In Frauenau befindet sich ein Glasmuseum, in der Glasstadt Zwiesel gibt es ein Bauernhausmuseum. Natürlich gehört die Burgruine Weißenstein zu einem Besuch im Bayerischen Wald dazu.

Touren durch die Urwaldgebiete Mittelsteighütte und Höllbachgespreng, Erlebniswege wie der "Watzlik-Hain" und "Schachten", ehemalige Almen des Bayerischen Waldes sowie ein Besuch der Informationszentren bei Neuschönau und Ludwigsthal sind entspannend und interessant.

Berchtesgaden

Diese Hochgebirgslandschaft in Bayern ist weitgehend vom Eingriff des Menschen verschont geblieben. Zu diesem Schutzgebiet gehört das Gebirgsmassiv des Watzmann, dessen Mittelspitze mit 2.713 m der höchste Punkt des Nationalparks Berchtesgaden ist. Die Landschaft wird vor allem von Felsenregionen, Schuttflächen, alpinen Matten, Latschenkiefern und Grünerlen geprägt. Der berühmte Königsee liegt zwischen Watzmann, Steinernem Meer und dem Hagengebirge. Alpine Arten wie Steinbock, Murmeltier, Adler, Schneehase und Alpensalamander leben hier in freier Wildbahn, auch der in Deutschland selten gewordenen Steinadler, der jedoch nur mit viel Glück zu entdecken ist. Ebenso schön wie vielseitig ist die Flora, zu denen beispielsweise das Pyrenäen-Drachenmaul, Hausmanns-Mannschild und die Zwerg-Alpenrose gehören.

Großer Beliebtheit bei den Besuchern erfreut sich besonders die "Jennerseilbahn", mit der man bis zur Nationalparkgrenze in 1.800 m Höhe gelangen kann. In Marktschellenberg kann eine Eishöhle besichtigt werden, in Berchtesgaden ist das begehbare Salzbergwerk ein Besuchermagnet.

Reisehinweise

Informationen zur Sicherheitssituation in Deutschland sind auf den Internetseiten des Bundesinnenministeriums zu finden: www.bmi.bund.de

Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen

Die auf Reisen allgemein üblichen Vorsichtsmaßnahmen sind ausreichend.

RAUCHVERBOT: In allen öffentlichen Verkehrsmitteln (Bus, Bahn, Straßenbahn, auch Taxi) besteht Rauchverbot. Auf Flughäfen und in Bahnhöfen ist Rauchen auf ausgewiesenen Raucherbereiche beschränkt. Die einzelnen Bundesländer haben darüber hinaus unterschiedliche Rauchverbote erlassen, unter anderem für Gastronomie, Schulen, Sporthallen, Veranstaltungen, öffentliche Behörden. Die Altersgrenze für den Zigarettenerwerb ist auf 18 Jahre angehoben worden.

SPERR-NOTRUF: Deutsche können ihre Girocards, Kreditkarten, Handys und einige andere elektronische Berechtigungen über die Sperr-Notruf-Nummer ++49 116 116 (aus dem Ausland neben ++49 116 116 auch ++49 30 4050 4050 wählbar) rund um die Uhr sperren lassen. Der Anrufer wird mit den Herausgebern der jeweiligen Medien verbunden, sofern diese sich dem Sperr-Notruf angeschlossen haben. Eine Liste der angeschlossenen Herausgeber ist im Internet unter www.sperr-notruf.de zu finden.

Ebenso ist es möglich, die Online-Ausweisfunktion (elektronischer Identitätsnachweis - eID) des neuen Personalausweises unter den oben genannten Nummern sowie unter 0180 1 333 333 (Bürgerservice des Bundesinnenministeriums) sperren zu lassen.

Monaco

Landesdaten

Lage

Monaco ist ein selbstständiges Fürstentum unter der Schutzherrschaft Frankreichs. Es liegt als Enklave im französischen Departement See-Alpen (Alpes Maritime) und grenzt mit seiner ganzen Längsausdehnung im Süden an das Mittelmeer. Im Westen sind es 18 km bis nach Nizza und im Osten 9 km bis Menton und 12 km bis zur italienischen Grenze.

Fläche: 1,95 km².

Verwaltungsstruktur: 4 Quartiers (Fontvieille, La Condamine, Monaco-Ville, Monte-Carlo).

Einwohner

Bevölkerung: ca. 36.400.

Stadtbezirke:

Monaco-Ville (Altstadt) ca. 900

Monte Carlo ca. 16.600

La Condamine ca. 12.000

Fontvieille ca. 4.800

Larvotto (Strand)

Sprache

In Monaco ist Französisch die Amtssprache, ein kleiner Teil der Bevölkerung spricht Monegassisch, ein dem Ligurischen und Provenzalischen verwandter Dialekt. Daneben spricht man auch Italienisch und Englisch.

Zeitverschiebung

Mitteleuropäische Zeit (MEZ) mit europäischer Sommerzeit (kein Zeitunterschied).

Stromspannung

Meist 220 Volt Wechselstrom, 50 Hertz;

Es empfiehlt sich, Zwischenstecker mitzunehmen.

Telefon/Post

Telefon

Die Vorwahl von Deutschland, Österreich und der Schweiz nach Monaco ist 00377, die Rufnummern sind unmittelbar danach zu wählen. Die Vorwahl von Monaco nach Deutschland ist 0049, nach Österreich 0043 und in die Schweiz 0041. Mit Telefonkarten, die man auf der Post und in Geschäften bekommt, telefoniert man erheblich preiswerter als aus den Hotels.

NOTRUFNUMMERN: Europaweite Notrufnummer 112 oder Polizei 17 sowie Unfallrettung und Feuerwehr 18.

Mobilfunk

Netztechnik: GSM 900 und 3G 2100.

Derzeit gibt es Roamingverträge mit Anbietern in Monaco von E-Plus, O2 und Telekom Deutschland.

Internet

Länderkürzel: .mc

Es gibt ein Internetcafé in Monte Carlo.

Feiertage

1. Januar (Neujahr), 27. Januar (Fest der Schutzheiligen Sainte Dévote), 22. April (Ostermontag), 1. Mai (Tag der Arbeit), 30. Mai (Christi Himmelfahrt), 10. Juni (Pfingstmontag), 20. Juni (Fronleichnam), 15. August (Mariä Himmelfahrt), 1. November (Allerheiligen), 19. November (Nationalfeiertag), 8. Dezember (Fest der unbefleckten Empfängnis), 25. Dezember (Weihnachten).

Hauptferienmonat ist der August.

Öffnungszeiten

Banken: Mo bis Fr 9-12, 14-16.30 Uhr;

Geschäfte: Große Geschäfte sind im Allgemeinen werktags von etwa 9-19 Uhr durchgehend geöffnet (einmal wöchentlich auch länger). Kleine Geschäfte öffnen oft schon um 7 Uhr und sind abends oft über 19 Uhr hinaus geöffnet, schließen aber dafür in der Mittagszeit für 2 Stunden und an 1 bis 2 Tagen pro Woche. Kleine Lebensmittelgeschäfte haben auch häufig am Sonntagvormittag geöffnet.

Post: Mo bis Fr 8-19 Uhr, Sa 8-12 Uhr.

Kleidung

Kleidung wie in Westeuropa, der Jahreszeit entsprechend. Es ist untersagt, außerhalb der Strände und Badeanstalten mit freiem Oberkörper oder barfuß durch die Stadt zu gehen.

Geschichte/Politik

Im sechsten vorchristlichen Jahrhundert wurde der große Fels von Monaco von einem Volksstamm bewohnt, der "Monoikus" hieß. Daraus ist vermutlich der Name Monaco entstanden. 122 v. Chr. eroberten die Römer die Provinz, und 1162 sprach Kaiser Barbarossa das Gebiet der Republik Genua zu. Die Gibelinen - eine genuesische Partei - bauten eine Burg auf den Fels, auf dem heute der Fürstenpalast steht.

1489 wurde Monaco als unabhängiger Staat anerkannt, aber 1525 unter spanischen Schutz gestellt. 1641 wurden die Spanier vertrieben, und die Allianz mit Frankreich begann. 1861 erhielt das Fürstentum Monaco seine vollständige Souveränität und Unabhängigkeit - in einer grenzfreien Zollunion mit Frankreich. 1918 wurde der Kontakt noch enger: Frankreich garantierte den Schutz von Monaco. Monaco dagegen sicherte zu, politisch nicht gegen Frankreich zu operieren.

1962 wurde in einer Konstitution festgelegt, wie in der Regierung von Monaco die Rollen des Fürsten und mehrerer Ratsgruppen verteilt sind. 1993 wurde Monaco ein unabhängiger und souveräner Staat und Mitglied der Vereinten Nationen.

Wirtschaft

Das Monaco von den Einnahmen seines Spielkasinos lebt, ist ein Gerücht. Sie machen nur etwas über 4 Prozent des Staatshaushalts aus - nicht einmal doppelt so viel, wie die Einnahmen aus den öffentlichen Parkhäusern. Mehr als die Hälfte der Staatseinnahmen kommt aus der Mehrwertsteuer. Monaco hat rund 100 Industriebetriebe (Chemie, Kosmetik, Papier- und Plastikverarbeitung), vor allem aber befinden sich hier zahlreiche Bankfilialen aus aller Welt. Sehr wichtig für das Wirtschaftsleben sind Freizeit- und Geschäftstourismus.

Religion

90 Prozent der Monegassen sind Katholiken, 6 Prozent Protestanten, daneben gibt es orthodoxe und jüdische Minderheiten.

Vegetation

Monaco hat eine Reihe sehenswerter Garten- und Parkanlagen. Dazu gehören die Gärten Saint-Martin (hoch über dem Meer mit Föhren, Agaven, Aloen und Wasserspielen), der Japanische Garten, der sich 7.000 m² weit am Meer entlang hinzieht, und der Exotische Garten mit seinen subtropischen Gewächsen.

Tierwelt

Monaco besitzt ein berühmtes Ozeanografisches Museum, in dem Fische und andere Wassertiere gezeigt werden. Außerdem werden regelmäßig Unterwasser-Ausflüge mit dem Groß-Katamaran "Acquavision" veranstaltet, der Platz für 145 Passagiere und Räume unter dem Wasserspiegel hat, aus denen die Unterwasserwelt betrachtet werden kann.

Kulinarisches

Die monegassische Küche ist eine mediterrane Küche. Oliven, Öl, Tomaten, Zucchini, Auberginen, Zwiebeln und Knoblauch werden viel verwendet. Pasta-Gerichte sind genauso auf der Speisekarte zu finden wie Fischspezialitäten (z.B. Stocafi) und Fleischgerichte.

Zum monegassischen Weihnachtsfest blieben einige alte Bräuche erhalten. "Pain de Noel" ist ein Weihnachtsbrot, auf dem Walnüsse in Form eines Kreuzes um einen Olivenzweig angeordnet sind. Dann gibt es die "Fougazes" (das sind mit roten wie weißen Aniskörnern und Orangenblüten bestäubte Biskuits) sowie "Barbagiuan", gefüllte Krapfen, die überall verkauft werden.

Sitten und Gebräuche

Jedes Jahr am 27. Januar wird eine Statue der Heiligen Dévote in einer Prozession von der Kathedrale zur Kirche Sainte Dévote getragen. Dabei wird das Meer gesegnet und auf dem Wasser eine Barke verbrannt. Dévote, eine Märtyrerin aus dem 4. Jahrhundert, ist die Schutzpatronin des Fürstentums Monaco.

An Karfreitag zieht die "Prozession des Toten Christus" durch die Gassen der Altstadt.

"Les Feux de la Saint Jean" besteht aus einem Freudenfeuer am 23. Juni auf dem Platz des Palastes - verbunden mit folkloristischen Gesängen und Tänzen, die am darauffolgenden Tag auf dem Place des Moulins fortgesetzt werden.

Das "Fest des Saint Roman" am 8. August ist eine fröhliche Veranstaltung, die aus dem 16. Jahrhundert stammt: Ein Ball in den Gärten von Saint Martin.

Souvenirs

Es gibt keine speziellen monegassischen Andenken. Doch kann man mit etwas Glück in den Gässchen der Altstadt die eine oder andere kleine Antiquität kaufen.

Duty Free

Einreise aus EU-Ländern

Bei unmittelbarer Einreise aus den anderen EU-Ländern (innergemeinschaftlicher Reiseverkehr; trifft nicht zu für die Kanarischen Inseln, außerdem nicht für die britischen Kanalinseln und nicht für Grönland) bestehen keine Beschränkungen/Formalitäten abgabenrechtlicher Art für das Reisegepäck und ausschließlich zu privaten Zwecken mitgeführte Waren. Ausgenommen sind verbotene Waren wie Drogen, Waffen usw. (Besonderheiten s.u.; für Waren zu gewerblichen Zwecken s. Abschnitt "Geschäftsreisende").

Im EU-Mitgliedstaat eingekaufte, bereits versteuerte (sog. verbrauchssteuerpflichtige) Waren können von Privatpersonen (ohne nochmalige Besteuerung) problemlos mitgeführt werden, wenn sie ausschließlich für ihren Eigenbedarf, d.h. nicht zu gewerblichen/kommerziellen Zwecken, erworben wurden.

Für folgende Waren gilt als Richtmenge für den Eigenbedarf:

TABAKWAREN: 800 Zigaretten, 400 Zigarillos (Zigarren mit einem Stückgewicht von höchstens 3 g), 200 Zigarren, 1.000 g Rauchtabak;

ALKOHOLISCHE GETRÄNKE: 10 Liter Spirituosen, 20 Liter sog. Zwischenerzeugnisse (z.B. Campari, Port, Madeira, Sherry), 90 Liter Wein (davon höchstens 60 Liter Schaumwein), 110 Liter Bier.

Eine Überschreitung dieser Richtmengen ist im Einzelfall möglich, wenn nachgewiesen wird, dass auch die größere Menge ausschließlich für den privaten Eigenbedarf bestimmt ist.

Bei anderen mitgeführten, verbrauchssteuerpflichtigen Waren kann bei der Einreise nach bestimmten Kriterien (u.a. die Gründe für den Besitz, Beförderungsart, Unterlagen über die Menge der Waren) geprüft werden, ob sie ggf. zu gewerblichen Zwecken bestimmt sind.

KRAFTSTOFFE für Motorfahrzeuge, die nicht im Hauptbehälter des Fahrzeugs oder in einem geeigneten Reservebehälter mitgeführt werden, können ggf. erneut besteuert werden.

REISENDEN UNTER 17 JAHREN wird keine Steuerbefreiung für Spirituosen und Tabakwaren gewährt.

Einreise aus Drittländern

Bei der Einreise aus anderen als EU-Ländern (Drittländern) ist die zum persönlichen Gebrauch während der Reise benötigte und zur Wiederausfuhr bestimmte Reiseausrüstung sowie der Reiseproviant von Eingangsabgaben befreit.

Ferner sind Waren, die Reisende gelegentlich und ausschließlich zum persönlichen Ge- oder Verbrauch oder für ihren Haushalt oder als Geschenk in ihrem persönlichen Reisegepäck einführen, im Rahmen folgender Mengen und Wertgrenzen abgabenfrei:

200 Zigaretten oder 100 Zigarillos (Zigarren mit einem Stückgewicht von höchstens 3 g) oder 50 Zigarren oder 250 g Rauchtabak;

16 Liter Bier;

4 Liter nicht schäumende Weine;

1 Liter Spirituosen mit einem Alkoholgehalt von mehr als 22 Volumenprozent ODER 2 Liter Spirituosen, Aperitifs aus Wein oder Alkohol, Tafia, Sake oder ähnliche Getränke, mit einem Alkoholgehalt von 22 Volumenprozent oder weniger, oder Schaumwein oder Likörwein;

eine dem persönlichen Bedarf des Reisenden entsprechende Menge an Arzneimitteln;

10 Liter Kraftstoff je Motorfahrzeug im Reservekanister;

andere Waren bis zu einem Gesamtwert von 430 Euro für Flug- und Seereisende, für Einreisende auf anderen Verkehrswegenbis zu einem Gesamtwert von 300 Euro; für Reisende unter 15 Jahren gilt die Freimenge von 150 Euro unabhängig vom Einreiseweg.

DIE ABGABENBEFREIUNG WIRD NICHT GEWÄHRT:

Reisenden unter 17 Jahren für Tabakwaren, Spirituosen, Wein, Schaumwein, Likörwein, Aperitifs und ähnliche alkoholische Getränke.

Klimainformationen

Monaco hat angenehmes Mittelmeerklima. So sind die Winter üblicherweise mild und die Sommer warm, aber nie zu heiß. Die durchschnittlichen Temperaturen liegen im Januar und Februar bei 8°C. In den Hochsommermonaten Juli und August steigt das Thermometer im Durchschnitt auf Temperaturen um die 25°C.

Beste Reisezeit

Das ganze Jahr über.

Vorgeschriebene Impfungen

Keine.

Empfohlene Impfungen

Keine.

Informationen zur Malaria

Malaria

Keine.

Verbreitung

Monaco ist malaria-frei.

Währung

Währungseinheit

Währungseinheit: Euro ( EUR)

1 Euro = 100 Cent.

Derzeitiger Kurs:

1 US-$ = ca. 0,87 EUR

Devisenbestimmungen/Umtausch

Einfuhr Fremdwährung: unbeschränkt

Einfuhr Landeswährung: unbeschränkt

Deklaration: Ja - schriftliche Deklaration bei Ein- und Ausreise ab einem Wert von 10.000 Euro (auch in anderen Währungen, Reiseschecks oder auf Dritte ausgestellte Schecks, Zahlungsanweisungen etc.).

Ausfuhr Fremdwährung: unbeschränkt

Ausfuhr Landeswährung: unbeschränkt

Internationale Kreditkarten: Ja - werden von größeren Hotels, vielen Geschäften und zahlreichen Autovermietern akzeptiert.

Geldautomat: Ja - Geldautomaten, an denen mit der Girocard (mit Maestro- oder V-Pay-Logo) und Kreditkarten Bargeld abgehoben werden kann, sind weit verbreitet.

Auskunftstellen

Direction du Tourisme et des Congrès

de la Principauté de Monaco
2a, Boulevard des Moulins

Monte-Carlo
98030
Monaco
(00377) 92 16 60 00
(00377) 92 16 61 16
www.monaco-congres.com
dtc@gouv.mc

Chambre de Développement Economique

de Monaco
Athos Palace

2, rue de la Lüjerneta
98013
Monaco
Chambre de Développement Economique de Monaco
B.P. 653
98013 Monaco/Monaco
(00377) 97 98 68 69
(00377) 97 98 68 68
www.monaco-congres.com
info@cde.mc

Botschaften und Konsulate

Von Deutschland

zuständig Paris/Frankreich:

Ambassade de la République fédérale d'Allemagne
24 rue Marbeau
75116
Paris
Ambassade de la République fédérale d’Allemagne
BP 30 221
75364 Paris CEDEX 08 /Frankreich
(0033 1) 53 83 45 02
(0033 1) 53 83 45 00
www.amb-allemagne.fr
Amtsbezirk: Frankreich

Konsularischer Amtsbezirk: Départements Aisne, Calvados, Cher, Côtes-d'Armor, Essonne, Eure, Eure-et-Loir, Finistère, Hauts-de-Seine, Ille-et-Vilaine, Indre, Indre-et-Loire, Loire-Atlantique, Loiret, Loir-et-Cher, Maine-et-Loire, Manche, Mayenne, Morbihan, Nord, Oise, Orne, Paris (Ville de), Pas-de-Calais, Sarthe, Seine-et-Marne, Seine-Maritime, Seine-Saint-Denis, Somme, Val-de-Marne, Val-d'Oise, Vendée, Yvelines;

außerdem die Übersee-Départements Französisch-Guayana, Guadeloupe, Martinique, Mayotte und Réunion;

die Übersee-Territorien Französisch-Polynesien, Neukaledonien, St. Pierre und Miquelon, Wallis und Futuna.

(Zuständige Visabehörde für St. Pierre und Miquelon ist das Generalkonsulat in Montreal/Kanada, für die französischen Hoheitsgebiete im Südpazifik die Botschaft Wellington/Neuseeland.)

Der Leiter der Vertretung ist zugleich als Botschafter in Monaco mit Sitz in Paris akkreditiert.

Von Deutschland

außerdem in Monaco:

Consul Honoraire de la République fédérale d'Allemagne
Le Bristol, 25 bis, Bd. Albert 1er
98000
Monte Carlo /Monaco
(00377) 97 97 49 65
monaco@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Fürstentum Monaco

Übergeordnete Auslandsvertretung: Botschaft in Paris/Frankreich

Botschaft des Fürstentums Monaco
Klingelhöferstraße 7
10785
Berlin
(0 30) 26 39 03 44
(0 30) 263 90 33
berlin@ambassade-monaco.de
Mo bis Fr 9-18 Uhr
(keine Visumangelegenheiten)

Honorarkonsulat des Fürstentums Monaco
Stockumer Kirchstraße 61

c/o Messe Düsseldorf
40474
Düsseldorf
(02 11) 45 60 85 06
(02 11) 456 02 10
consul.honoraire.monaco@messe-duesseldorf.de
Mo bis Fr 10-13 Uhr
(keine Visumerteilung)

Honorarkonsulat des Fürstentums Monaco
Frauenlobstraße 86
60487
Frankfurt am Main
(0 69) 97 06 00 25
(0 69) 97 06 00 40
frankfurt@honorarkonsulat-monaco.de
Mo bis Do 10-12 und Mi 14-16 Uhr
(keine Visumerteilung)

Honorarkonsulat des Fürstentums Monaco
Glashüttenstraße 79
20357
Hamburg
(0 40) 43 21 21 21
(0 40) 43 21 12 31
monaco-consulate@jvm.de
Mo bis Fr 9-18 Uhr
(keine Visumerteilung)

Honorarkonsulat des Fürstentums Monaco
Brienner Straße 28
80333
München
(0 89) 28 62 81 10
(0 89) 28 62 82 66
consulatmonaco-muenchen@noerr.com
Mo bis Fr 9-12, 14-16 Uhr
(keine Visumerteilung)

Honorarkonsulat des Fürstentums Monaco
Puschkinallee 17


14469
Potsdam
(03 31) 20 14 77 10
(03 31) 201 47 70
potsdam@zumbaum.de
Mo, Di und Mi 9-13 und 15-17 Uhr


(keine Visumerteilung)

Honorarkonsulat des Fürstentums Monaco
Bopserwaldstraße 58
10184
Stuttgart
(07 11) 248 39 29 20
(07 11) 24 83 92 90
guenther.fleig@web.de
Mo bis Fr 9-12 Uhr
(keine Visumerteilung)

Französische Botschaft

mit Konsularabteilung
Pariser Platz 5
10117
Berlin
(0 30) 590 03 91 10
(0 30) 590 03 90 00
www.botschaft-frankreich.de
Mo bis Fr 9-12 Uhr, Mi 14-17 Uhr
(keine Visumerteilung)
(für Visa-Angelegenheiten siehe Frankfurt/M.)

Französisches Generalkonsulat
Zeppelinallee 35
60325
Frankfurt/M.
(0 69) 79 50 96 46
(0 69) 795 09 60
www.consulatfrance.de/francfort
info@consulfrance-francfort.org
Mo bis Fr 8.45-12 Uhr, außerdem Do 14-15.30 Uhr
(für Visa-Angelegenheiten Bundesrepublik Deutschland)

Sehenswertes

Fürstlicher Palais

Wo einst eine mächtige Festung der Fürsten von Genua stand, auf dem ins Meer vorspringenden Felsen von Monaco, wurde schon im 13. Jahrhundert begonnen, den Palast der monegassischen Fürsten ("Palais du Prince") zu bauen. Hier kann man (wenn die Fürstlichkeiten den Palast nicht gerade bewohnen) viel Geschichte und Tradition nacherleben. Es gibt eine italienische Galerie mit prachtvollen Fresken genuesischer Künstler, einen sehr schönen Salon im Stil Ludwig XIV. und den Thronsaal, in dem seit dem 16. Jahrhundert regelmäßig Feste und historische Zeremonien stattfinden.

Im Museum werden viele Gegenstände und Dokumente aus dem ersten französischen Kaiserreich aufbewahrt, darunter vieles, das Napoleon gehörte. In einer Etage kann der Besucher sich einen Überblick über den historischen Werdegang Monaco verschaffen; es werden dort Uniformen, Orden und eine komplette monegassische Briefmarkensammlung gezeigt.

Der Platz vor dem Palais bietet einen schönen Blick auf den Hafen der Stadt Monte Carlo. Um 11.55 Uhr kann man die klangvolle und sehr prächtige Wachablösung vor dem Haupteingang des Palastes mit verfolgen. Das militärische Zeremoniell ist seit über einem Jahrhundert streng festgelegt. Die Garde ist Ehrenwache und Eskorte, soll aber notfalls auch für die Sicherheit des Fürsten sorgen.

Gleich nebenan liegt die Altstadt mit ihren schmalen Gassen, die zum Teil noch ganz mittelalterlich anmuten.

Spielsäle

Monaco bietet im Stadtteil Monte Carlo mehrere Spielmöglichkeiten an. Berühmt ist das Kasino, ein Bau von 1878. Durch das mit Marmor ausgelegte Atrium kommt man in den Opernsaal, der ganz in Rot und Gold gehalten ist und in dem regelmäßig Opern, Konzerte und Ballettaufführungen stattfinden.

Angeschlossen sind mehrere ineinander übergehende Spielsäle für Roulette, Trente et Quarante, Chemin de fer und ähnliches.

Es gibt in Monte Carlo aber noch mehr Spielmöglichkeiten - teils mit den herkömmlichen Glücksspielen, teils mit Spielautomaten -, beispielsweise im "Café de Paris" am Kasino-Platz, im "Sun Casino" im Gran Hotel oder in "Le Sporting d´Eté" an der Av. Grace.

Ozeanografisches Museum

Das weltbekannte Museum ist der breiten Palette der Meereswissenschaften gewidmet. Architektonisch gilt es als ein monumentales Kunstwerk. In den imposanten Sälen findet man bemerkenswerte Sammlungen der Meeresfauna sowie zahlreiche ausgestopfte Meerestiere und Skelette. Im Untergeschoss bietet das Aquarium dem Besucher das einmalige Schauspiel einer üppigen Unterwasserflora und -fauna. Seltene Fischarten aus allen Meeren des Erdballs tummeln sich dort in 90 Becken. Das neue Mega-Auqarium, einmalig in der Welt, bietet die Möglichkeit, die Evolution von Hammerhaien und Rochen zu bewundern. Das Filmtheater zeigt Filme zum Thema Meer, hauptsächlich von Jacques Cousteau, der bis 1988 Direktor des Museums war. Schließlich bietet die Publikumsterrasse ein herrliches Panorama auf die italienische Riviera und das Esterel-Massiv.

Nationalmuseum

Das Nationalmuseum steht im Stadtteil Monte Carlo und bietet eine faszinierende Welt von historischen Automaten und alten Puppen in zeitgenössischen Kostümen. Die Automaten werden mehrmals täglich in Bewegung gesetzt. Die sehr attraktive Sammlung stammt aus dem 18. und 19. Jahrhundert; sie lebt ganz in der Atmosphäre jener Zeit. Prachtstück der Sammlung ist eine neapolitanische Krippe.

Wachsfiguren-Kabinett

Auf dem Fels von Monaco steht in dem romantischen, malerischen Gässchen "Rue Basse" das Wachsfiguren-Kabinett. Hier wird die Geschichte der monegassischen Dynastie ab dem 13. Jahrhundert in historischen Szenen aufgezeigt. Die Figuren sind lebensgroß und tragen echte historische Kostüme.

Exotischer Garten

Die außergewöhnliche Anlage mit mehreren tausend Pflanzenarten liegt an den Flanken eines Felsens. Hier gedeiht im sanften Klima der Küste eine subtropische Flora. Besonders sehenswert sind die hundertjährigen mexikanischen und südamerikanischen Kakteen, die Euphorbien und die afrikanischen Kandelaber, die teilweise zehn Meter aufragen. Zum Garten gehören das Prähistorische Museum für Anthropologie, das die Entwicklungsgeschichte der Menschen aufzeigt, sowie - 60 m tief im Fels - eine "Prähistorische Grotte" mit schönen Tropfsteinen.

Japanischer Garten

Der japapanische Garten ist mehr als Kunstwerk denn als botanischer Park gedacht und wurde von einem berühmten Japaner entworfen und von einem hohen Shintu-Priester geweiht. Die Pinien- und Olivenbäume sind nach japanischer Tradition geschnitten. Man kommt zu Wasserfällen und idyllischen Inseln, zu Bambuszäunen und einem Teehaus.

Reisehinweise

Zurzeit liegt kein Reisehinweis vor.

Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen

Die auf Reisen allgemein üblichen Vorsichtsmaßnahmen sind ausreichend.

SPERR-NOTRUF: Deutsche können ihre Girocards, Kreditkarten, Handys und einige andere elektronische Berechtigungen über die Sperr-Notruf-Nummer ++49 116 116 (aus dem Ausland neben ++49 116 116 auch ++49 30 4050 4050 wählbar) rund um die Uhr sperren lassen. Der Anrufer wird mit den Herausgebern der jeweiligen Medien verbunden, sofern diese sich dem Sperr-Notruf angeschlossen haben. Eine Liste der angeschlossenen Herausgeber ist im Internet unter www.sperr-notruf.de zu finden.

Ebenso ist es möglich, die Online-Ausweisfunktion (elektronischer Identitätsnachweis - eID) des neuen Personalausweises unter den oben genannten Nummern sowie unter 0180 1 333 333 (Bürgerservice des Bundesinnenministeriums) sperren zu lassen.

Malta

Landesdaten

Lage

Die Inseln Malta, Gozo und Comino, die den Staat Malta bilden, liegen im Mittelmeer, südlich von Sizilien.

Fläche: 315,6 km² (Malta 245,7 km², Gozo 67,1 km², Comino 2,8 km²).

Verwaltungsstruktur: 6 Bezirke.

Einwohner

Bevölkerung: ca. 416.100

Städte:

Valletta (Hauptstadt von Malta, auf der Insel Malta) ca. 5.800

Birkirkara (auf Malta) ca. 21.500

Mosta (auf Malta) ca. 19.600

Qormi (auf Malta) ca. 16.300

Zabbar (auf Malta) ca. 14.800

Sliema (auf Malta) ca. 13.500

San Gwann ca. 12.100 (auf Malta)

Rabat (größte Stadt auf Gozo) ca. 11.200

Sprache

Auf Malta wird Maltesisch und Englisch gesprochen. Italienisch wird ebenfalls vielfach gesprochen und verstanden.

Zeitverschiebung

Mitteleuropäische Zeit (MEZ); auch in Malta gilt die europäische Sommerzeit.

Stromspannung

240 Volt Wechselstrom, 50 Hertz; dreipolige Flachstecker (Adapter sind notwendig). In den größeren Hotels sind jedoch für Rasierapparate normale Stecker vorhanden.

Telefon/Post

Post

Briefe nach West- und Mitteleuropa benötigen circa eine Woche.

Telefon

Die Landesvorwahl von Deutschland, Österreich und der Schweiz nach Malta ist die 00356, die 8-stellige Teilnehmernummer wird unmittelbar danach gewählt. Die Vorwahl von Malta nach Deutschland ist 0049, nach Österreich 0043 und die der Schweiz 0041.

Es sind zahlreiche Kartentelefone vorhanden, mit denen man auch ins Ausland telefonieren kann. Telefonkarten mit 40, 60 und 100 Einheiten sind u.a. in den Niederlassungen der Maltacom und in Postämtern erhältlich.

NOTRUFNUMMER: 112.

Mobilfunk

Netztechnik: GSM 900/1800 und 3G 2100.

Derzeit gibt es Roamingverträge mit Anbietern in Malta von E-Plus, O2, Telekom Deutschland und Vodafone.

Internet

Länderkürzel: .mt

Internetcafés sind auf Malta weit verbreitet.

Feiertage

1. Januar (Neujahr), 10. Februar (Tag des Schiffbruchs von Paulus), 19. März (St. Josefstag), 31. März (Freiheitstag), 19. April (Karfreitag), 1. Mai (Tag der Arbeit), 7. Juni (Gedenktag an den 7. Juni 1919; Nationalfeiertag), 29. Juni (St.-Peter-und-Paul-Tag), 15. August (Mariä Himmelfahrt), 8. September (Tag des Sieges), 21. September (Unabhängigkeitstag), 8. Dezember (Mariä Empfängnis), 13. Dezember (Tag der Republik), 25. Dezember (Weihnachten).

Darüber hinaus gibt es noch Feiertage von lokaler Bedeutung, die Auswirkungen auf die Arbeitszeiten haben können.

Die Hauptferienzeit ist im Juli und August.

Öffnungszeiten

Banken: Mo bis Fr 8.30-12.30 Uhr, Sa 8.30-11.30 Uhr, manche Banken haben auch längere Öffnungszeiten. Die Öffnungszeiten verschieben sich mit der Sommer- und Winterzeit und werden je nach Saison geändert. Die Wechselstuben am Flughafen sind rund um die Uhr geöffnet.

Post: Mo bis Sa ca. 8 bis ca. 13 Uhr; in manchen Poststellen Mo bis Fr auch bis 15.30 oder 16-18 Uhr;

Behörden: Mo bis Fr 8.30-13 Uhr und 14.30-17.30 Uhr;

Geschäfte: Mo bis Sa 9 bis ca. 12.30/13 Uhr, 15.30/16 bis ca. 19/20 Uhr, in Touristenzentren meist bis 22 Uhr.

Kleidung

Für die Monate Dezember, Januar und Februar wird Herbstkleidung empfohlen, leichtere Kleidung für März, April, Mai, Oktober und November und sehr leichte Sommerkleidung für die Monate Juni, Juli, August und September. Ein leichter Regenmantel ist von Oktober bis März empfehlenswert. Eine gute Sonnenbrille sollte ebenfalls mitgenommen werden.

Geschichte/Politik

In der Jungsteinzeit war Malta ein Zentrum der Megalithkultur. Mehrere große Tempelanlagen sind noch erhalten. Im sechsten Jahrhundert wurde die Insel von den Karthagern, später von Rom erobert. 870 wurde die Insel von den Arabern besetzt. 1090 geriet Malta unter normannische Herrschaft; später wurde es zu einem Lehen des Königreiches Sizilien. 1530 gab Kaiser Karl V. Malta dem Johanniterorden (der sich danach Malteserorden nannte) zu Lehen. Die Johanniter beherrschten die Inseln bis zum 19. Jahrhundert. Nach einer Belagerung durch osmanische Türken wurde die heutige Hauptstadt Valletta 1565 gegründet und mit Befestigungsanlagen ausgestattet. 1798 wurde Malta von Napoleon erobert. Da die Malteser die französische Herrschaft ablehnten, suchten sie Hilfe bei den Briten, die 1799 den Rückzug der Franzosen erzwangen. 1814 wurde Malta als Kronkolonie Teil des britischen Weltreiches. Während des Zweiten Weltkrieges war die strategisch wichtige Insel fast täglich deutschen und italienischen Luftangriffen ausgesetzt.

1964 erhielt Malta die volle Unabhängigkeit. Seit 1974 ist Malta Republik, und seitdem wird in einer Schaukelpolitik mal eine Annäherung an die arabischen Länder, dann wieder eine Annäherung an Europa gesucht. 1990 stellte Malta einen Antrag auf Vollmitgliedschaft in der Europäischen Union, der 1993 abgelehnt wurde. Als wichtigster Grund wurde die zu geringe Größe des Staates genannt. Nach Wiederaufnahme der Verhandlungen im Jahr 2000 ist Malta seit dem 01. Mai 2004 Mitglied der Europäischen Union.

Wirtschaft

Seit Beginn der 90er Jahre ist der Tourismus der bedeutendste Wirtschaftszweig Maltas.

Die Landwirtschaft ist ebenfalls ein wichtiger ökonomischer Bereich. Zu den Anbauprodukten gehören Kartoffeln, Tomaten, Melonen, Weizen, Obst und Blumen. In geringerem Umfang werden Geflügel-, Kaninchen-, Rinder-, Ziegen- und Schafzucht betrieben. Von wirtschaftlicher Bedeutung sind auch Schiffsreparaturen in staatseigenen Werften. Ein Drittel der Erwerbstätigen ist im produzierenden Gewerbe beschäftigt, hauptsächlich in der Verarbeitung von Nahrungsmitteln, im Verlags- und Druckereiwesen und in der Herstellung von u.a. Textilien und Kleidung, Möbeln und Holzwaren sowie Tabakwaren. Die wichtigsten Handelspartner sind Italien, Großbritannien, die Vereinigten Staaten und Deutschland.

Religion

94 Prozent der Malteser sind römisch-katholisch und die meisten praktizieren ihren Glauben. Die Gotteshäuser sind täglich zu allen Gottesdiensten gut besucht. Die Kirche ist trotz der zeitweise antiklerikalen maltesischen Politik noch immer eine Macht im Staat.

Vegetation

Typisch mediterrane Pflanzen wie Macchia und Garigue (das sind u.a. Kermeseiche, Lavendel, Rosmarin und Wolfsmilchgewächse) bestimmen die relativ karge Vegetation Maltas.

Einst von dichten Wäldern besiedelt, gibt es nach verschiedenen Phasen der Abholzung (die letzte erfolgte durch britische Kolonialherren im 19. Jahrhundert, als ca. 80.000 Olivenbäume dem Baumwollanbau weichen mussten) fast nur noch traditionell nicht heimische Bäume in Parkanlagen, wie z.B. Johannesbrotbäume, Akazien und Eukalyptusbäume. Seit mehreren Jahren laufen verschiedene Aufforstungsprojekte, die langsam Erfolge zeigen.

Zu den vielen verschiedenen auf Malta vorkommenden Blumen zählen mehrere Orchideenarten (darunter zwei endemische) und Seenarzissen.

Tierwelt

Für Maltas Tierwelt sind wegen der fehlenden Wälder Kleintiere charakteristisch. Den Fenek, eine wilde Kaninchenart, die auch Nationalgericht der Malteser ist, trifft man nur noch selten in freier Wildbahn an. Weit verbreitet sind dagegen Eidechsen, Geckos und Wiesel.

Zu den einheimischen Vögeln zählen Falken, Lerchen, Schleiereulen und die Blaumerle, der Nationalvogel Maltas. Malta dient im Frühjahr und Herbst auch als Zwischenstation für Zugvögel und ist dann ein idealer Ort für das Beobachten von Vögeln.

In dem für Mittelmeerverhältnisse sehr sauberen Wasser können Taucher auch seltene Fische beobachten, wie z.B. Meeresbarsche und John-Dorys.

Kulinarisches

Die maltesische Küche ist voll von britischen und italienischen Einflüssen. Durch Maltas Mitgliedschaft im Commonwealth haben sich früh chinesische und indische, aber auch malaiische, pakistanische und thailändische Restaurants niedergelassen. Feinschmeckerlokale finden sich in mehreren der guten Hotels. Trotz aller Internationalität gibt es einige Spezialitäten, die als einheimisch gelten u.a. Aljotta (Fischsuppe mit viel Knoblauch), Bzar ahdar Mimli (Paprikaschoten mit Oliven, Kapern und Anchovis gefüllt), Fenek (Kaninchen) und Gbejniet Friski (Frischkäse aus Schafs- und Ziegenmilch).

Sitten und Gebräuche

Jedes maltesische Dorf und jeder Pfarrbezirk einer Stadt feiert jährlich (zwischen April und Oktober) eine Festa zu Ehren seines Schutzpatrons. Zum Festa-Wochenende werden die Schätze aus den Kirchen geholt und Straßen und Plätze geschmückt. Nach dem Gottesdienst am Sonntag fahren die Jüngeren zu einem Picknick ans Meer, die Traditionsgebundeneren laden Freunde und Verwandte zu einem Festmahl ein. Am Abend zieht eine Prozession mit der Statue des Kirchenpatrons durch die Straßen des Ortes. Wenn sie zur Kirche zurückkehrt, wird sie mit einem großen Feuerwerk empfangen. Reisebüros bieten organisierte Ausflüge zu den Festa an.

Souvenirs

Das traditionsreichste Mitbringsel aus Malta sind Klöppelarbeiten. Die Kunst des Klöppelns wird heute vor allem noch auf Gozo praktiziert. Auch Strickwaren wie Pullover, Jacken und Handschuhe werden oft in Heimarbeit hergestellt und auf Märkten verkauft. Stilvolle Mitbringsel sind Türklopfer aus Messing oder Schmiedeeisen und Briefbeschwerer oder Aschenbecher aus maltesischem Stein. Briefmarkensammler finden auf Malta auch britische Marken vom Beginn der Kolonialzeit.

Duty Free

Einreise aus EU-Ländern

Bei unmittelbarer Einreise aus den anderen EU-Ländern (innergemeinschaftlicher Reiseverkehr; trifft nicht zu für die Kanarischen Inseln, außerdem nicht für die britischen Kanalinseln und nicht für Grönland) bestehen keine Beschränkungen/Formalitäten abgabenrechtlicher Art für das Reisegepäck und ausschließlich zu privaten Zwecken mitgeführte Waren. Ausgenommen sind verbotene Waren wie Drogen, Waffen usw. (Besonderheiten s.u.; für Waren zu gewerblichen Zwecken s. Abschnitt "Geschäftsreisende").

Im EU-Mitgliedstaat eingekaufte, bereits versteuerte (sog. verbrauchssteuerpflichtige) Waren können von Privatpersonen (ohne nochmalige Besteuerung) problemlos mitgeführt werden, wenn sie ausschließlich für ihren Eigenbedarf, d.h. nicht zu gewerblichen/kommerziellen Zwecken, erworben wurden.

Für folgende Waren gilt als Richtmenge für den Eigenbedarf:

TABAKWAREN: 800 Zigaretten, 400 Zigarillos (Zigarren mit einem Stückgewicht von höchstens 3 g), 200 Zigarren, 1.000 g Rauchtabak;

ALKOHOLISCHE GETRÄNKE: 10 Liter Spirituosen, 20 Liter sog. Zwischenerzeugnisse (z.B. Campari, Port, Madeira, Sherry), 90 Liter Wein (davon höchstens 60 Liter Schaumwein), 110 Liter Bier.

Eine Überschreitung dieser Richtmengen ist im Einzelfall möglich, wenn nachgewiesen wird, dass auch die größere Menge ausschließlich für den privaten Eigenbedarf bestimmt ist.

Bei anderen mitgeführten, verbrauchssteuerpflichtigen Waren kann bei der Einreise nach bestimmten Kriterien (u.a. die Gründe für den Besitz, Beförderungsart, Unterlagen über die Menge der Waren) geprüft werden, ob sie ggf. zu gewerblichen Zwecken bestimmt sind.

KRAFTSTOFFE für Motorfahrzeuge, die nicht im Hauptbehälter des Fahrzeugs oder in einem geeigneten Reservebehälter mitgeführt werden, können ggf. erneut besteuert werden.

REISENDEN UNTER 18 JAHREN wird keine Steuerbefreiung für alkoholische Getränke und Tabakwaren gewährt.

Einreise aus Drittländern

Bei der Einreise aus anderen als EU-Ländern (Drittländern) ist die zum persönlichen Gebrauch während der Reise benötigte und zur Wiederausfuhr bestimmte Reiseausrüstung sowie der Reiseproviant von Eingangsabgaben befreit.

Ferner sind Waren, die Reisende gelegentlich und ausschließlich zum persönlichen Ge- oder Verbrauch oder für ihren Haushalt oder als Geschenk in ihrem persönlichen Reisegepäck einführen, im Rahmen folgender Mengen und Wertgrenzen abgabenfrei:

- 200 Zigaretten oder 100 Zigarillos (Zigarren mit einem Stückgewicht von höchstens 3 g) oder 50 Zigarren oder 250 g Rauchtabak;

- 1 Liter Spirituosen mit einem Alkoholgehalt von mehr als 22 Volumenprozent ODER 2 Liter Spirituosen, Aperitifs aus Wein oder Alkohol, Taffia, Sake oder ähnliche Getränke, mit einem Alkoholgehalt von 22 Volumenprozent oder weniger;

- 4 Liter nicht schäumende Weine;

- 16 Liter Bier;

- eine dem persönlichen Bedarf des Reisenden entsprechende Menge an Arzneimitteln;

- andere Waren bis zu einem Gesamtwert 430 Euro für Flug- und Seereisende; jeweils 150 Euro für Reisende unter 15 Jahren.

Die Abgabenbefreiung wird nicht gewährt:

- Reisenden unter 17 Jahren für Tabakwaren, Spirituosen, Wein, Schaumwein, Likörwein, Aperitifs und ähnliche alkoholische Getränke.

Die Mitnahme von Fleischwaren aller Art, und gleichgültig welche Verpackung, ist verboten.

Es wird empfohlen, elektronische Geräte (wie Videokameras, tragbare Fernseher oder Videorekorder) bei der Einreise zu deklarieren, da sonst unter Umständen Ausfuhrzoll bezahlt werden muss.

Die Einfuhr von Drogen wird generell als Delikt (Drogenhandel) bewertet und kann dementsprechend mit Mindeststrafen von 6 Monaten geahndet werden.

Klimainformationen

Malta hat Mittelmeerklima mit durchschnittlichen Temperaturen von 14°C von November bis April und 23°C von Mai bis Oktober. Die durchschnittlichen Höchsttemperaturen liegen bei 26°C im Mai, 30°C im Juni, 34°C im Juli und 33°C im August. Selbst im September klettert das Thermometer noch auf 30°C. Die Sommermonate sind meist niederschlagsfrei, die Temperaturen können in dieser Zeit zum Teil auch bis auf 42°C steigen. Trotz dieser hohen Temperaturen ist die Hitze immer erträglich, da meistens Meereswinde wehen. Auch im Dezember ist es mit 17°C sehr mild. Schnee und Frost gibt es auf Malta nicht.

Beste Reisezeit

Mai bis Anfang November.

Vorgeschriebene Impfungen

Keine bei Einreise direkt aus Europa.

Gelbfieber bei Einreise aus ENDEMIEGEBIETEN.

GELBFIEBER-ENDEMIEGEBIETE

In AFRIKA:

Äquatorialguinea, Äthiopien, Angola, Benin, Burkina Faso, Burundi, Côte d`Ivoire, Demokratische Republik Kongo (Kinshasa), Gabun, Gambia, Ghana, Guinea, Guinea-Bissau, Kamerun, Kenia, Kongo, Liberia, Mali, Mauretanien, Niger, Nigeria, Ruanda, Senegal, Sierra Leone, Südsudan, Sudan, Togo, Tschad, Uganda, Zentralafrikanische Republik.

In SÜD- und MITTELAMERIKA:

Argentinien, Bolivien, Brasilien, Ecuador, Franz. Guayana, Guyana, Kolumbien, Panama, Paraguay, Peru, Surinam, Trinidad + Tobago, Venezuela.

Empfohlene Impfungen

Keine.

Informationen zur Malaria

Malaria

Keine.

Verbreitung

Malta ist malaria-frei.

Ärztliche Hilfe

ST. GEORGE'S BAY: Krypton Clinic, Dr. Mark Schembri Wismayer (spricht Englisch), Ibragg Rd.,, St. George's Bay, Tel. 21 37 10 62.

Währung

Währungseinheit

Währungseinheit: Euro (EUR)

1 Euro = 100 Cent.

Derzeitiger Kurs:

1 US-$ = ca. 0,87 EUR

Devisenbestimmungen/Umtausch

Einfuhr Fremdwährung: unbeschränkt; siehe Deklaration.

Einfuhr Landeswährung: unbeschränkt; siehe Deklaration.

Deklaration: Ja - schriftliche Deklaration bei Einreise in Malta aus einem Nicht-EU-Land sowie Ausreise aus Malta in ein Nicht-EU-Land ab einem Wert von 10.000 Euro (auch in anderen Währungen, Reiseschecks oder auf Dritte ausgestellte Schecks, Zahlungsanweisungen etc.).

Ausfuhr Fremdwährung: unbeschränkt; siehe Deklaration.

Ausfuhr Landeswährung: unbeschränkt; siehe Deklaration.

Umtausch: Banken, Geldautomaten und Wechselbüros sind fast überall auf den Inseln zu finden.

Internationale Kreditkarten: Ja - Die meisten Hotels und Restaurants sowie viele Geschäfte akzeptieren Kreditkarten.

Geldautomat: Ja - sie sind überall vorhanden; das Abheben mit Girocard (mit Maestro- oder V-Pay-Logo) und Kreditkarten ist möglich.

Auskunftstellen

Fremdenverkehrsamt Malta
Schillerstraße 30-40
60313
Frankfurt am Main
(0 69) 247 50 31 50
(0 69) 247 50 31 30
www.urlaubmalta.com
info@visitmalta.com

Malta Tourism Authority (MTA)
Auberge D´Italie

Merchants Street
Valletta VLT 1170/Malta
(00356) 80 07 22 30
(00356) 22 91 54 45, 22 91 51 39
www.visitmalta.com
info@visitmalta.com

Malta Chamber of Commerce
Exchange Buildings

Republic Street
Valletta VLT 1117/Malta
(00356) 21 24 52 23
(00356) 21 23 38 73
www.visitmalta.com
info@maltachamber.org.mt

Botschaften und Konsulate

Botschaft von Malta
Klingelhöfer Straße 7
10785
Berlin
(0 30) 26 39 11 23
(0 30) 263 91 10
www.foreign.gov.mt/berlin
maltaembassy.berlin@gov.mt
Mo bis Fr 9-17 Uhr

Honorargeneralkonsulat von Malta
Westerstraße 17
28199
Bremen
(04 21) 59 10 59
(04 21) 50 52 50
maltaconsul.bremen@gov.mt; dr-stoecker@gmx.de
Mo, Di 8-12, 15-18 Uhr, Mi 8-12 Uhr, Do 8-12, 15-20 Uhr, Fr 8-13 Uhr
(keine Visumerteilung)

Honorarkonsulat von Malta
Königsallee 90
40212
Düsseldorf
(0211) 86 29 22 35
(02 11) 86 39 04 43
konsulat@malta-nrw.de
Di bis Do 9-10 Uhr
(keine Visumerteilung)

Honorarkonsulat von Malta
NEXTOWER, 29. Etage

Thurn-und-Taxis-Platz 6
60313
Frankfurt/Main
(0 69) 208 76 99
(0 69) 208 76 50
info@konsulatmalta.com
Mo bis Fr 10-16 Uhr
(keine Visumerteilung)

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Ärztliche Hilfe

ST. GEORGE'S BAY: Krypton Clinic, Dr. Mark Schembri Wismayer (spricht Englisch), Ibragg Rd.,, St. George's Bay, Tel. 21 37 10 62.

Sehenswertes

Valletta

Die maltesische Hauptstadt ist eine der sehenswertesten Festungsstädte in Europa. Die gewaltigen Mauern sind noch fast vollständig intakt. Zwischen den alten Häusern, Kirchen und Palästen drängen sich noch keine modernen Neubauten aus Glas und Beton. Der Autoverkehr ist weitgehend aus der Innenstadt verbannt. Kleine Läden statt Kaufhausketten bieten ihre Waren an. Valletta ist eine am Reißbrett entstandene Stadt, was das rasterförmige Netz aus sich rechtwinklig schneidenden Straßen belegt.

An der Spitze der Sciberra-Halbinsel steht das legendäre Fort St. Elmo. Der Republic Street folgend stößt man auf die bedeutendsten Ordensbauten und die wichtigsten Plätze der Stadt. Sehenswert sind in Valletta u.a. der Großmeisterpalast, das Fort Elmo, die St. John´s Co-Cathedral, die Auberge d´Italie und die Hastings- sowie die die Lower Baracca Gardens.

Das Großmeistergebäude ist das prunkvollste weltliche Gebäude auf Malta und war einst offizielle Residenz der Großmeister. Heute ist es Sitz des Parlamentes und bei Sitzungen bis auf die Waffenkammer geschlossen.

Das Fort St. Elmo wurde 1530 von den Ordensrittern als kleine Festung übernommen und ausgebaut. Es spielte während der Belagerung Maltas von 1565 eine entscheidende Rolle bei dem Sieg über die Türken. Auf dem Platz vor dem Fort kann man die Öffnungen unterirdischer Getreidespeicher besichtigen.

Die St. John's Co-Cathedrale gilt als Hauptkirche des Johanniterordens und wurde von 1573 bis 1578 erbaut. Für die Aufnahme in den Orden überbrachte jeder Ritter ein Geschenk, das für die Ausstattung der Kirche verwendet wurde. Die äußere Fassade ist schlicht gehalten, um Feinde von dem wertvollen Inneren abzulenken. Der gesamte Kirchenboden ist mit 375 Grabplatten aus farbigem Stein bedeckt. Die Namen und Taten der Ritter sind dort in lateinischer Sprache vermerkt. Als bedeutendstes Einzelwerk gilt das Altarbild von Caravaggio.

Die Auberge d´Italie (heutiges Hauptpostgebäude) bewohnten die italienischen Ordensritter. In den kleinen Gartenanlagen Hastings Gardens und Lower Baracca Gardens kann man sich von der Besichtigungstour durch Valletta erholen.

Mit Kindern bietet sich auch ein Besuch der Malta Experience an, einer Audiovisionsshow, die eine Kurzfassung der maltesischen Geschichte bietet.

Kunstinteressierte sollten auch das Nationalmuseum der Schönen Künste besuchen.

Mdina/Rabat

Mdina und Rabat bilden heute eine Doppelstadt im Herzen der Insel. Ihr sollte man einen ganzen Urlaubstag widmen.

Der kleine mittelalterliche Ort Mdina war einst die Hauptstadt Maltas. Er liegt weithin sichtbar auf einem nach drei Seiten steil abfallenden Felsplateau. Die Engländer lösten als die letzten Feldherren der Insel die Universitá de facto auf. Damit wurde Valetta zum Zentrum der Insel und Mdina wurde dem maltesischen Adel übergeben. Das aristokratische Ambiente der Stadt blieb erhalten und auch heute noch wohnen die meisten der 900 Einwohner in alten Adelspalästen. Bei einem Spaziergang durch die engen Gassen kann man dieses zurückgezogene Leben der Stadt regelrecht spüren. Die Häuser und Palazzos führender Adelsfamilien sind bemerkenswerte Blickfänge bei einem Spaziergang. Sehenswert sind u.a. auch der Bastion Square, von dem man einen schönen Ausblick genießen kann, das Benediktinerinnen-Kloster, die Kathedrale St. Peter und Paul und die Katakomben unter den Kirchen der Stadt. Besonders interessant sind die St. Agatha-Katakomben, eine unterirdische Gräberstadt, die Maltas älteste Fresken aus römischer und frühchristlicher Zeit birgt.

In Rabat bestimmt, im Gegensatz zur "stillen" Schwesterstadt Mdina, das typische maltesische Treiben den Alltag.

Marsaxlokk

Marsaxlokk liegt im äußersten Osten der Insel. In dem romantischen Fischerdorf Marsaxlokk ist der Tourismus fast bedeutungslos, obwohl hier die meisten Fotos für die Fremdenverkehrswerbung gemacht werden.

Der wohl größte Straßenmarkt Maltas findet jeden Sonntagmorgen hier statt. Man findet Textilien, Werkzeuge, Obst- und Gemüse, Fisch sowie Gebrauchsartikel aus aller Welt. Auch lebende Tiere, z.B. Hühner, werden hier angeboten. Bei einem Spaziergang entlang des Hafens kann man die bunten Boote von Marsaxlokk aus der Nähe betrachten oder sich in einem der vielen Fischrestaurants niederlassen.

Marsascala

Der Nachbarort von Marsaxlokk im Osten Maltas ist vom Fremdenverkehr geprägt. Hier schießen immer mehr Appartmenthäuser für Touristen aus dem Boden. Als Urlaubsort ist Marsascala zu empfehlen, wenn man weder die städtische Atmosphäre erleben noch in einem lauten Ferienzentrum wohnen möchte. Die dortigen Salinen wurden noch bis zum Zweiten Weltkrieg für die Salzgewinnung genutzt.

Cottonera

Die Städte Vittorosa, Senglea und Cospicua gehen heute ineinander über. Der Name Cottonera stammt von Großmeister Nicolas Cottoner, der im Jahre 1670 begann, einen aufwendigen Befestigungsring um die drei Städte zu errichten.

St. Paul´s Bay

Zwischen der Großen St. Paul´s Bay im Norden und der kleineren Salina Bay im Süden wurde die flache Halbinsel in den letzten 15 Jahren zum Ferienzentrum Maltas ausgebaut. In den neu gegründeten Orten Buggiba und Qawra stehen dicht gedrängt große Appartmenthäuser und Hotels, Restaurants, Bars und Geschäfte. Sonne, Strände und klares Wasser ziehen scharenweise Touristen an. Auch Taucher und andere Wassersportler kommen hier auf ihre Kosten.

Sliema/St. Julian´s

In Sliema und St. Julian´s stehen die meisten Hotels und Apartmenthäuser der Insel. Hier haben auch viele Feriensprachschulen ihren Sitz. Moderne Einkaufszentren machen den traditionellen Geschäften in Valletta Konkurrenz und nirgendwo auf Malta ist das Nachtleben so aufregend wie hier. Von Sliema aus kann man sich mit einem U-Boot, das eine Fahrt zu einem versunkenen Schiff unternimmt, oder mit einem Glasbodenboot auf eine Unterwasser-Safari begeben.

Mosta

Die Kirche von Mosta gilt als die größte Kirche auf Malta. Ihr Innenraum beeindruckt durch eine wunderschöne Kasettendecke, die der 60 m hohen Kuppel optische Tiefe verleiht. Erbaut wurde das Gotteshaus von 1833 bis 1860. Die Kirche bietet rund 12.000 Menschen Platz. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Kuppel von einer deutschen Fliegerbombe durchschlagen, die jedoch wie durch ein Wunder nicht explodierte.

Blaue Grotte

Eine der schönsten Seegrotten auf Malta ist die Blaue Grotte. Kleine bunte Fischerboote stehen unterhalb des Parkplatzes bereit und befördern Besucher bis in die Grotte hinein. Hier überrascht das glasklare Farbenspiel des Wassers genauso wie die orangefarbenen Korallen an den Felswänden. Am besten ist dieses Naturschauspiel am Nachmittag zu beobachten.

Gozo

Acht Kilometer liegen zwischen Malta und der kleinen Insel Gozo, die landschaftlich äußerst vielfältig ist und mehr als einen Tagesausflug lohnt. Die Insel ist von Steilküsten geprägt, die nur wenig Raum für Sandstrände lassen, sodassvon Felsen und winzigen Kiesstreifen aus gebadet wird. Gozos bedeutendster Urlaubsort ist Marsalforn. Die historische Inselhauptstadt Victoria, die von den Gozitanern Rabat genannt wird, liegt im Inselinnern. Ihr Zentrum bildet der Marktplatz Indipendenza. Sehenswert sind hier die Zitadelle, die Kathedrale, die Fontana (ein Waschhaus aus dem 17. Jahrhundert), Astra und Aurora (die einzigen Opernhäuser der Inselrepublik Malta) sowie das Aquädukt. Ein Besuch der Zitadelle lohnt sich auch, wenn man ihre zahlreichen Museen und die Kathedrale nicht besichtigen möchte, da man von dort einen schönen Blick über Gozo und Victoria hat. Wer auch die Museen Victorias, die allesamt in der Zitadelle untergebracht sind, besuchen möchte, sollte sich besonders das Volkskundliche und das Archäologische Museum sowie die Kunsthandwerksausstellung vornehmen. In der letzteren, in der jeder Produzent seine schönsten Stücke ausstellen kann, bekommt man einen schönen Überblick über die maltesische Handwerkskunst und mögliche Souvenirs. Weitere Sehenswürdigkeiten auf Gozo sind u.a. Ta´Pinu, das bedeutendste Wallfahrtsziel der maltesischen Inseln, die Pfarrkirche von Xewkija mit ihrer 75 Meter hohen Kuppel und das Mühlenmuseum Ta´Kola.

Tempel

Auf Malta sind mehrere Tempel aus der Megalithkultur erhalten, die einen Besuch lohnen. Hier sind der Tempel von Hagar Qim, der Tempel von Mnajdra und der Tempel von Tarxien zu nennen. Auf Gozo befindet sich der Tempel von Ggantija. Die klar gegliederte Tempelanlage von Hagar Qim liegt an der Küstenstraße zwischen Ghar Lapsi und Zurrieq. 500 Meter unterhalb dieser Anlage liegt der Tempel von Mnajdra. Die drei Tempel dieses Komplexes stammen aus drei verschiedenen Phasen zwischen 3.500 und 2.900 v. Chr. Während vom ältesten Tempel kaum noch Überreste vorhanden sind, sind der zweite und der dritte Tempel gut erhalten. Die neolithischen Tempel von Tarxien (zwischen 3.800 und 2.800 v. Chr.) wirken zwar nicht so romantisch wie die von Hagar Qim und Mnajdra. Dennoch sind sie für Archäologen die bedeutendste Fundstätte der Insel. Die dort gefundenen einzigartigen Reliefs und Skulpturen sind jetzt im Archäologischen Museum von Valletta ausgestellt. In den Tempeln sind Kopien der Funde zu sehen, so dass Besucher nicht nur einen Eindruck von der Architektur der Megalithkultur, sondern auch von dem Kunstschaffen dieser Epoche erhalten. Der Besuch des Ggantija Tempels auf Gozo lohnt sich auch dann, wenn man auf Malta bereits alle Tempel besichtigt hat. Sein Mauerwerk ist besonders gut erhalten, und er ist landschaftlich schön in eine kleine Gartenanlage eingebettet. Vom Tempel aus kann man weite Teile von Gozo überblicken.

Sprachreisen nach Malta

Auf Malta wurde schon 1800 Englisch zur offiziellen Landessprache erklärt. Erst 1934 wurde auch die eigentliche maltesiche Sprache offiziell anerkannt. In der Folge ist Malta tatsächlich ein zweisprachiges Land, in dem beide Sprachen von der gesamten Bevölkerung gesprochen werden. Selbstverständlich lernen die Kinder Englisch schon in der Grundschule, und Zeitungen und Kulturveranstaltungen sind in englischer Sprache. Besucher aus Großbritannien bilden die stärkste Touristengruppe auf der Insel.

Sprachunterricht für Jugendliche und Erwachsene wird von vielen Schulen auf Malta angeboten, die neben dem qualifizierten Unterricht auch begleitende Freizeitprogramme ausgearbeitet haben. Gegenüber anderen englischsprachigen Reisezielen bietet Malta durch das ausgeglichene und warme Sommerklima eine stimulierende Urlaubsatmosphäre für den Spracherwerb.

Reisehinweise

Zurzeit liegt kein Reisehinweis vor.

Bitte beachten auch den Abschnitt "Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen" beachten.

Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen

* KRIMINALITÄT: Es wird empfohlen, Wertsachen und Reisedokumente sicher in der Unterkunft aufzubewahren, da es in letzter Zeit vermehrt zu Diebstählen gekommen ist, insbesondere in Paceville und in Buslinien zwischen Paceville und Valletta.

* JAGDSAISON: Von Anfang September bis Ende Januar ist bei Spaziergängen abseits von Ortschaften frühmorgens und spätabends Vorsicht angebracht, da es zu dieser Zeit (Jagdsaison) auf Malta üblich ist, auf Vögel zu schießen.

* DROGEN: Drogen ein- oder auszuführen, damit zu handeln sowie zu konsumieren ist streng verboten (Haftstrafen)!

* Das RAUCHEN ist in öffentlichen Verkehrsmitteln und Kinos untersagt. Das Rauchen ist außerdem offiziell nur in Restaurants und Bars erlaubt, die über entsprechende Entlüftungssysteme verfügen bzw. spezielle Zonen für Raucher ausgewiesen haben.

SPERR-NOTRUF: Deutsche können ihre Girocards, Kreditkarten, Handys und einige andere elektronische Berechtigungen über die Sperr-Notruf-Nummer ++49 116 116 (aus dem Ausland neben ++49 116 116 auch ++49 30 4050 4050 wählbar) rund um die Uhr sperren lassen. Der Anrufer wird mit den Herausgebern der jeweiligen Medien verbunden, sofern diese sich dem Sperr-Notruf angeschlossen haben. Eine Liste der angeschlossenen Herausgeber ist im Internet unter www.sperr-notruf.de zu finden.

Ebenso ist es möglich, die Online-Ausweisfunktion (elektronischer Identitätsnachweis - eID) des neuen Personalausweises unter den oben genannten Nummern sowie unter 0180 1 333 333 (Bürgerservice des Bundesinnenministeriums) sperren zu lassen.

Ägypten

Tempel der Hatschepsut
Karte Ägypten

Landesdaten

Lage

Ägypten liegt im Nordosten Afrikas zwischen dem 22. und 32. Grad nördlicher Breite. Es grenzt im Osten an das Rote Meer und Israel, im Norden ans Mittelmeer, im Westen an Libyen und im Süden an den Sudan.

Fläche: 1.002.000 km².

Verwaltungsstruktur: 27 Verwaltungsbezirke.

Einwohner

Bevölkerung: ca. 83 Millionen

Städte:

Kairo (Hauptstadt) einschließlich Giza ca. 16 Millionen

Alexandria ca. 4,1 Millionen

Port Said ca. 472.000

Suez ca. 418.000

Al-Mahalla al-Kubra ca. 395.000

Tanta ca. 371.000

Al-Mansura ca. 370.000

Luxor ca. 360.500

Assiut ca. 343.500

Sprache

Die Staatssprache Ägyptens ist Arabisch. Als Korrespondenzsprache im Verkehr mit dem Ausland wird Englisch gesprochen.

Zeitverschiebung

Mitteleuropäische Zeit (MEZ) +1 Stunde

In Ägypten ist von Anfang Mai bis Ende September ebenfalls Sommerzeit. Daher beträgt der Zeitunterschied während dieses Zeitraums europäische Sommerzeit +1 Stunde. An den wenigen Tagen, an denen bei uns bereits/noch die europäische Sommerzeit gilt, in Ägypten aber noch Normalzeit ist, besteht kein Zeitunterschied.

Stromspannung

220 Volt Wechselstrom, 50 Hertz

Oft kommt es zu starken Stromschwankungen. Auch kurzfristige Stromausfälle sind nicht unüblich.

In Ägypten werden zweipolige Rundstecker verwendet. Für andere Stecker ist ein Adapter erforderlich.

Telefon/Post

Post

Post nach Europa kann bis zu zwei Wochen dauern. Urlaubskarten können am Hotel abgegeben oder in blaue Briefkästen geworfen werden (rot für Inland Ägypten und grün für Post innerhalb Kairos).

Telefon

Die Vorwahl von Deutschland, Österreich und der Schweiz nach Ägypten ist 0020, von Ägypten nach Deutschland wählt man 0049, nach Österreich 0043 und in die Schweiz 0041. Telefonieren vom Hotel aus ist sehr teuer. Günstiger telefoniert man von den Telefonämtern aus. Hier kann man auch Telefonkarten für öffentliche Telefonzellen kaufen.

NOTRUFNUMMERN: Polizei 122, Touristenpolizei 126, Unfallrettung 123, Feuerwehr 180.

Mobilfunk

Netztechnik: GSM 900/1800, 3G 2100.

Derzeit gibt es Roamingverträge mit Anbietern in Ägypten von E-Plus, O2, Telekom Deutschland und Vodafone.

Internet

Länderkürzel: .eg

Internet-Cafés gibt es in allen größeren Städten und Touristenzentren.

Feiertage

25. Januar (Tag der Revolution), 13. April (Frühlingsfest), 25. April (Sinai-Befreiungstag), 1. Mai (Tag der Arbeit), 23. Juli (Tag der Revolution), 6. Oktober (Tag der Streitkräfte), 7. Januar (Koptisches Weihnachtsfest), 12. April (Koptisches Ostern), 3. Januar (Mohammeds Geburtstag), 18.-20. Juli (Fastenbrechen am Ende des Ramadan), 23.-27. September (Opferfest), 13. Oktober (Neujahr 1437 nach islamischer Zeitrechnung), 24. Dezember (Mohammeds Geburtstag).

Der Ramadan dauert im Jahr 2016 vom 6. Juni bis zum 5. Juli (die Daten können je nach Land um einen oder zwei Tage abweichen).

Während des Ramadan, des islamischen Fastenmonats, kann das Geschäftsleben eingeschränkt sein.

Dazu kommen verschiedene variable Feiertage christlicher Kirchen (koptisch und orthodox).

Fällt ein offizieller Feiertag auf einen Freitag, wird am nachfolgenden Werktag nicht gearbeitet.

Der wöchentliche Ruhetag ist der Freitag. Für Behörden gilt die Sechstagewoche; Privatfirmen und Firmen des öffentlichen Sektors können das Wochenende selbst bestimmen (bisher Freitag/Samstag oder Freitag/Sonntag).

Die Hauptferienzeit geht von Juli bis August. In dieser Zeit ist mit eingeschränkter Geschäftstätigkeit zu rechnen.

Öffnungszeiten

Banken: So bis Do 8.30-14 Uhr;

Geschäfte: Sa bis Do 10-21 Uhr; Geschäfte sind nicht an Öffnungszeiten gebunden;

Post: Sa/So bis Do 9-14 Uhr;

Büros: Sa bis Do 9-14 Uhr für Behörden; private und sonstige Firmen haben auch am Samstag oder Sonntag geschlossen.

Kleidung

Für den Winter braucht man leichte Wollkleidung, einige Sommersachen und eine Übergangsjacke. Für die übrigen Jahreszeiten sollte man leichte, atmungsaktive Sommerkleidung und für die Abende Jacken mitnehmen. Bei Wüstenfahrten sollte man für die Nächte und frühen Morgenstunden immer warme Sachen dabeihaben. Eine gute Sonnenbrille sowie eine leichte Kopfbedeckung zum Schutz gegen die Sonne sind unerlässlich.

Bei der Auswahl der Kleidung sollte man darauf achten, dass man sich in einem islamischen Land befindet (keine zu enge, zu kurze oder zu freizügige Kleidung; Badebekleidung sollte nur am Strand oder am Swimmingpool getragen werden).

Sakkara
Karte Ägypten

Geschichte/Politik

Während im Paläolithikum die heutige Wüste Ägyptens fruchtbar und bewohnt war, wurde später die Bevölkerung auf Grund klimatischer Veränderungen dazu gezwungen, nahe des Nils zu siedeln. Zu dieser Zeit begann die eindrucksvolle Geschichte Ägyptens. König Menes gilt als Reichsgründer von Ober- und Unterägypten. Die erste Hauptstadt dieses Reiches war Memphis. Bei Saqqara wurde eine monumentale Grabanlage errichtet. Im Süden war Abydos religiöses und politisches Zentrum. Zu dieser Zeit wurde die ägyptische Schrift ausgebildet.

Im Alten Reich (ca. 2.640-2.200 v. Chr.) wurde die erste Pyramide gebaut, die Stufenpyramide von Djoser bei Saqqara. Die Zeit in der die architektonischen Meisterleistungen der Ägypter entstanden, begann. Der tyrannische Herrscher Cheops ließ im heutigen Stadtbezirk von Kairo Giza eine 146 m hohe Pyramide errichten. Daneben entstanden weitere Pyramiden und die Sphinx. Obelisken entstanden in der fünften Dynastie als Sonnenheiligtümer. Um 2.160 v. Chr. zerbrach das Reich wieder in Ober- und Unterägypten.

Im Mittleren Reich (ca. 2.040-1.650 v.Chr.) führte Mentuhotep die Länder Ober- und Unteräygpten wieder zusammen. Eine wirtschaftliche Blütezeit begann. Es wurden wieder Handelsexpeditionen nach Punt (vermutlich das heute Somalia) geschickt. Die Reichsgrenzen wurden erweitert und gesichert (Sinai, Nubien). Im 19. und 18. Jahrhundert v. Chr. erlebte Ägypten einen blühenden Handel, eine große politische Stabilität und religiöse Weiterentwicklung. Mitte des 17. Jahrhunderts v. Chr. brachen in einen dann durch rasche Herrscherwechsel geschwächten und zerrissenen Staat fremde Völker ein. Die Hyksos regierten Ägypten als "Fremdländer", bis sie im 15. Jahrhundert zurückgetrieben wurden.

Mit der Gründung des Neuen Reichs (ca. 1.551-1.070 v. Chr.) begann von neuem eine für Ägypten kulturell und künstlerisch große Epoche. Während der Regentschaft von Herrschern wie Amenophis I und Thutmosis I wurden wissenschaftliche und künstlerische Besonderheiten geschaffen. Zu dieser Zeit entstand auch das Tal der Könige als neue Begräbnisstätte westlich von Theben. Mangels anderer Nachfolger regierte die Königin Hatchepsut über zwei Jahrzehnte. An ihrem Totentempel ist eindrucksvoll eine weitere Expedition in das Weihrauchland Punt beschrieben. Unter ihren Nachfolgern drangen die Ägypter in den asiatischen Raum ein und überschritten den Euphrat. Im Anschluss wurden mit diplomatischem Geschick Heiraten arrangiert; unter Amenophis III herrschte unbeschreiblicher Reichtum. Es wurden viele Großbauten errichtet. Amenophis IV, der spätere "Echnaton", führte den Monotheismus ein und veränderte die künstlerische Darstellung durch Einführung des Realismus. Doch schon bald wurde die vielfältige Götterwelt wieder eingeführt. Unter dem Feldherr und späteren Pharao Haremhab wurde die korrupte Verwaltung reformiert. Später errichtete Pharao Ramses II unzählige Baudenkmäler, wie den kolossalen Tempel von Abu Simbel. Nach der berühmten Hethitherschlacht, in der das ägyptische Heer fast unterging, versöhnten sich die Völker. In der folgenden Zeit wurde Ägypten vor allem durch immer neue Angriffe fremder Völker erschüttert, sodass das ägyptische Reich im elften und zehnten Jahrhundert langsam verblasste.

In der Spätzeit (ca. 600 -332 v. Chr.) wurde Ägypten zunächst von den Persern, dann von den Ptolomäern unter Alexander dem Großen beherrscht (Griechische Zeit). In dieser Zeit wurde auch Alexandria gegründet.

Anschließend fiel Ägypten an die Römer, die von etwa 30 v. Chr. bis circa 395 n. Chr. in Ägypten herrschten. Mit dem Einzug des Christentums in Rom wurde auch Ägypten christianisiert, und Alexandria wurde zu einer Bischofsstadt. Nach dem Zerfall des Römischen Reiches gehörte Ägypten zum Ostreich Byzanz. Zu dieser Zeit wurde das Land stark ausgebeutet. In der Folgezeit regierten Kalifen, Mamelucken und die Osmanen das Land. Aber auch Napoleon und der Albaner Muhammad Ali hatten eine gewisse Zeit die Macht in Ägypten inne.

Im 19. Jahrhundert n. Chr. wurde der Suezkanal fertig gestellt, der zu der bedeutendsten Wasserstraße der Region wurde. Der finanzielle Untergang Ägyptens führte zu einem enormen britischen Einfluss.

1953 wurde Ägypten eine Republik. Zunächst mit sowjetischen Aufbaumitteln unterstützt, näherte sich Sadat jedoch bald dem Westen. Im Sechstagekrieg zwischen Ägypten und Israel wurde zunächst der gesamte Sinai von Israel annektiert. Mit den Friedensverträgen von 1977 und 1979, in denen der Sinai an Ägypten zurückgegeben wurde, näherten sich Israel und Ägypten wieder an. Dafür distanzierten sich aber die anderen arabischen Staaten von Ägypten.

Im Zuge des sogenannten Arabischen Frühlings kam es 2011 in Ägypten zu einem revolutionären politischen Umsturz. Staatspräsident Mubarak trat zurück. Nach Parlamentswahlen, in denen islamische Parteien die Mehrheit errangen, wurde eine Verfassunggebende Versammlung einberufen. Der von diesem Gremium verabschiedete Verfassungsentwurf, der u.a. auf dem religiösen Gesetz des Islam, der Scharia, basiert, stieß bei Teilen der Bevölkerung auf starke Ablehnung und führte zu Demonstrationen und gewaltsamen Auseinandersetzungen. Die Folge ist eine noch immer andauernde Staatskrise, in deren Verlauf das Militär die Macht übernommen hat.

Wirtschaft

Die Landwirtschaft des Landes erzeugt vor allem Baumwolle, wobei die erforderliche Bewässerung der Felder große Probleme nach sich zieht, da der Nilpegel allmählich sinkt. Darüber hinaus muss seit der Errichtung des Assuan-Staudammes bei der Bewirtschaftung der Felder Kunstdünger eingesetzt werden, da der natürliche Nilschlamm vom Staudamm zurückgehalten wird. Unter Staatspräsident Mubarak wurde die bis zu diesem Zeitpunkt auf sowjetisches Vorbild ausgerichtete Planwirtschaft in eine westlichere, offenere Strategie geführt.

Der Suezkanal, der Export von Erdöl und -gas und vor allem auch der Tourismus sind große Devisenbringer des Landes. Die Anschläge islamischer Fundamentalisten in den 90er-Jahren haben der Tourismusindustrie Ägyptens zunächst zwar großen Schaden zugefügt, aber nicht langfristig zu Besuchereinbußen geführt.

Religion

Die Staatsreligion Ägyptens ist der Islam, der das tägliche Leben in Ägypten bestimmt. Über 90 Prozent der Ägypter sind Moslems, Christen kommen auf knapp 6 Prozent. Der starke Einfluss des Islams auf das öffentliche Leben in Ägypten zeigt sich auch an den recht hohen Preisen für Alkohol und am reduzierten öffentlichen Leben während des Ramadans.

Vegetation

Die Vegetation in Ägypten beschränkt sich im Wesentlichen auf das Niltal, das Nildelta und die Oasen. Die verbreitetste Baumart ist die Dattelpalme. Daneben gibt es einheimische Arten wie Maulbeerbäume, Akazien, Tamarisken, Johannisbrotbäume und eingeführte Arten wie Zypresse, Mimose oder Eukalyptus. In den Trockengebieten findet man Halfagras und Dornstraucharten. Entlang des Nils stehen Eukalyptusbäume und Schilf. Papyrus und Lotus sind nur noch vereinzelt zu finden. Besonders im fruchtbaren Deltagebiet und im Niltal wachsen u.a. Gemüse, Wein und Blumen. Kultivierte Nutzpflanzen sind Baumwolle, Getreide und Reis, Zuckerrohr und Futterklee. An der Spitze der Sinai-Halbinsel ist ein Mangrovengürtel unter Schutz gestellt worden.

Tierwelt

Ägypten weist wegen des trockenen Klimas nur wenige Wildtierarten auf. Etwa 100 verschiedene Fischarten leben im Nil und in den Seen des Deltagebiets. Dabei ist der Artenreichtum im Nil selber zurückgegangen, sehr vermehrt hat sich der Katzenwels. In den Seen finden sich viele Süßwasserfische, besonders schön ist der Afrikabuntbarsch im Nassr-See. Nilkrokodile leben im Nassr-See und können bis zu drei Meter lang werden. Nilpferde sind nicht mehr zu sehen. Im roten Meer findet sich eine reichhaltige Unterwasserwelt mit Korallen, Papageienfisch und dem Juwelen-Zackenbarsch. Auch Haie und Rochen leben hier. Dromedare, Esel, Rinder und Wasserbüffel sind verbreitete Nutztiere. Häufig sieht man Taubenhäuser. In den Wüstengebieten leben Wüstenfüchse, Schakale, Streifenhyänen und Gazellen. Auf dem Sinai streifen einige wenige Leoparden durch Wüste und Berge. Mit etwa 300 verschiedenen Arten bietet Ägypten bei den Vögeln eine große Artenvielfalt. Dazu gehören der Silberreiher, Wiedehopf, Pelikan, Flamingo, Wachtel und Schnepfen. Am häufigsten sieht man den weißen Kuhreiher an den Nilufern. Zu den heimischen Greifvögeln zählen Adler, Falke, Milan und Bussard. Im Frühjahr kommen viel Zugvögel nach Ägypten, die hier auf ihrem Flug in noch südlichere Gefilde Zwischenstation machen.

Kairo, Khan el Khalili-Bazar
Karte Ägypten

Kulinarisches

In der ägyptischen Küche isst man viel Hammelfleisch, Geflügel und Gemüse. Gewürzt wird mit frischen Kräutern, gebraten und gekocht mit ausreichend Olivenöl. Nicht zuletzt dieses ist oft für die kleine Magenverstimmung verantwortlich. Zu fast allen Speisen wird Fladenbrot gereicht, das man mit den Händen teilt und in die Speisen und Soßen eintunkt. "Kushari" ist ein Gericht, das auf der Straße angeboten wird (etwas magenfreundlicher auch im Innenhof des Hotels vor dem Ägyptischen Museum in Kairo), und aus Reis, Kichererbsen, Nudeln und Zwiebeln besteht. "Tahina" ist eine Sesamsoße, mit Öl, Kräutern und Knoblauch gewürzt, die oft als Vorspeise gereicht wird und mit Fladenbrot gegessen wird. "Ful" ist das ägyptische Nationalgericht, eine dicke Paste aus braunen Bohnen, die oft in Fladenbrot gefüllt wird. Diese Paste wird von Ägyptern als sehr einfaches Gericht gewertet und ist daher in den Hotels meist nicht zu erhalten. Der "Shai", schwarzer Tee, wird üblicherweise stark gesüßt gereicht. Sehr schmackhaft ist er auch mit frischer Minze.

Sitten und Gebräuche

Nichts geht in Ägypten ohne Trinkgeld, "Bakschisch". In einer Reisegruppe aufgehoben, braucht man sich über dessen Höhe kaum Gedanken machen, da die Reiseführer pauschal die Schlüsselwärter bei den Sehenswürdigkeiten und die Gepäckträger belohnen. Im Restaurant und für das Taxi sind 10 Prozent üblich, ansonsten "kostet" jede noch so kleine Dienstleistung ein paar Münzen. Das Trinkgeld ist Bestandteil des Lebensunterhaltes und sollte - zwar nicht großzügig - aber doch gern gegeben werden.

Ansonsten spiegelt sich in vielen Gebräuchen Ägyptens der islamische Einfluss wider. Die Leute sind höflich und gastfreundlich und erwarten ähnlichen Respekt auch von ihren Gästen. Zurückhaltende Kleidung ist vielerorts angemessen, vor allem in Moscheen sollten Frauen auf Miniröcke und weit ausgeschnittene Kleider verzichten, Männer sollten keine Shorts tragen.

Souvenirs

Im Bazar, im Souk, wird gehandelt. Gewürze, Stoffe, Messingarbeiten und natürlich Teppiche und Goldschmuck wird gerne gekauft. Das Gold hat einen festen Preis, wird meist mit 18 Karat gehandelt und ist relativ günstig, wenn auch nicht immer im mitteleuropäischen Geschmack ausgearbeitet. Das Handeln gehört für den Ägypter zum Vergnügen, es wird auch von den Touristen erwartet. Man braucht jedoch keine Sorge zu haben, die Preise zu niedrig zu drücken, die Händler setzen hoch genug an. Bei der obligatorischen Einladung zu einer Tasse Tee testen die Verhandlungspartner das jeweilige Durchhaltevermögen. Gut ist es, wenn man vor einem größeren Kauf den ungefähren Preis des Stückes im Hotel oder von Freunden erfragt hat.

Klimadiagramm
Karte Ägypten

Klimainformationen

Ägypten hat teils subtropisches, teils Wüstenklima. Der nördliche Teil des Landes hat ausgesprochenes Mittelmeerklima. Nur in dieser Gegend gibt es so etwas wie Jahreszeiten. Der Süden des Landes hat zwei Jahreszeiten, eine relativ kühle, in der lediglich um die Mittagszeit hohe Temperaturen gemessen werden, und eine heiße Jahreszeit. In den Wüstengebieten bestehen große Unterschiede zwischen den gemessenen Tages- und Nachttemperaturen.

Die angenehmste Jahreszeit sind die Monate von Oktober bis April, speziell die Monate von Dezember bis Februar. Die Mittagstemperaturen liegen dann selten über 25°C, und die Nächte sind mit Temperaturen um die 10°C kühl. Ab Ende April wird es jedoch heiß. Zu dieser Zeit werden in Kairo im Allgemeinen Tagestemperaturen von über 35°C gemessen. Temperaturen von 40-45°C und eine hohe Luftfeuchtigkeit sind dann keine Seltenheit. Ab Luxor und weiter südlich sowie in den Wüstengebieten liegen die Temperaturen zu dieser Zeit bei 40°C, an der Mittelmeerküste bei 30-35°C. Die Nachttemperaturen liegen von Ende April bis September selten unter 20°C. Die Luftfeuchtigkeit ist mäßig.

In Kairo üblicherweise gemessene Temperaturen: Der kälteste Monat ist der Januar. Zu dieser Zeit werden morgens ca. 9°C, mittags ca. 19°C gemessen. Der heißeste Monat ist der Juli, in dem die Temperaturen morgens bei etwa 22°C und mittags bei rund 35°C (im Schatten!) liegen.

In Assuan gemessene Temperaturen: Januar ca. 8°C bzw. ca. 23,8°C; Juli ca. 24,5°C bzw. ca. 41°C.

Beste Reisezeit

Für Alexandria, Kairo und die Mittelmeerküste ist das ganze Jahr über Reisezeit. Für Oberägypten eignen sich die Monate Oktober bis April; für die Oasen Oktober bis Mai (im Dezember und Januar ist es nachts dort sehr kalt). Bei Reisen nach Kairo sollte man immer beachten, dass die Sommermonate dort SEHR WARM werden!

Tempel der Hatschepsut
Karte Ägypten

Vorgeschriebene Impfungen

Keine bei Einreise direkt aus Europa.

Gelbfieber bei Einreise aus ENDEMIEGEBIETEN.

GELBFIEBER-ENDEMIEGEBIETE

In AFRIKA:

Äquatorialguinea, Äthiopien, Angola, Benin, Burkina Faso, Burundi, Côte d`Ivoire, Demokratische Republik Kongo (Kinshasa), Gabun, Gambia, Ghana, Guinea, Guinea-Bissau, Kamerun, Kenia, Kongo, Liberia, Mali, Niger, Nigeria, Ruanda, Senegal, Sierra Leone, Sudan, Togo, Tschad, Uganda, Zentralafrikanische Republik.

In SÜD- und MITTELAMERIKA:

Argentinien, Bolivien, Brasilien, Ecuador, Franz. Guayana, Guyana, Kolumbien, Panama, Paraguay, Peru, Surinam, Trinidad + Tobago, Venezuela.

Regelung Sudan: Siehe unten

Empfohlene Impfungen

Hepatitis A, Typhus.

Informationen zur Malaria

Malaria

Keine.

Verbreitung

Ägypten ist malaria-frei.

Ärztliche Hilfe

KAIRO: Prof. Dr. Mona Abu-Zekry (spricht Deutsch), 1, Sheriffein Street,, Kairo, Tel. (02) 392 41 95 (priv. mobil 012 214 26 69);

außerdem in der deutschen Botschaft (Adresse siehe "Vertretungen im Reiseland"): Dr. Wiesenbacher, Tel. 27 28 20 00

ALEXANDRIA:Dr. Ann E.A. Ekdawy (spricht Englisch), 39 Kafr Abdou Street, Rouchdi,, Alexandria, Tel. (03) 542 71 14 (mobil: 010 48 49 18)

Hilfe bei Tauchunfällen:

HURGHADA:Hurghada Navy Hospital, Hurghada, Tel. (065) 54 41 95

MARSA ALAM:Marsa Alam Deco Chamber, Marsa Alam, Tel. (065) 44 31 56

SHARM-EL-SHEIKH: Telefon (062) 66 60 92 23

Tempel der Hatschepsut
Karte Ägypten

Währung

Währungseinheit

Währungseinheit: Ägyptisches Pfund (ägypt£)

1 Ägyptisches Pfund = 100 Piaster (PT) = 1000 Millemes.

Derzeitiger Kurs:

1 Euro = ca. 7,10 ägypt£

1 US-$ = ca. 6,98 ägypt£

Hinweise

Bei den unten aufgeführten Umrechnungskursen handelt es sich um reine Sortenkurse für den Bargeldtausch am Bankschalter, d.h. sie nennen den aktuellen Wert, den der Reisende beim Umtausch am Bankschalter (Schalterkurse in Deutschland) erhält. Hinzu kommen dann noch die von der jeweiligen Bank abhängigen Umtauschgebühren. Die Kurse sind nicht geeignet zur Umrechnung von Rechnungen etc., da hierfür meist "Devisenkurse" zugrunde gelegt werden.

Devisenbestimmungen/Umtausch

Einfuhr Fremdwährung: unbeschränkt

Einfuhr Landeswährung: bis zu einer Höhe von 5.000 ägypt£

Deklaration: Ja - bei der Ein- und Ausfuhr von Fremdwährung müssen Beträge ab einem Gegenwert von 10.000 US$ deklariert werden.

Ausfuhr Fremdwährung: in Höhe der Einfuhr abzüglich der umgewechselten Beträge (Belege!).

Ausfuhr Landeswährung: bis zu einer Höhe von 5.000 ägypt£

Umtauschempfehlung: im Reiseland

Umtausch: ist bei den autorisierten Wechselstellen möglich, auf die Ausgabe von Kleingeld (25 Piaster, 1 Pfund) achten.

Internationale Kreditkarten: Ja - werden von fast allen größeren Hotels akzeptiert.

Geldautomat: Ja - in größeren Städten und Touristenzentren ist Bargeldabhebung mit Girocard (mit Maestro-Logo) sowie mit Kreditkarten möglich. Reisende sollten sich vor Abreise bei ihrer Hausbank über eventuelle Beschränkungen bei der Bargeldbeschaffung mit der Girocard informieren.

Reiseschecks: Ja - in Euro oder US-$, auch in kleinen Stückelungen mitführen. Werden von wenigen Banken und Hotels in Bargeld eingelöst. Bitte beachten: Grundsätzlich ist die Akzeptanz von Reiseschecks weltweit rückläufig.

Tempel der Hatschepsut
Karte Ägypten

Auskunftstellen

Generalkonsulat der Arabischen Republik Ägypten

Tourismus-Abteilung

Kaiserstraße 66

60311

Frankfurt/M.

(0 69) 27 22 17 58 20

(0 69) 27 22 17 58 0

staatlich@aegyptisches-fremdenverkehrsamt.de

Egyptian Tourism Authority, Head Office

Misr Travel Tower, Abbassia Square

Kairo /Ägypten

(0020 2) 285-43 63

(0020 2) 285-45 09 / 284-19 70

www.touregypt.net

Deutsch-Arabische Industrie- und Handelskammer

(German-Arab Chamber of Industry and Commerce)

German Industry and Commerce Tower

21, Soliman Abaza Street, off Jameat El Dowal El Arabia St.

Mohandessin-Giza

Kairo

German-Arab Chamber of Industry and Commerce

P.O. Box 385

11511 Ataba, Kairo/Ägypten

(0020 2) 33 36 87 86, 33 36 80 26

(0020 2) 33 36 81 83

www.ahkmena.com

info@ahk-mena.com

So bis Do 8-16 Uhr

Zweigstelle Alexandria -

German-Arab Chamber of Commerce

7, El Fardos Street, Borg 4, 2nd Floor

Semouha

Alexandria /Ägypten

(00203) 427 33 38

alex@ahk-mena.com

Botschaften und Konsulate

Botschaft der Arabischen Republik Ägypten

mit Konsularabteilung

Stauffenbergstraße 6/7

10785

Berlin

(0 30) 477 10 49

(0 30) 477 54 70

www.egyptian-embassy.de

embassy@egyptian-embassy.de

Botschaft - Mo bis Fr 9-16 Uhr, Konsularabt. - Mo bis Fr 10-14 Uhr

Geschäftsbereich der Konsularabteilung:

Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen

Generalkonsulat der Arabischen Republik Ägypten

Eysseneckstraße 34

60322

Frankfurt/M.

(0 69) 597 21 31

(0 69) 955 13 40

eg.con_frankfurt@mfa.gov.eg

Mo bis Fr 9.30-12 Uhr

Abholung von Visa: Mo bis Fr 15-16 Uhr

Generalkonsulat der Arabischen Republik Ägypten

Mittelweg 183

20148

Hamburg

(0 40) 41 33 26 19

(0 40) 413 32 60

gen-kons-et-hh@gmx.de

Mo bis Fr 9-12.30 Uhr

Embassy of the Federal Republic of Germany

2, Sharia Berlin (Ecke Sharia Hassan Sabri)

Zamalek

11211

Kairo

Embassy of the Federal Republic of Germany

2, Sharia Berlin (off Sharia Hassan Sabri), Zamalek

Cairo 11211/Egypt

(0020 2) 27 28 21 59

(0020 2) 27 28 20 00

www.german-embassy.org.eg

info@kairo.diplo.de

Amtsbezirk: Ägypten,

unterstützt außerdem die Botschaft Tripolis/Libyen in Rechts- und Konsularangelegenheiten

Honorary Consulate of the Federal Republic of Germany

9, El Fawatem Street, Mazarita

Alexandria

Honorary Consulate of the Federal Republic of Germany

Leader Group Shipping Services, 9 El Fawatem Street, Mazarita

Alexandria /Egypt

(0020 3) 484 09 77

(0020 3) 486 75 03

alexandria@hk-diplo.de

Amtsbezirk: Gouvernorate Alexandria, Beheira, Dakahliya, Damiette, Gharbiya, Kafr El Sheikh

Übergeordnete Auslandsvertretung:

Botschaft Kairo

Honorary Consulate of the Federal Republic of Germany

465, El Gabal El Shamali

Hurghada /Egypt

(0020 65) 344 36 05

(0020 65) 344 57 34, (0020 122) 313 52 81

hurghada@hk-diplo.de

Amtsbezirk: Gouvernorat Rotes Meer

Übergeordnete Auslandsvertretung:

Botschaft Kairo

Ärztliche Hilfe

KAIRO: Prof. Dr. Mona Abu-Zekry (spricht Deutsch), 1, Sheriffein Street,, Kairo, Tel. (02) 392 41 95 (priv. mobil 012 214 26 69);

außerdem in der deutschen Botschaft (Adresse siehe "Vertretungen im Reiseland"): Dr. Wiesenbacher, Tel. 27 28 20 00

ALEXANDRIA:Dr. Ann E.A. Ekdawy (spricht Englisch), 39 Kafr Abdou Street, Rouchdi,, Alexandria, Tel. (03) 542 71 14 (mobil: 010 48 49 18)

Hilfe bei Tauchunfällen:

HURGHADA:Hurghada Navy Hospital, Hurghada, Tel. (065) 54 41 95

MARSA ALAM:Marsa Alam Deco Chamber, Marsa Alam, Tel. (065) 44 31 56

SHARM-EL-SHEIKH: Telefon (062) 66 60 92 23

Luxor, Karnak-Tempel
Karte Ägypten

Sehenswertes

Kairo

Kairo, auf Arabisch El-Kahira, was so viel heißt wie die "Siegreiche", ist die Hauptstadt Ägyptens und zugleich die größte und bedeutendste Metropole Afrikas sowie auch der islamischen Welt. Trotz der Tradition, Mittler zwischen Christentum und Islam zu sein, ist Kairo eine islamische Stadt und seit über tausend Jahren mit der weltberühmten Universität an der Al-Azkar-Moschee geistiges Zentrum der Muslime. Im Gegensatz dazu steht die christlich-koptische Kultur mit ihren Kirchen. Die zahlreichen Sehenswürdigkeiten wie die Sultan-Hassan-Moschee, die El Hakim-Moschee, die Ak Sunkur-Moschee, auch "Blaue Moschee" genannt, die Ibn-Tulun-Moschee, das renommierte Ägyptische Museum sowie die Pyramiden am Stadtrand von Kairo ziehen jedes Jahr Millionen von Besuchern an.

In Kairo treffen Tradition und Moderne aufeinander, wie kaum anderswo. Die prachtvollen Geschäftsstraßen und Boulevards sowie der hektische Autoverkehr stehen im Gegensatz zum Leben im alten Kairo mit den bunten Märkten, den traditionellen Teestuben und den vielen fremdartigen Eindrücken und Gerüchen. Wichtigster Orientierungspunkt in der Stadt ist der Nil, der die Stadt wie eine Lebensader durchquert. Vom Aussichtsrestaurant des Kairo Towers hat man einen guten Blick auf das Häusermeer der Millionenstadt und die Wüste, die sie wie ein Saum umgibt.

Kairo ist aber auch eine Stadt mit einem großen Gegensatz zwischen Arm und Reich. Die Millionen-Metropole leidet unter einer erheblichen und ungeordneten Zuwanderung. Die Infrastruktur kommt hinter dieser Entwicklung nicht her. Riesige Slumgebiete und Arbeitslosigkeit sind die Folge. Dazu kommen Staub, Schmutz, Lärm und Smog. Der Besucher sollte sich auf diesen "Kulturschock" etwas vorbereiten, erwartet ihn doch eine sich erheblich von der westlichen Lebensweise unterscheidende Kultur. Nur so kann man sich auf Kairo einlassen und die Stadt genießen.

Pyramiden

Am bekanntesten sind die zu den sieben Weltwundern der Antike zählenden Pyramiden von Gizeh. Die drei Bauwerke der Pharaonen Cheops, Chefren und Mykerinos geben mit ihren perfekten Proportionen noch heute manches Rätsel auf. Zu den Pyramiden gehören Verehrungstempel, Taltempel, das Museum der Sonnenbarke des Cheops und natürlich der Sphinx. Dieser Wächter ist ein Abbild des Pharao und war jahrhundertelang vom Wüstensand begraben.

In der Nähe von Memphis stehen in Sakkara die Stufenpyramiden des Djoser und des Unas. Diese Bauwerke gelten als Vorläufer der großen Pyramiden und wurden von Imhotep im dritten Jahrhundert v. Chr. erbaut. Besonders schön sind auf diesem Gelände auch die Grabkammern des Ti mit Szenen aus dem ägyptischen Alltag. In den Grabkammern des Serapeums wurden die heiligen Apis-Stiere balsamiert und beigesetzt.

Alexandria

Ägyptens zweitgrößte Stadt Alexandria wurde 332 v. Chr. von Alexander dem Großen gegründet, um die griechische Handelsniederlassung in Ägypten, Naukratis, durch einen Seehafen zu ersetzen. Sie stieg zur Hauptstadt des Ptolemäer-Reichs auf und wurde später eine der größten Städte des römischen Imperiums. Die Stadt hat zwei Häfen. Der Osthafen erlebte im Mittelalter eine Blütezeit. Heute kann man von hier aus eine Ausflugsfahrt mit dem Boot machen oder ein Boot für eine Rundfahrt in der Bucht von Alexandria mieten. Der in der ptolemäischen Epoche entstandene Westhafen ist nach Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen, etwa dem Bau eines Ölumschlaghafens, auch heute noch ein wichtiger Warenumschlagplatz - rund 60 Prozent der ägyptischen Im- und Exporte werden hier abgewickelt.

Die einst zu den wichtigsten Metropolen der antiken Welt zählende Stadt ist heute relativ arm an historischen Monumenten. Die noch bestehenden Überreste befinden sich im griechisch-römischen Museum von Alexandria, das sich zu besichtigen lohnt. Das Wahrzeichen Alexandrias ist die Pompejussäule, ein eindrucksvolles Zeugnis aus der griechischen Epoche der Stadt. Andere Sehenswürdigkeiten in der heute von europäischem Einfluss geprägten Stadt sind der so genannte Obelisk der Kleopatra innerhalb der alten Stadtmauern, die Abul Abbas Moschee, der Ras el Tin-Palast und das Fort des Sultans Kait Bey am Hafen, von dem aus man einen schönen Blick auf Alexandria genießen kann. Außerdem noch sehenswert sind die beiden römischen Überreste in der Stadt, Kom el Dikka, das einzige römische Amphitheater auf afrikanischem Boden, sowie die bedeutendste römische Grabanlage, die in Ägypten erhalten geblieben ist, Kom el Shukafa. Der am östlichen Ende der Stadt gelegene Montaza-Palast, der selbst aber nicht zugänglich ist, ist von einem schönen Park umgeben. Hier finden in den Sommermonaten immer freitags orientalisch-westliche Popkonzerte statt.

Suez-Kanal

Nach den nicht durchführbaren Ideen Napoleons führte Ferdinand de Lesseps Berechnungen zum Bau einer Verbindung zwischen Mittelmeer und rotem Meer durch, so dass der Bau 1859 begonnen werden konnte. Der Suez-Kanal wurde Ende 1869 eröffnet. Die Finanzierung des Baus brachte Ägypten in wirtschaftliche Abhängigkeit vor allem von Großbritannien, was zu Krisen und Kriegen führte. Heute ist die gut befahrene Wasserstraße eine der wichtigsten Einkommensquellen des ägyptischen Staates.

Oasen

Die großen Oasen Ägyptens, die selten von Touristen besucht werden, liegen alle in der westlichen (Libyschen) Wüste. El Kharga, Baharija, Farafra und Dakhla bilden zusammen das New Valley. Die ziemlich unterentwickelte Region soll durch die Ansiedlung von Landwirten weiterentwickelt werden. Für Touristen besteht die Möglichkeit, auf der Karawanenroute Darb el Arba´aim mit dem Auto die Oasen zu besuchen. Dafür sollte man sich mindestens vier bis sechs Tage Zeit nehmen. Bei dem Besuch einzelner Oasen sollte man Baharija und Farafra von Kairo, Kharga und Dhakla von Luxor aus anfahren. In den Oasen stehen einfache Unterkünfte zur Verfügung.

Die Oase Siwa ist 300 km im Landesinneren im Nordwesten der Libyschen Wüste gelegen. In dieser natürlichen Senke unter dem Meeresniveau wachsen über 250.000 Dattelpalmen mit dem Wasser von über 200 Quellen.

Die Oase Baharija ist die nördlichste der nun folgenden Oasen auf der Höhe der Nilstadt El Minia. Aus der Zeit der Pharaonen ist ein Grab zu sehen und Malereien aus der 18.-19. Dynastie. Von Baharija führt eine befestigte Straße nach Süden durch die imposante Weiße Wüste nach Farafra. In dieser kleinen Oase prägen Lehmhäuser das Bild. Die Oase Dakhla besteht aus mehreren recht weit verstreuten Dörfern.

Die Oase El Kharga ist die südlichste und dem Nil am nächsten Oase. El Kharga bemüht sich von allen Oasen am meisten um Touristen. Die Besiedlung erstreckt sich über fast 200 km in Nord-Süd-Ausdehnung. Die Verbindungsstraße nach Norden (Richtung Assiut) geht durch ein landschaftlich höchst interessantes Gebiet, dem Tal der Melonen. Riesige Felskugeln säumen hier den Weg. In den Dörfern von El Kharga befindt sich als Sehenswürdigkeit der besterhaltene Perser-Tempel in der Libyschen Wüste, der Ammun geweihte Tempel von Hibis. Der 430 m hohe Gebel el Teir (Berg der Vögel) birgt frühe Mausoleen der Christenheit aus dem vierten bis sechsten Jahrhundert n. Chr.

Luxor

In der Glanzzeit des pharaonischen Reiches zählte die Stadt Theben rund eine Millionen Einwohner. Heute noch beeindrucken die Tempel im Osten der Stadt und die Totenstädte am Westufer des Nils die Besucher. Luxor hat so viele sehenswerte Denkmäler, dass im Folgendem nur eine Auswahl angedeutet werden kann.

Am Luxor-Tempel in der Stadtmitte wird kein Besucher vorübergehen. Er ist absolut sehenswert und kann zu Beginn oder am Ende eines Tagesprogramms eingebunden werden.

Die größte Tempelanlage Ägyptens ist jedoch der Karnak-Tempel im Norden Luxors. Ca. 1700 Jahre lang wurde an seiner komplexen Struktur gebaut. Der große Säulensaal besitzt 134 Säulen, die in 16 Reihen auf einer Fläche von 5408 m²aufgestellt sind.

Das kleine Luxor-Museum ist eine Köstlichkeit für sich und selten überfüllt.

In Luxor kann jeder interessierte Besucher ohne jede Programmwiederholung gut zwei Wochen ausfüllen. Die großen Höhepunkte werden von jedem Veranstalter auch in 1-2 Tagen abgearbeitet. Individualisten kommen mit geliehenen Fahrrädern oder mit Taxis gut durchs Tagesprogramm. Und wenn die "Steine" doch einer Abwechslung bedürfen, bietet der Bazar eine farbenprächtige Abwechslung.

Nekropolen Luxors

Am Westufer des Nils befinden sich die Totenstädte. Im Tal der Könige sind bisher 65 Ruhestätten ausgegraben worden. Wer hier mehr Zeit als nur ein paar Stunden mitbringt, kann abseits des Gedränges um das Grab Tutenchamuns auch die etwas weiter entfernten Gräber bestaunen. Ein Fußweg zum Totentempel der Hatchepsut macht den Kopf wieder frei (sofern man die Souvenirverkäufer abwimmeln kann).

Von den Gräbern im Tal der Königinnen ist im Grab der Nefertari ein wunderschöner frisch restaurierter Sternenhimmel zu bewundern. Berühmt sind auch die Gräber der Arbeiter und Noblen. Darunter die Gräber des Ramose und des Nacht.

Besuchenswert sind die Kolosse von Memnon, dazu die Totentempel Medinet Habu und Ramesseum.

Assuan

Assuan liegt 800 km südlich von Kairo am ersten Nilkatarakt. Wegen des angenehmen Klimas - im Winter werden 25°C erreicht - nutzen viele Reisende die Stadt auch als Winterkurort. Dieser malerische Ort mit den typischen Segelbooten auf dem Nil sollte bei keinem Ägyptenbesuch fehlen. Mehr noch als die Ausflüge auf die Insel Elefantine, den Besuch des Mausoleums des Aga Khans mit dem grandiosen Blick auf den Nil oder den Besuch der Steinbrüche sollte man die Stimmung der Stadt und der Bazare genießen. Natürlich sollte auch eine Fahrt auf dem Nil in einem der kleinen Segelboote nicht fehlen oder sogar Zeit für einen Sonnenuntergang vor der Terrasse des Cataract-Hotels bleiben.

Der Nil ist das beherrschende Thema Assuans. Der Isistempel auf der Insel Philae wäre nach Fertigstellung des neuen Staudammes völlig überflutet worden und wurde auf die Nachbarinsel Angilkia umgesetzt. Schon bei Tag ein zauberhaftes Vergnügen bietet die abendliche Sound-and-Light-Show ein stimmungsvolles Erlebnis ohnegleichen.

Abu Simbel

Der Tempel von Abu Simbel wurde vor der Überflutung durch den neu angelegten Nasser-Stausee durch einen Wiederaufbau an höherer Stelle geschützt. Dieses einzigartige Denkmal der Machtfülle Ramsas II ist besonders durch seine beeindruckende der Fassade bekannt. An zwei Tagen des Jahres gelangt ein Sonnenstrahl bis ins Innere des Tempels, ins Sanktuarium. Die Tempel von Abu Simbel von Ramsas II und seiner Lieblingsfrau Nefetari sind von Assuan aus als Sicherheitsmaßnahme momentan nur mit dem Flugzeug zu erreichen.

Rotes Meer

Neben dem Kulturtourismus hat Ägypten in den letzten 20 Jahren auch den Bade- und Aktivurlaub entwickelt. Das Rote Meer mit dem Badeort Hurghada, dem wichtigsten Devisenbringer Ägyptens, wurde zu einem großen Ferienzentrum ausgebaut. Weitere Investitionen sollen folgen. Besonders gefördert wird der Tauchtourismus, der sich dann auf Grund der fantastischen Unterwasserwelt des Roten Meeres gut entwickelte. Hurghada, touristischer Mittelpunkt und Verwaltungshauptstadt der Provinz Rotes Meer, bestand vor 20 Jahren aus nicht mehr als ein paar Hütten. Heute reihen sich die Hotels, in denen jährlich über 800.000 Menschen übernachten, aneinander. Auf dem Touristenbazar bieten Juweliere, Souvenirgeschäfte und Foto-Shops ihre Dienste an. Weitere Orte am Roten Meer sind der kleine Hafenort Zafarana sowie Safaga, das gute Tauchmöglichkeiten bietet und nicht so überlaufen ist wie Hurghada.

Kulturinteressierte sollten sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen, das Paulus- und das Antoniuskloster zu besuchen. Besonders sehenswert im Antoniuskloster ist die koptische St. Antonius Kirche aus dem 6. Jahrhundert Neben dem Refektoriumsgebäude befindet sich eine Bibliothek mit 2.500 Handschriften und Büchern. Von der Antonius Grotte, zu den man eine kleine Wanderung unternehmen kann (zwei km - unbedingt Wasser mitnehmen!), hat man einen herrlichen Blick über das Gelände. Im Paulus Kloster, das man vom Antonius Kloster zu Fuß (in Begleitung eines Mönches) oder mit dem Auto/Bus erreichen kann, gibt es einfache Übernachtungsmöglichkeiten für Gäste.

Sinai

Die Halbinsel Sinai stellt die Landbrücke zwischen Afrika und Asien dar. Die höchste Erhebung ist im Süden der "Gebel Katharin" (2.642 m) inmitten der rostroten schroffen Bergmassive. Das Katharinenkloster liegt auf 1.500 m Höhe und wird vom Berg Musa überragt. Der Legende nach steht das Kloster an der Stelle des brennenden Dornbusches. Nicht versäumen darf man eine frühmorgendliche Besteigung des Berges, auf dessen Gipfel der Bibel zufolge Moses die Gesetzestafeln der zehn Gebote entgegengenommen hat. Für den Aufstieg (zunächst Serpentinen bergan, die auch mit der Hilfe von Kamelen gemeistert werden können, dann ca. 2.500 Stufen) werden zwei bis drei Stunden benötigt. Man braucht für den Aufstieg eine gute Kondition sowie warme Kleidung für die Zeit bis nach Sonnenaufgang.

Bekannt ist der Sinai auch für seine Badeorte, darunter Sharm el Sheick, Dahab und Nuweiba. Das Rote Meer und der Golf von Akaba sind ideale Tauchreviere und durch das warme trockene Klima beliebte Touristenorte. Tauchkurse werden vor Ort angeboten.

Tempel der Hatschepsut
Karte Ägypten

Reisehinweise

Aktuelle Hinweise:

Nach dem Absturz eines Passagierflugzeuges über dem Sinai am 31. Oktober 2015 wurden deutsche Fluggesellschaften von der Bundesregierung angewiesen, bei Flügen ab Sharm el-Sheikh zusätzliche Sicherheitsauflagen bezüglich Gepäckmitnahme zu beachten. Bei der Reisebuchung sollte dies berücksichtigt werden. Reisenden, die einen Flug mit einer ausländischen Fluggesellschaft nach Sharm el-Sheikh gebucht haben, rät das Auswärtige Amt, Informationen bezüglich der Sicherheitsvorkehrungen direkt bei ihrem Reiseveranstalter oder ihrer Fluglinie einzuholen.

In den letzten Wochen kam es in verschiedenen Teilen des Landes vermehrt zu terroristischen Anschlägen, unter anderem auch in Kairo sowie in Karnak bei Luxor. Das Auswärtige Amt rät generell bei Reisen nach Ägypten zu Vorsicht.

Dies betrifft auch die Touristengebiete am Roten Meer. Vor Reisen in den Nord-Sinai und das ägyptisch-israelische Grenzgebiet WARNT das Auswärtige Amt ausdrücklich.

Bei einem Besuch anderer Regionen der Sinai-Halbinsel ist besondere Vorsicht angebracht. Insbesondere rät das Auswärtige Amt dort von individuell organisierten und nicht durch staatliche Sicherheitskräfte begleiteten Überlandfahrten ab. Dies gilt auch für unbegleitete Busfahrten im Großraum Sharm el-Sheikh in Richtung Nuweiba und zum Katharinenkloster.

Von Demonstrationen und Kundgebungen sollten sich Reisende fernhalten, dies gilt vor allem unweit von staatlichen Institutionen, Hochschuleinrichtungen und bei religiösen Stätten.

Die Lage hat sich seit der Wahl des Präsidenten Sisi im Mai 2014 etwas stabilisiert. Mit Demonstrationen ist jedoch weiterhin zu rechnen.

Generell rät das Auswärtige Amt von Überlandfahrten ohne ortskundige Begleitung dringend ab.

Wegen der sich verschärfenden wirtschaftlichen und sozialen Situation im Land ist es in den letzten Monaten zu einem Anstieg der Kriminalität - vereinzelt auch der Gewaltkriminalität - gekommen.

Gefahr von Entführungen und Anschlägen:

Landesweit besteht die Gefahr von Anschlägen und Entführungen.

Insbesondere rät das Auswärtige Amt von Reisen in entlegene Gebiete der Sahara dringend ab. Die Grenzregionen zu Libyen und Sudan sind zu Sperrgebieten erklärt worden. Die Ausdehnung der Sperrgebiete unterliegt ständigen Veränderungen..

Eine Reisewarnung besteht für Reisen in den Gaza-Streifen (siehe "Palästinensische Gebiete").

Zudem gibt es immer noch Minenfelder auf dem Sinai, die teilweise nicht ausreichend gekennzeichnet sind.

Weitere Informationen zur Sicherheitssituation im Reiseland sind auf den Internetseiten des Auswärtigen Amts zu finden.

Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen

* FOTOGRAFIEREN: Das Fotografieren und Filmen von Militärpersonal, militärischen Anlagen und Fahrzeugen sowie von Personal, Einrichtungen und Fahrzeugen der Polizei ist ohne entsprechende Sondergenehmigung streng verboten. Dies gilt ebenso für Gefängnisse und Gebäude der Gefängnisverwaltung.

* DROGEN: Bei Rauschgiftdelikten drohen hohe Strafen, auch bei geringfügigen Mengen.

* RAMADAN: Die Zeit des islamischen Fastenmonats Ramadan variiert von Jahr zu Jahr (2016: ca. 6. Juni bis ca. 5. Juli). Während dieser Zeit gilt für Muslime ein Fastengebot (Verzicht auf Speisen und Getränke und z.B. auch Rauchen) von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. Reisende sollten sich den Verhaltensregeln des islamisch geprägten Landes anpassen. Essen, Trinken und Rauchen in der Öffentlichkeit während der Tagesstunden ist im Ramadan verpönt. Außerdem ist mit Einschränkungen im Alltag (z.B. tagsüber Schließung von Restaurants außerhalb der Hotels, reduzierte Arbeitszeiten bei Behörden) zu rechnen.

SPERR-NOTRUF: Deutsche können ihre Girocards, Kreditkarten, Handys und einige andere elektronische Berechtigungen über die Sperr-Notruf-Nummer ++49 116 116 (aus dem Ausland neben ++49 116 116 auch ++49 30 4050 4050 wählbar) rund um die Uhr sperren lassen. Der Anrufer wird mit den Herausgebern der jeweiligen Medien verbunden, sofern diese sich dem Sperr-Notruf angeschlossen haben. Eine Liste der angeschlossenen Herausgeber ist im Internet unter www.sperr-ev.de zu finden.

Ebenso ist es möglich, die Online-Ausweisfunktion (elektronischer Identitätsnachweis - eID) des neuen Personalausweises unter den oben genannten Nummern sowie unter 0180 1 333 333 (Bürgerservice des Bundesinnenministeriums) sperren zu lassen.

Israel

Landesdaten

Lage

Israel liegt am östlichen Ende des Mittelmeeres. Es grenzt im Norden an Libanon und Syrien, im Osten an Jordanien, im Südwesten und Süden an Ägypten, mit der südlichsten Spitze an den Golf von Akaba am Roten Meer und im Westen mit einer 188 km langen Küste an das Mittelmeer.

Die Palästinensischen Autonomie-Gebiete befinden sich im Gaza-Streifen sowie im Westjordanland.

Fläche: 21.946 km².

Verwaltungsstruktur: 6 Distrikte; Gebiete mit palästinensischer Teilautonomie (Westjordanland und Gaza).

Einwohner

Bevölkerung: ca. 7,8 Millionen

Städte:

Jerusalem (Hauptstadt, mit Ost-Jerusalem) ca. 804.400

Tel Aviv-Jaffa ca. 404.800

Haifa ca. 270.300

Rishon LeZiyyon ca. 232.400

Ashdod ca. 212.300

Petah-Tiqwa ca. 210.400

Be´er Sheva ca. 196.300

Netanya ca. 189.700

Holon ca. 182.600

Nazareth ca. 73.700

Sprache

Die Amtssprachen Israels sind Hebräisch und Arabisch. Daneben werden vor allem Englisch, aber auch zahlreiche andere Sprachen wie Russisch und Französisch gesprochen.

Zeitverschiebung

Mitteleuropäische Zeit (MEZ) +1 Stunde.

Auch Israel hat mit einigen Tagen/Wochen Unterschied von März/April bis Ende August/September Sommerzeit (der Beginn, die Dauer, das Ende der Sommerzeit wechseln von Jahr zu Jahr - abhängig von Feiertagen, die in jedem Jahr neu festgelegt werden). Der Zeitunterschied bleibt deshalb im Wesentlichen das ganze Jahr über erhalten.

Stromspannung

220 Volt Wechselstrom, 50 Hertz.

Es sind dreipolige Stecker in Gebrauch. Es empfiehlt sich, einen Adapter mitzunehmen.

Telefon/Post

Telefon

Die Vorwahl für Ferngespräche von Deutschland, Österreich und der Schweiz nach Israel ist 00972.

Von Israel nach Deutschland wählt man 0049, nach Österreich 0043 und in die Schweiz 0041.

NOTRUFNUMMERN: Polizei 100, Unfallrettung 101, Feuerwehr 102, Touristen-Polizei in Tel Aviv: (00972 3) 516 53 82.

Mobilfunk

Netztechnik: GSM 900/1800, 3G 2100 und 3G 850/2100.

Derzeit gibt es Roamingverträge mit Anbietern in Israel von E-Plus, O2, Telekom Deutschland und Vodafone.

Internet

Länderkürzel: .il

Feiertage

Der jüdische Kalender bezieht sich, anders als der gregorianische, auf die Mondphasen. Die Termine werden von Jahr zu Jahr neu festgelegt. Die nachfolgend genannten Termine sind in einigen Fällen keine öffentlichen Feiertage (FT); es ist jedoch oftmals an diesen Tagen mit eingeschränktem Geschäftsleben zu rechnen (Banken können auch geschlossen sein).

21. März (Purim; Losfest; kein FT; wird in Tel Aviv gefeiert), 22. März (Schuschan Purim; Losfest; kein FT; wird in Jerusalem gefeiert), 20. April (1. Tag Pessach), 21. bis 25. April (2. bis 6. Tag Pessach; sind Halb-FT), 26. April (letzter Pessach-Tag; Pessachfest), 2. Mai (Gedenktag für die Opfer des Holocaust; kein FT), 8. Mai (Gedenktag für die Gefallenen der Kriege Israels; kein FT), 9. Mai (Nationalfeiertag; Unabhängigkeitstag), 2. Juni (Jerusalem-Tag; wird nur in Jerusalem begangen, kein FT), 9. Juni (Schawuot; Wochenfest), 11. August (Tischa be-Aw; Fasttag; Gedenktag der Zerstörung des Tempels in Jerusalem; kein FT), 30. September (Rosch Haschana; jüdisches Neujahrsfest), 1. Oktober (Feiertag zum jüdischen Neujahrsfest), 9. Oktober (Jom Kippur; Versöhnungstag), 14. Oktober (Sukkot; Laubhüttenfest), 15. bis 20. Oktober (Feiertage zum Laubhüttenfest, Halb-FT), 21. Oktober (Simchat-Tora; Fest der Pentateuch-Freunde; Torafreudenfest), 23. bis 30. Dezember (Chanukka; Lichterfest; keine FT).

Die Hauptferienzeit dauert von Juli bis August. Während dieser Zeit sowie um das Neujahrsfest sind viele Geschäftsleute verreist.

Öffnungszeiten

Geschäfte: So bis Do 8.30/9-19.30/20 Uhr, Fr und vor Feiertagen 8.30/9 Uhr bis etwa 13 Uhr; Lebensmittel-Supermärkte - So bis Do 7-21 Uhr, Fr 7-15 Uhr;

Banken: So bis Do 8.30-12 Uhr, So, Di und Do auch 16-18 Uhr, Fr sowie an Tagen vor jüdischen Feiertagen 8.30-12 Uhr (am Ben-Gurion-Flughafen haben alle Banken durchgängig geöffnet);

Ämter: So bis Do 9.30-13 Uhr.

Sabbat: Israelischer Ruhetag (von Freitag/Sonnenuntergang bis Samstag/Sonnenuntergang). Behörden, Büros, Geschäfte und öffentliche Einrichtungen sind am Sabbat geschlossen. Der öffentliche Verkehr ist größtenteils eingestellt.

Kleidung

Für die Sommermonate sollte man leichte Sommerkleidung, Strandkleidung, Schwimmzeug, eine gute Sonnenbrille und Sandalen mitnehmen. Für kühle Abende in Gebirgsgegenden ist warme Bekleidung notwendig. Auf Rundfahrten und Ausflügen sind bequeme, zwanglose Kleidung und flache, geschlossene Schuhe angebracht.

Im Frühjahr und Herbst ist leichte Übergangskleidung ausreichend. Für die Wintermonate empfiehlt es sich, auch etwas wärmere Kleidung einzupacken.

Angemessene Kleidung ist bei einem Besuch der heiligen Stätten erforderlich. So sollten Männer dort nie mit freiem Oberkörper oder in kurzen Hosen herumlaufen. Tief ausgeschnittene oder ärmellose Tops sowie Miniröcke oder Shorts sind für Frauen unpassend.

Geschichte/Politik

Die Lage Palästinas als Landbrücke im Schnittpunkt bedeutender Verkehrsrouten zwischen Asien, Europa und Afrika ist die Hauptursache dafür, dass dieses Land zu den ältesten Kulturgebieten der Erde gehört und eine so wechselvolle Geschichte erlebte.

Die Geschichte Palästinas ist nur zu einem geringen Teil identisch mit der Geschichte der Juden. Nach der Zerstörung Jerusalems und des Tempels im Jahre 70 durch die Römer kann man zunächst nur über einzelne jüdische Siedlungen sprechen, die außerhalb Palästinas lagen oder noch heute liegen. Es gab große jüdische Gemeinden in fast allen Ländern Europas. Noch heute leben sechs Millionen Juden in den USA, während zeitweise nur 10.000 Juden in Palästina ansässig waren.

In Palästina wurden die Geschicke in den letzten zwei Jahrtausenden von den jeweils den Nahen Osten beherrschenden Großmächten bestimmt. Von der Geschichte eines jüdischen Staates kann erst wieder ab 1948 gesprochen werden, als die zu dieser Zeit in Palästina lebenden Juden unter David Ben Gurion den "Staat Israel" in dem überwiegend von Arabern bewohnten Palästina ausriefen.

In den folgenden Jahren gab es immer wieder Kriege zwischen Israel und seinen arabischen Nachbarn: der Sinai-Feldzug, der Sechs-Tage-Krieg oder der Jom-Kippur-Krieg. Auch innenpolitisch hatte Israel immer wieder mit der Organisation der Palästinenser, der PLO, zu kämpfen. In den 1990er Jahren kam ein Friedensprozess mit den Palästinensern in Gang, in dessen Zuge Teilautonomieabkommen für palästinensische Gebiete geschlossen wurden. Der Status Jerusalems bleibt jedoch immer wieder ein Konfliktpunkt, an dem alle Lösungen scheitern. Unterbrochen wird der Friedensprozess durch immer wieder aufflammende Gewalt auf beiden Seiten.

Wirtschaft

In Israel sind Industrie sowie Landwirtschaft stark ausgeprägt. Zur Industrie zählen die Stahl- und Maschinenproduktion, der Flugzeug- und Schiffsbau, der Bau elektronischer Geräte und der für die Wissenschaft erforderlichen Apparate, die Diamantenschleiferei und -polierung, die Herstellung synthetischer Fasern und die Verarbeitung verschiedener Rohstoffe. Für Konsumenten werden in der Industrie Lebensmittel und Bekleidung hergestellt, Möbel, elektrische Produkte jeglicher Art, Schmuck und Bücher. Viele dieser Produkte werden auch exportiert.

Israel importiert ferner so gut wie keine Nahrungsmittel, aber exportiert große Mengen landwirtschaftlicher Erzeugnisse wie etwa die bekannte Jaffa-Apfelsine. Etwas Besonderes in der Landwirtschaft und zunehmend auch in der Industrie stellen Siedlungsformen "Kibbuz" und "Moschaw" dar. Kibbuzim sind genossenschaftlich organisierte Kollektivdörfer, die sich in gemeinschaftlichem Besitz befinden. Geldmittel, aber auch die notwendige Arbeit werden an alle Mitglieder gleichberechtigt verteilt. Im Moschaw besitzt jede Familie eigenes Land, nutzt jedoch die genossenschaftlichen Vorteile gemeinschaftlicher Produktionsmittel oder des verbilligten Einkaufes.

Einer der größten Wirtschaftszweige ist außerdem der Tourismus, der schon aufgrund der geografischen Vielfalt, des Toten und Roten Meeres, der Strände am Mittelmeer sowie der religiösen und archäologischen Stätten viele Besucher anzieht.

Religion

Ca. 80 Prozent der Bevölkerung Israels sind Juden, ca. 20 Prozent sind Moslems. Die ca. 8,5 Prozent Christen sind meist arabischer Herkunft. Kleinere Religionsgemeinschaften in Israel sind die Drusen mit ca. 8,5 Prozent der Bevölkerung sowie die Anhänger der Baha'i.

Israel bezeichnet sich als jüdischen Staat, der jedoch verfassungsmäßig alle Religionen toleriert und allen Menschen freien Zugang zu religiösen Heiligtümern ermöglicht.

Das Judentum basiert im Wesentlichen auf zwei Säulen. Die "Thora" sind die fünf Bücher Mose, die in einem Schrein in jeder Synagoge aufbewahrt werden. Der "Talmud" enthält Lehrsätze und Kommentare zur Thora. An der Spitze der Religion stehen Rabbiner. Im Ober-Rabbinat sitzt je ein Vertreter der Aschkenasi (Juden europäischer Herkunft) und der Sephardim (Juden orientalischer Herkunft).

Vegetation

Die Vegetation ist gemäß den geographischen Regionen (Küstenebene, galiläische Berge, judäisches Bergland, Jordan-Senke und Negev-Wüste) höchst unterschiedlich. Man erntet eine Vielzahl verschiedener Früchte wie Orangen, Zitronen, Feigen, Oliven, Weintrauben, Granatäpfel, Aprikosen, Pfirsiche, Nüsse, Melonen und Pflaumen sowie Gemüse wie Tomaten, Gurken, Paprika, Avocados und Zwiebeln. Zu den Bäumen, die dort wachsen, gehören unter anderem Dattelpalmen, die Jerusalem-Kiefer, der Ölbaum, Pinien und Zypressen, der Eukalyptus-Baum, Akazien und Mandelbäume. In Israel kann man aber auch Blumen wie Orchideen, Iris, Oleander, Krokus, Hyazinthen, Tulpen, Lilien, Anemonen und Narzissen finden.

Tierwelt

Die Tierwelt Israels ist vielfältig, auch wenn man dies in einem Land mit großen Wüstengebieten kaum erwartet. Giftige und gefährliche Tiere gibt es nur in der Negev-Wüste und an der Küste: die Palästina-Viper (90 bis 130 cm lang) und den Jericho-Skorpion.

Am See Genezareth sieht man gelegentlich Störche und Pelikane. An der Küste des Roten Meeres erstreckt sich ein buntes Korallenriff mit einer schillernden exotischen Fischwelt. In den Bergen Galiläas leben noch vereinzelt Steinböcke, ebenso in der Judäischen Gebirgswüste. Hier trifft man auch noch auf Luchse, Gazellen und Wildkatzen. In der Negev-Wüste leben Hyänen und Schakale, abgesehen von den gezüchteten Kamelen und Ziegen. Auch die Vogelwelt ist vielseitig: Es lassen sich Adler, Geier, Käuze, Nektarvögel, Schwalben und andere entdecken.

In Jerusalem gibt es einen Biblischen Zoo, in dem nur die Tiere leben, die in der Bibel erwähnt werden. Tierparks gibt es auch in Tel Aviv und Elat, die "Safari" in Ramat Gan und das biblische Tierreservat Hai-Bar nördlich von Elat. In Elat gibt es auch eine der wenigen Unterwasser-Beobachtungsstationen der Welt.

Kulinarisches

Die israelische Küche besteht aus den besten orientalischen und westlichen Gerichten mit ihren jeweiligen eigenen Geschmacksnoten. Ungarisches Gulasch, russischer Borscht, Wiener Schnitzel, deutsches Bratenfleisch, amerikanische Hot-Dogs - alles findet man neben orientalischem Falafel, Tehina, Shashlik und Kebab oder typisch jüdischen Spezialitäten wie gehackte Leber und Hühnersuppe. Die israelischen Weine sind den europäischen ähnlich. Und es gibt eine große Auswahl lokaler Brandys und Liköre.

Ein Begriff, auf den man in Israel stößt, ist "koscher". Damit ist die jüdische Art der Speisezubereitung gemeint. Deren Regeln unterscheidet drei Arten von Esswaren: unverarbeitete Naturprodukte (Nüsse, Früchte, Gemüse, Kaffee), Fleisch (von Paarhufern und Wiederkäuern), das nach bestimmten Vorschriften zubereitet werden muss, und unreine Produkte, die nicht gegessen werden dürfen (Fische ohne Flossen oder Schuppen, Krebse sowie z.B. Schweinefleisch). Milch, Sahne oder Käse dürfen nicht zusammen mit Fleisch serviert werden. Man findet aber neben koscheren Restaurants auch gastronomische Betriebe mit anderen Essenszubereitungsarten (beispielsweise arabische Betriebe).

Sitten und Gebräuche

Die Verbindung von Religion und Volk ist der wesentliche Grund dafür, dass die Juden auch ohne eigenes Staatswesen und verstreut über weite Teile der Welt über Jahrtausende als Gemeinschaft existierten. Die Thora, der Talmud und die hebräische Sprache waren Mittelpunkte des kulturellen, religiösen und sozialen Lebens, wo immer Angehörige dieses Volkes lebten. An den Regeln des gemeinsamen sozialen wie religiösen Lebens hat sich bis heute kaum etwas geändert.

Die Heiligen Stätten sollten von Männern nicht in kurzen Hosen, von Frauen nur mit bedeckten Schultern und Armen, ohne tiefes Dekolletee und ebenfalls nicht mit kurzen Hosen betreten werden. In Synagogen muss man unbedingt eine Kopfbedeckung tragen. Männer mit kurzen Hosen dürfen die Grabeskirche nicht betreten, sie werden schon am Eingang zurückgewiesen.

Touristen können vielerorts Darbietungen sehen, die den Geist des alten und modernen Israel in Liedern und Tänzen zum Ausdruck bringen. Solche Folklore-Abende finden regelmäßig in Jerusalem, Tel Aviv, Haifa und Tiberias, oft auch in Ashqelon, Netanya, Elat und in den Hotels am Toten Meer statt.

Souvenirs

Israel bietet dem Besucher eine Fülle von interessanten Gegenständen unterschiedlichster Art und Preislage. Bedeutend ist die Diamant- und Schmuckindustrie. Ferner kann man Orientteppiche, Pelz- und Ledermode preisgünstig erwerben. Darüber hinaus sind kleine, echte Antiquitäten als Souvenirs attraktiv.

Zusätzlich findet man in den engen Gassen der alten Städte Jerusalem, Jaffa, Akko, Nazareth, Bethlehem und Hebron interessante orientalische Märkte und Basare. Hier werden handgemachte Kunstgewerbeartikel aus Olivenholz, kunstvolle Perlmutt-, Leder- und Bastarbeiten, aber auch mundgeblasene Glaswaren angeboten.

Klimainformationen

Es herrscht Mittelmeerklima, wie an der italienischen oder französischen Riviera, mit ausgeprägtem Gegensatz zwischen heißen, trockenen Sommern (April-Oktober) und relativ milden Wintern mit häufigen, kurzen Niederschlägen. Die klimatischen Bedingungen sind regional sehr unterschiedlich. So fällt in den Bergregionen (z.B. in Jerusalem) gelegentlich Schnee, insgesamt ist das Klima trockener und kühler als in den anderen Gebieten. In Eilat hingegen sind selbst die "Wintermonate" sonnig und warm, während man im Negev Wüstenklima vorfindet.

Beste Reisezeit

Am besten besuchen Reisende, die europäische Klimaverhältnisse gewohnt sind, Israel in der Zeit von Mitte März bis Mitte Mai oder in den Monaten Oktober und November.

Bei der Reiseplanung sollten jedoch an hohen religiösen Feiertagen die vielen Pilgerreisenden mit einbezogen sein (überfüllte Hotels, Warteschlangen vor Attraktionen etc.).

Vorgeschriebene Impfungen

Keine.

Empfohlene Impfungen

Für Individualreisende zusätzlich Hepatitis A und Typhus.

Informationen zur Malaria

Malaria

Keine.

Verbreitung

Israel ist malaria-frei.

Ärztliche Hilfe

In Israel besteht eine gute ärztliche Versorgung.

Währung

Währungseinheit

Währungseinheit: Neuer Schekel (NIS)

1 Neuer Schekel = 100 Agorot.

Derzeitiger Kurs:

1 Euro = ca. 4,21 NIS

1 US-$ = ca. 3,70 NIS

Hinweise

Bei den unten aufgeführten Umrechnungskursen handelt es sich um Devisenkurse der Deutschen Bundesbank, die die Preisnotierung des Euro und des US-Dollar in der Währung des Reiselandes angibt. Mit Devisenkursen werden z.B. Rechnungen unterschiedlicher Währungen gegeneinander verrechnet. (Im Gegensatz zum Sortenkurs wird hier jedoch nicht der Wert angegeben, den man in Deutschland am Bankschalter für einen Euro oder US-Dollar erhält.)

Devisenbestimmungen/Umtausch

Einfuhr Fremdwährung: unbeschränkt.

Einfuhr Landeswährung: unbeschränkt.

Deklaration: Ja - bei Ein- und Ausfuhr von Landeswährung und Devisen (Bargeld, Bank- und Reiseschecks) ab einem Wert von 100.000 Schekel.

Ausfuhr Fremdwährung: in Höhe der deklarierten Einfuhr abzüglich der umgetauschten Beträge (Belege).

Ausfuhr Landeswährung: nach Beantragung bei israelischer Bank vor dem Abflug unbeschränkt (nur geringe Beträge empfohlen, da sonst Kursverluste entstehen).

Umtauschempfehlung: im Reiseland

Internationale Kreditkarten: Ja - werden in größeren Hotels, zahlreichen Geschäften und bei größeren Autovermietern akzeptiert.

Geldautomat: Ja - mit Kreditkarten; an einigen Geldautomaten wird auch die Girocard (mit Maestro- oder V-Pay-Logo) akzeptiert.

Reiseschecks: Ja - Euro-/US-$-Reiseschecks werden für den Umtausch in vielen Banken akzeptiert. >>> Da die Akzeptanz von Reiseschecks in Banken jedoch rückläufig ist, sollten immer auch noch andere Zahlungsmittel (Bargeld, Kreditkarte etc.) für die Reise mitgeführt werden.

Rücktausch: bis zu einem Gegenwert von 500 US-$ bei Ausreise am Flughafen Ben Gurion problemlos möglich. Größere Summen nur gegen Vorlage von Bankquittungen (über den ursprünglichen Umtausch).

Auskunftstellen

Im Reiseland

Mitarbeiter des Tourismusministeriums informieren Israel-Besucher über touristische Belange, wie u.a. Grenzformalitäten, Visumbestimmungen sowie bei Notsituationen. Die Mitarbeiter sind auch am Wochenende erreichbar:

Ben Gurion Airport:

Entrance Hall

Tel.: (00972 3) 975 42 60

E-Mail: doritk@tourism.gov.il

Nazareth:

58 Casanova st.

Tel.: (00972 4) 675 05 55

E-mail: ronnye@tourism.gov.il

Eilat:

8 Beit Hagesher st.

Tel.: (00972 8) 630 91 11

E-Mail: eilatinfo@tourism.gov.il

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Israelisch-Deutsche Industrie- und Handelskammer

(Israeli-German Chamber of Industry and Commerce)
4, Kaufmann St., Sharbat House

9th Floor
Tel Aviv 6801296
Israelisch-Deutsche Industrie- und Handelskammer

(Israeli-German Chamber of Industry and Commerce)
P.O.B. 50150
Tel Aviv 6801296/Israel
(00972 3) 613 35 28
(00972 3) 680 68 00
www.ahkisrael.co.il
info@ahkisrael.co.il

Im Reiseland

außerdem in Ramallah/Palästinensische Gebiete:

"Delegiertenbüro der Deutschen Wirtschaft", Adresse siehe Darstellung "Palästinensische Gebiete".

Federation of Israeli Chambers of Commerce
84 Hahashmonaim Street
67132
Tel Aviv
Federation of Israeli Chambers of Commerce
P.O. Box 20027
61200 Tel Aviv/Israel
(00972 3) 561 90 27
(00972 3) 563 10 20
www.chamber.org.il
chamber@chamber.org.il

Ministry of Tourism

Tourist Information Center
Jaffa Gate

Omar Ibn Katab Square (Old City)
Jerusalem 91009/Israel
(00972 2) 673 35 92
(00972 2) 628 04 03, 627 14 22; 626 05 76
www.tourism.gov.il
info@goisrael.com

Botschaften und Konsulate

Von Deutschland

Außerdem in Ramallah/Palästinensische Gebiete:

"Representative Office of the Federal Republic of Germany"/"Vertretungsbüro der Bundesrepublik Deutschland", Adresse siehe Darstellung "Palästinensische Gebiete".

Botschaft des Staates Israel

(mit Konsularabteilung)
Auguste-Victoria-Straße 74-76
14193
Berlin
(0 30) 89 04 53 09
(0 30) 89 04 55 00
www.israel.de
botschaft@israel.de
Konsularabteilung:

Mo bis Do 9.30-13 Uhr, Fr 9.30-12.30 Uhr

Generalkonsulat des Staates Israel
Barer Straße 19
80333
München
Generalkonsulat des Staates Israel
Postfach 100855
80082 München
(0 89) 543 48 65 55
(0 89) 543 48 65 00
www.israel.de
info@munich.mfa.gov.il
Mo bis Do 9.30-12.30 Uhr, Fr 9.30-11.30 Uhr

(nur nach telefonischer Vereinbarung)

Embassy of the Federal Republic of Germany
3, Daniel Frisch Street, 19. Stock
6473104
Tel Aviv
Embassy of the Federal Republic of Germany
P.O. Box 16038
6116001 Tel Aviv/Israel
(00972 3) 696 92 17
(00972 3) 693 13 13
www.germanemb.org.il
Amtsbezirk: Israel

Honorary Consul of the Federal Republic of Germany
5, Neviot St.
88000
Eilat
Honorary Consul of the Federal Republic of Germany
P.O. Box 4061
88140 Eilat/Israel
(00972 8) 634 27 61
(00972 8) 637 45 36
eilat@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Gemeinde Eilat und Kreis (Regional Council) Eilat

Übergeordnete Auslandsvertretung: Botschaft Tel Aviv

Honorary Consul General of the Federal Republic of Germany
98, Sderot Hanassi
31061
Haifa
Honorary Consul of the Federal Republic of Germany
P.O. Box 6240
31061 Haifa/Israel
(00972 4) 837 13 53
(00972 4) 838 14 08
haifa@hk-diplo
Amtsbezirk: Stadt und Hafen Haifa

Übergeordnete Auslandsvertretung: Botschaft Tel Aviv

Ärztliche Hilfe

In Israel besteht eine gute ärztliche Versorgung.

Sehenswertes

Jerusalem

Israels Hauptstadt, am Rand der Wüste und 800 m hoch in den Judäischen Bergen, heißt auf Deutsch "Stadt des Friedens". Aber die Geschichte der Stadt war bis zum heutigen Tag oft nicht friedlich. Immerhin sind nicht weniger als drei monotheistische Religionen mit dieser Stadt verflochten, und das führt oft zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen Juden, Moslems und Christen. Alle drei kennen Pilgerfahrten zu den ihnen heiligen Stätten. Die Juden zieht es zur "Klagemauer", die noch ein Stück der westlichen Mauer des alttestamentarischen Tempels ist, der im Jahre 70 durch die Römer zerstört wurde. Die Moslems pilgern zu den prächtigen Moscheen am Gipfel des Berges Moriha in der Altstadt: zum Felsendom und zur Al Aqsa-Moschee, die Raum für über 5.000 Betende hat; es sind die nach den Städten Mekka und Medina bedeutendsten Zentren des Islam. Und die Christen ziehen zu den zahlreichen Kirchen, die an Stätten errichtet wurden, an denen Jesus wandelte, sowie zur Grabeskirche, die im 4. Jahrhundert über jenem Ort errichtet wurde, an dem Jesus gekreuzigt und begraben wurde und wieder auferstanden ist.

Insgesamt besitzt Jerusalem mehr als 5.000 Kirchen, Synagogen und Moscheen, die jährlich von mehr als einer Million Pilger besucht werden. Es gibt Führungen sowohl durch die Ausgrabungsstätten an der Klagemauer als auch durch das jüdische Viertel, durch die Altstadt, zum Ölberg und durch die Synagogen.

Tel Aviv/Jaffa

Im Jahr 1909 war Jaffa noch eine bedeutende Stadt, und Tel Aviv bestand gerade mal aus einer kleiner jüdischen Siedlung, deren Familien am 11. April den Grundstein für die neue Stadt legten. Heute ist es umgekehrt: Tel Aviv hat sich zur lebendigen Metropole entwickelt, ist mit ca. 400.000 Einwohner die zweitgrößte Stadt Israels, während Jaffa die romantische Altstadt beherbergt, die wegen ihrer Beschaulichkeit gern besucht wird.

Erste Siedlungsspuren Jaffas aufgrund archäologischer Ausgrabungen datieren auf 3.500 v.Chr. Am Tel Qasila, dem Yargon-Fluss, wurde ein Philister-Tempel freigelegt, den wahrscheinlich König David zerstört hat. Im Altertum wurde die Hafenstadt von den Phöniziern und danach von den Makkabäern beherrscht, bis sie von den Römern eingenommen wurde. Auch der Apostel Petrus lebte einige Zeit in Jaffa (Apostelgeschichte, Kapitel 9). Jaffa hatte in der Folge insbesondere auch zu Zeiten der Kreuzzüge militärisch und handelspolitisch als Hafenstadt an der Mittelmeerküste eine wichtige Rolle inne, da sie von Jerusalem nicht allzu weit entfernt liegt.

Tel Aviv erwuchs aus einer Ansiedlung namens Achuzat Bajit im heutigen südlichen Teil Tel Avivs ab den 1880er Jahren, nachdem in Jaffa bezahlbarer Siedlungsraum knapp wurde. Im Jahr 1909 wurde der Ort "Tel Aviv" offiziell gegründet, benannt nach einem biblischen Ort und dem gleichnamigen Titel des Buches von Theodor Herzl´s Roman "Altneuland". 1950 wurden Tel Aviv und Jaffa zur Stadt unter dem offiziellen Namen Tel Aviv-Jaffa vereint.

Tel Aviv entwickelte sich in rasantem Tempo zur Weltstadt. Heute bildet sie mit den Nachbarstädten Ramat Gan, Giw'atajim, Cholon, Bat Jam, Bnei Brak das größte Ballungsgebiet Israels. In Tel Aviv sind alle diplomatischen Vertretungen der meisten Länder zu finden, und unweit von Tel Aviv, in Lod, befindet sich der größte Flughafen des Landes. Darüber hinaus ist Tel Aviv unter anderem mit mehr als 20 Museen das kulturelle Zentrum des Landes. Strände und ein vielfältiges Vergnügungsangebot lassen für die Touristen keine Langeweile aufkommen. Daneben punktet Tel Aviv mit vielfältigen Architekturstilen: Besuchenswert sind schon allein die ca. 4.000 weißen Gebäude im so genannten Bauhausstil und Internationalen Stil, auch "Weiße Stadt" genannt, die von 1931 bis 1956 entstanden sind, sich zwischen den Straßen Allenby im Süden bis zum Jarkon-Fluss im Norden sowie zwischen dem Derekh Begin im Osten bis zum Mittelmeerufer im Westen der Stadt aneinanderreihen und 2003 zum Weltkulturerbe erklärt wurden.

Haifa

Die drittgrößte Stadt Israels ist durch und durch modern. Bis zum Beginn dieses Jahrhunderts war es ein Hafenstädtchen. Als aber 1905 ein Bahnanschluss nach Damaskus gebaut wurde, nahm Haifa einen fast abenteuerlichen Aufschwung. Immer neue Straßenzüge wurden wie Stufen in die Flanken des Karmelgebirges gekerbt. Geschäfts- und Wohnviertel wuchsen die Hänge empor. Oben auf der Hochfläche entstanden prächtige Garten-Vorstädte.

Der Blick vom Berg Karmel, besonders abends auf das Lichtermeer und den Hafen, ist eine der Attraktionen Haifas. Das künstlerisch Bedeutendste aber ist die goldene Kuppel über dem Schrein des Propheten Siyyid Ali Mohammed. Er war im vorigen Jahrhundert einer der bekanntesten Führer des Baha´i-Glaubens.

Auch Alttestamentarisches wird in Haifa geboten. Am Stadtrand, über der Yafo-Street - gleich neben dem Kloster, das sich hier befindet - liegt die enge Höhle, die im neunten Jahrhundert v.Chr. der Prophet Elias bewohnt haben soll. Gläubige dreier Religionen - Juden, Moslems und Christen, denn alle verehrten Elias - erbitten an dieser Stelle noch heute Fruchtbarkeit und ein gutes Jahr.

Wesentlich geräumiger ist eine weitere rauchschwarze Höhle: die "Schule des Propheten". An dieser Stelle pflegte Elias seine Schüler zu versammeln.

Nazareth

Die historische Stadt, in der Jesus mit seinen Eltern gewohnt hat, ist längst verschwunden. Das heutige Nazareth ist ein arabisches Städtchen - allerdings mit vielen Gedenkstätten für die Wallfahrer. Alle gründen sich auf fromme Legenden. Da gibt es das "Haus der Maria", über dem sich eine nagelneue Verkündigungskirche mit einer gewaltigen Kuppel erhebt. Und die Josephskirche steht an der Stelle, an der Marias Ehemann seine Schreinerei betrieben haben soll. Am Marienbrunnen pflegte die Mutter Wasser zu schöpfen; dort erschien ihr der Engel Gabriel mit der frohen Botschaft. Über der Quelle dieses Brunnens wurde deshalb die prachtvoll ausgestattete Kirche des heiligen Gabriel erbaut.

Massada

König Herodes ließ auf dem 450 Meter hohen Felsplateau die gewaltige Festung Massada bauen - halb Verteidigungswerk, halb Luxuspalast. Es gab einen Festsaal mit überladenem Zierrat, mit Fresken, Säulen und Mosaiken sowie etliche Prunkgebäude ohne jeden praktischen Nutzen.

Lange nach seinem Tod, als im Jahr 66 der jüdische Widerstand gegen die Römer ausgebrochen war, besetzten Zeloten die Burg. Diese Widerstandsgruppe hielt sich lange gegen die römischen Belagerer. Als ihre Lage aussichtslos wurde, verbrannten sie alle Wertgegenstände, töteten Frauen, Kinder und dann sich selbst. So wurde Massada zum nationalen Symbol des jüdischen Widerstandes.

Zu den Ruinen auf dem Fels führt heute eine Seilbahn. Etliche Schriftrollen, die bei Ausgrabungen gefunden wurden, werden im "Schrein des Buches" im Israel-Museum in Jerusalem aufbewahrt.

Eilat

An der nördlichen Spitze des Roten Meeres schuf die Natur diesen beeindruckenden Hafen, Eilat, hinter dem sich wie eine Kulisse das violett getönte Wüstengebirge erhebt. Der weiße Sandstrand wird vom glasklaren Meer umspült. Dort gedeihen unzählige Korallenblöcke. Die Wassertemperatur bleibt, über das Jahr verteilt, fast konstant. Im Februar beträgt sie 21 Grad, im Sommer steigt sie auf 25 Grad. Diese Wassertemperaturen sind nicht nur ideal für den Wassersport; in Verbindung mit dem relativ hohen Salzgehalt bieten sie ausgezeichnete Lebensbedingungen für die maritimen Bewohner. Taucher und Schnorchler können die Fische aus nächster Nähe beobachten. Außerdem werden Fahrten in Glasbodenbooten oder auch Unterseebooten veranstaltet.

Im Coral-Beach-Naturpark kann man das geschützte Riff von Eilat und unzählige Fische durch Fenster beobachten, ebenfalls ohne nass zu werden. Das Unterwasser-Observatorium zeigt außerdem verschiedene Lebensräume, in denen das reiche Meeresleben bewundert werden kann. Es gibt auch Becken für Haie, Rochen und Meeresschildkröten. Am Delfin-Riff kann man zusammen mit freilebenden Delfinen schwimmen.

Totes Meer

Bei 30 Prozent Salzgehalt lebt nichts mehr im Wasser oder am Strand. Rund um den See erstreckt sich leblose grauweiße Öde. Hinzu kommen Lufttemperaturen von 48 bis 50 Grad, im Sommer oft auch mehr.

Das Tote Meer liegt 400 Meter unter dem Meeresspiegel - in einem Grabenbruch, der vom Libanon bis zum Golf von Elat reicht. Früher glichen der Jordan und etliche Sturzbäche aus dem Gebirge im Winter die extreme Verdunstung in diesem Backofen aus. Heute zapfen Jordanien und Israel diese Zuflüsse für ihre Wasserversorgung an, so dass das Gleichgewicht gestört ist: Das Tote Meer schrumpft von Jahr zu Jahr, sein Salzgehalt nimmt zu.

Ein Bad im Toten Meer ist ein unvergessliches Erlebnis: Man schwimmt wie ein Stück Holz. Auch Nichtschwimmer können nicht untergehen. Für manche Hautkrankheiten ist das Wasser heilsam. Die meisten Hotels am Toten Meer bieten Kur- und Beauty-Wellness-Aufenthalte an.

Reisehinweise

Israel und Palästinensische Gebiete:

Das Auswärtige Amt rät davon ab, zwischen Ramallah und Nablus den Highway 60 zu benutzen. Am 9. und 13. Dezember 2018 wurden dort israelische Zivilisten und Sicherheitskräfte angegriffen.

Nach solchen Vorfällen werden regelmäßig Einsätze von den Sicherheitskräften in Ramallah und anderen palästinensischen Ortschaften durchgeführt.

Das Auswärtige Amt rät dazu, Ruhe zu bewahren und sich von Menschenansammlungen fernzuhalten.

Von Reisen in die GRENZZONEN ZU SYRIEN UND LIBANON (vor allem östlich der Straße 98) rät das Auswärtige Amt ab.

Die Sicherheitslage in Israel und den Palästinensischen Gebieten ist von den israelisch-palästinensischen Auseinandersetzungen geprägt. Im Zuge dessen können auch Ausländer von Gewalttätigkeiten betroffen sein, wenngleich sie nicht Ziele der Auseinandersetzungen sind. Anschläge sind wegen der aktuellen Situation jederzeit möglich.

Reisende sollten sich über die Medien auf dem Laufenden halten.

ISRAEL

Tempelberg (Haram al-Sharif): Gewalttätige Auseinandersetzungen in der Umgebung des Tempelbergs (Haram al-Sharif) und den angrenzenden Stadtvierteln sind nicht auszuschließen. Das Auswärtige Amt rät von Besuchen des Tempelbergs (Haram al-Sharif) freitags und an jüdischen und muslimischen Feiertagen ab.

In JERUSALEM ist die Situation angespannt. Sowohl auf israelischer als auch auf palästinensischer Seite kommt es bei Auseinandersetzungen immer wieder zu Toten. Es ist insbesondere in der Altstadt Vorsicht angebracht. Dies gilt vor allem an islamischen und jüdischen Feiertagen. Empfehlenswert ist es, die Stadt in Begleitung von Personen zu erkunden, die sich vor Ort gut auskennen. Das Auswärtige Amt rät davon ab, die Altstadt in den Abend- und Nachtstunden zu besuchen.

Grenzgebiet Gazastreifen: Das Grenzgebiet zum Gazastreifen sollte unbedingt gemieden werden, da eine Gefährdung durch Raketenbeschuss und Brandsätze aus dem Gazastreifen besteht.

PALÄSTINENSISCHE GEBIETE: WESTJORDANLAND

Die Lage ist angespannt und kann sich jederzeit verschärfen. Gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen den Sicherheitskräften Israels, Palästinensern und jüdischen Siedlern mit Toten und Verletzten kommen immer wieder vor.

Reisende sollten besondere Vorsicht walten lassen und sich von Menschenansammlungen jeglicher Art fernhalten.

Besondere Vorsicht ist bei Fahrten auf dem Highway 60 im Süden Bethlehems, bei Gush Etzion und Hebron sowie bei israelischen Siedlungen und Grenzstellen geboten. Fahrten bei Dunkelheiten sollten unterlassen werden. Es muss mit verstärkten Kontrollen an den Grenzstellen in ganz Westjordanland gerechnet werden.

PALÄSTINENSISCHE GEBIETE: GAZASTREIFEN

Das Auswärtige Amt warnt vor Reisen in den GAZASTREIFEN.

Bei Aufenthalten nahe des Grenzgebiets ist erhöhte Aufmerksamkeit und Vorsicht angebracht. Im Gazastreifen sind die Versorgungsnetze für die Strom- und Wasserversorgung sowie viele Straßen beschädigt. Es können sich dort weiterhin nicht explodierte Sprengmittel befinden.

Fahrten an der ÄGYPTISCH-ISRAELISCHE GRENZE entlang sollten nicht unternommen werden.

Bitte Abschnitt "Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen" beachten!

Weitere Informationen zur Sicherheitssituation im Reiseland sind auf den Internetseiten des Auswärtigen Amtes zu finden.

Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen

Sicherheitsmaßnahmen:

- Bei Reisen nach Israel sollten sich Reisende über die aktuelle Entwicklung der Sicherheitslage auf dem Laufenden halten. Informationen dazu gibt es u.a. bei der Deutschen Botschaft in Tel Aviv unter www.tel-aviv.diplo.de.

- Alle Reisenden sollten sich in die elektronische Deutschenliste ELEFAND (Elektronische Erfassung von Auslandsdeutschen) des Auswärtigen Amtes unter http://service.diplo.de/registrierungav eintragen.

- Sie sollten die Nachrichten in den Medien verfolgen und ihre Reiseplanung entsprechend anpassen.

- Demonstrationen und Menschenansammlungen sind generell weiträumig zu meiden.

- Bei der Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs ist besondere Vorsicht und Wachsamkeit angebracht.

- Reisende sollten sich an die Anweisungen von Sicherheitsbehörden halten.

SPERR-NOTRUF: Deutsche können ihre Girocards, Kreditkarten, Handys und einige andere elektronische Berechtigungen über die Sperr-Notruf-Nummer ++49 116 116 (aus dem Ausland neben ++49 116 116 auch ++49 30 4050 4050 wählbar) rund um die Uhr sperren lassen. Der Anrufer wird mit den Herausgebern der jeweiligen Medien verbunden, sofern diese sich dem Sperr-Notruf angeschlossen haben. Eine Liste der angeschlossenen Herausgeber ist im Internet unter www.sperr-notruf.de zu finden.

Ebenso ist es möglich, die Online-Ausweisfunktion (elektronischer Identitätsnachweis - eID) des neuen Personalausweises unter den oben genannten Nummern sowie unter 0180 1 333 333 (Bürgerservice des Bundesinnenministeriums) sperren zu lassen.

Zypern

Landesdaten

Lage

Die Inselrepublik Zypern liegt südlich der Türkei im östlichen Mittelmeer vor der kleinasiatischen Küste, 95 km westlich von Syrien, 75 km südlich der Türkei, 325 km nördlich von Ägypten und 400 km östlich der griechischen Inseln. Zypern ist Mitglied des Commonwealth of Nations.

Seit 1974 ist Zypern eine geteilte Nation, der nördliche Teil ("Türkische Republik Nordzypern") steht unter türkischer Verwaltung und ist international nicht anerkannt. Die Zuständigkeit der Behörden der international anerkannten Republik Zypern ist deswegen faktisch auf den Südteil der Insel beschränkt.

Fläche: 9.251 km², davon entfallen 3.355 km² auf den türkisch-zypriotischen Teil.

Verwaltungsstruktur: 6 Distrikte (Famagusta, Kyrenia, Larnaca, Limassol, Nicosia, Paphos); Kyrenia und Famagusta sind besetzte Gebiete im nördlichen Teil Zyperns.

Einwohner

Bevölkerung: ca. 840.400

Städte:

Lefkosia (früher Nicosia - Hauptstadt, zurzeit geteilt) ca. 276.400

Limassol ca. 235.000

Larnaca ca. 72.000

Paphos ca. 66.000

Sprache

Die Landessprache ist Griechisch (Türkisch im Nordteil der Insel), des Weiteren ist Englisch als Verkehrssprache im Gebrauch. In Hotels, Restaurants und Geschäften sprechen viele Zyprer auch Deutsch, Französisch und Italienisch.

Zeitverschiebung

Mitteleuropäische Zeit (MEZ) +1 Stunde.

Da auch in Zypern die Sommerzeit gilt, bleibt der Abstand zur MEZ gleich.

Telefon/Post

Post

Die Laufzeit von Luftpost nach Mittel- und Nordeuropa beträgt vier Tage bis eine Woche.

Telefon

Die Telefon-Vorwahl von Deutschland, Österreich und der Schweiz nach Zypern ist die 00357, danach entfällt die 0 der Ortsvorwahl. Von Zypern nach Deutschland muss die 0049 gewählt werden, nach Österreich 0043 und in die Schweiz 0041.

NOTRUFNUMMERN: Polizei, Unfallrettung und Feuerwehr 112 oder 199 (Nordzypern: Polizei 155, Unfallrettung 112, Feuerwehr 199).

Mobilfunk

Netztechnik: GSM 900/1800.

Derzeit gibt es Roamingverträge mit Anbietern in Zypern von E-Plus, O2, Telekom Deutschland und Vodafone.

Internet

Länderkürzel: .cy

Feiertage

1. Januar (Neujahr), 6. Januar (Heilige Drei Könige), 11. März(Rosenmontag, Grüner Montag), 25. März (Griechischer Unabhängigkeitstag), 1. April (Nationalfeiertag - EOKA-Tag), 26. April (Orthodoxer Karfreitag), 29. April (Orthodoxer Ostermontag), 1. Mai (Tag der Arbeit), 17. Juni (Orthodoxer Pfingstmontag), 15. August (Mariä Himmelfahrt), 1. Oktober (Zyprischer Unabhängigkeitstag), 28. Oktober (Griechischer Nationalfeiertag - Ochi-Tag), 25. und 26. Dezember (Weihnachten).

Die Banken sind zusätzlich am Dienstag nach Ostern geschlossen.

Die Hauptferienzeit im griechischen Teil Zyperns erstreckt sich über die Monate Juli und August.

Im türkischen Teil geht die Hauptferienzeit von Juni bis August. Geschäftsreisen sollten in dieser Zeit sowie während des Fastenmonats Ramadan (6. Mai bis zum 3. Juni 2019) vermieden werden.

Islamische Feiertage (Verschiebungen um einen Tag, in seltenen Fällen zwei Tage, sind möglich): 5. bis 7. Juni (Fastenbrechen am Ende des Ramadan), 11. bis 14. August (Opferfest)

Öffnungszeiten

Banken: Mo bis Fr 8.30-12. Zentral gelegene Banken bieten "afternoon tourist services" an. Tagsüber durchgehende Öffnungszeiten in den Banken in den Internationalen Flughäfen Larnaka und Paphos, teilweise auch nachts zu den Flügen geöffnet. Außerdem gibt es einen Bank-Schalter im Hafen von Limassol;

Post: Distrikt-Postämter (Lefkosia, Larnaka, Limassol, Paphos), außerdem das Eleftheria Square Postamt in Lefkosia und das Hauptpostamt in Limassol von September bis Juni Mo bis Fr 7.30-13.30 Uhr und 15-18 Uhr, Sa 8.30-10.30 Uhr, im Juli bis August Mo bis Fr 7.30-13.30 Uhr und 16-19 Uhr (außer Mi), Sa 8.30-10.30 Uhr;

Alle anderen Postämter von September bis Juni Mo bis Fr 7.30-13.30 Uhr, außerdem Di 15-18 Uhr, im Juli und August Mo bis Fr 7.30-13.30 Uhr.

Alle Postämter sind an Sonn- und Feiertagen geschlossen.

Büros: normalerweise Mo bis Fr 8-13 Uhr sowie 14.30-17.30 im Winterhalbjahr (Oktober bis April) bzw. 8-13 Uhr sowie 16-19 Uhr im Sommerhalbjahr (Mai bis September);

Behörden: Mo bis Fr 7.30-14.30 Uhr, im Winterhalbjahr zusätzlich auch am Mittwoch von 15 bis 18 Uhr (September bis Juni), hiervon weichen die Zeiten für Publikumsverkehr ab, die nicht einheitlich sind; telefonische Terminabsprache ist angeraten.

Geschäfte: Während der Winterperiode vom 1. November bis 31. März Mo, Di, Do bis 19 Uhr geöffnet, Mi bis 14 Uhr, Fr bis 20 Uhr und Sa bis 15 Uhr geöffnet;

Während der Sommerperiode vom 1. April bis 31. Oktober Mo, Di, Do bis 20.30 Uhr geöffnet, Mi bis 14 Uhr, Fr bis 21.30 Uhr, Sa bis 17 Uhr geöffnet. Im Sommer außer samstags nachmittags von 14 bis 17 Uhr geschlossen.

Kleidung

Vom Frühjahr bis Herbst ist leichte, atmungsaktive Sommerkleidung angebracht. Für die Abende sollte man auch leichte Wollsachen eingepackt haben. In den übrigen Monaten sollte man Übergangskleidung mitnehmen. Bei einem Aufenthalt in den Bergen (Schnee) ist im Winter warme Kleidung erforderlich. Auf jeden Fall sollte man aber auch Regenbekleidung mitnehmen. Bei Kirchen- und Klosterbesichtigungen sollte dezente Kleidung getragen werden.

Geschichte/Politik

Zypern ist seit ca. 9.000 Jahren besiedelt. Im Bronzezeitalter exportierten die Bewohner Zyperns Kupfer und dies vor allem nach Syrien, Palästina, Ägypten und Kreta. Eine wirtschaftliche Blütezeit erlebte Zypern in den Jahren von 1400-1200 v. Chr. Um 1050 v. Chr. zerstörten Erdbeben viele Handelsstädte - erst im achten Jahrhundert v. Chr. errichteten die Phönizier wieder eine Siedlung in Kistion. Zypern blühte mit verschiedenen Stadtkönigreichen wieder auf. Nach abwechselnder Beherrschung durch Assyrer, Ägypter und Perser entwickelte sich Zypern unter Alexander dem Großen zu einer hellenistischen Provinz. Zypern wurde 58 v. Chr. von Rom annektiert und nach der Zweiteilung des Reiches von Byzanz regiert. In dieser Zeit wurden viele bedeutende Kirchen und Burgen erbaut. Im elften Jahrhundert begann die Herrschaft der Franken und später der Venezier. Um 1570 fiel Zypern in einer Schlacht unter osmanische Herrschaft. 1925 wurde Zypern britische Kronkolonie. Das Erbe, dass in Zypern auf der linken Seite gefahren wird, ist ein Andenken an diese Zeit. Zypern wurde erst nach einem Bürgerkrieg 1958 unabhängig. Der Konflikt zwischen Türken und Griechen gipfelte in einer türkischen Invasion 1974, der ethnische Säuberungen in allen Landesteilen folgten. Die ausgerufene Republik Nordzypern wird jedoch von keiner Nation (außer der Türkei) anerkannt.

Seit 1998 wurde über den Beitritt Zyperns in die EU verhandelt. Zypern ist seit dem 01. Mai 2004 Mitglied der Europäischen Union.

Wirtschaft

Der südliche Teil Zyperns gehört zu den reichsten Ländern des Mittleren Ostens. Im Norden ist die wirtschaftliche Entwicklung an diejenige der Türkei geknüpft und deutlich instabiler. Trotz wichtiger Anbaugebiete für Zitrusfrüchte und besserer Hotels hat der Norden auch im Tourismus Schwierigkeiten.

In der Landwirtschaft arbeiten noch 14 Prozent der Zyprioten. Es werden Weintrauben, Kartoffeln und Gerste angebaut, Schafe, Schweine und Ziegen gehalten. Die größten Exporterlöse werden mit Nahrungsmitteln und Textilien erzielt. Viele ausländische Reedereien lassen ihre Schiffe unter zypriotischer Flagge laufen, da dies meist enorme steuerliche Vorteile bietet und gleichzeitig gewisse Sicherheitsstandards garantiert.

Der Schlüssel zum Erfolg wurde der Tourismus, der heute größter Devisenbringer des südlichen Zypern ist.

Religion

Entsprechend der türkischen und griechischen Landesteile sind auch die Religionen verteilt. Allerdings gibt es über die tatsächlichen Bevölkerungszahlen und damit auch über die Religionsverteilung Uneinigkeiten. Man spricht von 77 Prozent orthodoxen Christen und von 18 Prozent Muslimen. Darüber hinaus gibt es Armenier, Maroniten und Katholiken.

Vegetation

Im Frühjahr blühen unzählige farbenprächtige Sträucher, darunter auch der duftende Lavendel. Im Sommer ist das Flachland der Insel jedoch ausgedörrt, grau und braun. Im Gebirge stehen Fichten, Wacholderbüsche und Zedern. Viele knorrige Bäume bereichern das Landschaftsbild. Von den einst großen Eichenwäldern sind nur noch vereinzelte Bäume zu finden.

Tierwelt

Das größte heute auf Zypern lebende Säugetier ist das Mufflon. Große Ziegenherden grasen die Büsche ab, so dass vielerorts die Artenvielfalt auf den Wiesen zurückgegangen ist. Fische gibt es nur wenige; an der Westküste nisten sowohl Karettschildkröten als auch griechische Landschildkröten. Die Stechmücken Zyperns sind in der Nähe der Salzseen besonders stechfreudig. Die schönsten Insekten der Insel sind die zahlreichen Schmetterlinge, wie z.B. die großen Schwalbenschwänze oder die gelben Zypern-Schmetterlinge. Mit etwas Glück kann man auch Gottesanbeterinnen entdecken. Als Zwischenstation für Zugvögel wird Zypern von Kranichen und Jungfernkranichen überflogen. Die Jagd auf Zugvögel ist jedoch ein ernst zu nehmendes Problem Zyperns, da diese Jagd ein Nationalsport ist.

Kulinarisches

Bekannt ist Zypern für seine Zitrusfrüchte, aber selbstverständlich sind im Sommer alle Obstsorten zu bekommen. In Sirup eingelegte Kirschen sind eine Delikatesse. Gemüsegerichte sind meistens Eintöpfe, ansonsten sind alle traditionellen griechischen und türkischen Speisen bekannt. Fisch ist sehr teuer aber gut (Meerbarbe, Schwertfisch), noch finanzierbar sind frittierte Tintenfische (kalamar) aus frischem Fang. Bei jedem Essen werden meist unaufgefordert Schalen mit einer Joghurt-Knoblauch-Soße (talatouri), Sesampaste (tahini) und Kichererbsenbrei (Houmus) auf den Tisch gestellt. Fleisch wird meistens gegrillt (sis kebab). Schmorgerichte mit Lamm oder Kaninchen sind ebenfalls sehr schmackhaft. Als Nachtisch gibt es Joghurt oder Weichkäse mit dünnflüssigem Honig.

An Getränken ist der Ouzo (Anisschnaps) bekannt. Der zypriotische Wein ist ausgezeichnet, auch Bier wird auf der Insel gebraut. Als Kaffee kann man "türkischen" bzw. "zypriotischen" Kaffee bekommen, ansonsten wird Nescafé angeboten.

Sitten und Gebräuche

Der Karneval ist ein Erbe der venezianischen Epoche und wird besonders in Limassol stark gefeiert. Er beginnt 60 Tage vor dem orthodoxen Osterfest.

Beim Fest Kataklysmos, das meist auf Pfingsten fällt, gibt es in Larnaka Bootsrennen, Sängerwettstreite und einen großen Jahrmarkt. Im September wird beim überfüllten Weinfest in Limassol zwei Wochen lang kostenlos Wein ausgeschenkt. Ebenfalls in Limassol gibt es ein angesehenes Kulturfest mit viel Folklore, das im Innenhof der Burg gespielt wird.

Souvenirs

Handgemalte Ikonen gehören zu den kostbarsten Reiseandenken der Insel. Da antike Exemplare nicht exportiert werden dürfen, können neue auf Wunsch angefertigt werden. Die Ikonen der Souvenirgeschäfte sind meist einfachste Drucke. Kostbar sind auch Léfkara-Spitzentischdecken, die mehrere hundert Euro kosten. Auch hier gibt es billigere Nachahmungen aus dem Orient. Schön und preiswert sind Korbarbeiten, die am besten in den Markthallen von Lefkosia und Limassol gekauft werden. Von einem Ausflug in den Norden der Insel dürfen keine Andenken in den Süden zurückgebracht werden!

Duty Free

Einreise aus EU-Ländern

Bei unmittelbarer Einreise aus den anderen EU-Ländern (innergemeinschaftlicher Reiseverkehr; trifft nicht zu für die Kanarischen Inseln, außerdem nicht für die britischen Kanalinseln und nicht für Grönland) bestehen keine Beschränkungen/Formalitäten abgabenrechtlicher Art für das Reisegepäck und ausschließlich zu privaten Zwecken mitgeführte Waren. Ausgenommen sind verbotene Waren wie Drogen, Waffen usw. (Besonderheiten s.u.; für Waren zu gewerblichen Zwecken siehe Abschnitt "Geschäftsreisende").

Im EU-Mitgliedstaat eingekaufte, bereits versteuerte (sog. verbrauchssteuerpflichtige) Waren können von Privatpersonen (ohne nochmalige Besteuerung) problemlos mitgeführt werden, wenn sie ausschließlich für ihren Eigenbedarf, d.h. nicht zu gewerblichen/kommerziellen Zwecken, erworben wurden.

Für folgende Waren gilt als Richtmenge für den Eigenbedarf:

TABAKWAREN: 800 Zigaretten, 400 Zigarillos (Zigarren mit einem Stückgewicht von höchstens 3 g), 200 Zigarren, 1.000 g Rauchtabak;

ALKOHOLISCHE GETRÄNKE: 10 Liter Spirituosen, 20 Liter sog. Zwischenerzeugnisse (z.B. Campari, Port, Madeira, Sherry), 90 Liter Wein (davon höchstens 60 Liter Schaumwein), 110 Liter Bier.

Eine Überschreitung dieser Richtmengen ist im Einzelfall möglich, wenn nachgewiesen wird, dass auch die größere Menge ausschließlich für den privaten Eigenbedarf bestimmt ist.

Bei anderen mitgeführten, verbrauchssteuerpflichtigen Waren kann bei der Einreise nach bestimmten Kriterien (u.a. die Gründe für den Besitz, Beförderungsart, Unterlagen über die Menge der Waren) geprüft werden, ob sie ggf. zu gewerblichen Zwecken bestimmt sind.

KRAFTSTOFFE für Motorfahrzeuge, die nicht im Hauptbehälter des Fahrzeugs oder in einem geeigneten Reservebehälter mitgeführt werden, können ggf. erneut besteuert werden.

REISENDEN UNTER 18 JAHREN wird keine Steuerbefreiung für Spirituosen und Tabakwaren gewährt.

Einreise aus Drittländern

Bei der Einreise aus Nicht-EU-Ländern (Drittländern) ist die zum persönlichen Gebrauch während der Reise benötigte und zur Wiederausfuhr bestimmte Reiseausrüstung sowie der Reiseproviant von Eingangsabgaben befreit.

Ferner sind Waren, die Reisende gelegentlich und ausschließlich zum persönlichen Ge- oder Verbrauch, für ihren Haushalt oder als Geschenk in ihrem persönlichen Reisegepäck einführen, im Rahmen folgender Mengen und Wertgrenzen abgabenfrei:

200 Zigaretten oder 100 Zigarillos oder 50 Zigarren oder 250 g Tabak (nur von Erwachsenen);

1 Liter Spirituosen (Alkoholgehalt über 22 Prozent) und 4 Liter Wein (Alkoholgehalt bis zu 22 Prozent) (nur von Erwachsenen);

4 Liter Bier (nur von Erwachsenen);

eine der persönlichen Bedarf des Reisenden entsprechende Menge an Arzneimitteln;

Geschenke oder andere Waren (jedoch keinen Schmuck) im Gesamtwert bis zu 430 Euro für Flug- und Seereisende bzw. bis zu 300 Euro für Einreisende auf dem Landweg; für Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren beträgt der Freibetrag grundsätzlich 175 Euro.

AUSFUHRVERBOT: Die Ausfuhr von Antiquitäten ist grundsätzlich verboten. In Ausnahmefällen erteilt das Department of Antiquities in Lefkosia Genehmigungen. (Anschrift: Cyprus Museum, 1 Museum Avenue, Lefkosia, E-Mail: antiquitiesdept@da.mcw.gov.cy).

Klimainformationen

Klimatisch gehört Zypern zu den wärmsten Gebieten des Mittelmeerraums. Den größten Teil des Jahres hindurch scheint die Sonne - Zypern hat bis zu 320 Sonnentage Jahr - , von Mai bis September gibt es nur selten Regen. Juli und August sind die heißesten Monate mit maximalen Tagestemperaturen von ca. 33°C.

Winterliche Temperaturen unter dem Gefrierpunkt sind im Flachland eine Seltenheit, doch ist das Troodos-Gebirge einige Monate von Schnee bedeckt.

Beste Reisezeit

Am besten bereist man Zypern von April bis Oktober. Wer Hitze nicht gut verträgt, sollte jedoch die besonders heißen Monate Juli und August meiden.

Vorgeschriebene Impfungen

Keine.

Empfohlene Impfungen

Hepatitis A.

Informationen zur Malaria

Malaria

Keine.

Verbreitung

Zypern ist malaria-frei.

Ärztliche Hilfe

LEFKOSIA:Dr. Uta Papapetru (spricht Deutsch), 9 Penelopi Delta,, Lefkosia, Tel. (02) 245 56 30.

Währung

Währungseinheit

Währungseinheit: Euro (EUR)

1 Euro = 100 Cent.

Derzeitiger Kurs:

1 US-$ = ca. 0,87 EUR

Hinweise

Bei den unten aufgeführten Umrechnungskursen handelt es sich um Devisenkurse der Deutschen Bundesbank, die die Preisnotierung des Euro und des US-Dollar in der Währung des Reiselandes angibt. Mit Devisenkursen werden z.B. Rechnungen unterschiedlicher Währungen gegeneinander verrechnet. (Im Gegensatz zum Sortenkurs wird hier jedoch nicht der Wert angegeben, den man in Deutschland am Bankschalter für einen Euro oder US-Dollar erhält.)

Devisenbestimmungen/Umtausch

Einfuhr Fremdwährung: unbeschränkt

Einfuhr Landeswährung: unbeschränkt

Deklaration: Ja - schriftliche Deklaration bei Einreise nach Zypern aus Nicht-EU-Ländern sowie Ausreise aus Zypern in Nicht-EU-Länder ab einem Wert von 10.000 Euro (auch in anderen Währungen, Reiseschecks oder auf Dritte ausgestellte Schecks, Zahlungsanweisungen etc.). Bei Einreise aus EU-Ländern bzw. Ausreise in EU-Länder müssen Beträge erst ab 12.500 Euro (oder entsprechendem Gegenwert in anderen Währungen) schriftlich deklariert werden.

Ausfuhr Fremdwährung: in bar im Wert von maximal 3.000 Euro pro Person (dies bezieht sich auf den Gesamtwert von Landes- und Fremdwährung); siehe Deklaration.

Ausfuhr Landeswährung: in bar im Wert von maximal 3.000 Euro pro Person (dies bezieht sich auf den Gesamtwert von Landes- und Fremdwährung); siehe Deklaration.

Internationale Kreditkarten: Ja - Kreditkarten werden im Südteil der Insel in Geschäften, Restaurants, Supermärkten und Tankstellen akzeptiert. In Nordzypern werden die Karten weniger häufig akzeptiert, aber auch dort kann man in größeren Restaurants, Hotels und Autovermietungen ohne Probleme mit Kreditkarte bezahlen.

Geldautomat: Ja - Girocard (mit Maestro- oder V-Pay Logo) und Kreditkarten werden generell akzeptiert. Geldautomaten findet man in den meisten Städten und größeren Ortschaften der Insel. Reisende sollten sich vor Abreise bei ihrer Hausbank über eventuelle Beschränkungen bei der Bargeldbeschaffung mit der Girocard informieren.

Reiseschecks: Ja - Euro-Reiseschecks werden empfohlen und in größeren Städten akzeptiert. In kleineren Städten werden sie allerdings oftmals nicht akzeptiert.

Bitte beachten: Grundsätzlich ist die Akzeptanz von Reiseschecks weltweit rückläufig.

Auskunftstellen

Fremdenverkehrszentrale Zypern
Schillerstraße 31
60313
Frankfurt/M.
(0 69) 25 02 88
(0 69) 25 19 19
www.visitcyprus.org.cy
info@cto-fra.de

Fremdenverkehrszentrale Zypern

Regionalbüro Berlin
Kurfürstendamm 182
10707
Berlin
(0 30) 30 86 83 08
(0 30) 30 86 83 12
www.visitcyprus.org.cy
cto_berlin@t-online.de

Nordzypern Tourismus Zentrum
Joachimstaler Straße 10-12
10719
Berlin
(0 30) 88 92 94 85
(0 30) 88 92 94 84
www.visitcyprus.org.cy
info@nordzypern-touristik.de

Cyprus Tourism Organisation (CTO)

Head Office
Leoforos Lemesou 19
2112
Aglantzia Lefkosia /Zypern
(00357 22) 33 16 44
(00357 22) 69 11 00
www.cyprustourism.org
cytour@visitcyprus.com

Botschaften und Konsulate

Botschaft der Republik Zypern

mit Konsularabteilung
Kurfürstendamm 182
10707
Berlin
(0 30) 27 59 14 54
(0 30) 308 68 30
info@botschaft-zypern.de
Konsularabteilung Mo bis Fr 9-12 Uhr

Honorargeneralkonsulat der Republik Zypern
Paul-Ehrlich-Straße 27
60596
Frankfurt/Main
(0 69) 96 36 68 22
(0 69) 96 36 68 88
konsulat.zypern@cc-pr.com
Mo bis Fr 9.30-11.30 Uhr
(keine Visumerteilung)

Generalkonsulat der Republik Zypern
Rothenbaumchaussee 3
20148
Hamburg
(0 40) 410 72 46
(0 40) 410 74 97
cyconsulate-hamburg@t-online.de
Mo bis Fr 10-15 Uhr
(keine Visumerteilung)

Honorarkonsulat der Republik Zypern
Orleansplatz 3
81667
München
(0 89) 448 98 90
(0 89) 48 57 64
info@horn-muenchen.de
Mo bis Fr 9.30-12.30 Uhr
(keine Visumerteilung)

Embassy of the Federal Republic of Germany
Nikitaras Street 10
1080
Lefkosia
Embassy of the Federal Republic of Germany
P.O. Box 25705
1311 Lefkosia/Zypern
(00357) 22 66 56 94
(00357) 22 45 11 45
www.deutschebotschaft-nikosia.org.cy
info@nikosia.diplo.de
Amtsbezirk: Zypern

Ärztliche Hilfe

LEFKOSIA:Dr. Uta Papapetru (spricht Deutsch), 9 Penelopi Delta,, Lefkosia, Tel. (02) 245 56 30.

Sehenswertes

Lefkosia (Nikosia)

Die innere Grenze Zyperns verläuft mitten durch die Altstadt der Hauptstadt. Dennoch wurde versucht, die Fußgängerzone auf beiden Seiten attraktiv zu gestalten. Gassen voller Flair laden zum Bummeln ein. Sehenswert sind unter anderem das Leventis-Museum mit Exponaten zur Geschichte der Stadt und das Byzantinische Museum, das über die Entwicklung der Ikonenmalerei informiert und über 150 Ikonen ausstellt. Daneben findet man im Nationalmuseum kostbare archäologische Funde Zyperns, unter anderem 2.000 zum Teil lebensgroße Terrakottafiguren. Im nördlichen Teil Lefkosias hat man vom Minarett der Selimiye-Moschee (ehemalige Spohienkathedrale) einen schönen Überblick über die gesamte Stadt.

Limassol

Die zweitgrößte Stadt Zyperns ist bekannt durch lebenslustige Einwohner und Feste: Weinfest und Karneval. Die vielfach veränderte Burg ist die wichitigste Sehenswürdigkeit der Stadt.

Larnaca

Larnaca ist ein idealer Urlaubsstandort für alle, die einen schönen Sandstrand und gleichzeitig Stadtbummel mit Atmosphäre genießen wollen. Die Altstadt grenzt direkt an die breite Uferpromenade mit hohen Palmen und Straßencafés. Larnaca ist die drittgrößte Stadt Zyperns. Larnaca war schon im zweiten Jahrtausend v. Chr. eine bedeutende Siedlung. Im ersten Jahrhundert n. Chr. entstand hier eine christliche Gemeinde, deren erster Bischof der durch Christus von den Toten erweckte Lazarus gewesen sein soll. Im 18. und 19. Jahrhundert war Larnaca der wichtigste Handelshafen der Insel.

Ein Stadtspaziergang dauert circa eine Stunde. Im empfehlenswerten Pierides-Museum findet man in einer Privatsammlung Exponate, die Einblick in den Lebensstil um die Jahrhundertwende gewähren. Das große Volksfest zu Pfingsten ist Kataklysmos, an dem eine Woche lang gefeiert wird.

Paphos

Paphos ist eine Stadt, die in eine Oberstadt sowie eine Unterstadt geteilt ist. In der Unterstadt liegen die Ausgrabungsstätten. Nordwestlich des Hafens wurden in einer Ruinenstadt Mosaikbilder freigelegt, die zu den wichtigsten Sehenswürdikeiten Zypern gehören und als UNESCO-Weltkulturerbe eingestuft wurden. Besonders schön sind die Szenen im Haus des Dionysos, im Haus des Theseus oder im Haus des Aion. Zum Teil mischen sich hier Motive der griechischen Mythologie mit frühchristilichen Themen. Etwas abseits liegen die sogenannten Königsgräber. Einige der Gräber der Oberschicht imitieren Villen der Lebenden.

Famagusta

Famagusta hatte seine Blütezeit im 13. Jahrhundert als Drehscheibe des Handels zwischen Orient und Okzident. Viele christliche Gemeinschaften und reiche Kaufleute trugen zum Bau vieler Kichen bei. Famagusta liegt im Nordosten Zyperns und ist seit der Teilung der Insel stark verändert. Der Stadtteil Varosha, früher Standort vieler Hotels, ist unbewohnt und vom Militär kontrolliert. Hauptattraktion der fast unveränderten Altstadt sind die vielen sakralen Bauten sowie die Befestigungen. Dazu bietet sich den Urlaubern ein eher ruhiges Stadtbild und ausgedehnte Sandstrände im Norden der Stadt. In der nahen Ausgrabungsstätte Salamis wohnten zur Blütezeit bis zu 120.000 Menschen. Salamis wurde im siebten Jahrhundert aufgegeben. Die Sehenswürdigkeiten sind weit verstreut, bei Zeitmangel kann man sich auf das römische Gymnasium, die Termen und das Theater beschränken.

Girne

Vermutlich wurde die Stadt Kyrenia im heutigen Nordteil des Landes bereits im zehnten Jahrhundert v. Chr. gegründet. Die Festung der Stadt ist das am besten erhaltenen Kastell Zyperns.

Die nahe Bergfeste St. Hilarion gehört zu den schönsten Sehenswürdigkeiten Zyperns. Die Ritterburg scheint direkt aus den schroffen Kalkfelsen des Kyrenia-Gebirges zu wachsen. Am schönsten ist ein Besuch in der Vormittagsstimmung.

Die Abtei Bellapais wurde 1205 von Augustinermönchen gegründet. Im Stil der nordfranzösischen Gotik fügt sich der Konvent gut in die von Olibvenhainen, Zypressen und Dattelpalmen geprägte Umgebung ein.

Agia Napa

Diese Region gehört in der Hauptsaison zu den meistbesuchten Gebieten Zyperns - dank ausgedehnter Sandstrände. In Agia Napa hat sich nach der Teilung Zyperns das wichtigste Hotelzentrum Zyperns aufgebaut. Der gesamte Ort lebt inzwischen vom Fremdenverkehr und ist vollständig auf die Vergnügungen der Urlauber eingestellt. Inmitten des Ortes steht das Kloster, in dem eine beschauliche ökumenische Begegnungsstätte eingerichtet wurde.

Tróohdhos-Gebirge

Das Tróodhos-Gebirge ist weder ein wildes noch ein liebliches Gebirge. Der Wald ist dicht, die Straßen sind gut, die Hänge sind schroff, das Land einsam, die Dörfer weit entfernt. Uralte Klöster verstecken sich unter mächtigen Scheunendächern. Die Fresken dieser verborgenen Schätze strahlen in überwältigenden Farben. Viele der winzigen Dörfer des Gebirges gehören zum UNESCO-Weltkulturerbe. Im Winter können einige Straßen wegen Schneefalls, Erdrutschgefahren und reißenden Bächen gesperrt sein. Ideal ist eine Fahrt ins Gebirge im Sommer, da es hier selten über 30 Grad Celsius warm wird. Gerade wegen der milden Temperaturen im Sommer ist das Gebirge zum Wandern gut geeignet. Der Ort Pedhulás ist ein guter Ausgangspunkt für Wanderungen. Die Fremdenverkehrszentrale Zypern hält einen Wanderführer bereit.

Die Anlage des Klosters Kýkko vermittelt einen guten Eindruck eines lebendigen orthodoxen Konventes, kunstgeschichtliche Besonderheiten dürfen allerdings nicht erwartet werden. Bemerkenswert ist eine Marien-Ikone, die der Evangelist Lukas selber gemalt haben soll. Kýkko ist das reichste Kloster Zyperns und ist Ziel vieler Touristen. Auch Bustouren werden in Kýkko gerne gesehen - man ist entspechend auf Andrang vorbereitet mit Restaurants, Parkplätzen und Andenkenläden. Oberhalb des Klosters liegt, gut zu Fuß erreichbar, die Ruhestätte Makários III. (Präsident Zyperns, Erzbischof der Insel, zeitweise Mönch von Kýkko). Kurz vor dem Grab hängen in den Bäumen Stofffetzen links und rechts des Fußweges, die Zeichen der Trauer und der Verehrung für den Verstorbenen sind.

Reisehinweise

In den Sommermonaten kommt es auf Zypern aufgrund der vorherrschenden klimatischen Bedingungen immer wieder zu Busch- und Waldbränden. Reisende sollten auf entsprechende Meldungen in den Medien und ggf. Hinweise der lokalen Behörden achten.

Die Republik Zypern ist seit dem 1. Mai 2004 Mitgliedsstaat der EU, jedoch existieren weiterhin zwei Teile. Die Trennlinie zwischen Nordzypern und Südzypern, die sogenannte Pufferzone, wird von UN-Einheiten kontrolliert. Sie ist militärisches Sperrgebiet und außerdem teilweise vermint. Als Reisender sollte man sehr vorsichtig sein, wenn man in die Nähe dieser Demarkationslinie gelangt. Die seeseitige Verlängerung der Grenze sollte weder schwimmend noch mit Booten passiert werden. Der Nordteil der Insel wird nur von der Türkei als eigenständiger Staat anerkannt. Die international anerkannte Republik Zypern übt die tatsächliche Kontrolle nur im südlichen Teil aus.

Weitere Informationen zur Sicherheitssituation im Reiseland sind auf den Internetseiten des Auswärtigen Amts zu finden.

Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen

FOTOGRAFIEREN: Auf der gesamten Insel gilt ein Fotografierverbot für militärische Einrichtungen. Ihre Beschilderung ist leider nicht immer gut sichtbar.

DROGEN: Bereits der Besitz kleinster Drogenmengen genügt, um sich strafbar zu machen.

RAUCHEN: In öffentlichen Gebäuden, Transportmitteln wie Taxis oder Busse, ist das Rauchen verboten. Bei Verstoß gegen das Gesetz sind Bußgelder zu zahlen.

SPERR-NOTRUF: Deutsche können ihre Girocards, Kreditkarten, Handys und einige andere elektronische Berechtigungen über die Sperr-Notruf-Nummer ++49 116 116 (aus dem Ausland neben ++49 116 116 auch ++49 30 4050 4050 wählbar) rund um die Uhr sperren lassen. Der Anrufer wird mit den Herausgebern der jeweiligen Medien verbunden, sofern diese sich dem Sperr-Notruf angeschlossen haben. Eine Liste der angeschlossenen Herausgeber ist im Internet unter www.sperr-notruf.de zu finden.

Ebenso ist es möglich, die Online-Ausweisfunktion (elektronischer Identitätsnachweis - eID) des neuen Personalausweises unter den oben genannten Nummern sowie unter 0180 1 333 333 (Bürgerservice des Bundesinnenministeriums) sperren zu lassen.

Türkei

Landesdaten

Lage

Die Republik Türkei liegt mit etwa drei Prozent ihres Staatsgebietes in Europa und mit etwa 97 Prozent in Kleinasien. Sie grenzt im Norden an das Schwarze Meer, im Nordosten an Georgien und Armenien, im Osten an den Iran, im Süden an den Irak, an Syrien und an das Mittelmeer, im Westen an das Ägäische Meer und Griechenland und im Nordwesten an Bulgarien.

Fläche: 779.452 km².

Verwaltungsstruktur: 81 Provinzen (iller).

Einwohner

Bevölkerung: ca. 76 Millionen

Städte:

Ankara (Hauptstadt) ca. 4,4 Millionen

Istanbul ca. 13,1 Millionen

Izmir ca. 3,3 Millionen

Bursa ca. 1,9 Millionen

Adana ca. 1,6 Millionen

Gaziantep ca. 1,3 Millionen

Konya ca. 1 Million

Antalya ca. 1 Million

Kayseri ca. 950.000

(obige Zahlen gelten nur für die Städte, nicht für die gleichnamige Provinz)

Sprache

Die Amtssprache ist Türkisch. Im Südosten des Landes wird teilweise kurdisch gesprochen, außerdem hört man mitunter Arabisch, Griechisch und Armenisch. In Städten und Touristenorten wird oft Deutsch gesprochen, daneben auch Englisch und Französisch.

Zeitverschiebung

Mitteleuropäische Zeit (MEZ) +2 Stunden.

Während der europäischen Sommerzeit beträgt der Zeitunterschied +1 Stunde.

Telefon/Post

Post

Die Postämter haben ein gelbes Schild mit der Aufschrift PTT. Luftpostsendungen nach Mittel- und Nordeuropa benötigen in der Regel drei Tage. Postlagernde Sendungen händigt das jeweilige Hauptpostamt gegen Vorlage des Personalausweises oder des Reisepasses aus.

Telefon

Die Vorwahl von Deutschland, Österreich und der Schweiz in die Türkei ist 0090, von der Türkei nach Deutschland wählt man 0049, nach Österreich 0043 und in die Schweiz 0041, danach entfällt jeweils die 0 der Ortsvorwahl.

Telefonate können im Selbstwählferndienst von öffentlichen Telefonen oder von einer Kabine im Postamt aus geführt werden. Kartentelefone sind weit verbreitet, Telefonkarten sind in allen Postämtern sowie den meisten Zeitungskiosken erhältlich, daneben gibt es auch Telefonmünzen, sogenannte "Jetons".

Fast alle Postämter und viele Hotels bieten einen Fax-Dienst an.

NOTRUFNUMMERN: Polizei 155, Unfallrettung 112, Feuerwehr 110.

Mobilfunk

Netztechnik: GSM 900 oder GSM 1800.

Derzeit gibt es Roamingverträge mit Anbietern in der Türkei von E-Plus, O2, Telekom Deutschland und Vodafone.

Internet

Länderkürzel: .tr

Internetcafés sind allen größeren Städten vorhanden, ihre Zahl wächst ständig.

Feiertage

1. Januar (Neujahr), 23. April (Unabhängigkeits- und Kindertag), 1. Mai (Tag der Arbeit), 19. Mai (Gedenken an Atatürk sowie Jugend- und Sporttag), 30. August (Siegesfest), 28. und 29. Oktober (Republikfest).

Islamische Feiertage  (Verschiebungen um einen Tag, in seltenen Fällen zwei Tage, sind möglich!): 5. bis 7. Juni (Fastenbrechen am Ende des Ramadan), 11. bis 14. August (Opferfest).

Der Ramadan dauert im Jahr 2019 vom 6. Mai bis zum 3. Juni (die Daten können je nach Land um einen oder zwei Tage abweichen).

Wöchentlicher Ruhetag ist der Sonntag.

Während des Ramadan, des islamischen Fastenmonats, kann das Geschäftsleben eingeschränkt sein.

Die Hauptferienzeit geht von Mitte Juni bis Anfang September.

Öffnungszeiten

Banken: Mo bis Fr 8.30/9-18 Uhr (geöffnet für Kunden bis 16.30/17/17.30 Uhr), Mittagspause 12/12.30-13.30 Uhr, einige Filialen haben durchgehend geöffnet;

Behörden: Mo bis Fr 8.30/9-17 Uhr (persönliche Sprechzeiten bis 15.30/16 Uhr), Mittagspause 12.30-13 Uhr;

Büros: Mo bis Fr 9-12, 13-17 Uhr;

Geschäfte: Kleine Geschäfte sieben Tage durchgehend 8/9 Uhr bis 21/22 Uhr; Einkaufszentren und Shopping Malls sieben Tage durchgehend 10-22 Uhr;

Post: Mo bis Fr 8-12, 13-17 Uhr. In den größeren Städten und in manchen Touristenzentren sind Postämter für Teilbereiche (z.B. Telefon) auch bis 24 Uhr und So 9-19 Uhr geöffnet.

Kleidung

Im Sommer ist leichte Sommerkleidung ausreichend. Für die Abendstunden sollte man aber auch wärmere Sachen dabeihaben. Im Winter werden warme Kleidung, ein Wintermantel sowie festes Schuhwerk und Gummistiefel benötigt. Wichtig sind außerdem eine gute Sonnenbrille sowie ein Regenschutz für das ganze Jahr mit Ausnahme der Monate Juni bis September.

Legere Kleidung wird überall akzeptiert. Badekleidung und ähnliches gehört jedoch in die Ferienanlagen und an den Strand.

Geschichte/Politik

Bereits von 1900 bis 1200 v. Chr. entwickelte sich in Anatolien die erste Hochkultur des Landes. Im neunten und achten Jahrhundert v. Chr. errichteten die Phryger ein Königreich, das in Anatolien zu einer Vormachtstellung gelangte. Von der Mitte des sechsten Jahrhundert bis zum Jahr 333 v. Chr. gehörte der Großteil Kleinasiens, einschließlich Anatoliens, zum Perserreich. Dann wurde es vom Reich Alexanders des Großen abgelöst. Im zweiten und ersten Jahrhundert v. Chr. drangen die Römer nach Kleinasien ein. Nach der Teilung des Römischen Reiches im vierten Jahrhundert n. Chr. wurde Kleinasien Teil des Oströmischen Reiches (Byzantinisches Reich). Im elften Jahrhundert siegten die türkischen Seldschuken über die Byzantiner. Das Osmanische Reich, das im 14. Jahrhundert entstand, griff rasch auf Europa über. Stationen waren 1389 die Schlacht auf dem Amselfeld gegen die vereinigten Balkanfürsten, 1453 die Eroberung Konstantinopels, 1529 die vergebliche Belagerung Wiens und dann der allmähliche Rückzug, der bis ins 20. Jahrhundert dauerte. Seit 1883 wurde die türkische Armee von deutschen Offizieren ausgebildet. 1908 fand die Verschwörung der Jungtürken statt, die Sultan Abd ül Hamid II zur Anerkennung der 1876 erlassenen Verfassung zwang. Im Ersten Weltkrieg kämpfte die Türkei auf deutsch/österreichischer Seite. Als Folge des Krieges wurde das ehemalige Weltreich auf Kleinasien und Istanbul reduziert.

Nach Abschaffung des Sultanats proklamierte Mustafa Kemal (Atatürk) 1923 die Republik. Ankara wurde zur Hauptstadt ernannt. Kemal nahm grundlegende Reformen in Angriff, wie die Trennung von Staat und Religion, das westeuropäische Rechtssystem oder die rechtliche Gleichstellung der Frau. Nach dem Tod Atatürks 1939 setzte ein Demokratisierungsprozess ein. Im Zweiten Weltkrieg blieb die Türkei neutral. Nach dem Krieg schloss sich die Türkei dem westlichen Bündnissystem an und trat der NATO bei. Durch mehrere Phasen von Militärdiktaturen unterbrochen (1960/61, 1971-1973, 1980-1982) setzte sich der Demokratisierungsprozess in der Türkei fort.

Wirtschaft

Die meisten Erwerbstätigen arbeiten in der Landwirtschaft. Exportiert werden in erster Linie Tabak und Baumwolle, aber auch Weizen, Zitrusfrüchte, Oliven. Die Türkei verfügt über viele Bodenschätze, auch die Erdölförderung mit einer eigenen Raffinerie spielt eine große Rolle.

Der Hauptdevisenbringer ist der Tourismus, der enorme Zuwachsraten zu verzeichnen hat.

Religion

99 Prozent der Bevölkerung bekennen sich zum Islam. Die Mehrzahl sind Sunniten. Im Südosten des Landes lebt eine große Anzahl von Schiiten. Sehr geringe Anteile haben das Christen- und Judentum.

Vegetation

In Ostthrakien und Westanatolien ist Mittelmeervegetation charakteristisch. Landeinwärts geht sie in einen lichten Kiefern- und Eichenwald über. In Inneranatolien dominiert eine karge Steppenvegetation. Die Gebirge sind weitgehend bewaldet, im Taurus z.B. mit Schwarzkiefern, Zedern, Eichen und Wacholder, im Pontischen Gebirge mit Buchen und Eichen sowie Wacholder.

Tierwelt

Wölfe, Füchse, Wildkatzen, Hyänen, Schakale, Rotwild, Bären, Marder und Bergziegen kommen in entlegeneren Gegenden vor. Neben zahlreichen einheimischen Vogelarten wie Wildgänsen, Rebhühnern und Wachteln gibt es am Bosporus Raubvögel, u. a. Adler, Bussarde und verschiedene Falkenarten. Im Meer werden Bonitos (eine Thunfischart), Makrelen und Barsche, im Schwarzen Meer vor allem Anchovis gefangen.

Kulinarisches

In der Türkei gibt es eine reiche Auswahl an Suppen, Vorspeisen, Gemüse und Fleischgerichten, nicht zu vergessen die Mehlspeisen, Salate und Süßspeisen. Die Restaurants sind meist rund um die Uhr geöffnet.

Die türkischen Vorspeisen ("mezeler") sind ein Gedicht. Auswahl und Präsentation laden zu immer wieder neuem Probieren ein. Angenehm, dass es nicht verpönt ist, nach ausgiebigem Vorspeisengenuss direkt zum Nachtisch ("tathlar") überzugehen.

Vor oder auch nach dem Essen wird "raki" serviert, ein Anisschnaps, der meist mit eiskaltem Wasser verdünnt getrunken wird (und der später auf dem Markt erstanden ein für Türkei-Liebhaber ideales Mitbringsel darstellt).

Sitten und Gebräuche

Türkische Bäder ("hamam") können ohne weiteres auch von Touristen besucht werden. Die notwendigen Ausstattungen (Badeschuhe, Shampoo, Rubbelhandschuh) können in jedem Bad auch geliehen werden. In türkischen Bädern baden Frauen und Männer zu getrennten Zeiten oder in getrennten Abteilungen. Fast völlig entkleidet, mit Badeschuhen ausgestattet, kann auch der Tourist die wohlige Atmosphäre im "hamam" genießen. Nach dem Bad kommt der Bademeister oder die Bademeisterin zum Rubbeln und Massieren. Nach dieser angenehmen Körperpflege - es gehört zum Prinzip des Bades, dass sich der Besucher verwöhnen lässt, hat der Tourist viel von der orientalischen Badekultur gelernt. Moderne Hotelanlagen bieten meist ebenfalls ein "türkisches Bad", in dem jedoch Männer und Frauen gemeinsam baden - es hat mit einem echten "hamam" wenig gemeinsam.

Souvenirs

In einem Bazar kann man neben allen Konsumgütern auch handwerkliche Arbeiten und Gebrauchsgegenstände finden. Zu den beliebten Kaufobjekten gehören Teppiche, Silberwaren, Schmuck und Lederwaren. Brillengestelle namhafter Firmen sind ebenso günstig wie Jeans, T-Shirts oder andere Baumwollprodukte. Handgeknüpfte Teppiche sind in türkischen Wohnungen echte Schmuckstücke, die selbstverständlich nie mit Schuhen betreten werden. Sie dienen auf dem Boden als Sitzgelegenheit für Gäste, die in türkischen Häusern immer willkommen sind. Ein typisches Andenken ist auch das "tavla" (Backgammon)-Spiel. Schöne Holzkästen lassen sich erwerben. Es gibt sehr schönen Gold- und Silberschmucke. Die Preise orientieren sich am Tagespreis für Gold bzw. Silber. Da für die Verarbeitung nur wenig berechnet wird, ist der Schmuck deutlich günstiger als in Deutschland. Es fehlt oft der in der Türkei nicht obligatorische Goldstempel.

Klimainformationen

Auf Grund der geografischen Lage hat die Türkei kein einheitliches Klima.

Istanbul hat gemäßigtes Klima; heiße Sommer (gelegentlich bis 40°C), jedoch weht ständig ein frischer Wind vom Meer her. Die durchschnittliche Temperatur während der heißesten Monate Juli und August beträgt 28-30°C. Im Winter fällt das Thermometer hier fast nie unter 4°C, es ist nasskalt.

Entlang der türkischen Riviera (von Antalya bis Iskenderun) herrscht fast das ganze Jahr über subtropisches Klima. Im Sommer ist die durchschnittliche Temperatur etwa 30°C, im Winter 12 bis 15°C.

Das Landesinnere (Hochland von Anatolien und Thrakien) hat ein ausgesprochen kontinentales Klima: heiße Sommer (bis 40°C), kalte Winter (bis minus 28°C). Im Winter liegt oft länger als drei Monate Schnee. In Ankara beträgt die durchschnittliche Temperatur im Sommer 23°C, im Winter minus 5°C.

Beste Reisezeit

Frühling und Herbst.

Vorgeschriebene Impfungen

Keine.

Empfohlene Impfungen

Hepatitis A, zusätzlich für Individualreisende Typhus.

Informationen zur Malaria

Malaria

Risiko nur regional, dort allgemeine SCHUTZMASSNAHMEN.

- In den Abend- und Nachtstunden im Freien möglichst helle langärmelige Kleidung und lange Hosen tragen.

- Unbedeckte Hautstellen mit einem mückenabwehrenden Mittel einreiben.

- In klimatisierten Räumen Türen und Fenster geschlossen halten.

- Wenn Moskitos in den Schlafraum gelangen können, unbedingt ein intaktes Moskitonetz verwenden. Es ist darauf zu achten, dass es allseits unter die Matratze geschlagen wird.

- Abends im Schlafraum ein Insektenvertilgungsmittel sprühen.

Große Touristenorte an der Küste sind malaria-frei.

Verbreitung

Die bekannten Touristenorte an der Mittelmeerküste sind malaria-frei.

Ein geringes Malariarisiko besteht von März bis November in den tiefergelegenen, von Touristen selten besuchten Regionen im Süd-Osten des Landes (Grenzgebiet zu Syrien).

Ärztliche Hilfe

ISTANBUL: Dr. Roxane Berjaoui (spricht Englisch), Turquie Assistance, Istanbul, Tel. (0212) 53 27 95 19 19;

ANKARA:Dr. Suat Erseven, Capitol Medical Services (CMS), Ankara, Tel. (0312) 447 37 60, 446 16 07.

Währung

Währungseinheit

Währungseinheit: Türkische Lira (TRY)

Derzeitiger Kurs:

1 Euro = ca. 5,88 TRY

1 US-$ = ca. 5,17 TRY

Hinweise

Bei den unten aufgeführten Umrechnungskursen handelt es sich um Devisenkurse der Deutschen Bundesbank, die die Preisnotierung des Euro und des US-Dollar in der Währung des Reiselandes angibt. Mit Devisenkursen werden z.B. Rechnungen unterschiedlicher Währungen gegeneinander verrechnet. (Im Gegensatz zum Sortenkurs wird hier jedoch nicht der Wert angegeben, den man in Deutschland am Bankschalter für einen Euro oder US-Dollar erhält.)

Devisenbestimmungen/Umtausch

Einfuhr Fremdwährung: unbeschränkt

Einfuhr Landeswährung: unbeschränkt

Deklaration: Ja - bei der Einfuhr von Fremd- oder Landeswährung im Gegenwert von über 5.000 US-$.

Ausfuhr Fremdwährung: bis zum Gegenwert von 5.000 US-$ (einschließlich Landeswährung) bzw. in Höhe der deklarierten Einfuhr.

Ausfuhr Landeswährung: bis zum Gegenwert von 5.000 US-$ (einschießlich Fremdwährung) bzw. in Höhe der deklarierten Einfuhr.

Umtausch: Es ist ratsam, größere Geldbeträge erst in der Türkei umzutauschen. Es ist mit ständigen Geldabwertungen zu rechnen.

Alle Umtausch- und Einkaufsbelege müssen als Nachweis für den legalen Umtausch aufbewahrt werden.

Internationale Kreditkarten: Ja - werden von großen Hotels, verschiedenen Geschäften, internationalen Autovermietern und teilweise an Tankstellen akzeptiert. Auch mit der EC-/Maestrokarte kann bei vielen Händlern und Dienstleistungsunternehmen und an den Tankstellen der internationalen Ketten bezahlt werden. In den meisten Fällen muss man dazu zusätzlich den Reisepass oder Personalausweis vorlegen. Unter Angabe der PIN kann man mit der Kreditkarte außerdem Geld bei Banken oder an entsprechend gekennzeichneten Automaten Bargeld abheben.

Geldautomat: Ja - Mit Kreditkarte oder Girocard (mit Maestro-Logo) kann in Verbindung mit der PIN an Geldautomaten problemlos Geld abgehoben werden. Reisende sollten sich vor Abreise bei ihrer Hausbank über eventuelle Beschränkungen bei der Bargeldbeschaffung mit der Girocard informieren.

Auskunftstellen

Türkische Botschaft

Abteilung für Tourismus und Information
Tiergartenstr. 19-21
10785
Berlin
(0 30) 214 39 52
(0 30) 214 37 52, 214 38 52
info@tuerkeifasziniert.de
nur allgemeine Tourismusinformationen

Türkisches Generalkonsulat

Abteilung für Tourismus und Information
Baseler Straße 37
60329
Frankfurt/M.
(0 69) 23 27 51
(0 69) 23 30 81, 23 56 03
info@tuerkei-tourismus-kultur.de
nur allgemeine Tourismusinformationen

Türkisches Generalkonsulat

Abteilung für Tourismus und Information
Karlsplatz 3/1
80335
München
(0 89) 178 56 60
(0 89) 17 80 31 32, 17 80 31 86
nur allgemeine Tourismusinformationen

Deutsch-Türkische Industrie- und Handelskammer

(Alman-Türk Ticaret ve Sanayi Odasi)
Yeniköy Cad. No. 88
34457
Tarabaya - Istanbul -Ortaköy
(0090 212) 363 05 60
(0090 212) 363 05 00
info@dtr-ihk.de
Mo bis Fr 8-17 Uhr

Ministerium für Kultur und Tourismus
Atatürk Bulvari No. 29
06050
Ankara
(0090 312) 212 83 00, 312 43 59
(0090 312) 309 08 50
Mo bis Fr 8-17 Uhr

Botschaften und Konsulate

In Deutschland

KÖLN siehe Hürth

Türkisches Generalkonsulat
An der Karlsschanze 7
55131
Mainz
(0 61 31) 83 51 19
(0 61 31) 98 26 00, 982 60 11
konsulat.mainz@mfa.gov.tr
Mo bis Fr 8.30-11.30 Uhr

Türkisches Generalkonsulat
Menzinger Straße 3
80638
München
(0 89) 178 56 60
(0 89) 178 03 10
konsulat.muenchen@mfa.gov.tr
für Visa-Angelegenheiten Di, Mi, Do 13-16 Uhr
(nur Reg.-Bez. Schwaben, Ober- und Niederbayern)

Türkisches Generalkonsulat
Lotharingerstraße 25-27
48147
Münster
(02 51) 4 33 27
(02 51) 41 47 00
konsulat.muenster@mfa.gov.tr
Botschaft: Mo bis Fr 8.30-12.30 Uhr

Visa-Abteilung Mo bis Fr 14-15.30 Uhr


(nur Reg.-Bez. Münster und Detmold)

Türkisches Generalkonsulat
Regensburger Straße 69
90478
Nürnberg
(09 11) 46 89 62
(09 11) 94 67 60
konsulat.nuernberg@mfa.gov.tr
Visa-Abteilung Mo bis Fr 8.30-16.30 Uhr (Wartenummern werden nur zwischen 8.30 und 12 Uhr vergeben)
(nur Reg.-Bez. Unter-, Mittel- und Oberfranken sowie Oberpfalz)

Honorarkonsulat der Republik Türkei
Dechbettener Straße 10
93049
Regensburg
(09 41) 5 77 70
(09 41) 78 03 66 20
cc@archhu.de
Mo bis Do 8-17.30 Uhr, Fr 8-14 Uhr
(keine Visumerteilung)
(nur die Reg.-Bez. Oberfranken und Oberpfalz)

Türkisches Generalkonsulat
Kerner Str. 19b
70182
Stuttgart
(07 11) 262 21 02, 46 89 62
(07 11) 16 66 70
www.tuerkischebotschaft.de; www.mfa.gov.tr
konsulat.stuttgart@mfa.gov.tr
Botschaft: Mo bis Fr 8.30-12.30 Uhr

Visa-Abteilung: Di bis Do 8.30-12.30 Uhr und nach telefon. Vereinbarung
(nur Reg.-Bez. Stuttgart und Tübingen)

Almanya Federal Cumhuriyeti Büyükelçiliôi
114 Atatürk Bulvari
06680
Ankara -Kavaklidere
Almanya Federal Cumhuriyeti Büyükelçiliôi
Posta Kutusu 54
06552 Çankaya-Ankara/Türkei
(0090 312) 455 53 37
(0090 312) 455 51 00
www.germanembassyank.com; www.ankara.diplo.de

Almanya Federal Cumhuriyeti Muavin Konsoloslugu
Çaglayan Mah. Barinaklar Bulv.No: 54
07235
Antalya
Almanya Federal Cumhuriyeti Muavin Konsoloslugu
PK: 12
07230 Antalya/Türkei
(0090 242) 321 69 14
(0090 242) 314 11 01/02
Amtsbezirk: Antalya, Burdur, Isparta

Almanya Federal Cumhuriyeti Fahri Konsolosu
Kanuni Sultan Süleyman Caddesi No. 15
48400
Bitez-Bodrum-Mugla /Türkei
(0090 252) 363 86 94
(0090 252) 363 92 85, 363 82 87
Amtsbezirk: Vilayet (Provinz) Mugla

Übergeordnete Auslandsvertretung: Generalkonsulat Izmir

Almanya Federal Cumhuriyeti Fahri Konsolosu
Baglarbasi Mah. 1. Sedir Sok. No: 10

Evke ONYX Is Merkezi, Kat.4 D: 27
Osmangazi Bursa/Türkei
(0090 224) 244 61 99, 222 35 97
(0090 224) 222 20 97, 221 00 99
Amtsbezirk: Vilayets (Regierungsbezirke) Bursa, Balikesir, Bilecik, Canakkale und Eskisehir

Übergeordnete Auslandsvertretung: Generalkonsulat Istanbul

Almanya Federal Cumhuriyeti Fahri Konsolosu
Balikpazari Caddesi of Sitesi

C-Blok Daire 2

Kaleici
22020
Edirne /Türkei
(0090 284) 224 52 85
(0090 284) 213 55 63
Amtsbezirk: Vilayets (Provinzen) Edirne, Kirklareli und Tekirdag

Übergeordnete Auslandsvertretung: Generalkonsulat Istanbul

Almanya Federal Cumhuriyeti Fahri Konsolosu
Organize Sanayi Bölgesi

20 No'lu Caddesi No. 10
Baspinar - Sehitkamil - Gaziantep /Türkei
(0090 342) 337 52 27
(0090 342) 337 52 25
Amtsbezirk: Gaziantep, Sanliurfa, Kahramanmaras, Adiyaman, Kilis

Übergeordnete Auslandsvertretung: Botschaft Ankara

Almanya Federal Cumhuriyeti Bafikonsolosluôu
Inönü Caddesi 10
34437
Gümüssuyu-Istanbul
Almanya Federal Cumhuriyeti Bafikonsolosluôu
Posta Kutusu 6
34431 Istanbul-Beyoglu/Türkei
(0090 212) 249 99 20
(0090 212) 334 61 00
www.deutschesgeneralkonsulat-istanbul.org.tr

Almanya Federal Cumhuriyeti Baskonsolosluôu
Izmir Korutürk Mah., Havuzbasi Sokak 1
35330
Balcova-Izmir
Almanya Federal Cumhuriyeti Baskonsoloslugu
Posta Kutusu 156
35212 Izmir/Türkei
(0090 232) 488 88 74
(0090 232) 488 88 88
Amtsbezirk: Vilayets (Provinzen) Afyon, Antalya, Aydin, Burdur, Denizli, Isparta, Izmir, Kütahya, Manisa, Mugla, Usak

Almanya Federal Cumhuriyeti Fahri Konsolosu

Organize Sanayi Bölgesi
Organize Sanayi Bölgesi, Fatih Sultan Mehmet Bulvari No: 270, Inecik
38070
Malikgazi-Kayseri /Türkei
(0090 352) 321 34 84
(0090 352) 321 34 74
Amtsbezirk: Vilayets (Provinzen) Aksaray, Kayseri, Malatya, Nigde, Nevsehir, Sivas, Tokat, Yozgat

Übergeordnete Auslandsvertretung: Botschaft Ankara

Almanya Federal Cumhuriyeti Fahri Konsolosu
Gazipasa Caddesi

Saruhan Ishani Kat 1
Trabzon /Türkei
(0090 462) 323 28 27
(0090 462) 323 08 24
Amtsbezirk: Vilayets (Regierungsbezirke) Trabzon, Artvin, Bayburt, Rize, Erzincan, Gümüshane und Giresun

Übergeordnete Auslandsvertretung: Generalkonsulat Istanbul

Botschaft der Türkischen Republik
Tiergartenstraße 19-21
10785
Berlin
(0 30) 27 59 10 27
(0 30) 27 58 50
www.tuerkischebotschaft.de
botschaft.berlin@mfa.gov.tr
Mo bis Fr 8.45 - 12.45, 13.45 17.45 Uhr
(Visa-Erteilung nur in Diplomaten-, Dienst- und Spezialpässe)

Türkisches Generalkonsulat
Heerstraße 21
14052
Berlin
(0 30) 893 18 98
(0 30) 89 68 02 11, 89 68 02 42
konsulat.berlin@mfa.gov.tr
Botschaft Mo bis Fr 9-13 Uhr

Visa-Abteilung Mo bis Fr 13-14 Uhr

Türkisches Generalkonsulat
Cecilienallee 41
40474
Düsseldorf
(02 11) 454 78 22
(02 11) 45 47 80
www.tuerkischebotschaft.de
konsulat.duesseldorf@mfa.gov.tr
Mo bis Fr 8.30-12.30 Uhr, telefonische Auskünfte Mo bis Fr 14.30-17 Uhr
(nur Reg.-Bez. Düsseldorf mit Ausnahme der Städte Essen und Mühlheim)

Türkisches Generalkonsulat
Zehnthof 55
45307
Essen
(02 01) 42 38 67
(02 01) 84 21 60
konsulat.essen@mfa.gov.tr
Botschaft: Mo bis Fr 8.30-11.30 Uhr

Visa-Abteilung: 14.30-16.00 Uhr
(nur Reg.-Bez. Arnsberg sowie die Städte Essen und Mülheim des Reg.-Bez. Düsseldorf)

Türkisches Generalkonsulat
Kennedyallee 115-117
60596
Frankfurt/M.
(0 69) 70 90 32
(0 69) 77 29 42
konsulat.frankfurt@mfa.gov.tr
für Visa-Angelegenheiten Mo bis Fr 9-13 Uhr, 13.30-14.30 Uhr (Wartenummern werden nur zwischen 7.30 und 10.30 vergeben);

für türk. Staatsangehörige Mo bis Fr 8-10.30 Uhr

Türkisches Generalkonsulat
Tesdorpfstraße 18
20148
Hamburg
(0 40) 44 52 58
(0 40) 448 03 30
konsulat.hamburg@mfa.gov.tr
für Visa-Angelegenheiten Mo bis Fr 8.30-12 Uhr;

für türk. Staatsangehörige Mo bis Fr 8.30-12 Uhr

Türkisches Generalkonsulat
An der Christuskirche 3
30167
Hannover
(05 11) 1 77 00
(05 11) 76 86 50
konsulat.hannover@mfa.gov.tr
Mo bis Fr 8.30-12 Uhr, telefonische Auskünfte Mo bis Fr 14.30-16.30 Uhr

Türkisches Generalkonsulat
Luxemburger Straße 285
50354
Köln-Hürth
(0 22 33) 7 55 72
(0 22 33) 97 41 80
konsulat.koeln@mfa.gov.tr
für Visa-Angelegenheiten Mo und Fr 8.30-12.30 Uhr;

für türk. Staatsangehörige Mo bis Fr 8.30-12.30 Uhr
(nur Reg.-Bez. Köln)

Türkisches Generalkonsulat
Rintheimer Straße 82
76131
Karlsruhe
(07 21) 85 60 13
(07 21) 98 44 00, 984 40 10/11
konsulat.karlsruhe@mfa.gov.tr
Mo bis Fr 8.30-11.30 Uhr, außerdem telefonisch erreichbar Mo bis Fr 14.30-17 Uhr, Visumbeantragung Mo bis Fr 8.30-11.30 Uhr
(nur Reg.-Bez. Freiburg und Karlsruhe)

Ärztliche Hilfe

ISTANBUL: Dr. Roxane Berjaoui (spricht Englisch), Turquie Assistance, Istanbul, Tel. (0212) 53 27 95 19 19;

ANKARA:Dr. Suat Erseven, Capitol Medical Services (CMS), Ankara, Tel. (0312) 447 37 60, 446 16 07.

Sehenswertes

Istanbul

Eine Städtereise nach Istanbul führt in eine lange und reiche Vergangenheit, war doch die Stadt, die Europa und Asien verbindet, Hauptstadt dreier Weltreiche: des Römischen Reiches (Byzanz), des Byzantinischen Reiches (Konstantinopel) und des Osmanischen Reiches (Istanbul). Als einzige Stadt auf unserem Globus erstreckt sie sich über zwei Kontinente. Aus dem Stadtbild ist heute besonders die osmanische Zeit nicht mehr wegzudenken. Die Silhouette der Stadt ist durch Kuppeln und Minarette bestimmt. Daneben zeigt sich aber auch die Widersprüchlichkeit Istanbuls. Herrscht im Stadtteil Fatih ein traditionell orientalisches Leben, zeigen die modernen Shopping Malls eher das Bild einer westlichen Stadt.

Istanbul hat zahlreiche, höchst interessante Sehenswürdigkeiten. Die Schwierigkeit für Touristen besteht darin, dass man sich in ein paar Tagen gar nicht alles anschauen kann, was Istanbul zu bieten hat. Darum sollte man eine Auswahl treffen und sich Zeit für seine Präferenzen nehmen! Die berühmtesten Attraktionen der Stadt sind zweifelsohne die Hagia Sophia, das wohl symbolträchtigste Bauwerk Istanbuls, die Sultan Akmet Camii oder Blaue Moschee sowie die Hohe Pforte und der Topkapi-Palast als Ausdruck des osmanischen Reiches. Zahlreiche Museen wie das Archäologische Museum, das Museum für türkische und islamische Kunst sowie das Topkapi-Palast Museum bieten einen anschaulichen Einblick in die Geschichte und Kultur der Stadt.

Wer es lieber etwas ruhiger und weniger überlaufen möchte, sollte durch das "frömmste" Viertel Istanbuls, das Eyüp Viertel, oder durch das kosmopolitische Viertel Galata schlendern. Sehenswerte Geheimtipps sind auch das Chora Kloster im Stadtteil Kariye mit seinen wertvollen Mosaiken, der Versunkene Palast (Yerebatan Sarayi) in der Nähe des Sultan-Ahmed-Parks, eine riesige Zisterne aus dem 6. Jahrhundert und der Beylerbeyi Palast (am "asiatischen Pfeiler" der 1973 erbauten Bosporus-Brücke), in dem die Sultane im ausgehenden 19. Jahrhundert lebten.

Am Bosporus boomt die Wirtschaft, hier herrscht reger Handel. Istanbul ist daher auch eine Einkaufsstadt, in der man besonders gut traditionelles Kunsthandwerk einkaufen kann. Zu den beliebtesten Einkaufszentren gehören Kapali Carsi, ein in der Altstadt gelegenes Labyrinth von Ladenstraßen und die orientalischen Basare. Neben dem Großen Basar ist der kleine Gewürzbasar, auch Ägyptischer Basar genannt, für eine Shopping-Tour sehr zu empfehlen.

In den letzten Jahren ist die Millionen-Metropole enorm gewachsen und mehr als die Hälfte der Menschen lebt in Vierteln, die nicht durch staatliche Planung entstanden sind. Wenn der Tourist davon auch wenig merkt, lassen sich die Folgen dieser Entwicklung nicht immer verbergen: Luftverschmutzung, Wassermangel und eine schlechte Wasserqualität, Lärm, Müllprobleme und Verkehrschaos.

Wem dies zu viel wird, kann Ruhe und Entspannung in den Wäldern und an den Stränden der näheren Umgebung Istanbuls finden.

Troja

Nordägäis - Izmir - Pergamon - Troja

Die Nordägäis mit der Stadt Izmir bietet ein breites Reiseangebot, das von weltbekannten Ausgrabungsstätten wie Troja und Pergamon bis hin zu türkisch geprägten Ferienzentren wie Akçay, Ayvalik oder Faço reicht. Im Hinterland liegt die osmanisch geprägte Stadt Manis und die Münzstadt Sardes.

Izmir, die größte Hafenstadt der Türkei, liegt in einer halbmondförmigen Bucht an der ägäischen Küste. Die Stadt war und ist der Ausgangspunkt für Reisen zu den bekannten historischen Stätten. Für Shopping-Freunde ist der Bazar der Stadt vor allem wegen seiner Gold- und Schmuckläden einen Besuch wert. Bevor man in den umliegenden Orten Ausschau hält, sollte man Izmir einmal von oben betrachten. Die Festung Kadif Kale (Samtburg) bietet einen großartigen Blick auf die Stadt und den Hafen.

Für einen kulturellen Tagesausflug von Izmir aus bietet sich das rund 105 km entfernte Bergama an. Die kleine, reizvolle Marktstadt ist vor allem wegen seiner antiken Anlage des antiken Pergamon bekannt. Das antike Prestigeobjekt der Attaliden ist wegen seiner herausragenden Lage auf einer steilen Akropolis heute wohl einer der schönsten Orte der Türkei. Auf dem Höhepunkt der Macht im 2. Jahrhundert v. Chr. konkurrierte die Stadt mit Alexandria als Zentrum der Gelehrsamkeit. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten sind die Akropolis mit ihren fünf Königspalästen, die Bibliothek und der Tempel der Athene. Das berühmte Theater ist in einen steilen Berghang hineingebaut. Auch das Asklepieion, eine bemerkenswerte medizinische Stätte unterhalb der Akropolis, ist eine Besichtigung wert. Die offizielle Besichtigung Pergamons beginnt auf dem Oberen Burgberg. Es ist aber auch möglich, zu Fuß durch die obere Altstadt von Bergama zur Serpentinenstraße zu gelangen und von dort dem Pfad auf die Akropolis zu folgen.

Die zweite berühmte Ausgrabungsstätte in der Nordägäis, Troja, liegt ca. 317 km vom Izmir entfernt. Troja ist wohl die bekannteste türkische Ausgrabungsstätte. Dies liegt nur zum Teil an der "Ilias" von Homer (Troja hieß bei den Griechen "Ilion") - insbesondere für Deutsche wurde Troja bekannt duch den Hobbyarchäologen Heinrich Schliemann. Schliemann fand den legendären Schatz des Priamos, der sich heute in russischem Besitz befindet.

Troja besteht aus nicht weniger als neun Siedlungsschichten. Der älteste Bau war eine Burg aus den Jahren 3000-2600 v. Chr. In der zweiten erweiterten Siedlung, die 2300 v. Chr. durch einen Brand zerstört wurde, lebten ca. 3 000 Menschen. Aus dieser Zeit sind wertvolle Funde erhalten, u.a. der Schatz des Priamos. Es folgen Phasen von mehr ärmlichen Siedlungen. Das "Ilion" Homers, in der Schicht 7a, wurde nach 1300 v. Chr. erbaut und um 1200 v. Chr. ebenfalls von einem Feuer vernichtet. Dies stimmt mit der Sage um den Trojanischen Krieg und der Einnahme Trojas von den Griechen überein. Im Anschluss folgten weitere Siedlungen, deren letzte mit dem Goteneinfall 262 n. Chr. zerstört wurde. In dieser letzten Stadt, bei der eine Unterstadt eingegliedert wurde, lebten 40 000 Menschen.

Der Ausgrabungshügel ist täglich von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang geöffnet, vor Ort sind Schautafeln angebracht, Videos geben eine Einstimmung auf den Rundgang. Die wertvollsten Funde von Troja sind allerdings in den Museen von Istanbul und Çanakkale zu sehen.

Südägäis

An der Südägais liegen die weltberühmten Ruinen von Ephesus, die Städte Priene (mit ihrer fantastischen Lage über der Schwemmlandebene des Büyük Menderes) und Milet mit dem imposanten Theater sowie der Tempel von Didyma. Es gibt aber auch viele traumhafte Sandstrände und einige befinden sich abseits der Touristenzentren, so zum Beispiel die Dotça-Halbinsel, Ören östlich von Bodrum und die Karaburun-Halbinsel. An der Küste entlang ziehen sich außerdem viele kleine Buchten, die wegen fehlender touristischer Infrastruktur noch weitgehend unberührt sind.

Lykien

In der Region Lykien sind neben schönen Stränden hauptsächlich die von dem Volk der Lykier hinterlassenen Gräber sehenswert. In Fethiye, das auch durch seine beeindruckende Lage viele Touristen anzieht, können lykische Felsgräber im Osten der Stadt besichtigt werden. Steinsarkophage sind überall im Ort verstreut zu entdecken. Neben der Kultur kommen im Olympos-Nationalpark zwischen Finike und Antalya auch Naturliebhaber auf ihre Kosten. Er bietet neben den Ruinenstädten Phaselis und Olympos auch das mächtige Massiv des Tahtali Dagi (im Altertum Olympos genannt), dichte Wälder und schöne Meeresbuchten. Wanderer können in der dünn besiedelten Landschaft längere Spaziergänge unternehmen und sich dann an stillen Buchten oder am Strand von Olympos erholen.

Türkische Riviera

Die Südküste zwischen Antalya und Antakya, die auch "Türkische Riviera" genannt wird, bietet Ruinen jeder Größe, u.a. die Ruinen von Termessos, Perge, Aspendos und Side, weite Strände und Bergmassive. Das größte Touristenzentrum der Südküste Antalya ist zugleich eine der größten Städte der Türkei und Wirtschaftmetropole der Region. Sehenswert sind hier die Altstadt mit gut erhaltenen osmanische Erkerhäusern und dem Kesik-Minarett, der alte Hafen und das archäologische Museum mit beeindruckenden Exponaten aus der Antike. Alanya, eine der touristischsten Städte der Türkei, wird gekrönt von dem 250 Meter hohen Burgfelsen mit den Ruinen des alten Alanya und der mittelalterlichen Festungsanlage. Am Westrand des Burgfelsens liegt die Damlatas-Tropfsteinhöhle, die besichtigt werden kann. Östlich von Alanya nimmt der internationale Massentourismus ab. Ab Mersin trifft man vorwiegend türkische Urlauber. Eine Ausnahmen bildet Kiz Kalesi, das sich mit seinen feinen Sandstränden und der Inselfestung zu einer Hochburg des türkischen Badetourismus entwickelt hat. Besucher, die sich für Basars interessieren oder landestypische Souvenirs kaufen möchten, sollten einen Besuch in Antaky, dem früheren Antiochia, nicht versäumen.

Segeln

Die abwechslungsreiche türkische Küste ist mit ihren unzähligen Buchten, Inseln und küstennahen Ruinenstätten für Segler wie geschaffen. Die Küste ist manchmal bis zum Ufer mit Pinien gesäumt, manchmal von schroffen Felsen umgeben.

Besonders zwischen Izmir und Antalya ist die Küste reich an kleinen Buchten und Meeresarmen, die zum Ankern einladen. Die Wassertiefe an der türkischen Küste beträgt allgemein 10-12 Meter, gefährliche Riffe sind auf jeder Seekarte vermerkt.

Windverhältnisse: In der mittleren und südlichen Ägäis weht um die Mittagszeit ein Wind aus nordwestlicher Richtung. Dieser "Meltem" legt sich meist über Nacht. Es gibt selten Tage mit wenig Wind. Im Gebiet des Golfs von Antalya wechseln sich See- und Landbrisen aus süd- bis südwestlicher bzw. nördlicher Richtung ab. Nord- und Westwinde im Frühling, Südwinde im Herbst und Winter.

Auskunft: Verband der Yachtbetreiber (Yat Isletmeleri Dernegi), Eski Cesme Mak. Firkateyn Sok. 37, 48400 Bodrum, Telefon (252)316 23 98, Fax (252) 316 16 01.

Türkische Thermalbäder

Es gibt in der Türkei über 1.000 Thermalquellen. Die größte Thermalschwimmhalle der Türkei liegt zehn Kilometer westlich von Izmir (Balcova). Das Wasser (62°C) ist für Trink- und Badekuren geeignet, wirkt schmerzstillend und krampflösend und hilft bei rheumatischen und gynäkologischen Beschwerden.

Die Quelle von Balikli Cermik, 17 km nordöstlich von Sivas, enthält Fische, die bei Hauterkrankungen, besonders Schuppenflechte, die Haut "säubern". Daneben findet das Wasser Anwendung bei Rheuma und gynäkologischen Beschwerden.

Reisehinweise

Der im Juli 2016 ausgerufene Notstand wurde am 19. Juli 2018 für beendet erklärt. Reisenden wird dennoch geraten, sich von politischen Veranstaltungen und größeren Menschenansammlungen fernzuhalten.

Das Auswärtige Amt weist daraufhin, dass in letzter Zeit in der Türkei auch Deutsche von freiheitsentziehenden Maßnahmen betroffen waren. Gründe hierfür waren häufig nicht nachvollziehbar. Kritische Äußerungen gegenüber der türkischen Regierung in sozialen Netzwerken oder der Verdacht, dass der Betroffene Beziehungen zu einer in der Türkei als terroristisch eingestuften Organisation hat, können Anlass zu einem Strafverfahren sein.

Seit Anfang Februar 2017 wurde zahlreichen Reisenden - auch mehreren deutschen Staatsangehörigen - ohne Angabe von Gründen die Einreise in die Türkei verweigert. Viele der hiervon Betroffenen hatten einen kurdischen oder türkisch-alevitischen Familienhintergrund.

Seit Mitte des Jahres 2015 kam es immer wieder zu terroristischen Anschlägen. Besonders in großen Metropolen ist mit weiteren Anschlägen zu rechnen, die sich auch gezielt gegen Ausländer richten können.

Reisende sollten sich über die Medien zur Entwicklung der Lage informieren und die Anweisungen der Sicherheitskräfte befolgen.

Auch Aufenthalte in der Nähe von Regierungs- und Militäreinrichtungen sollten vermieden werden. Die Benutzung von Verkehrsmitteln des öffentlichen Personennah- und Fernverkehrs sollte auf das erforderliche Maß eingeschränkt werden.

Auch bei Reisen über Land ist erhöhte Vorsicht angebracht.

Von Reisen in das Grenzgebiet der Türkei zu Syrien und Irak, insbesondere in die Städte Diyarbakir, Cizre, Silopi, Idil, Yüksekova und Nusaybin, sowie in die Provinzen Mardin, Sirnak und Hakkari wird dringend abgeraten.

Allgemeine Hinweise:

Das Ausmaß der Gewaltkriminalität ist verhältnismäßig gering, allerdings mit leicht zunehmender Tendenz. Besondere Vorsicht, insbesondere im Umgang mit wenig bekannten Personen und an einsamen Orten ist angebracht.

Auf Wertsachen sollte grundsätzlich immer geachtet werden, besonders beim Verlassen von Fahrzeugen.

Besonders in der Großstadt Istanbul sollte man sich vor Taschendieben in Acht nehmen, speziell an belebten Plätzen. Betrugsfälle wurden vermehrt aus dem Stadtteil Beyoglu bekannt, bei denen Touristen zum Abheben großer Summen Bargeld gezwungen wurden.

Laut Informationen der deutschen Botschaft wurden deutsche Staatsbürger in letzter Zeit nach ihrer Rückkehr aus dem Türkei-Urlaub mehrfach Opfer von Betrügereien, indem sie telefonisch unter verschiedenen Vorwänden zur Zahlung von Geldern mit Western Union in die Türkei aufgefordert wurden. Den Betroffenen wird empfohlen, sich in diesen Fällen vorab an die Polizei in Deutschland zu wenden.

Weitere Informationen zur Sicherheitssituation in der Türkei sind auf den Internetseiten des Auswärtigen Amtes zu finden.

Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen

KRIMINALITÄT: In Istanbul kommt es häufig zu Passdiebstählen, Reisepässe und andere Ausweispapiere sollten daher an einer sicheren Stelle verwahrt werden, z.B. im Hotelsafe, während der Reise sollten nur Kopien mitgeführt werden.

ÖFFENTLICHE SICHERHEIT: Politische Stellungnahmen gegenüber der türkischen Regierung sollten unbedingt vermieden werden, ebenso Sympathiebekundungen mit terroristischen Organisationen.

STRAßENVERKEHR: Im Straßenverkehr besteht grundsätzlich ein hohes Unfallrisiko, was bei Dunkelheit noch verstärkt wird (z.B. durch fehlende Beleuchtung). Übernachtungen im Auto sollten nur auf bewachten Park- oder Campingplätzen stattfinden.

FOTOGRAFIEREN/FILMEN: Fotografien von Personen sollten nur mit deren persönlicher Erlaubnis gemacht werden. Fotografierverbot besteht in unmittelbarer Nähe militärischer Einrichtungen.

In Museen ist das Filmen und Fotografieren oft nur gegen eine Gebühr erlaubt. Für das professionelle Fotografieren in Moscheen ist eine Genehmigung des Vakiflar Genel Müdürlügü einzuholen. In Sonderfällen kann man sich mit dem zuständigen Priester (Imam) in Verbindung setzen.

RAMADAN: Die Zeit des islamischen Fastenmonats Ramadan variiert von Jahr zu Jahr (2019: ca. 6. Mai bis ca. 3. Juni). Während dieser Zeit gilt für Muslime ein Fastengebot (Verzicht auf Speisen und Getränke und z.B. auch Rauchen) von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. Reisende sollten sich den Verhaltensregeln des islamisch geprägten Landes anpassen. Essen, Trinken und Rauchen in der Öffentlichkeit während der Tagesstunden ist im Ramadan verpönt. Außerdem ist mit Einschränkungen im Alltag (z.B. tagsüber Schließung von Restaurants außerhalb der Hotels, reduzierte Arbeitszeiten bei Behörden) zu rechnen.

DROGEN: Der Besitz oder der Handel von/mit Rauschgift oder Narkotika wird sehr streng bestraft. Es drohen langjährige Gefängnisstrafen, wobei türkische Gefängnisse absolut nicht westeuropäischen Vorstellungen entsprechen.

RAUCHVERBOT: Das Rauchen ist verboten in allen öffentlichen Gebäuden, Verkehrsmitteln und Einkaufszentren sowie in Sportstadien und Krankenhäusern. Das Verbot gilt ebenso für geschlossene Räume in Restaurants, Kaffeehäusern, Bars und Diskotheken. Im Freien auf einer Terrasse oder im Garten einer Gaststätte darf allerdings nach wie vor geraucht werden. Wer gegen das Gesetz verstößt, muss mit einer Strafe von umgerechnet 35 Euro rechnen. Ein auf der Straße weggeworfener Zigarettenstummel kostet 12,50 Euro. Die Einhaltung der Regeln wird landesweit von rund 5.000 Kontrolleuren überwacht.

SPERR-NOTRUF: Deutsche können ihre Girocards, Kreditkarten, Handys und einige andere elektronische Berechtigungen über die Sperr-Notruf-Nummer ++49 116 116 (aus dem Ausland neben ++49 116 116 auch ++49 30 4050 4050 wählbar) rund um die Uhr sperren lassen. Der Anrufer wird mit den Herausgebern der jeweiligen Medien verbunden, sofern diese sich dem Sperr-Notruf angeschlossen haben. Eine Liste der angeschlossenen Herausgeber ist im Internet unter www.sperr-notruf.de zu finden.

Ebenso ist es möglich, die Online-Ausweisfunktion (elektronischer Identitätsnachweis - eID) des neuen Personalausweises unter den oben genannten Nummern sowie unter 0180 1 333 333 (Bürgerservice des Bundesinnenministeriums) sperren zu lassen.

Griechenland

Landesdaten

Lage

Die Republik Griechenland liegt zwischen dem Ägäischen Meer im Osten und dem Ionischen Meer im Westen, grenzt im Nordwesten an Albanien, im Norden an Mazedonien, im Nordosten an Bulgarien und die Türkei.

Zu Griechenland gehören zahlreiche Inseln:

Ionische Inseln im Westen, Kreta im Süden, im Osten und Südosten die nördlichen und südlichen Sporaden, die Kykladen und die Kleinasiatischen Küsteninseln.

Fläche: insgesamt 131.957 km², davon 106.915 km² Festland und 25.042 km² Inseln.

Verwaltungsstruktur: 13 Regionen, Mönchsrepublik Athos mit autonomem Status.

Einwohner

Bevölkerung: ca. 10,8 Millionen

Städte:

Metropolregion Athen: ca. 3,16 Millionen

Athen (Hauptstadt) ca. 665.800

Thessaloniki ca. 807.700

Patras ca. 197.600

Piräus ca. 163.900

Heraklion (Kreta) ca. 158.500

Larissa ca. 146.700

Volos ca. 129.200

Sprache

Die Landessprache ist Griechisch. In größeren Hotels und Geschäften wird meist auch Englisch, Französisch oder Deutsch gesprochen.

Zeitverschiebung

Mitteleuropäische Zeit (MEZ) +1 Stunde.

Da auch in Griechenland Sommerzeit gilt, bleibt der Zeitunterschied erhalten.

Stromspannung

230 Volt Wechselstrom, 50 Hertz. Zwischenstecker sind in der Regel nicht erforderlich.

Telefon/Post

Telefon

Die Landesvorwahl von Deutschland, Österreich und der Schweiz nach Griechenland ist 0030, von Griechenland nach Deutschland gilt die Vorwahl 0049, nach Österreich die 0043 und in die Schweiz die 0041. Die meisten öffentlichen Telefone funktionieren mit Telefonkarten, die man in den Büros der Telefongesellschaft O.T.E. oder an Kiosken kaufen kann. Auch bei Ortsgesprächen muss die jeweilige Vorwahl mitgewählt werden.

NOTRUFNUMMERN: Europaweite Notrufnummer 112 oder Polizei 100, Unfallrettung 166, Feuerwehr 199; Touristenpolizei 1571.

Mobilfunk

Netztechnik: GSM 900/1800.

Derzeit gibt es Roamingverträge mit Anbietern in Griechenland von E-Plus, O2, Telekom Deutschland und Vodafone.

Internet

Länderkürzel: .gr

Feiertage

1. Januar (Neujahr), 6. Januar (Dreikönigstag), 11. März (Rosenmontag, orthodox), 25. März (Unabhängigkeitstag), 26. April (Karfreitag, orthodox), 28. April (Ostern, orthodox), 29. April (Ostermontag, orthodox), 1. Mai (Tag der Arbeit), 16. Juni (Pfingstsonntag, orthodox), 17. Juni (Pfingstmontag, orthodox), 15. August (Mariä Himmelfahrt), 28. Oktober (Ochi-Tag/ Nationalfeiertag), 25. und 26. Dezember (Weihnachten).

Darüber hinaus gibt es noch verschiedene Feiertage, die nur regionale Bedeutung haben.

Die Hauptferienzeit der Griechen geht von Mitte Juli bis Ende August.

Öffnungszeiten

Banken: Mo bis Do 8-14.30 Uhr, Fr 8-14 Uhr, einige Wechselstuben im Zentrum Athens und an den Grenzübergängen haben auch nachmittags und abends geöffnet;

Post: Mo bis Fr 7.30-14 Uhr, die Hauptpostämter in großen Städten haben nachmittags verlängerte Öffnungszeiten;

Geschäfte: Die Öffnungszeiten der Geschäfte hängen von der Jahreszeit und der Region ab und sind sehr unterschiedlich. Warenhäuser und große Supermärkte haben in der Regel von Mo bis Fr 8.30-21 Uhr und Sa 9-20 Uhr geöffnet.

Kleidung

Während der Sommermonate sollte man leichte, gut waschbare Kleidung mitnehmen. Abends sind teilweise auch leichte Wollsachen angebracht, da es dann üblicherweise etwas kühler wird.

Für die übrige Zeit empfiehlt sich Übergangskleidung und wärmere Wollsachen.

Geschichte/Politik

Griechenland ist seit der Altsteinzeit besiedelt. Bereits in der Jungsteinzeit bestanden zwischen der griechischen Halbinsel, den Ägäischen Inseln und der Westküste Kleinasiens enge Verbindungen. Ab 1900 v. Chr. dominierte die mykenische Kultur im Süden Griechenlands. 700 Jahre später wurde Troja von den mykenischen Heeren zerstört. Von 800 v. Chr. bis zum Einmarsch der Römer dauerte die klassische demokratische Epoche, geprägt von der Staatsform der Polis (Stadtstaaten). Zwischen dem achten und sechsten Jahrhundert v. Chr. stiegen Athen und Sparta zu den vorherrschenden Stadtstaaten Griechenlands auf. Im Jahr 776 v. Chr. fanden die ersten Olympischen Spiele statt, an denen alle freien griechischen Männer teilnehmen durften. Unter Alexander dem Großen erfolgte eine über zehn Jahre dauernde Eroberungsphase, in der es zu einer großen Ausdehnung der griechischen Macht, Kultur und Sprache durch das makedonische Reich kam, das im Osten bis Nordindien und im Süden und Westen bis Ägypten reichte. Nach Alexanders Tod wurde Griechenland von den Römern unterworfen und 27 v. Chr. in das Römische Reich eingegliedert. Bei der Römischen Teilung im Jahr 395 kam Griechenland unter die Herrschaft von Byzanz. Neben Konstantinopel wurde Thessaloniki Zentrum dieses Reiches, das geprägt war durch die klassische griechische Bildung und die christliche Glaubenslehre. Mit der Eroberung Konstantinopels durch die Osmanen (1453) begann die 400jährige Fremdherrschaft Griechenlands. Erst 1833 wurde das Land nach langem Freiheitskampf zum selbständigen Königreich und Athen zur Hauptstadt erklärt. 1843 erfolgt die Umwandlung in eine konstitutionelle Monarchie. 1896 fanden die ersten Olympischen Spiele der Neuzeit statt. 1936 wurde Griechenland zur Diktatur. 1944 brach der Bürgerkrieg aus, der 1949 mit der Niederlage der Kommunisten endete. Die im Aufbau befindliche Demokratie wurde 1967 durch einen Militärputsch rechter Obristen beendet. Die Diktatur hielt sich bis 1974 an der Macht, danach wurde Griechenland präsidiale Republik. Seit 1981 ist das Land Mitglied der EU.

Wirtschaft

Die Landwirtschaft spielt eine wichtige Rolle in der griechischen Wirtschaft. Tabak zählt zu den Hauptanbauprodukten. Daneben werden Weizen, Tomaten, Orangen, Mais, Weintrauben, Oliven und Baumwolle angebaut. Zu den führenden Industrie-Erzeugnissen gehören Metalle und Metallwaren, Nahrungsmittel, Getränke, Tabak, Textilien, Bekleidung, chemische Produkte, Zement und Wein. Die beiden Haupteinnahmequellen Griechenlands sind aber die Schifffahrt und der Fremdenverkehr. Anfang der 80er Jahre begannen die Einnahmen aus der Erdölförderung die Wirtschaft des Landes zu unterstützen.

Religion

Über 90 Prozent der Bevölkerung gehören der griechisch-orthodoxen Kirche an. Die übrigen sind Muslime, Katholiken, Protestanten und Monophysiten (armenische Christen).

Vegetation

In Griechenland werden auf Meeresniveau zahlreiche Kulturpflanzen wie Orangen, Oliven, Datteln, Granatäpfel, Feigen, Baumwolle und Tabak angebaut. In Lagen zwischen 100 und 500 Metern gibt es sommergrüne und immergrüne Wälder mit Eichen, Kastanien und Sumach. Charakteristisch sind auch Tulpen, Hyazinthen und Lorbeergewächse. In Lagen über 1.200 Metern wachsen Tannen und Wildblumen wie Anemonen und Zyklamen. Moose und Flechten herrschen ab einer Höhe von 1.500 Metern vor.

Tierwelt

An Tierarten findet man Wildschweine, Braunbären, Luchse, Schakale, Gämsen, Dachse und Wiesel. Vögel wie Falken, Pelikane, Reiher, Fasane, Rebhühner, Nachtigallen, Turteltauben und Störche sind in Griechenland verbreitet.

Kulinarisches

Die griechische Landesküche mit Knoblauch, Olivenöl und Kräutern zeigt orientalischen Einfluss. Obst wie Melonen, Pfirsiche und Apfelsinen sowie Gemüse wie Artischocken, Auberginen und Paprikaschoten werden reichlich geboten. Fleisch und Fisch werden fast immer gegrillt. Bevorzugt werden Lamm- und Hammelfleisch. Typisch sind Fleischspieße wie Suvlaki oder Gyros. Fisch und Meeresfrüchte spielen eine große Rolle in der griechischen Küche. Neben Seezunge und Thunfisch finden sich Hummer, Muscheln und Tintenfisch. Griechischer Käse ist meist aus Schafs- und Ziegenmilch hergestellt. Das am meisten verbreitete Getränk ist Wein, der als Rot- und Weißwein angebaut wird. Einige Landweine sind geharzt (Retsina). Das griechische Bier geht in seiner Tradition auf den ersten aus Bayern stammenden griechischen König Otto zurück. Kaffee wird in mehreren Variationen angeboten.

Souvenirs

Beliebte und preiswerte Mitbringsel sind z.B. handgewebte Flokati-Teppiche, Stoffe und Leinen, Holzschnitzereien, Keramik, Nachbildungen alter Funde in allen Größen und Farben, Lederwaren sowie Gold- und Silberschmuck.

Duty Free

Einreise aus EU-Ländern

Bei unmittelbarer Einreise aus den anderen EU-Ländern (innergemeinschaftlicher Reiseverkehr; trifft nicht zu für die Kanarischen Inseln, außerdem nicht für die britischen Kanalinseln und nicht für Grönland) bestehen keine Beschränkungen/Formalitäten abgabenrechtlicher Art für das Reisegepäck und ausschließlich zu privaten Zwecken mitgeführte Waren. Ausgenommen sind verbotene Waren wie Drogen, Waffen usw. (Besonderheiten s.u.; für Waren zu gewerblichen Zwecken s. Abschnitt "Geschäftsreisende").

Im EU-Mitgliedstaat eingekaufte, bereits versteuerte (sog. verbrauchssteuerpflichtige) Waren können von Privatpersonen (ohne nochmalige Besteuerung) problemlos mitgeführt werden, wenn sie ausschließlich für ihren Eigenbedarf, d.h. nicht zu gewerblichen/kommerziellen Zwecken, erworben wurden.

Für folgende Waren gilt als Richtmenge für den Eigenbedarf:

TABAKWAREN: 800 Zigaretten, 400 Zigarillos (Zigarren mit einem Stückgewicht von höchstens 3 g), 200 Zigarren, 1.000 g Rauchtabak;

ALKOHOLISCHE GETRÄNKE: 10 Liter Spirituosen, 20 Liter sog. Zwischenerzeugnisse (z.B. Campari, Port, Madeira, Sherry), 90 Liter Wein (davon höchstens 60 Liter Schaumwein), 110 Liter Bier.

Eine Überschreitung dieser Richtmengen ist im Einzelfall möglich, wenn nachgewiesen wird, dass auch die größere Menge ausschließlich für den privaten Eigenbedarf bestimmt ist.

Bei anderen mitgeführten, verbrauchssteuerpflichtigen Waren kann bei der Einreise nach bestimmten Kriterien (u.a. die Gründe für den Besitz, Beförderungsart, Unterlagen über die Menge der Waren) geprüft werden, ob sie ggf. zu gewerblichen Zwecken bestimmt sind.

KRAFTSTOFFE für Motorfahrzeuge, die nicht im Hauptbehälter des Fahrzeugs oder in einem geeigneten Reservebehälter mitgeführt werden, können ggf. erneut besteuert werden.

REISENDEN UNTER 17 JAHREN wird keine Steuerbefreiung für Spirituosen und Tabakwaren gewährt.

Einreise aus Drittländern

Bei der Einreise aus Nicht-EU-Ländern (Drittländern) ist die zum persönlichen Gebrauch während der Reise benötigte und zur Wiederausfuhr bestimmte Reiseausrüstung sowie der Reiseproviant von Eingangsabgaben befreit.

Ferner sind Waren, die Reisende gelegentlich und ausschließlich zum persönlichen Ge- oder Verbrauch oder für ihren Haushalt oder als Geschenk in ihrem persönlichen Reisegepäck einführen, im Rahmen folgender Mengen und Wertgrenzen abgabenfrei:

- 200 Zigaretten oder 100 Zigarillos (Zigarren mit einem Stückgewicht von höchstens 3 g) oder 50 Zigarren oder 250 g Rauchtabak (wenn nicht per Flugzeug eingereist wird, nur: 40 Zigaretten oder 20 Zigarillos oder 10 Zigarren oder 50 g Rauchtabak);

- 16 Liter Bier

- 4 Liter nicht schäumende Weine;

- 1 Liter Spirituosen mit einem Alkoholgehalt von mehr als 22 Volumenprozent ODER 2 Liter Spirituosen, Aperitifs aus Wein oder Alkohol, Tafia, Sake oder ähnliche Getränke, mit einem Alkoholgehalt von 22 Volumenprozent oder weniger, oder Schaumwein oder Likörwein;

- eine dem persönlichen Bedarf des Reisenden entsprechende Menge an Arzneimitteln;

- andere Waren bis zu einem Gesamtwert von 430 Euro für Flug- und Seereisende, für Einreisende auf anderen Verkehrswegen bis zu einem Gesamtwert von 300 Euro; für Reisende unter 15 Jahren gilt die Freimenge von 150 Euro unabhängig vom Einreiseweg.

Die Abgabenbefreiung wird nicht gewährt:

- Reisenden unter 17 Jahren für Tabakwaren, Spirituosen, Wein, Schaumwein, Likörwein, Aperitifs und ähnliche alkoholische Getränke.

Klimainformationen

Griechenland besitzt ausgesprochenes Mittelmeerklima mit vielen charakteristischen Variationen in den nördlichen und westlichen Landesteilen. Die Sommer sind lang und warm: Sie erstrecken sich üblicherweise über den Zeitraum von März bis Anfang November, und es werden Temperaturen zwischen 28 und 35°C im Schatten gemessen. Es regnet zu dieser Zeit eher wenig.

Die Winter in Zentral- und Südgriechenland sind entsprechend kurz und sehr regnerisch. In den nördlichen und östlichen Gebieten sinken die Temperaturen im Winter teilweise auf -20°C ab.

Beste Reisezeit

Die angenehmste Reisezeit ist von April bis Ende Juni und September bis Anfang November.

Vorgeschriebene Impfungen

Keine.

Empfohlene Impfungen

Keine.

Informationen zur Malaria

Malaria

Keine.

Verbreitung

Griechenland ist malaria-frei.

Währung

Währungseinheit

Währungseinheit: Euro ( EUR)

1 Euro = 100 Cent.

Derzeitiger Kurs:

1 US-$ = ca. 0,87 EUR

Devisenbestimmungen/Umtausch

Einfuhr Fremdwährung: unbeschränkt

Einfuhr Landeswährung: unbeschränkt

Deklaration: Ja - schriftliche Deklaration bei Einreise aus einem Nicht-EU-Land sowie bei Ausreise in ein Nicht-EU-Land ab einem Wert von 10.000 Euro (auch in anderen Währungen, Reiseschecks oder auf Dritte ausgestellte Schecks, Zahlungsanweisungen etc.).

Ausfuhr Fremdwährung: unbeschränkt

Ausfuhr Landeswährung: unbeschränkt; Ausnahme: Staatsangehörige von Griechenland dürfen maximal 2.000 Euro in bar ausführen.

Internationale Kreditkarten: Ja - werden von größeren Hotels, zahlreichen Geschäften und größeren Autovermietern akzeptiert. In ländlichen Gebieten ist Barzahlung üblich.

Geldautomat: Ja - Bargeldabhebung ist mit der Girocard (mit Maestro- oder V-Pay-Zeichen) und mit Kreditkarten möglich. (Zu möglichen Schwierigkeiten siehe Reisehinweis!)

Auskunftstellen

Griechische Zentrale für Fremdenverkehr
Holzgraben 31
60313
Frankfurt/M.
(0 69) 25 78 27 29
(0 69) 257 82 70
www.gnto.gr
info@visitgreece.com.de

Griechische Zentrale für Fremdenverkehr

Ellinikos Organismos Tourismou -EOT
Tsocha 7
11521
Athen /Griechenland
(0030 210) 331 06 40
(0030 210) 870 70 00
www.gnto.gr
info@gnto.gr
Informationsbüro: Dionysiou Areopagitou 18-20, Athen

Deutsch-Griechische Industrie- und Handelskammer
Dorileou 10-12
11521
Athen /Griechenland
(0030 210) 644 51 75
(0030 210) 641 90 00
www.german-chamber.gr
ahkathen@ahk.com.gr
Mo bis Fr 8-15 Uhr

Deutsch-Griechische Industrie- und Handelskammer

Geschäftsstelle Nordgriechenland
Voulgari 50
54249
Thessaloniki /Griechenland
(0030 2310) 32 77 37
(0030 2310) 32 77 33
ahkthess@ahk.com.gr
Mo bis Fr 8-14.30 Uhr

Botschaften und Konsulate

Griechische Botschaft
Kurfürstendamm 185
10707
Berlin
(0 30) 20 62 64 44
(0 30) 20 62 60
www.griechenland-botschaft.de
gremb.ber@mfa.gr
(keine Visumerteilung)

Griechische Botschaft, Konsularabteilung
Mohrenstr. 17
10117
Berlin
(0 30) 218 26 63
(0 30) 213 70 33
grcon.ber@mfa.gr
Mo, Mi, Do, Fr 9:30-13:30 Uhr, Di 9:30-13:30 und 15-18 Uhr

Griechisches Generalkonsulat
Willi Becker Allee 11
40227
Düsseldorf
(02 11) 687 85 03 34
(02 11) 687 85 00
grgencon.ddf@mfa.gr
Mo, Mi, Do, Fr 9-14 Uhr, Di 10-18 Uhr

Griechisches Generalkonsulat
Zeppelinallee 43
60325
Frankfurt/M.
(0 69) 97 99 12 33
(0 69) 979 91 20, 97 99 12 11 15
www.griechisches-konsulat-frankfurt.de
grgencon.fra@mfa.gr
Mo bis Fr 9-13 Uhr, Di auch 16-18 Uhr

Griechisches Generalkonsulat
Neue ABC-Straße 10
20354
Hamburg
(0 40) 44 96 48
(0 40) 413 24 30
grgencon.ham@mfa.gr
Mo bis Fr 9-13 Uhr, Do auch 16-18 Uhr

Griechisches Generalkonsulat
Möhlstraße 22
81675
München
(0 89) 40 96 26
(0 89) 998 86 72 22
grgencon.mun@mfa.gr
Mo bis Fr 8.30-12.30 Uhr, Do auch 15-18 Uhr

Griechisches Generalkonsulat
Hauptstätter Straße 54
70178
Stuttgart
(07 11) 22 29 87 40
(07 11) 222 98 70
grgencon.stu@mfa.gr
Mo, Mi, Do und Fr 9-14 Uhr, Di 9-13.30 und 15-18 Uhr

Embassy of the Federal Republic of Germany
Karoli Dimitriou 3
106 75
Athen -Kolonaki
Embassy of the Federal Republic of Germany
P.O. Box 1175
101 10 Athen/Griechenland
(0030 210) 728 53 35
(0030 210) 728 51 11
www.athen.diplo.de
info@athen.diplo.de
Amtsbezirk: Griechenland

Konsularischer Amtsbezirk: Attika, Ionische Inseln, Kreta, Mittelgriechenland, Nördliche Ägäis, Peloponnes, Südliche Ägäis, Westgriechenland.

preHonorary Consul of the Federal Republic of Germany
Digeni Akrita 1
731 00
Chania -Agia Marina/Kreta/Griechenland
(0030 28210) 688 76
(0030 28210) 688 76
chania@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Region Kreta, Verwatlungsbezirke Chania und Rethymnon

Übergeordnete Auslandsvertretung: Botschaft Athen

Honorary Consul of the Federal Republic of Germany
Agion Apostolon 7-9, erste Etage
461 00
Igoumenitsa /Griechenland
(0030 26650) 248 47
(0030 26650) 253 35
igoumenitsa@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Region Epirus

Übergeordnete Auslandsvertretung: Botschaft Athen

Honorary Consul of the Federal Republic of Germany
Dikeossinis 7
712 02
Iraklion
Honorary Consul of the Federal Republic of Germany
P.O. Box 1083
711 10 Iraklion/Kreta/Griechenland
(0030 2810) 22 21 41
(0030 2810) 22 62 88
iraklion@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Region Kreta, Verwatlungsbezirke Iraklion und Lasithii

Übergeordnete Auslandsvertretung: Botschaft Athen

Honorary Consul of the Federal Republic of Germany
4. km Komotini-Xanthi
691 00
Komotini /Griechenland
(0030 25310) 310 02
(0030 25310) 250 35
komotini@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Region Westmakedonien, Verwaltungsbezirke Xanthi, Rodopi und Evros

Übergeordnete Auslandsvertretung: Generalkonsulat Thessaloniki

Honorary Consul of the Federal Republic of Germany
Kapodistriou 23
491 00
Korfu /Griechenland
(0030 26610) 368 94
(0030 26610) 368 16
korfu@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Insel Korfu (Region Ionische Inseln)

Übergeordnete Auslandsvertretung: Botschaft Athen

Honorary Consul of the Federal Republic of Germany
Trion Navarchon 65
262 22
Patras /Griechenland
(0030 2610) 32 58 03
(0030 2610) 21 02 10
patras@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Peloponnes und Ionische Inseln außer Korfu

Übergeordnete Auslandsvertretung:

Botschaft Athen

Honorary Consul of the Federal Republic of Germany
Amerikis 55
851 00
Rhodos /Griechenland
(0030 224 10) 364 32
(0030 224 10) 371 25
rhodos@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Insel Rhodos

Übergeordnete Auslandsvertretung:

Botschaft Athen

Honorary Consul of the Federal Republic of Germany
Themistokli Sofouli Grammou 2
831 00
Samos /Griechenland
(0030 227 30) 236 57
(0030 227 30) 236 57
samos@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Region Nördliche Ägäis

Übergeordnete Auslandsvertretung:

Botschaft Athen

Honorary Consul of the Federal Republic of Germany
Heroon Polytechniou 21
841 00
Syros /Griechenland
(0030 228 10) 791 76
(0030 228 10) 791 76
syros@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Kykladen

Übergeordnete Auslandsvertretung:

Botschaft Athen

Consulate General of the Federal Republic of Germany
Leoforos Megalou Alexandrou 33
546 41
Thessaloniki
Consulate General of the Federal Republic of Germany
P.O. Box 50793
540 14 Thessaloniki/Griechenland
(0030 2310) 24 03 93
(0030 2310) 25 11 20, 25 11 30
info@thessaloniki.diplo.de
Amtsbezirk: Epirus, Ostmakedonien und Thrakien, Thessalien, Westmakedonien, Zentralmakedonien (für Visa-Angelegenheiten ist die Botschaft in Athen zuständig)

Honorary Consul of the Federal Republic of Germany
Antonopoulou 172
382 21
Volos /Griechenland
(0030 24210) 359 89
(0030 24210) 359 88
volos@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Region Thessalien

Übergeordnete Auslandsvertretung:

Generalkonsulat Thessaloniki

Sehenswertes

Athen

Die Hauptstadt Athen ist das wirtschaftliche und kulturelle Herz Griechenlands sowie der zentrale Verkehrsknotenpunkt für die Verbindung in die Regionen des Festlandes und zu den griechischen Inseln. Die sich auf der attischen Ebene ausbreitende Stadt ist mit der Hafenstadt Piräus, dem Knotenpunkt aller Schifffahrtslinien, zusammengewachsen.

Athen ist auch der Sitz des Oberhaupts der griechisch-orthodoxen Staatskirche, bedeutender Bildungseinrichtungen wie der Universität und Standort weltberühmter Museen.

Die Geschichte Athens lässt sich jahrtausendelang zurückverfolgen - seit der Jungsteinzeit ist das Stadtgebiet ständig besiedelt - und heute noch überall präsent. Viele Sehenswürdigkeiten geben Zeugnis vom ersten demokratischen Staat in der Geschichte. Kaum ein Besucher wird Athen verlassen, ohne der Akropolis, was so viel bedeutet wie "Hohe Stadt", einen Besuch abzustatten. Sie repräsentiert einen bedeutenden, aber nur kurzen Zeitraum der Geschichte der Stadt. Am bekanntesten ist wohl der Parthenon, ein Tempel, der der Göttin Athena geweiht ist. Nahe der Akropolis erstreckt sich die Agora, Marktplatz und Mittelpunkt des antiken Athens. Hier finden sich die am besten erhaltenen Tempel Griechenlands.

Auch die Altstadt Plaka ist eine Besichtigung wert. Hier liegen die Flohmarkt-Hauptstraße Ivestou, die Geschäftsstraße Ermou und der City Platz mit dem ehemaligen Schloss des Königs (heute das Parlament) sowie der Friedhof Kerameikos. Die Straße Athinas, die auf den Omonia Platz führt, ist eine Mischung aus dem traditionellen und dem europäischen Athen. Drumherum ist Athen eine brodelnde Stadt mit allen Vor-, aber auch Nachteilen der Zivilisation, wie Luftverschmutzung, Betonwüsten und chaotischen Verkehrsverhältnissen. Etwa 60 Prozent der griechischen Industriebetriebe sind in Athen angesiedelt und die Stadt ist im europäischen Vergleich die Großstadt mit den wenigsten Grünanlagen.

Peloponnes

Die Halbinsel Peloponnes ist der südlichste Teil des griechischen Festlandes. Denkmale aus allen Phasen der griechischen Geschichte von mykenischen Burgen über griechische Stätten bis hin zu Burgen der Kreuzritter sind hier zu finden. Lange Strände haben die Peloponnes in Verbindung mit dem Kulturangebot zu einem beliebten Urlaubsziel werden lassen. Darüber hinaus gibt es für Naturfreunde eine interessante Naturlandschaft mit Dünen- und Felsküste. Die Bergwelt des Landesinneren steht im Kontrast zu den fruchtbaren Landschaften von Lakonien, Messinien und der Argolis. Patras, im Westen der Halbinsel gelegen, ist Griechenlands viertgrößte Stadt.

Makedonien

Makedonien, das sich vom Néstos im Westen bis zur albanischen Grenze erstreckt und im Süden vom Olymp begrenzt wird, weist sehr vielfältige Landschaftsformen auf: bis zu 3.000 Meter hohe Berge, Ebenen mit Obstplantagen, Hügellandschaften und kilometerlange Strände. Zentrum von Industrie und Handel ist Thessaloniki, die zweitgrößte Stadt Griechenlands. Bedeutend sind hier die antiken Zeugnisse in Pélla, dem Geburtsort Alexanders des Großen und Vergina, wo sich das Grab Philipps des zweiten befindet. Auch die Bauten aus der christlichen Zeit (Klöster, Basiliken und Kirchen) sind sehenswert. Auf der Halbinsel Chalkidike stehen beispielsweise in schwindelerregender Höhe die Athos-Klöster. Der Westen Makedoniens bietet sich für Individualtouristen an, die in Ruhe entspannen möchten.

Thrakien

Thrakien ist vom Tourismus weniger erschlossen als viele andere griechische Regionen, aber gerade darin liegt sein Reiz. Die nordöstliche Region ist, ähnlich wie Makedonien, reich an fruchtbaren Ebenen mit Plantagenwirtschaft. Getreide, Wein, Reis und Tabak werden hier angebaut. Charakteristisch in der unberührten Landschaft sind die Feuchtgebiete, die die beiden Flüsse Néstos und Évros auf ihrem Weg zum Meer geschaffen haben und die neben dem Vistonis-See die Hauptattraktionen der Region sind. Auf der zugehörigen Insel Samothrake gibt es neben einladenden Stränden und Badebuchten eine schöne Naturlandschaft mit dichten Wäldern, Quellen und einer vielfältigen Flora.

Zentralgriechenland

Die Region wird begrenzt vom Golf von Pátras, vom Golf von Korinth und vom Golf von Evia. Im Osten grenzt sie an Attika. Historisch interessante Stätten sind das Kloster Ossios, das eines der bedeutendsten Denkmale der byzantinischen Mosaikkunst des elften Jahrhunderts ist, die Stadt Theben, das Orakelheiligtum von Delphi und die Thermopylen. Das heutige Thìva (Theben) ist bekannt durch seinen historischen Vorgänger, das "Siebentorige Theben". Antike Mauerreste, Gräber und zahlreiche Funde wurden hier entdeckt und können zum Teil auch im angeschlossenen Archäologischen Museum besichtigt werden. Delphi ist eine der bedeutendsten Kultstätten und wichtigsten Ausgrabungsstätten der klassischen Zeit in Griechenland. Die einzigartige Lage in den Bergen und der Reichtum an antiken Resten macht Delphi zu einem der Höhepunkte einer Griechenland-Reise für Kulturinteressierte. Zu besichtigen sind das Apollo-Heiligtum, das Heiligtum der Athena Pronaia sowie ein angeschlossenes Museum, wo die Sphinx der Naxier zu bewundern ist.

Attika

Attika ist vom Saronischen Golf umgeben und grenzt im Nordosten an Zentralgriechenland. Charakteristisch für die Region, in der die Hauptstadt Athen liegt, ist der Gegensatz zwischen Bergen wie der Parnitha, der Pendeli und Hymettos und dem weiten Meer. Die Attische Riviera, auch Apollonküste genannt, zwischen Piräus und Kap Súnion, ist seit dem Zweiten Weltkrieg zu einer stark frequentierten Touristenregion geworden. In den Badeorten wie Glyfada, Vula, Vuliagmeni, Varkiza und Legrena mit ihren Bars, Discotheken und ihrem Unterhaltungsprogramm fühlen sich insbesondere junge, unternehmungslustige Urlauber wohl. Auch Aigina ist wegen seiner schönen Strände und wegen des klaren Wassers bei Urlaubern sehr beliebt. Besonders schöne Landschaften und Strände findet man u.a. in Agía Marína, Faros und Marathónas.

Kreta

Kreta, die größte griechische Insel, liegt etwa 100 Kilometer südöstlich der Peloponnes. Die Insel ist wegen ihrer schönen, abwechslungsreichen Natur, wegen ihres Klimas und wegen ihren Stränden sowie den minoischen Kulturdenkmälern ein beliebtes Urlaubsziel geworden. Chaniá ist ein guter Ausgangspunkt um die Insel zu entdecken. Zentrum der Stadt ist der venezianische Hafen mit vielen einladenden Restaurants und Cafés. In der Kirche San Francesco ist das Archäologische Museum untergebracht, das herausragende Exponate von der neolithischen bis zur römischen Zeit zeigt. Sehenswert ist auch das Historische Museum der Stadt, das interessante Ausstellungsstücke zu den Themen Zweiter Weltkrieg, Widerstand und deutsche Besatzungszeit hat. Ausflüge von Chaniá kann man beispielsweise in die Klöster Agia Triáda und Guvernéto, auf die Halbinsel Rhodópu, wo es neben archäologischen Stätten auch eine schöne Badebucht gibt, sowie in die Samariá-Schlucht (Nationalpark) unternehmen, die in circa sechs Stunden durchwandert werden kann. In jedem Fall sollten geschichtsinteressierte Kreta-Urlauber der Ausgrabungsstätte von Knossós einen Besuch abstatten. Die minoische Palastanlage wurde freigelegt und zum Teil rekonstruiert. Wegen seiner schönen Strände und guten Ausflugsmöglichkeiten ist das am Golf von Nikólaos gelegene Städtchen Agios Nikólaos bei Badeurlaubern besonders beliebt. Ausflüge bieten sich beispielsweise in das Kunsthandwerkerdorf Kritsá, auf die Lassíthi-Ebene mit ihrer Tropfsteinhöhle sowie zum Ruinenfeld von Gurniá an.

Dodekanes-Inseln

Der Dodekanes, die Gruppe der zwölf Inseln, gehören zu den Südlichen Sporaden. Er umfasst die größeren Inseln Pátmos, Kos und Rhodos, die zu den beliebtesten Reisezielen Griechenlands gehören, sowie etwa 40 kleinere Inseln und Riffe. Der Reiz der Dodekanes-Inseln liegt in ihren unterschiedlichen Landschaften und ihren Sehenswürdigkeiten aus antiker Zeit. Für Urlauber, die Unterhaltung suchen, ist Rhodos mit seiner gleichnamigen Hauptstadt und der vorzüglichen touristischen Infrastruktur genau das Richtige. Besucher, die Ruhe wollen, können sich für eine der kleineren Dodekanes-Inseln entscheiden.

Nationalparks in Griechenland

Griechenland hat die natürliche Flora und Fauna in "Ethniki Drymi", d.h. Nationalparks, unter Schutz gestellt. Die insgesamt zehn geschützten Landschaftsgebiete liegen vor allem auf dem Festland und auf Kreta und bieten Naturfreunden und Aktivurlaubern ein reges Betätigungsfeld. Folgende Landschaften wurden unter Schutz gestellt: die grünen Landschaften des Ainos auf Kefalonia, die Bergregion Vikos-Aoos in Epirus, das Parnass-Gebirge und der Berg Iti in Zentralgriechenland, das Pindos-Gebirge und die Préspa Seen in Makedonien, das Massiv des Olymp an der makedonisch-thessalischen Grenze, das Kap Súnion an der Südspitze Attikas, der Berg Parnitha und die 18 Kilometer lange Samariá-Schlucht auf Kreta.

Reisehinweise

Es kann vereinzelt zu Behinderungen durch Streiks und Demonstrationen kommen. Reisende sollten sich über die aktuelle Lage informieren und Demonstrationen meiden.

Weitere Informationen über die Sicherheitssituation in Griechenland sind auf den Internetseiten des Auswärtigen Amts zu finden.

Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen

Reisende sollten sich aufgrund der angespannten politischen Lage von Demonstrationen fernhalten.

Vor allem in den Großstädten Griechenlands sind Taschendiebstahlsdelikte weit verbreitet.

Der Rauschgifthandel und der Besitz von Rauschgift in jeglicher Form und Menge ist in Griechenland strikt verboten und wird hart bestraft.

Unter Strafe steht auch der Besitz und die Verwendung von Tränengas- und anderen Verteidigungssprays.

Waffenbesitz, egal welcher Art, ist ebenfalls verboten. Unter dieses Verbot fallen auch große Messer und Schwerter.

RAUCHVERBOT: Das Rauchen ist in allen öffentlichen Gebäuden verboten. Dies gilt unter anderem für alle Arbeitsplätze, Cafés, Bars und Restaurants, mit Ausnahme von Kneipen, die kleiner als 70 Quadratmeter groß sind. Sofern Kinder unter 12 Jahren mit an Bord sind, darf auch in öffentlichen und privaten Kraftfahrzeugen nicht geraucht werden. Bei Zuwiderhandlungen können hohe Geldbußen verhängt werden.

Griechenland ist ein Land mit vielen kulturellen und archäologischen Fundstätten. Diebstahl von Ausgrabungsfunden oder auch nur die Mitnahme von Steinen, die von solchen Orten stammen, stehen unter Strafe und werden mit mehrjährigen Haftstrafen geahndet.

Im Hinblick auf illegale Einwanderung wird Reisenden geraten, keine unbekannten Personen per Anhalter im Fahrzeug über die Grenze mitzunehmen.

Aufmerksam sollten Reisende auch auf dem Weg zu den Fährhäfen Griechenlands und während der Einschiffung ihres Fahrzeugs auf die Fähre sein.

Illegale Einwanderer versuchen vermehrt, über diese Fahrzeuge unbemerkt in andere Schengenländer zu gelangen. Vor allem die Fährhäfen Patras und Igoumenitsa sind betroffen.

Zur Vorsicht sollte noch mal ein Blick in und unter das Fahrzeug geworfen werden.

Die Beihilfe zur illegalen Einwanderung kann zu einem Strafverfahren wegen Menschenschmuggel führen und zieht hohe Geldstrafen oder sogar eine Inhaftierung nach sich.

In den Sommermonaten muss aufgrund der klimatischen Bedingungen Griechenlands mit Busch- und Waldbränden gerechnet werden.

SPERR-NOTRUF: Deutsche können ihre Girocards, Kreditkarten, Handys und einige andere elektronische Berechtigungen über die Sperr-Notruf-Nummer ++49 116 116 (aus dem Ausland neben ++49 116 116 auch ++49 30 4050 4050 wählbar) rund um die Uhr sperren lassen. Der Anrufer wird mit den Herausgebern der jeweiligen Medien verbunden, sofern diese sich dem Sperr-Notruf angeschlossen haben. Eine Liste der angeschlossenen Herausgeber ist im Internet unter www.sperr-notruf.de zu finden.

Ebenso ist es möglich, die Online-Ausweisfunktion (elektronischer Identitätsnachweis - eID) des neuen Personalausweises unter den oben genannten Nummern sowie unter 0180 1 333 333 (Bürgerservice des Bundesinnenministeriums) sperren zu lassen.

Italien

Landesdaten

Lage

Die Republik Italien grenzt im Westen an Frankreich, im Norden an die Schweiz und Österreich, im Osten an Slowenien und wird im Südwesten, Süden und Südosten vom Mittelmeer eingerahmt.

Zu Italien gehören auch die beiden großen Mittelmeerinseln Sizilien und Sardinien.

Fläche: 301.302 km².

Verwaltungsstruktur: 20 Regionen; Sonderstatus für die 5 Regionen Aostatal, Friaul-Julisch-Venetien, Sardinien, Sizilien, Trentino-Südtirol.

Einwohner

Bevölkerung: ca. 60,8 Millionen

Städte:

Rom (Hauptstadt) ca. 2,7 Millionen (mit Vororten ca. 4,4 Millionen)

Mailand ca. 1,25 Millionen

Neapel ca. 947.800

Turin ca. 872.800

Palermo ca. 653.200

Genua ca. 591.800

Bologna ca. 375.900

Florenz ca. 355.300

Bari ca. 316.700

Catania ca. 293.500

Venedig ca. 264.000

Verona ca. 254.600

Messina ca. 240.100

Triest ca. 202.500

Sprache

Die Landessprache ist Italienisch. In einigen Gebieten wird Deutsch bzw. Französisch gesprochen.

Zeitverschiebung

Mitteleuropäische Zeit (MEZ) mit europäischer Sommerzeit (kein Zeitunterschied).

Stromspannung

Meist 220/230 Volt. Schukostecker können oft nicht verwendet werden. Deswegen empfiehlt es sich, einen Adapter mitzunehmen.

Telefon/Post

Telefon

Die Ländervorwahl von Deutschland, Österreich und der Schweiz nach Italien ist 0039. Beim Telefonieren nach Italien vom Ausland aus muss die 0 der Ortsnetzziffer des entsprechenden Ortes mitgewählt werden, z.B. nach Rom lautet die Vorwahl 0039 06. Bei Ortsgesprächen innerhalb Italiens muss ebenfalls die Vorwahl mitgewählt werden.

Von Italien nach Deutschland wählt man 0049, nach Österreich 0043 und in die Schweiz 0041.

Die Direktwahl nach Deutschland ist nur aus Telefonzellen mit orangerotem Telefonhörer-Symbol möglich. Die meisten Telefonzellen funktionieren mit Telefonkarten, die an Tankstellen, in Bars und Restaurants oder an Zeitungskiosken gekauft werden können.

NOTRUFNUMMERN: Notruf (Carabinieri) 112 oder Polizei 113, Unfallrettung 118, Feuerwehr 115, Waldbrände 15 15, Seenotrettungsdienst 15 30.

Mobilfunk

Netztechnik: GSM 900/1800 und 3G 2100.

Derzeit gibt es Roamingverträge mit Anbietern in Italien von E-Plus, O2, Telekom Deutschland und Vodafone.

Internet

Länderkürzel: .it

Feiertage

1. Januar (Neujahr), 6. Januar (Dreikönigstag), 22. April (Ostermontag), 25. April (Tag der Befreiung), 1. Mai (Tag der Arbeit), 2. Juni (Nationalfeiertag), 29. Juni (St. Peter und Paul; Feiertag nur in Rom), 15. August (Mariä Himmelfahrt; Ferragosto), 1. November (Allerheiligen), 7. Dezember (St. Ambrosius; Feiertag nur in Mailand), 8. Dezember (Mariä Empfängnis), 25. Dezember (Weihnachten), 26. Dezember (Stephanstag).

Die Hauptferienzeit ist von Mitte Juli bis Ende August (einige Betriebe schließen im August), zwischen Weihnachten und Neujahr sowie rund um Ostern. Brückentage werden auch gern für ein verlängertes Wochenende genutzt.

Öffnungszeiten

Banken: Mo bis Do 8.30-13.30, 15-16 Uhr, Fr 8.30-13.30, 14.45-15.45 Uhr, oft auch Sa Vormittag.

Büros: Mo bis Fr 8.30-12.30, 13.30-17.30 Uhr.

Geschäfte: werktags 8.30-12.30 Uhr (Süditalien 9-13 Uhr), 15.30-19.30 Uhr (Süditalien 16-20 Uhr). In den Städten Norditaliens gibt es einen Trend zu durchgehenden Öffnungszeiten. In Süditalien sind die Lebensmittelgeschäfte in der Sommerperiode geöffnet von 7.30-13.30, 17.30-20 Uhr. Die Läden sind meistens montags einen halben Tag geschlossen.

Kleidung

Während der Sommermonate braucht man leichte Sommerkleidung. Im Herbst und Frühjahr sollte man Übergangskleidung mitnehmen. Im Winter benötigt man Wollsachen, warme Mäntel und gutes Schuhwerk. Auch einen Regenmantel oder eine Regenjacke sollte man unbedingt dabeihaben.

Geschichte/Politik

Mit den Etruskern kam im neunten Jahrhundert v. Chr. eine erste Hochkultur nach Italien. Um 470 v. Chr. begann der Aufstieg Roms, das um 100 n. Chr. seine größte Ausdehnung hatte. Nach dem Zusammenbruch des Römischen Reiches entstanden auf italienischen Boden germanische Nachfolgereiche. 381 wurde das Christentum zur Staatsreligion erhoben und seit dem fünften Jahrhundert ist der Bischof von Rom Oberhirte über alle Katholiken. Die darauf folgenden Machtkämpfe zwischen Kaisern und Päpsten erreichten ihren Höhepunkt mit dem Investiturstreit. Im Wormser Konkordat von 1122 mussten die Kaiser das Recht, den Papst zu wählen, an ein Kollegium von Kardinälen abgeben.

In der Folgezeit erlebten die Stadtstaaten wie etwa Venedig, Genua, Pisa, Mailand und Florenz einen erheblichen Aufschwung. Sie hatten durch die Kreuzzüge und durch rege Handelstätigkeiten ihren Einfluss bis in den östlichen Mittelmeerraum ausgedehnt. Zwischen Genua und Venedig entwickelte sich bald ein erbitterter Kampf um die Vorherrschaft, den die Venezianer gegen Ende des 14. Jahrhunderts für sich entscheiden konnten.

Mitte des 15. Jahrhunderts hatte sich Italien einen großen Reichtum angeeignet. Als Pionier des Wiederauflebens der Gelehrsamkeit und der Künste, bekannt als "Renaissance", stand Italien in kultureller Hinsicht den anderen europäischen Nationen weit voran. Am überragendsten war diesbezüglich die Toskana, aus welcher der große Dichter Dante Alighieri und der Maler Giotto hervorgingen. Gegen Ende des 15. Jahrhunderts wurde Italien das Ziel mehrerer aggressiver Kriege durch Frankreich, Spanien und Österreich. Nur wenige Stadtstaaten, z.B. Genua und Venedig, konnten sich behaupten.

Während des 18. Jahrhunderts blieb Italien gespalten und unter ausländischer Herrschaft. 1796 marschierte Napoleon Bonaparte in Italien ein und gliederte bis 1810 sogar Rom ins Französische Großreich ein. Nach Bonapartes Niederlage gegen Österreich wurde im Wiener Kongress (1814-1815) die Restauration der österreichischen Herrschaft über die Halbinsel garantiert. Der italienische Widerstand gegen die Vorherrschaft Österreichs kennzeichnet sich durch eine wachsende Bewegung für nationale Einheit und Unabhängigkeit, die "Risorgimento" genannt wird. 1861 wurde das Königreich Italien ausgerufen. Während des Ersten Weltkrieges blieb Italien zunächst neutral, schlug sich dann auf die Seite von Frankreich und Großbritannien.

1922 wurde Benito Mussolini zum Ministerpräsidenten ernannt. In der Folgezeit begründete er seine faschistische Diktatur und verbündete sich mit Hitler. Durch die Besetzung Albaniens und Äthiopiens versuchte er, eine Großmachtstellung für Italien aufzubauen. 1940, nach der Niederlage Frankreichs, griff Italien in den Zweiten Weltkrieg ein. 1943 landeten die Alliierten auf Sizilien, ein Jahr später konnten sie Rom erobern. 1946 wurde durch ein Memorandum die Monarchie in Italien beendet. Innenpolitische Unruhen mit Regierungskrisen und Korruptionsskandalen erschüttern seitdem immer wieder das Land. Italien ist Mitglied der EU.

Wirtschaft

Der Tourismus trägt in Italien erheblich zum Bruttosozialprodukt bei.

Fast 60 Prozent der Landesfläche Italiens werden als Ernte- und Weideland genutzt. Italien zählt weltweit zu den führenden Weinproduzenten und auch in der Herstellung von Oliven und Olivenöl rangiert Italien international ganz vorn. Weitere wichtige Feldfrüchte sind Weizen, Kartoffeln, Tomaten, Zuckerrüben, Mais und Reis sowie Artischocken, Pfefferschoten und Wassermelonen. Am bedeutendsten für die italienische Landwirtschaft ist der Obstanbau (Oliven, Äpfel, Orangen, Feigen und Datteln). Auch die Milchwirtschaft hat einen hohen Stellenwert. Bekannte Käsesorten des Landes sind Gorgonzola, Pecorino und Parmesan. Italiens wichtigste Bodenschätze sind Erdgas, Petroleum und Pyrit.

Ein anhaltendes Problem der italienischen Wirtschaft stellt das enorme Nord-Süd-Gefälle dar. Viele Süditaliener arbeiten in Norditalien oder im benachbarten Ausland.

Religion

In Italien herrscht die römisch-katholische Religion vor, der über 80 Prozent der Bevölkerung angehören. Ein 1984 verabschiedetes Gesetz schuf die römisch-katholische Religion als Staatsreligion ab und beendete den obligatorischen Religionsunterricht an Staatsschulen. Die wichtigsten Minderheitenreligionen sind Protestantismus, Islam und Judentum.

Vegetation

Zu der für die zentralen und südlichen Flachländer Italiens charakteristischen mediterranen Pflanzenwelt zählen z. B. Oliven-, Orangen-, Limonen- und Zitronenbäume und Palmen. Im Süden findet man häufig Feigen-, Dattel-, Granatapfel- und Mandelbäume, Zuckerrohr und Baumwolle. An den niedrigeren Hängen der Apenninen sind Kastanien-, Zypressen- und Eichenbäume, in höheren Lagen ausgedehnte Pinien- und Tannenwälder vorherrschend.

Tierwelt

Im Vergleich zu anderen europäischen Ländern findet man in Italien weniger Tierarten. In den Alpen leben noch wenige Murmeltiere, Steinböcke und Gemsen. An Vögeln herrschen Geier, Bussard, Falke und Milan in den Bergen vor. Wachtel, Waldschnepfe, Rebhuhn und verschiedene andere Zugvogelarten findet man in vielen Teilen Italiens. Zahlreiche Eidechsen- und Schlangenarten, u.a. drei Spezies der giftigen Vipernfamilie, und Skorpione sind noch anzutreffen.

Kulinarisches

Zusammen mit der französischen Küche ist die italienische Gastronomie führend in Europa. Nach den Nudelgerichten sind die Fischgerichte empfehlenswert. Die Pizza (ursprünglich ein gewürztes Brot) hat sich erst im Laufe des Wohlstands und mit Einfluss des Tourismus entwickelt. Standardgetränk zu allen Essen sind Wein (regionales Angebot z.B. Chianti in der Toscana, Lambrusco in der Emilia-Romagna, Orvieto in Umbrien und Marsala auf Sizilien) und Mineralwasser. Aber auch italienisches und ausländisches Bier wird angeboten.

Souvenirs

Einige Artikel, wie z.B. Terrakottatöpfe oder Espessomaschinen sind in Italien preisgünstig. Für ihre Antiquitätenmärkte sind Lucca, Mailand, Ravenna und Turin bekannt. Noch heute findet man in Italien viele Erzeugnisse des traditionellen Kunsthandwerks, die sich gut als Mitbringsel eignen, z.B. in Südtirol Trachten, in Ligurien Klöppelspitzen und Gegenstände aus Olivenholz, in Venetien Glas- und Kristallwaren sowie Spitzen und in der Toscana Alabastergegenstände, farbige Keramik und Goldschmiedearbeiten. Der Süden ist bekannt für Teppiche, Korallenschmuck und Kleinmöbel.

Duty Free

Einreise aus EU-Ländern

Bei unmittelbarer Einreise aus den anderen EU-Ländern (innergemeinschaftlicher Reiseverkehr; trifft nicht zu für die Kanarischen Inseln, außerdem nicht für die britischen Kanalinseln und nicht für Grönland) bestehen keine Beschränkungen/Formalitäten abgabenrechtlicher Art für das Reisegepäck und ausschließlich zu privaten Zwecken mitgeführte Waren. Ausgenommen sind verbotene Waren wie Drogen, Waffen usw. (Besonderheiten s.u.; für Waren zu gewerblichen Zwecken s. Abschnitt "Geschäftsreisende").

Im EU-Mitgliedstaat eingekaufte, bereits versteuerte (sog. verbrauchssteuerpflichtige) Waren können von Privatpersonen (ohne nochmalige Besteuerung) problemlos mitgeführt werden, wenn sie ausschließlich für ihren Eigenbedarf, d.h. nicht zu gewerblichen/kommerziellen Zwecken, erworben wurden.

Für folgende Waren gilt als Richtmenge für den Eigenbedarf:

TABAKWAREN: 800 Zigaretten, 400 Zigarillos (Zigarren mit einem Stückgewicht von höchstens 3 g), 200 Zigarren, 1.000 g Rauchtabak;

ALKOHOLISCHE GETRÄNKE: 10 Liter Spirituosen, 20 Liter sog. Zwischenerzeugnisse (z.B. Campari, Port, Madeira, Sherry), 90 Liter Wein (davon höchstens 60 Liter Schaumwein), 110 Liter Bier.

Eine Überschreitung dieser Richtmengen ist im Einzelfall möglich, wenn nachgewiesen wird, dass auch die größere Menge ausschließlich für den privaten Eigenbedarf bestimmt ist.

Bei anderen mitgeführten, verbrauchssteuerpflichtigen Waren kann bei der Einreise nach bestimmten Kriterien (u.a. die Gründe für den Besitz, Beförderungsart, Unterlagen über die Menge der Waren) geprüft werden, ob sie ggf. zu gewerblichen Zwecken bestimmt sind.

KRAFTSTOFFE für Motorfahrzeuge, die nicht im Hauptbehälter des Fahrzeugs oder in einem geeigneten Reservebehälter mitgeführt werden, können ggf. erneut besteuert werden.

REISENDEN UNTER 17 JAHREN wird keine Steuerbefreiung für Spirituosen und Tabakwaren gewährt.

Änderung der Zollbestimmungen - seit dem 1. Januar 2014 gilt folgende Ausnahmeregelung:

In Bulgarien, Kroatien, Lettland, Litauen, Ungarn oder Rumänien gekaufte Zigaretten dürfen nur noch bis zu einer Menge von 300 Stück steuerfrei nach Italien eingeführt werden.

Einreise aus Drittländern

Bei der Einreise aus anderen als EU-Ländern (Drittländer) ist die zum persönlichen Gebrauch während der Reise benötigte und zur Wiederausfuhr bestimmte Reiseausrüstung sowie der Reiseproviant von Eingangsabgaben befreit.

Ferner sind Waren, die Reisende gelegentlich und ausschließlich zum persönlichen Ge- oder Verbrauch oder für ihren Haushalt oder als Geschenk in ihrem persönlichen Reisegepäck einführen, im Rahmen folgender Mengen und Wertgrenzen abgabenfrei:

- 200 Zigaretten oder 100 Zigarillos (Zigarren mit einem Stückgewicht von höchstens 3 g) oder 50 Zigarren oder 250 g Rauchtabak;

- 16 Liter Bier

- 4 Liter nicht schäumende Weine;

- 1 Liter Spirituosen mit einem Alkoholgehalt von mehr als 22 Volumenprozent ODER 2 Liter Spirituosen, Aperitifs aus Wein oder Alkohol, Tafia, Sake oder ähnliche Getränke, mit einem Alkoholgehalt von 22 Volumenprozent oder weniger, oder Schaumwein oder Likörwein;

- eine dem persönlichen Bedarf des Reisenden entsprechende Menge an Arzneimitteln;

- andere Waren bis zu einem Gesamtwert von 430 Euro für Flug- und Seereisende, für Einreisende auf dem Landweg 300 Euro; für Reisende unter 15 Jahren gilt die Freimenge von 150 Euro unabhängig vom Einreiseweg.

Die Abgabenbefreiung wird nicht gewährt:

- Reisenden unter 17 Jahren für Tabakwaren, Spirituosen, Wein, Schaumwein, Likörwein, Aperitifs und ähnliche alkoholische Getränke.

Klimainformationen

Italien erstreckt sich vom Brenner-Pass bis zur Südspitze Siziliens. Während Oberitalien noch im mitteleuropäischen Klimabereich liegt (kalte Winter), beginnt in der Po-Ebene das gemäßigte-subtropische Übergangsklima. Die Mitte und der Süden des Landes sind durch mild-feuchte Winter und trocken-heiße Sommer gekennzeichnet.

Beste Reisezeit

Italien hat das ganze Jahr über Saison.

Vorgeschriebene Impfungen

Keine.

Empfohlene Impfungen

Keine.

Informationen zur Malaria

Malaria

Keine.

Verbreitung

Italien ist malaria-frei.

Währung

Währungseinheit

Währungseinheit: Euro ( EUR)

1 Euro = 100 Cent.

Derzeitiger Kurs:

1 US-$ = ca. 0,87 EUR

Hinweise

Reisende müssen beachten, dass in Italien generell Beträge über 3.000 Euro (auch Hotelrechnungen etc.) nicht in bar, sondern per Überweisung, mit GiroCard oder Kreditkarte bezahlt werden müssen.

Devisenbestimmungen/Umtausch

Einfuhr Fremdwährung: unbeschränkt

Einfuhr Landeswährung: unbeschränkt

Deklaration: Ja - bei der Einfuhr von Fremd- und Landeswährung im Gegenwert von zusammen über 10.000 Euro beim italienischen Grenzzollamt.

Ausfuhr Fremdwährung: unbeschränkt bzw. bei Beträgen im Gegenwert von über 10.000 Euro in Höhe der deklarierten Einfuhr.

Ausfuhr Landeswährung: unbeschränkt bzw. bei Beträgen im Gegenwert von über 10.000 Euro in Höhe der deklarierten Einfuhr.

Internationale Kreditkarten: Ja - werden von Banken, größeren Hotels, Restaurants der gehobenen Kategorie und bei Autovermietern akzeptiert.

Geldautomat: Ja - Girocard (mit Maestro- oder V-Pay-Logo) und Kreditkarten werden generell akzeptiert.

Auskunftstellen

Italienische Zentrale für Tourismus ENIT
Barckhausstraße 10, 5. Stock
60325
Frankfurt/M.
(0 69) 23 28 94
(0 69) 23 74 34
frankfurt@enit.it
ENIT-Büro in Berlin:

c/o Botschaft der Italienischen Republik

Hiroshimastraße 1

10785 Berlin

Tel. (0 30) 24 31 04 13

E-Mail: berlin@enit.it

A.P.T. (Agenzia Nazionale del Turismo)
Via Marghera 2/6
00185
Rom /Italien
(0039) 06 446 33 79, 446 99 07
(0039) 06 497 11
sedecentrale@enit.it

Camera di Commercio Italo-Germanica

(Deutsch-Italienische Handelskammer)
Via Gustavo Fara, 26
20124
Mailand /Italien
(0039) 02 66 98 09 64
(0039) 02 67 91 31
info@ahk-italien.it

Camere di Commercio d´Italia - Unioncamere
Piazza Sallustio 21
00187
Rom /Italien
(0039) 06 470 42 40
(0039) 06 470 41
unioncamere@cert.legalmail.it

Botschaften und Konsulate

Botschaft der Republik Italien


Hiroshimastraße 1

Konsularabteilung (keine Visa-Abteilung):

Hildebrandstraße 1
10785
Berlin
(0 30) 25 44 01 89
(0 30) 25 44 00
www.botschaft-italien.de
segreteria.berlino@esteri.it
Mo bis Fr 8.30-12.30 Uhr, Di 8.30-10.30 Uhr, Mi und Do 13-17 Uhr
Bitte beachten: Visa-Anfragen sind an das Generalkonsulat Frankfurt/M. zu richten!
Geschäftsbereich der Konsularabteilung: Berlin, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen

Honorarkonsulat der Republik Italien
Karl-Ferdinand-Braun-Straße 8
28359
Bremen
(04 21) 42 12 02 07 00
(04 21) 421 20 20 97 39, 421 20 20 72 22
www.consolati-italiani.de/colonia
brema.consolato@esteri.it
Mo bis Fr 9-12.30 Uhr und nachmittags nach Vereinbarung
(keine Visumerteilung)

Konsulat der Republik Italien
Goebenstraße 14
44135
Dortmund
(02 31) 55 13 79
(02 31) 57 79 60
segreteria.dortmund@esteri.it
Mo bis Fr 9-12.30 Uhr, Mi 14.30-17.30 Uhr
(keine Visa-Anfragen, diese sind an das GK Frankfurt zu richten)
(nur Regierungsbezirke Detmold, Münster und Arnsberg mit Ausnahme der Landkreise Olpe und Siegen-Wittgenstein)

Honorarkonsulat der Republik Italien
Augsburger Straße 3
01309
Dresden
(03 51) 444 45 84 88
(03 51) 444 44 88
www.consolati-italiani.de/colonia
consolato@consonordresda.de
Mo bis Fr 9.30-12 Uhr
keine Visa-Anfragen, diese sind an das GK Frankfurt zu richten)
(nur Direktionsbezirk Dresden)

Generalkonsulat der Republik Italien
Kettenhofweg 1
60325
Frankfurt/M.
(0 69) 753 11 04
(0 69) 753 10
www.consolati-italiani.de/francoforte
segreteria.francoforte@esteri.it
Visa-Abteilung: Mo bis Fr 9-12 Uhr, Mi auch 14.30-17 Uhr - nur nach telefonischer Vereinbarung
bundesweit zuständig für Visa-Angelegenheiten

Konsulat der Republik Italien
Augustinerplatz 2
79098
Freiburg/Breigau
(07 61) 386 61 61
(07 61) 38 66 10
www.consolati-italiani.de/friburgo
consolato.friburgo@esteri.it
Mo bis Fr 9-12 Uhr, Mo und Mi 15-17 Uhr


(keine Visa-Anfragen, diese sind an das GK Frankfurt zu richten)
(nur Regierungsbezirk Freiburg)

Honorarkonsulat der Republik Italien
Lokstedter Weg 24
20251
Hamburg
(0 40) 44 40 50 46
(0 40) 44 40 50 44
www.italia-hannover.de
anton.roessner@gmx.de
Mo und Mi 9.30-13.30 Uhr, Di 15-19 Uhr
(keine Visa-Anfragen, diese sind an das GK Frankfurt zu richten)

Generalkonsulat der Republik Italien
Freundallee 27
30173
Hannover
(05 11) 283 79 30
(05 11) 28 37 90
www.italia-hannover.de
segreteria.hannover@esteri.it
Di bis Fr 9-12 Uhr, Mo und Mi 15-17 Uhr
(keine Visa-Anfragen, diese sind an das GK Frankfurt zu richten)
- mit Ausnahme der Kreise Wolfsburg, Gifhorn und Helmstedt

Honorarkonsulat der Republik Italien
Brunswiker Straße 40
24105
Kiel
(04 31) 570 00 81
(04 31) 570 00 80
www.consolati-italiani.de/colonia
consolato_onorario_kiel@yahoo.it
Mo und Fr 10-12 Uhr und Mi 15-17 Uhr
(keine Visumerteilung)

Honorarkonsulat der Republik Italien
Rosengartenplatz 2
68161
Mannheim
(06 21) 33 84 01 10
(06 21) 33 84 02 24
www.consolati-italiani.de/colonia
mannheim-onorario@esteri.it
Mi 14-17 Uhr
(keine Visa-Anfragen, diese sind an das GK Frankfurt zu richten)
(nur für die Stadt Mannheim)

Generalkonsulat der Republik Italien
Universitätsstraße 81
50931
Köln
(02 21) 406 03 50
(02 21) 40 08 70
www.consolati-italiani.de/colonia
info.colonia@esteri.it
Mo bis Fr 8.30-12.30 Uhr, Mi 15-17.30 Uhr
(keine Visa-Anfragen, diese sind an das GK Frankfurt zu richten)
(nur die Regierungsbezirke Köln, Düsseldorf und Arnsberg - ohne die Städte Arnsberg und Sundern im Hochsauerlandkreis und die Städte Iserlohn, Menden, Hemer und Balve im Märkischen Kreis - sowie die Landkreise Olpe und Siegen-Wittgenstein)

Honorarkonsulat der Republik Italien
Messe-Allee 1
04356
Leipzig
(04 31) 678 81 02
(04 31) 678 90 00
www.consolati-italiani.de/colonia
ufficio@conslipsia.de
Mo, Di, Do 9-13 Uhr
(keine Visumerteilung)
Sachsen, jedoch nur die Regierungsbezirke Leipzig und Chemnitz

Generalkonsulat der Republik Italien
Möhlstraße 3
81675
München
(0 89) 47 31 34
(0 89) 41 80 03 62
www.consolati-italiani.de/monaco
segreteria.monacobaviera@esteri.it
Mo bis Mi 9-12.30 Uhr, Di auch 14-17.30 Uhr, Fr 8.30-12.30 Uhr
(keine Visa-Anfragen, diese sind an das GK Frankfurt zu richten)

Honorarkonsulat der Republik Italien
Lorenzer Platz 3a
90402
Nürnberg
(09 11) 202 21 07
(09 11) 202 20
www.consolati-italiani.de/colonia
guenther.kreuzer@kreuzer.de
Freitag 14-19 Uhr
(keine Visumerteilung)

Honorarkonsulat der Republik Italien
Am Ludwigsplatz 7
66117
Saarbrücken
(0681) 92 56 66 66
www.consolati-italiani.de/colonia
saarbrücken.onorario@esteri.it
Am ersten und dritten Donnerstag des Monats 15-18 Uhr
(keine Visumerteilung)

Generalkonsulat der Republik Italien
Lenzhalde 46
70192
Stuttgart
(07 11) 256 31 36
(07 11) 256 30
www.consolati-italiani.de/stoccarda
consolato.stoccarda@esteri.it
Mo bis Fr 9-12 Uhr, Di und Do auch 14.30-17 Uhr
(keine Visa-Anfragen, diese sind an das GK Frankfurt zu richten)
(nur der Regierungsbezirk Freiburg i. Breisgau und die Kreise Heidelberg, Mannheim und Rhein-Neckar)

Konsularagentur der Italienischen Republik
Goethestraße 52
38440
Wolfsburg
(0 53 61) 213 58
(0 53 61) 230 77/78
info.wolfsburg@esteri.it
Mo bis Fr 9-12 Uhr, Di, Do 15-17 Uhr
(keine Visa-Anfragen, diese sind an das GK Hannover zu richten)
(nur die Stadt Wolfsburg sowie die Landkreise Helmstedt und Gifhorn im Regierungsbezirk Braunschweig)

Ambasciata della Repubblica Federale di Germania
Via San Martino della Battaglia 4
00185
Rom /Italien
(0039) 06 445 26 72
(0039) 06 49 21 32 08
www.deutschebotschaft-rom.it
Amtsbezirk: Provinzen Ancona, Ascoli Piceno, Avellino, Bari, Benevento, Brindisi, Campobasso, Caserta, Catanzaro, Chieti, Cosenza, Crotone, Foggia, Frosinone, Isernia, Latina, L'Aquila, Lecce, Macerata, Matera, Neapel, Perugia, Pesaro-Urbino, Pescara, Potenza, Reggio-Calabria, Rieti, Rom, Salerno, Tarent, Teramo, Terni, Vibo Valentia und Viterbo sowie die Inseln Sardinien und Sizilien

Consolato Onorario della Repubblica

Federale di Germania
Bari Via Argiro 7
70122
Bari
(0039) 080 52 275 37
(0039) 080 52 275 37
bari@hk-diplo.de
Amtsbezirk: alle Provinzen der Region Apulien

Übergeordnete Auslandsvertretung: Generalkonsulat Rom

Consolato Onorario della Repubblica

Federale di Germania
Dr.-Streiter-Gasse 12
39100
Bozen
(0039) 0471 97 57 79
(0039) 0471 97 21 18
bozen@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Provinzen Bozen und Trient/Trento

Übergeordnete Auslandsvertretung: Generalkonsulat Mailand

Consolato Onorario della Repubblica Federale di Germania
Via R. Garzia 9
09126
Cagliari /Italien
(0039) 070 30 72 29
(0039) 070 30 72 29
cagliari@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Insel Sardinien (Provinzen Cagliari, Nuoro, Oristano, Sassari)

Übergeordnete Auslandsvertretung: Botschaft Rom

Consolato Onorario della Repubblica Federale di Germania
Corso dei Tintori 3
50122
Florenz /Italien
(0039) 055 247 32 08
(0039) 055 234 35 43
florenz@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Provinzen Arrezo, Florenz, Grosseto, Livorno, Lucca, Massa-Carrara, Pisa, Pistoia, Prato, Siena

Übergeordnete Auslandsvertretung: Generalkonsulat Mailand

Consolato Onorario della Repubblica Federale di Germania
Via Malta 2/1
16121
Genua /Italien
(0039) 010 576 54 44
(0039) 010 576 53 42
genua@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Provinzen Genua, Imperia, La Spezia und Savona

Übergeordnete Auslandsvertretung:

Generalkonsulat Mailand

Consolato Generale della Repubblica Federale di Germania
Via Solferino 40
20121
Mailand /Italien
(0039) 02 655 42 13
(0039) 02 623 11 01, 62 31 10 27
www.deutschesgeneralkonsulat-mailand.it
info@mailand.diplo.de
Amtsbezirk: Regionen Aostatal, Emilia Romagna, Friaul-Julisch Venetien, Ligurien, Lombardei, Piemont, Südtirol, Toskana, Venetien und die Republik San Marino

Consolato Onorario della Repubblica Federale di Germania
Via San Sebastiano 13
98122
Messina /Italien
(0039) 090 67 17 80
(0039) 090 67 17 80
messina@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Provinzen Messina, Catania, Ragusa und Syrakus

Übergeordnete Auslandsvertretung: Botschaft Rom

Consolato Onorario della Repubblica Federale di Germania
Via Medina, 40
80133
Neapel /Italien
(0039) 081 761 46 87
(0039) 081 248 85 11
www.deutschesgeneralkonsulat-neapel.it
neapel@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Regionen Basilicata, Kalabrien, Kampanien und Molise

Übergeordnete Auslandsvertretung: Botschaft Rom

Consolato Onorario della Repubblica Federale di Germania
Via Principe di Villafranca 33
90141
Palermo /Italien
(0039) 091 982 08 08
(0039) 091 982 08 08
palermo@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Provinzen Palermo, Trapani, Agrigento, Caltanissetta und Enna

Übergeordnete Auslandsvertretung: Botschaft Rom

Consolato Onorario della Repubblica Federale di Germania
Santo Croce 251, Palazzo Condulmer
30135
Venedig /Italien
(0039) 041 244 84 69
(0039) 041 523 76 75
venedig@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Provinzen Belluno, Görz/Gorizia, Padua, Pordenone, Rovigo, Treviso, Tiest, Udine, Venedig, Vicenza

Übergeordnete Auslandsvertretung: Generalkonsulat Mailand

Sehenswertes

Rom

Rom, die Hauptstadt der Republik Italien und der Region Latium, etwa 20 Kilometer vom Tyrrhenischen Meer landeinwärts gelegen, ist die klassische Städtereise-Metropole. Die römische Lebensart und das Interesse an Kunst, Geschichte und Religion sind wohl die wichtigsten Gründe für einen Besuch der "Ewigen Stadt". Eine Münze in die Fontana di Trevi werfen, das Kolosseum und das Kapitol besichtigen, die Rast auf der Spanischen Treppe, die Vatikanstadt mit Petersplatz, Petersdom, Vatikanischen Museen und Sixtinischer Kapelle besuchen, die Katakomben an der Via Appia Antica ansehen - all das gehört seit Generationen zu einem Rombesuch wie das abendliche Essen im Restaurant oder der Einkaufsbummel in den Boutiquen und auf den Straßenmärkten.

Rom war Jahrtausende lang der kulturelle Mittelpunkt Europas und Schauplatz bedeutender geschichtlicher Ereignisse. Nach der Gründungssage wurde Rom am 21. April 753 v. Chr. von Romulus und Remus gegründet. Romulus brachte später seinen Zwillingsbruder Remus um. Die Zwillinge waren nach der Sage die Kinder des Mars mit einer Vestalin. Sie seien auf dem Tiber ausgesetzt, von einer Wölfin gesäugt und dann von dem Hirten Faustulus am Velabrum unterhalb des Palatin gefunden und aufgezogen worden. Die historisch nachweisbare Besiedlung der römischen Hügel lässt sich aber bis in das 14. Jahrhundert v. Chr. zurückverfolgen.

Die Entwicklung Roms zur Hauptstadt der größten und perfektesten politischen Organisation der Antike erreichte ihren Höhepunkt unter Kaiser Augustus (27 v.Chr. bis 14 n.Chr.). Die wechselvolle Geschichte, die in einer Verheerung der Stadt zur Zeit der Völkerwanderung und späterer Ereignisse endete (im 14. Jahrhundert hatte die Stadt noch 20.000 Einwohner), ist heute noch in den zahllosen Bauwerken der Stadt sichtbar. Rom gleicht einem einzigen Freilichtmuseum. Das historische Zentrum der Stadt, die Vatikanstadt und die Kirche "San Paolo fuori le Mura" wurden in die Liste der schützenswerten Kulturgüter der UNESCO aufgenommen. In den kleinen Gassen und Straßen der Innenstadt kann man tagelang untertauchen und das römische Leben abseits der Touristenströme studieren.

Der Tiber (Tevere) ist mit 405 Kilometern Länge nach dem Po der zweitlängste Fluss des Landes und durchzieht von Norden nach Süden in drei Windungen die Stadt. Am linken Ufer erheben sich die sieben Hügel, auf denen das alte Rom erbaut wurde. Am Stadtrand liegt der mit 0,44 Quadratkilometern kleinste eigenständige Staat der Welt, die Vatikanstadt, die der Sitz des Papstes und der Kurie ist.

Heute ist Rom ein wichtiges Wirtschafts- und Handelszentrum mit regem politisch-administrativem, kulturellem und künstlerischem Leben. Die zahllosen sehenswerten Museen und Sammlungen spiegeln die Geschichte der "Ewigen Stadt" und Italiens eindrucksvoll wider. Das Nachtleben spielt sich weitgehend im Freien ab. Nur in den Wintermonaten sind Kneipen und Musikclubs begehrte Anziehungspunkte. Im Sommer finden zahlreiche Festivals und Open-Air-Veranstaltungen statt.

Venedig

Venedig gilt als eine der faszinierendsten Städte der Welt. Trotz der Touristenmassen von zwölf bis 15 Millionen Menschen jährlich, der horrenden Preise, der Umweltprobleme und der Abwanderung der Bevölkerung hat die Stadt in der Lagune noch immer nichts von ihrem Zauber verloren.

Die märchenhafte Wasserstadt, die von 177 Kanälen durchzogen wird, ist ein einzigartiges Kunst- und Freilichtmuseum. Die prächtigen Palazzi, prunkvollen Baudenkmäler, Kirchen und Klöster hinterlassen bei jedem Besucher einen prägenden Eindruck. Zentraler Hauptplatz und touristischer Anziehungspunkt ist die Piazza di San Marco mit der berühmten Basilica di San Marco und dem majestätischen Palazzo Ducale. Vernetzt sind die Sehenswürdigkeiten, öffentlichen Plätze und Stadtteile durch ungefähr 3.000 Fußwege und fast 400 Brücken. Die Ponte di Rialto, die Ponte dell' Accademia und die Ponte Scalzi überspannen den berühmtesten Wasserboulevard der Stadt, den Canal Grande. Doch trotz aller Romantik sind die Stadt und die Lagune stark gefährdet. Die Millionen Holzpfähle, auf denen die Gebäude und Paläste erbaut sind, werden von den hochgiftigen Abwässern der Industrie zernagt. Dazu verschärfen eine Klimaänderung sowie ein steigender Meeresspiegel die Situation. Die tiefsten Stellen der Lagunenstadt, wie zum Beispiel die Piazza di San Marco, werden mehrmals im Jahr überschwemmt und die Stadt wird kontinuierlich im Wasser versinken, falls keine geeignete Lösung zu ihrer Rettung gefunden wird.

Die Geschichte von Venedig begann, als sich im fünften Jahrhundert Veneter auf der Flucht vor germanischen Stämmen in der Lagune niederließen. Im Mittelalter nahm die Stadt einen gigantischen Aufschwung und war Jahrhunderte lang die mächtigste Seerepublik der europäischen Welt. In gewaltigen Expansionszügen wurde die jugoslawische Adria bis tief ins östliche Mittelmeer und das Festland bis zu den Alpen unterworfen. Der Venezianer Marco Polo fand den Weg ins ferne China. Damit konnte Handel mit den fernöstlichen Gewürzen und Genussmitteln betrieben werden. Ein ungeheurer Reichtum breitete sich in Venedig aus, der bis heute in den prunkvollen Palästen und Bauwerken der Stadt zu erahnen ist. Berühmtheit erlangte Venedig auch durch seine Gondeln, die Glasereien von Murano, den Belcanto (italienischen Operngesang), den Karneval und das jährliche Internationale Filmfestival.

Besucher, die etwas mehr Zeit mitbringen und das Stadtgefüge aus allen Perspektiven erlebt haben, sollten unbedingt die Inseln in der Lagune von Venedig besuchen. Die bekanntesten sind Murano, Burano und Torcello sowie der Lido di Venezia.

Ligurien

Ligurien ist ein schmaler Landstreifen, der den Golf von Genua am westlichen Mittelmeer umfasst. Das Gebiet, das wegen seines milden sonnenreichen Klimas sehr beliebt ist, gilt seit jeher als Ort für einen angenehmen Winteraufenthalt. In den Fremdenverkehrsorten wurden viele Pflanzen eingeführt, wie Palmen oder Magnolien. In dem milden Klima wird die Blumenzucht betrieben. Der Blumenmarkt von San Remo zählt zu den bekanntesten Europas.

Das Wahrzeichen von Genua, der wichtigsten Hafenstadt Italiens, ist der Leuchtturm. Die noch vorhandenen Adelspaläste geben ein Bild vom Reichtum der Stadt im 16. und 17. Jahrhundert. Sehenswert sind u.a. der Palazzo Ducale (Dogenpalast), die Kathedrale San Lorenzo, die romanische Kirche Santa Maria di Castello sowie das Museum für ostasiatische Kunst (Museo Chiossone) mit Werken aus Japan, China und Thailand. Bordighera, eleganter Bade- und Luftkurort, hat eine malerische Altstadt. Auch der 1,5 Kilometer entfernte Botanische Garten (Giardino Esotico Pallanco) in Madonna della Ruota ist einen Besuch wert.

Portofino erfreut sich bei Reisenden wegen seiner landschaftlich schönen Lage und seiner mediterranen Pflanzenwelt großer Beliebtheit. Da der Ort von Touristen überlaufen ist, sollte man ihn in den frühen Morgenstunden besuchen.

Rapallo ist der größte Badeort der Region, in dem Wassersportler voll auf ihre Kosten kommen.

Auch in San Remo, dem bekanntesten Urlaubsort an der Riviera, herrscht im Sommer reger Badebetrieb. Charakteristisch für die Altstadt ist das Gewirr von Gassen. Interessant ist auch die Villa Nobel, die heute für kulturelle Veranstaltungen genutzt wird.

Sizilien

Die größte Insel im Mittelmeer ist mit ihrer Hauptstadt Palermo eine autonome Region. Die Insel ist gebirgig und von Vulkanismus geprägt. Der Ätna an der Ostküste ist mit seinen 3.300 m Höhe der größte noch tätige Vulkan in Europa. Schöne Landschaften und gute Strände (besonders an der Nord- und Ostküste) sowie viele antike Denkmäler haben den Tourismus in den letzten Jahren zu einem wichtigen Wirtschaftszweig werden lassen. Die Insel lässt sich auf einer Rundfahrt (etwa 930 Kilometer) erkunden. Die Hauptstadt Palermo, eine eher moderne Stadt, hat besonders schöne Gärten und Anlagen (z.B. der Park Villa Bonanno) zu bieten. Außerdem sehenswert ist die Kathedrale mit den Königs- und Königinnengräbern, die Capella Palatina, die Piazza Pretoria mit dem Rathaus und der Kirche La Martorana sowie das Teatro Massimo aus römischer Zeit. Auch ein Bummel durch den Hafenbereich lohnt sich.

Die Ostküste ist die reichste und am häufigsten besuchte Region der Insel. Der meistbesuchte Urlaubsort Siziliens ist Taormina. Glanzpunkt der Ostküste ist zweifelsohne der Ätna, den man mit einer Schmalspurbahn in ca. vier Stunden umrunden kann. Auch mit dem Auto ist eine Rundfahrt möglich.

Der Südosten Siziliens allein wäre wegen seiner wunderschönen Landschaft und den reizvollen Städten schon eine Reise wert. In Siracusa mit seinen bedeutenden Altertümern lassen sich schon zwei bis drei Tage verbringen. Die Hauptsehenswürdigkeiten verteilen sich auf Ortigia (Piazze Pancali, Archimede und Duomo sowie Castello Maniace), den Archäologischen Park in Neapolis (Teatro Greco, Latomie und Anfiteatro) und Tyche (Basilica e Catacombe di San Giovanni, Museo Archeologico). Im Hinterland von Siracusa ist die Totenstadt Pantàlica mit ihren Grabhöhlen interessant. Die Schlucht von Anapo bietet gute Wandermöglichkeiten.

Der Westen Siziliens, der von Touristen seltener besucht wird, hat durchaus Attraktionen zu bieten wie beispielsweise die Ruinen von Selinute, die in Nachbarschaft zum Badeort Marinella liegen, oder die schöne Stadt Erice, deren Ortsbild sich seit dem Mittelalter kaum verändert hat.

An der Nordküste mit ihren steil ins Meer abfallenden Bergen und den schönen Sand- und Kiesstränden (zwischen Cefalú und Milazzo) kommen Badefreunde auf ihre Kosten. Highlights sind die Lagunenstrände unterhalb des Heiligtums Tindari.

Sardinien

Sardinien ist nach Sizilien die zweitgrößte Insel des Mittelmeeres und liegt ungefähr 190 km vom Festland entfernt, von der französischen Nachbarinsel Korsika trennen sie nur 12 km.

Ein beliebtes Reiseziel ist Sardinien vor allem wegen ihrer kontrastreichen Küste. Neben langen weißen Sandstränden findet man kleine Buchten, Steilküsten und bizarre Felsformationen. Zu den bekanntesten Küstenabschnitten zählt die Costa Smeralda bei Olbia im Norden der Insel.

Das gebirgige Inselinnere lädt zu Ausflügen oder Wanderungen ein. Hochplateaus, Tafelberge, Vulkankegel und tiefe Schluchten bilden das Rückzuggebiet vieler seltener Tierarten. Die größten Höhen werden im Gennargentu-Massiv erreicht.

Unter den Bergen und entlang der Küsten gibt es unzählige Höhlen und Grotten, die zum Teil auch besichtigt werden können. Die Grotta di Nettuno an der Steilküste des Capo Caccia und die Grotta di Ispinigoli in der Nähe von Dorgali sind aufgrund ihrer Tropfsteingebilde besonders sehenswert.

Auch historisch und kulturell hat Sardinien viel zu bieten. Beeindruckend sind die sogenannten Nuraghen, kegelförmige Turmbauten, die aus der Bronzezeit stammen und vermutlich als Wehr- und Festungstürme dienten.

Phönizier gründen um 900 bis 700 v.Chr. erste Städte, darunter auch die heutige Hauptstadt Cagliari, damals Karali genannt. Unter den Römern erlebte sie eine Blütezeit. Das römische Amphitheater lohnt auf jeden Fall ein Besuch, aber auch das mittelalterliche Castello-Viertel sowie die Museen und Kirchen ziehen viele Touristen an.

Überhaupt überrascht auf Sardinien die große Zahl von Kirchen. Besonders ins Auge fallen die gestreiften Außenwände einiger romanischer Kirchen, die nach dem Pisaner Stil mit verschiedenfarbigen Steinquadern errichtet wurden wie z.B. die zwischen Sassari und Olbia gelegene Kirche Santissima Trinità di Saccargia.

Auch Sportler kommen auf Sardinien auf ihre Kosten; neben diversen Wassersportarten sind Radfahren, Reiten, Wandern, Klettern und Golfen sehr beliebt.

Liparische Inseln

Milazzo ist der Hauptfährhafen auf die Äolischen (Liparischen) Inseln Lipari, Vulcano, Salina, Panarea, Stromboli, Filicudi und Alicudi. Sie sind auch deshalb besonders reizvoll, weil sie bislang vom Massentourismus verschont blieben.

Ein besonderes Naturschauspiel bietet Stromboli mit dem gleichnamigen Vulkan, der noch heute die Erde erbeben lässt, und den man in etwa vier Stunden besteigen kann.

Toscana - Das Landschaftsbild

Für die Landschaft in Mittelitalien, zu der auch die Insel Elba und andere kleine Inseln gehören, sind Weinberge, Pinien und Zypressen charakteristisch. Die Toscana ist die Heimat des berühmten Chianti-Weines. Daneben werden Oliven, Getreide und Blumen angebaut. Besonders in den Kunststädten der Toscana Florenz, Siena und Pisa, in den Thermalbädern und den Badeorten entlang der Küste ist der Tourismus heute ein nennenswerter Wirtschaftsfaktor.

Neben der einzigartigen Landschaft sind die Sehenswürdigkeiten weltbekannt. Ihre Sammlungen, Galerien, Museen und Akademien machen die Toscana, insbesondere Florenz, zu einem Eldorado für Kulturinteressierte. Weitere interessante Orte der Toscana sind Prato mit seinen historischen Bauten im Zentrum und Arezzo mit seinen gut erhaltenen mittelalterlichen Bauwerken. Auf der Piazza von Arezzo findet einmal im Monat ein bekannter Antiquitätenmarkt (Mercato dell´Antiquariato) statt. Neben einem Kultururlaub kommen Wasser- und Wintersportfreunde und Wanderer in der Toscana auf ihre Kosten. Die Inseln des Toscanischen Archipels sind ein Paradies für Unterwassersportler. An den meisten Stränden ist Windsurfing möglich. Wintersportmöglichkeiten bietet Abetone im Appenin, der bekannteste Wintersportort der Toscana, während die sanften Hügelketten der Toscana zu Wanderungen einladen.

Florenz

Florenz, die Stadt im Arnotal, gilt zurecht als eine der großen italienischen Kunst- und Kulturstädte. Mit Michelangelo, Giotto, Brunelleschi, Donatello und Botticelli hinterließen einige der berühmtesten italienischen Künstler ihre Spuren in der Stadt.

Florenz wurde im 1. Jahrhundert vor Christus von den Römern als "Municipio Florentina" (d.h. die blühende Gemeinde), am Fuße des Hügels, auf dem sich noch heute die etruskische Stadt Fiesole befindet, gegründet.

Als Stadtstaat aus dem Mittelalter hervorgegangen, gewann Florenz im 15. und 16. Jahrhundert eine führende Stellung innerhalb Italiens. Viele wichtige kulturelle Strömungen in Italien gingen von "Firenze" aus. Unter der Herrschaft der Medici, einer reichen Kaufsmannsfamilie, die Kunst und Wissenschaft förderte, entwickelte sich Florenz zum Zentrum der Renaissance und des Humanismus. Von 1865 bis 1871 war Florenz die Hauptstadt des italienischen Königreichs.

Die Stadt zeigt sich heute nüchtern - die Paläste wirken von außen eher schlicht und schroff. Innen sind sie dafür umso prunkvoller ausgestattet. Die erstaunliche Fülle von Kunstschätzen und Sehenswürdigkeiten, die bedeutsame Geschichte, die zahlreichen kulturellen Festivals und Veranstaltungen und die reizvolle Umgebung der Toskana machen Florenz zu einem äußerst beliebten touristischen Ziel. 6,5 Millionen Touristen pro Jahr treiben allerdings auch die Preise in den Hotels, Restaurants und Museen in die Höhe.

Siena

Auch in Siena, 70 Kilometer südlich von Florenz, begegnet dem Besucher Geschichte auf Schritt und Tritt. Besonders sehenswert sind u.a. die Piazza del Campo, der muschelförmige Vorplatz des Rathauses, der Dom als herrliches Denkmal gotischer Architektur mit seinem berühmten marmornen Fußboden sowie der Palazzo Piccolomini, einer der schönsten Frührenaissance-Paläste der Stadt. In der Umgebung der südlich von Siena gelegenen Stadt Grosseto liegt der Kurort Saturnia, eine der ältesten Siedlungen der Gegend. Hier sprudelt aus dem Swimmingpool des Hotels Terme di Saturnia, das von Besuchern gratis genutzt werden kann, eine Schwefelquelle mit 37,5 Grad warmen Wasser.

Pisa

Pisa, die einstige Seestadt, befindet sich durch Sediment-Ablagerungen des Arno heute zehn Kilometer landeinwärts. Sehenswert sind u.a. der Domplatz mit dem Dom, dem Schiefen Turm, dem Baptisterium und dem Camposanto. Auch einige Museen wie das Dom-Museum (Museo dell Opera del Duomo) oder das Museo Nazionale di San Matteo mit seiner Sammlung Pisaner Skulpturen vom 12. bis zum 15. Jahrhundert sind einen Besuch wert.

Reisehinweise

Mehrere Erdbeben ereigneten sich in der Provinz Catania auf Sizilien. Es kam zu Verletzten und Sachschäden. Bereits zuvor hatte der Vulkan Ätna erhöhte Aktivitäten gezeigt. Am Flughafen von Catania kann es zu Verzögerungen und Flugausfällen kommen.

Das Auswärtige Amt rät Reisenden, besonders vorsichtig zu sein und die Hinweise der örtlichen Behörden zu beachten.

Sicherheitsvorkehrungen:

Die italienische Regierung geht nach wie vor mit einer erhöhten terroristischen Gefährdung des Landes aus. Es ist mit mehr Polizeipräsenz sowie Sicherheitskontrollen auch an religiösen Stätten zu rechnen. Reisenden wird empfohlen, wachsam zu sein, insbesondere bei Menschenansammlungen.

Waldbrände:

Während der Sommermonate kommt es aufgrund des Klimas in Italien immer wieder zu Waldbränden. Es muss auch in den touristischen Regionen mit Beeinträchtigungen der Infrastruktur gerechnet werden. Reisende sollten sich an entsprechenden Hinweisen in den Medien orientieren.

Erdbeben:

Italien zählt zu den Ländern weltweit, in denen es häufig zu Erdbeben kommt. Am 21. August 2017 hat sich vor der Küste der Insel Ischia ein Erdbeben ereignet. In den zentralitalienischen Regionen Latium, Marken und Umbrien kam es 2016 und im Januar 2017 zu mehreren schweren Erdbeben.

Bitte auch den Abschnitt "Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen" beachten.

Weitere Informationen zur Sicherheitssituation im Reiseland sind auf den Internetseiten des Auswärtigen Amts zu finden.

Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen

- Sardinien: Touristen können an Flughäfen kontrolliert werden, ob sie Sand, Kiesel, Muscheln oder auch Steine von den sardinischen Stränden, auch in kleinsten Mengen, in ihrem Reisegepäck haben. Es können Strafgebühren wegen des Verstoßes gegen den Naturschutz zwischen 500 und 3.000 Euro verhängt werden.

- Kleinkriminalität: Reisende sollten sich insbesondere in Tourismuszentren, in den Bahnhöfen Italiens und auf Buslinien, die von Touristen oft benutzt werden, auf Taschen- und Autodiebe einstellen. Solche Delikte häufen sich z.B. in Rom auf der Bahnstrecke zwischen Flughafen Leonardo da Vinci und der Innenstadt sowie auf Busfahrten der Linien 40, 62 und 64.

- Gefälschte Markenartikel: Sie zu kaufen oder zu verkaufen ist verboten.

- Anhalter: Reisende, die Anhalter mitnehmen, sollten bedenken, dass es strafbar ist (Haft, Geldstrafe), wenn sie einen Anhalter mitnehmen, der in Italien auf diesem Wege illegal einreisen will (wird als Beihilfe gewertet).

- Rauchverbot: In allen Regional- und Fernzügen ist das Rauchen untersagt. In öffentlichen Gebäuden, Bars und Restaurants gilt ein Rauchverbot. Geraucht werden darf nur in ummauerten Raucherzonen mit eigener Lüftung. Auch in Geschäften und Büros ist das Rauchen verboten.

SPERR-NOTRUF: Deutsche können ihre Girocards, Kreditkarten, Handys und einige andere elektronische Berechtigungen über die Sperr-Notruf-Nummer ++49 116 116 (aus dem Ausland neben ++49 116 116 auch ++49 30 4050 4050 wählbar) rund um die Uhr sperren lassen. Der Anrufer wird mit den Herausgebern der jeweiligen Medien verbunden, sofern diese sich dem Sperr-Notruf angeschlossen haben. Eine Liste der angeschlossenen Herausgeber ist im Internet unter www.sperr-notruf.de zu finden.

Ebenso ist es möglich, die Online-Ausweisfunktion (elektronischer Identitätsnachweis - eID) des neuen Personalausweises unter den oben genannten Nummern sowie unter 0180 1 333 333 (Bürgerservice des Bundesinnenministeriums) sperren zu lassen.

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Ausführliche Einreisebestimmungen

Ausführliche Einreisebestimmungen finden Sie hier.

Hinweis zu den Ausflügen:

Alle Ausflüge und Führungen finden in deutscher Sprache statt, soweit nichts anderes angegeben ist. Bitte beachten Sie, dass sich die angegebene Reihenfolge der Ausflüge ändern kann. 

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige (Reisedokumente / Visum / Impfung):

Deutsche Staatsangehörige benötigen für diese Reise gültige Ausweisdokumente. Die Reise kann sonst nicht angetreten werden!
Je nach Reiseland kann es sein, dass ein Visum erforderlich ist. In einigen Ländern sind ggf. auch Impfvorschriften zu beachten. Ausführliche Einreisebestimmungen finden Sie online bei der jeweiligen Reise unter der Rubrik „Länder“. Außerdem erhalten Sie diese Infos auch in Ihren zugesandten Reise-Vertragsunterlagen.
Wir empfehlen Ihnen dringend, sich schon vor der Buchung einer Reise über Ihre Einreisebestimmungen zu informieren. Bitte erkundigen Sie sich dabei auch über mögliche Bearbeitungszeiten für ggf. benötigte Visa, um eine rechtzeitige Bearbeitung vor Abreise zu gewährleisten sowie über notwendige Impfungen.
Bitte beachten Sie, dass seit dem 26. Juni 2012 jedes Kind, welches ins Ausland reist, unabhängig vom Alter ein eigenes Reisedokument benötigt. Eintragungen im Reisepass der Eltern werden nicht mehr anerkannt. Bitte beantragen Sie das notwendige Reisedokument bei den zuständigen Behörden.

Einreisebestimmungen für nicht-deutsche Staatsangehörige (Reisedokumente / Visum / Impfung):

Falls Personen ohne deutsche bzw. mit nicht ausschließlich deutscher Staatsbürgerschaft mitreisen, beachten Sie bitte, dass in diesem Fall andere bzw. gesonderte Einreisebestimmungen für Ihr gewähltes Reiseland gelten können. Hierüber geben die jeweiligen Auslandsvertretungen bzw. zuständigen Konsulate entsprechend Auskunft. Wir empfehlen Ihnen dringend, sich schon vor der Buchung einer Reise über Ihre Einreisebestimmungen zu informieren. Bitte erkundigen Sie sich dabei auch über mögliche Bearbeitungszeiten für ggf. benötigte Visa, um eine rechtzeitige Bearbeitung vor Abreise zu gewährleisten.
Sollten Sie in diesem Zusammenhang Fragen haben, helfen wir Ihnen gerne weiter. Bitte kontaktieren Sie uns unter unserer kostenfreien Service-Hotline 0800 250 00 00 (Mo-Fr 9-19 Uhr).

Hinweis für Menschen mit eingeschränkter Mobilität:

sz-Reisen sind nicht geeignet für Gäste mit eingeschränkter Mobilität. sz-Reisen sind meistens Reisen in Bewegung: Um alle Besichtigungen, Rundgänge und Ausflüge in vollem Umfang miterleben zu können, sollten Sie „gut zu Fuß“ sein. Auch so manch ein Hotel ist noch nicht auf Rollatoren oder weitergehende Mobilitätsbeschränkungen eingestellt. Daher sind unsere Reisen für schwer gehbehinderte Gäste sowie für Gäste im Rollstuhl oder mit starker Sehbehinderung nicht geeignet (auch Gehörlosigkeit oder allg. Reisebehinderung).
Im Zweifel können wir vorab für Sie prüfen, ob eine Teilnahme möglich ist. Bitte fragen Sie uns vor der Buchung, ob diese Reise für Sie geeignet ist. Wir beraten Sie gern unter unserer kostenlosen Service-Hotline 0800 250 00 00 (Mo-Fr 9-19 Uhr).

Absagefrist durch den Reiseveranstalter sz-Reisen:

Falls die Mindesteilnehmerzahl für Ihren Reisetermin nicht erreicht werden sollte, behält sich sz-Reisen vor, bis spätestens 4 Wochen vor Reiseantritt (bei Tagesfahrten bis zu 2 Wochen) die Reise abzusagen bzw. vom Reisevertrag zurückzutreten. Weitere Informationen hierzu finden Sie in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen unter §7.

Zahlung & Reiserücktritt bei sz-Reisen:

Ausführliche Informationen zu Zahlung und zum Reiserücktritt finden Sie in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen SZ-Reisen GmbH unter § 2. + 5. + 7. + 8.

Kreuzfahrt mit Phoenix Reisen

Ihr Reiseveranstalter ist die SZ-Reisen GmbH. Wir arbeiten bei dieser Kreuzfahrt mit der Reederei Phoenix Reisen zusammen. Aus diesem Grund erhalten sie innerhalb der sz-Reisen Reiseunterlagen die Kreuzfahrt-Unterlagen von Phoenix Reisen.

Hinweis bei Hotelaufenthalt:

Die angegebene Hotelklassifizierung ist landestypisch.

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Reisedaten

Reise/Reiseziel:
MS AMERA: Frühlingszauber im Mittelmeer
Veranstalter:
SZ-Reisen GmbH, Ostra-Allee 20, 01067 Dresden
Mindestteilnehmerzahl:
25
  • auf/zu

    Zustiegsorte:

    • ( Transferregionen)

    weitere Informationen:

    • Busan- / -abreise mit ZWÜ/HP
  • auf/zu

    Zustiegsorte:

    • ( Transferregionen)

    weitere Informationen:

    • Flugan- / -abreise

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Wir werden Sie vor der Buchung zu den Konditionen beraten.
Hier finden Sie vorab eine aktuelle Tarifübersicht.

Die Versicherungskosten sind abhängig vom Reisepreis pro Person. Bei Versicherungskosten über 200 € pro Person müssen Reisekunden seit Februar 2018 den gewünschten Reiseschutz direkt bei der ERV buchen. Nach Abschluss der Reisebuchung können Sie hier Ihre Versicherung hinzubuchen.

Sonstiges

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